37. Wochenrückblick

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Hallo aus Tokyo!

Krass. Ich bin einfach mal in Japan. Nach 11 Stunden Flug stand ich hier, ziemlich müde, ein bisschen durcheinander, aber auch sehr glücklich und aufgeregt. Tatsächlich bin ich erstmal eine ganze Weile unterwegs, viel am Arbeiten und mache einige wirklich sehr spannende Projekte, von denen eben auch eins dabei ist, über das ich nicht ganz reden darf. Immer noch nicht.
 
Doch nichtsdestotrotz könnte meine Laune aktuell kaum besser sein, denn Tokyo stand schon immer ganz oben auf meiner Liste! Leider haben wir nicht so viel Glück mit dem Wetter, weswegen ich nicht so viele Fotos machen kann, wie ich sie sonst würde, was nur einen logischen Schluss zulässt: ich muss zurückkommen.
Doch nicht nur meine Seele ist intakt, auch mein Körper erholt sich langsam von der schlimmen Erkältung, die ich hatte und die mein Wohlbefinden nicht grade steigerte.
 
Und wie könnte es mir auch schlecht gehen? Schließlich fliege ich morgen wieder an den Ort, der mich vor fast genau einem Jahr bereits vollkommen vom Hocker gerissen hat und in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe: Island.
Es geht also bergauf. Und zwar im Laufschritt :)

Das Projekt:
Ich habe beschlossen es nur noch „das Projekt“ zu nennen. Wie letzte Woche angekündigt, wollte ich euch eigentlich von dem großen Fernsehprojekt, das ich anstehen habe, erzählen, allerdings wurde da kräftig zurückgerudert und ich musste eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, die mir vorgibt, inwiefern ich euch was erzählen kann. Es lässt sich sehr knapp zusammenfassen in: gar nichts.
 
Das finde ich ein bisschen ärgerlich, insbesondere, weil ich dadurch weniger Instastories machen kann und es schon angeteasert habe und ich ja auch schon in Berlin und München gedreht habe und bald auch in Island und Lissabon. Allerdings gilt diese Sperre nur einen Monat und Ende Oktober darf ich das Konzept dann eeeeeeeeendlich teilen :)

Geärgert:
Wenn alles Werbung ist, dann ist Werbung nichts.
Mir geht es auf den Keks, dass es neuerdings heißt, dass man prinzipiell alle Posts in denen eine Markennennung stattfindet als Anzeige bzw. Werbung markieren soll – egal ob die Produkte selbst gekauft oder gesponsert wurden oder vielleicht Geld geflossen ist. Damit geht man auf Nummer Sicher, wenn wieder die nächste Abmahnwelle folgt, aber mal ernsthaft: ist das nicht bescheuert? Wenn einfach alles Werbung ist – was ist so eine Bezeichnung dann noch wert?
 
Manchmal überlege ich ernsthaft über meinem Blog einfach „Dauerwerbesendung“ zu schreiben, einfach nur, damit mir keiner (unbegründet) ans Bein pinkeln kann.
Ich finde es wichtig bei einer bezahlten Partnerschaft zu markieren, aber wenn ich mir Produkte leihe, weil ich sie cool finde oder gleich kaufe, dann ist das in meinen Augen ein anderes Verhältnis. In Zukunft gilt das dann aber scheinbar auch als „Anzeige“. Ich frage mich, ob das daran liegt, ob die Branche so neu ist und die Menschen, die diese Gesetzte scheinbar machen einfach keine Ahnung von dem Thema haben oder ob das schon Schikane ist (Print und andere Medien scheinen solchen Problemen nicht ausgesetzt zu sein), aber in jedem Fall hilft es weder der Transparenz gegenüber dem Leser, noch der Aufklärung und ist meiner Meinung einfach nur eins: sinnlos.
 
Wie seht ihr das?
Was ist so ein Hashtag dann eigentlich noch wert?

Hose: Adidas
Jacke: Levi’s
Shoes: Dr. Martens
Shirt: Tush

This post is also available in Englisch Russisch



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24 Kommentare


  1. Ich versteh‘ dich! „Das Projekt“ schafft mit dieser Verzögerungstaktik aber auch eines: dass das Sehnen nach der Enthüllung, dem Wegziehen dieses Verschwiegenheitsschleiers, dem Entgegenblicken, immer öfter dran denken, Hinfiebern, bis es dann „poff, pow!“ macht – dass all dem noch ein Schäufelchen nachgelegt wird. DAS ist es doch, was wir (also, ich! Ja!) wollen: Begehrlichkeit durch noch-nicht-haben/wissen-können. Hundertmal besser als „See now, buy now“, oder hier: see now, know now.

    Das Gehirn scheint – wie beim Shirt-Ausschnitt! – nach diesem einfachen Muster zu funktionieren: wenn ich nicht alles gleich zu sehen kriege, wird’s erst richtig interessant.

    Ich find’s etwas überzogen, denen, die schon ordentlich kennzeichnen, jetzt noch eins über die Rübe zu geben. Werbung mache ich nach dieser Sichtweise ja schon, wenn ich ein positives Online-Review schreibe! Oder ein Produkt mit Markennamen in der Öffentlichkeit benutze. „Echte“, kennzeichnungsbedürftige Werbung ist für mich solche, die bezahlt wurde. Wenn du etwas selbst kaufst, und es durch Herzeigen kostenlos bewirbst, fördert/ermöglicht es dir keinen Lebensunterhalt, und ist nicht gewerblich. Da fänd‘ ich eine klare Grenze gut!

    Antworten

  2. Ein wirklich super toller Beitrag und ich liebe die Fotos einfach so sehr.
    Und was die Kennzeichnung betrifft, ich bin da einfach absolut überfordert. Ich finde es wirklich schade, dass es mittlerweile wirklich so abläuft.
    Ich wünsche Dir einen tollen Abend.
    Liebe Grüße Lisa <3
    http://www.hellobeautifulstyle.blogspot.de

    Antworten

    1. Ja, das ist bestimmt nicht die Richtung, die sich auch Leser wünschen, zumindest ist das mein Eindruck!

      Antworten

  3. Liebe Masha, freut mich, dass dir Tokyo so gut tut und ich bin mega gespannt auf „das Projekt“! Zu dem Thema mit der Werbung: ich finde es auch mega nervig, vor allem weil ständig jemand etwas besser weiß. Und wie du schon sagst, über alles Werbung schreiben? Selbst bei selbstgekauften Dingen?? Und auf der anderen Seite, wenn man mal die ganzen Hochglanzmagazine anschaut, überall Werbung. Redakteurin XY empfiehlt die Tasche, die Creme… Nirgendwo steht was von Werbung. Diese ganze Diskussion ist schon ein bisschen unfair uns Bloggern gegenüber.
    Alles Liebe und viel Spaß in Island :)
    Julie

    https://juliesdresscode.de

    Antworten

    1. Hi Julie,

      ich freue mich voll, dass du das genauso siehst!! Ich finde das nämlich auch ziemlich kacke und unfair :(

      Antworten

  4. Hallo Masha ,

    schön das es dir allmählich wieder besser geht,
    ich finde es eine reine Schickane wenn man alles was man postet als #Anzeige gilt obwohl ich mir fast alles was ich poste selber gekauft habe.
    So macht Istagram usw. kein Spass.

    Lg elvira

    Antworten

  5. Hi liebe Masha,

    mir ist auch aufgefallen, dass in letzter Zeit alles als Werbung deklariert wird (wegen Markennennung). Ist das jetzt wirklich Pflicht? Das ist ja wirklich total bescheuert. Irgendwie kann man es am Ende doch nicht richtig machen. Und es ist ärgerlich, dass das Thema ausschließlich auf dem Rücken der Blogger und Influencer ausgehandelt wird, während andere Medien ganz entspannt ihr Ding machen. Wäre schön, wenn die Regeln für alles gleich gelten würden.

    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

    Antworten

    1. Hi Eve,

      ja das fänd ich persönlich auch besser. Dass ein Film wie James Bond von A bis Z durchgesponsert ist sieht wieder kein Mensch. Andere Medien liegen da klar im Vorteil!

      xx

      Antworten

  6. TOKYO <3 Ich finde die Stadt ja selbst im Regen wunderbar. Shibuya Crossing wird gleich noch einmal eindrücklicher, wenn alle Schirme tragen … aber ja, wiederkommen man man nach Japan immer. Ich hab es jedenfalls genossen deine Impressionen aus meiner Lieblingsstadt auf Instagram zu sehen.

    xx

    Antworten

    1. Das stimmt! Es hat in der Tat einen gewaltigen Eindruck hinterlassen…

      aber ich würde gerne noch mal wiederkommen – diesmal für länger :)

      Antworten

  7. Das mit der Werbungsennzeichnung sieht tatsächlich wie eine Schikane aus und ist sehr ärgerlich!!
    Ich sage oder schreibe mittlerweile einfach dazu, „ICH HABE ES MIR SELBER GEKAUFT“ oder „es ist ein PR Sample, habe kein Geld bekommen“ – super nervig, als würde man sich ständig rechtfertigen und ob das rechtlich so in Ordnung ist, weiß ich auch nicht 🙄

    Tolle Bilder und schön, dass es dir wieder besser geht!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    Antworten

    1. Danke Esra,

      ja aber das ist halt auch irgendwie nicht so richtig Sinn der Sache. Super nerviges Thema :((((

      Antworten

  8. Japan wie cool. :)
    Japan steht auch noch auf meiner Travel Bucket List ich finde die Menschen dort einfach super interessant. Auf dein „Projekt“ bin ich schon super gespannt und kann es kaum abwarten bis du uns genaueres verrätst. :D Also das mit dieser ganzen Werbekennzeichnung ist wirklich total sinnlos. Da bin ich total deiner Meinung. Ehrlich gesagt blicke ich nichtmal ganz durch und ich habe das Gefühl das sich niemand so wirklich auskennt damit, was denn nun gekennzeichnet gehört und was nicht.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag Abend!
    Liebste Grüße Tamara

    Antworten

    1. Hi Tamara,
      ja, aber weil das auch so ist: es ist keine wirklich klaren Kennzeichnungsgesetze und deswegen tappen alle im Dunkeln :(
      Ich freue mich jedenfalls, dass Instagram die Möglichkeit bietet eine bezahlte Partnerschaft zu markieren, nur leider funktioniert es noch nicht mit allen Accounts :(

      Antworten

  9. Ich sehe es genauso wie du: Wenn ohne das Wort Werbung selbst Produkte, die man sich selbst gegönnt hat, nicht mehr frei gepostet werden können, geht es ja total am Sinn vorbei.

    Vor allem: Müsste dann nicht tatsächlich jedes Bild (also wirklich jedes!) als Werbung gekennzeichnet sein? Schließlich trägt man auf Bildern Klamotten von Marken – somit müsste sogar ein 12-jähriges Mädel, dass ihren Insta-Account für sich und Freunde hat, mit Werbung kennzeichnen, weil sie vielleicht ein Shirt von Zara trägt oder ein kleines Kind eine Disney-Plüschfigur ins Bild hält….

    Antworten

    1. Ja und Nein.
      Als Influencer verdienst du damit Geld und musst es deswegen kennzeichnen (halt am besten einfach alles) aber ‚Privatpersonen‘ müssen das nicht, auch wenn sie aktiv sind auf Social Media. Das Thema ist einfach unfassbar kompliziert :(

      Antworten

  10. Ohh ich bin schon gespannt auf „das Projekt“ :)

    und das mit der Werbung… Puh… da hab ich mich tatsächlich noch gar nicht so mit auseinandergesetzt. Kann aber deinen Unmut verstehen.

    Liebe Grüße,
    Fiona

    Antworten

  11. Die Jacke! Love it :) gibts die so aktuell bei Levis?
    Schön, dass du so viele spannende Projekte in Aussicht hast. Mich nervt das auch tierisch mit diesen ganzen Markierungen! Ich find die neue Funktion bei Instagram gut, weil es wirklich transparent und unaufdringlich ist und man diese blöden hashtags weglassen kann. Die sind doch – oder waren es zumindest mal – dafür da, dass andere User Fotos zu bestimmten Themen schneller finden und auch einfach nur zum Spaß. Und du hast Recht, wenn ihr Blogger eh alles kennzeichnen müsst aus Angst vor Abmahnung, kann man’s auch gleich wieder lassen.
    Viel Spaß in Island :)
    Liebste Grüße, ebenfalls eine crazy cat Lady

    Antworten

    1. so leider nicht, aber im Levi’s Store in Berlin ist unten so eine Dame, die Jeans repariert und Sachen bestickt. Ich habe es quasi selbst aufschreiben lassen, weil ich einfach wirklich eine crazy cat lady bin :D

      und das mit den hashtags sehe ich genauso! :(

      Antworten

  12. So zauberhaft zu lesen, dass es dir nach und nach wieder besser geht und dass du Tokio genießen kannst liebe Masha!

    Zu dem Werbungsthema: Finde diesen Hashtag bzw das stetige Erwähnen unsinnig und verwirrend für den Leser. der ehemalige (für mich auch absolut verständliche) Sinn sollte doch sein, das man weiß was gesponsert ist und was aus eigner Tasche gezahlt wurde. Mit der neuen Regelung hat sich also absolut nichts geändert. Ich als Leser bin noch immer verwirrt und die die es wollen, müssen nicht sagen ob es gekauft oder gespornt wurde. es hat sich also nichts geändert außer das der wachsende Missgunst auf Blogger und “Influencer“ gestiegen ist.

    Antworten

  13. war schon so gespannt auf dein projekt :) aber egal dafür machst du mich nur noch neugieriger :D

    japan ist bestimmt eine unheimlich tolle stadt!

    haha ja das kennzeichnen der werbung nervt wirklich voll!

    ach ja sehr sehr toller look :) schaut richtig toll aus mit dem hintergrund :)

    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    Antworten

  14. Ich seh das genauso wie du. Mich nervt das auch total, dass jetzt wirklich überall Anzeige oder Werbung drunter steht. Da kann man jetzt auch nicht mehr differenzieren, was wirklich Werbung ist und was nicht. Alles zu verwirrend. :D
    Das mit den Zeitschriften ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Wie oft einem da Produkte empfohlen werden und das nicht als Werbung gekennzeichnet ist…was aber ganz eindeutig Werbung ist. :/
    Vielleicht findet sich ja in Zukunft eine Regelung, die Sinn macht. :D

    Liebe Grüße und noch ganz viel Spaß in Tokio :)
    Veni

    Antworten
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