Victor & Rolf


41. Wochenrückblick

.Street Style in Berlin | Streifen & Spitze | Mode | Marken: Liu Jo, AGL, Baum & Pferdgarten | Herbstmode

Street Style in Berlin | Streifen & Spitze | Mode | Marken: Liu Jo, AGL, Baum & Pferdgarten | Herbstmode

Berlin ♥
I love you.

Was habe ich meine Heimatstadt vermisst! Es ist nun eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich wirklich hier war. Doch hier zu sein – Zuhause zu sein – ist das schönste Gefühl der Welt, naja oder könnte es sein, wäre da nicht noch die eine Sache mit der Trennung..
 
Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde ich in den Startlöchern für ein neues Leben stehen. Es ist schon alles fast fertig und es wird nur noch runtergezählt. Könnt ihr euch an diese Aufregung und dieses Adrenalin erinnern, wenn man kurz davor ist zu sprinten, um die Urkunde zu bekommen? Nun stehe ich also, meine Füße an die Halterung gedrückt, in gebückter Haltung und zähle runter. Nur scheint jede einzelne Sekunde grade eine Ewigkeit zu dauern und zieht sich ins Unendliche. Dabei habe ich schon so viele Pläne für die Zukunft! Kann sie nicht langsam mal eintreten – diese Zukunft? Kann ich nicht einfach endlich loslaufen?
Ich glaube ich werde bald einfach wahnsinnig!!

Apropos Zukunft… wenn erstmals wieder ein bisschen Ruhe in mein Leben einkehrt (frühstens im November) möchte ich unbedingt mein Zuhause wieder ein bisschen updaten. Vielleicht einige neue Möbel, eine neue Wandfarbe? Ich bin da grade noch auf der Suche nach Inspiration.
 
Doch ich habe auch schon fleißig Pläne für nächste Woche geschmiedet, denn da geht es nach…. Stuttgart!
Warum ausgerechnet Stuttgart? Tja, Breuninger veranstaltet die Vogue Fashion Night und lädt zu einem großartigen Shopping Event in seinem Flagship Store ein und veranstaltet u.a. Modeschauen einiger meiner liebsten deutschen Designer (zB. William Fan!). Ich glaube es wird eine spannende Veranstaltung und ich kann es kaum erwarten endlich auch mal einige Freunde aus Stuttgart wiederzusehen! Whoop Whoop! Wer wird noch da sein?

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Das Projekt:
Ich bin abgedreht. Mein Projekt ist im Kasten und muss nur noch geschnitten werden. Es war jetzt wirklich ein aufregender Monat und nicht selten dachte ich mir: wie zur Hölle soll ich das bloss bewältigen? Ich hatte selten ein Projekt, das mir derart herausgefordert hat und mir gleichzeitig Spass gemacht hat. Ich habe mich auf ein fast komplett neues Terrain begeben und versucht mein Bestes in einer völlig neuen Rolle zu geben! Mir dabei selbst treu zu bleiben und irgendwie auch authentisch, während nonstop eine Kamera auf dich gerichtet ist, war schon teilweise ein merkwürdiges Gefühl, aber wenn ich daran denke, könnte ich wohl kaum breiter grinsen.
 
Mit dem Ende dieses Projekts ist für mich ein wichtiges und entscheidendes Kapitel abgeschlossen und es fühlt sich ein bisschen so an, als wären Jahre vergangen, weil sich die Zeit so intensiv anfühlte. Jetzt, wo es vorbei ist, fehlt es mir auch ein bisschen – der Stresspegel, das lustige Team und die tägliche Challenge, die man gemeinsam bewältigte. Man gewöhnt sich an das schnelle Leben und ich habe wirklich jeden ins Herz geschlossen. Kaum zu glauben, dass es erstmal vorbei ist. Anfang/Mitte November wird die Sendung ausgestrahlt, aber wie es aussieht kann ich euch endlich (endlich!!) nächste Woche bereits von dem Konzept erzählen! Es ist nämlich wirklich ganz schön klasse!!

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Gedanken:
Ich war letztens schwach und hatte zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass mir jemand in die Brust schießt. Doch statt zurückzuschießen ließ ich die Kugeln einfach durch. Ich hatte keine Wahl, denn Stärke zu zeigen hätte bedeutet alles zu verlieren, also ließ ich es zu, die Schwäche. Ich kenne es nunmal nicht anders, denn Zähne zusammenbeißen und stark zu sein, auch wenn man sich nicht danach fühlt, gehört zu meinem Alltag. Krank sein? Gibt es nicht. Trauer? Es kommen auch wieder bessere Tage. Schwäche lasse ich einfach nicht zu, denn schwach zu sein, Hilfe anzunehmen und Verletzlichkeit zu zeigen gehören nicht unbedingt zu meinen Stärken.
 
Wann habe ich das letzte Mal wirklich Rücksicht auf mich und meine Gefühle genommen?
Ich versuche immer stark zu sein – für andere, aber ich erster Linie für mich selbst. Schwach zu sein, sich einzugestehen, dass man mit der Situation vielleicht doch überfordert ist und dass nach innen hin man sich vielleicht doch nicht ganz so großartig fühlt, wie das breite Lächeln, das ich über mein Gesicht spanne, es vermuten lassen soll, kostet mich unheimlich viel Überwindung.
 
Denn wer kann schon sagen, ob man auch aufgefangen wird, wenn man sich im freien Fall befindet oder ob man einfach nur verdammt hart aufprallt?
Also falle ich am liebsten gar nicht erst.

 
Ich sehe mich als Frau, die alles irgendwie alleine packt, nichts und niemanden braucht und alles irgendwie schon alleine hinkriegt. Ich brauche Niemanden – jedenfalls sage ich mir das selbst, auch wenn ich daran zweifle. Die Wahrheit ist vielleicht auch, dass am Ende Niemand wirklich bleibt, aber vielleicht bin ich manchmal auch zu verlegen bin um zu fragen, ob man bleiben möchte. Aus irgendeinem Grund fällt es mir manchmal einfach verdammt schwer Menschen ganz nah an mich heranzulassen. Ich kann über so vieles sprechen, auch so vieles schreiben, aber gleichzeitig sind meine Gefühle so sehr im Widerspruch manchmal, dass ich selbst manchmal gar nicht weiss was ich fühle. Als wäre ich ein emotionaler Kontrollkrüppel, der nur die Gefühle zulässt, die ihm auch passen und einmal vor den Kopf gestoßen, verschließe ich mich, verstecke meine Gefühle, verputze die Fassade neu. Ja, stark sein kann ich gut, aber kann ich das wirklich, ohne auch schwach zu sein?
Die Fassade bröckelt grade jedenfalls und ich weiss noch nicht, wie ich das finden soll.

Matchalatte:
In unserer neusten Folge Matchalatte sprechen wir ein bisschen über Stress als Statussymbol (oder auch nicht), deutschen Unternehmergeist und „The German Fear“. Außerdem über unsere Arbeitssucht und wie es ist sich als selbstständige, junge Frau immer wieder neu beweisen zu müssen. Und weil das noch nicht themenreich genug ist diskutieren wir die aktuelle Problematik rund über die Kennzeichnung von Werbung bzw. Schleichwerbung. Diese Folge ist mal wieder so richtig businesstalk, aber vielleicht gefällt es euch ja!

Gehört:
Der neue Podcast von Joko und Paul Ripke. Ich finde es super, wie grade das Thema Podcast immer mehr in den Fokus rückt und sich nun auch immer mehr Prominente diesem Thema widmen. „Alle Wege führen nach Ruhm“ ist dabei besonders kurzweilig und unterhaltsam, allein schon deswegen weil die Zwei einfach unheimlich sympathisch sind! Ich kann ihn auf jeden Fall perfekt für die Zwischenzeit empfehlen, wo unser Podcast noch nicht draußen ist :)

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Geärgert:
Scheinbar ist da so ein Hollywood Mogul, Harvey Weinstein, der gut und gerne schon mal die ein oder andere Hollywood Schauspielerin angegrapscht, vergewaltigt und sexuell belästigt haben soll – und was macht Hollywood? Schweigt es aus. Wer sich dagegen ausspricht, kann seine Karriere knicken, weil mächter Mann und so. Mich widert sowas einfach nur an – vor allem aus Hollywood, wo man eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen sollte!
 
Traurig auch, dass sich solche Dramen oftmals nicht nur in Hollywood abspielen (und zwar hinter der Leinwand!), sondern auch in anderen Branchen Gang und Gebe sind. Männer mit Macht dürfen alles – sich an Frauen vergehen inklusive. Ich könnte im Strahl kotzen! In solchen Momenten bin ich froh nicht in einer Situation zu stecken bei der meine Karriere von den sexuellen Gepflogenheiten eines mächtigen Mannes abhängen. Ich frage mich nur: wie konnte man solche Untaten nur drei Jahrzehnte verheimlichen??? In einer Industrie, die von Klatsch und Tratsch lebt? Wie kann das sein? Wie kann man solche Herabwürdigungen, von denen scheinbar jeder wusste, dulden? Jetzt kann man nur hoffen, dass es sich dieser Fall möglichst bald aufklärt und die Opfer ein bisschen Gerechtigkeit erfahren. Was für ein trauriges Bild unserer Gesellschaft!

Shirt & Hose: Liu Jo
Mantel: Baum & Pferdgarten
Schuhe: AGL

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13 Kommentare


  1. Aus dem versprochenen Mail wird nun doch ein Kommentar.
    Du entwickelst gerade eine neue Art von Stärke, die viele unter dem Namen „Schwäche“ kennen. Wer immer seine Fassade von Unempfindlichkeit, Unberührtheit, Unverletztheit aufrecht erhält, und hinter den Kulissen dennoch leidet (denn das Leben beinhaltet natürlich immer auch Leiden), der bietet dem Leben auch Härte und Steifigkeit als Widerstand. Das kostet viel Energie, in Zeiten, in denen es ohnehin schon daran mangelt. Durch dieses Aufrechterhalten wird man erst richtig verletzlich – nämlich dann, wenn doch jemand auch die härteste Fassade durchstößt.
    Wer aber Verletzlichkeit zulassen und sogar zeigen kann, ist stärker als der, der sich unversehrt zeigt: es gibt nichts mehr zu verstecken, keiner kann „dahinter“ blicken und durch diese Kenntnis noch verletzen. Verletzlichkeit macht unverletzbar, denn wer schon versehrt ist, den tritt man nicht auch noch. Der nichts mehr zu verbergen hat, ist der, der all seine Energie auf sich selbst und seine Heilung verwenden kann – nicht für ein Image, eine Fassade. Bei dem, der offen ist, können keine Geheimnisse entdeckt werden, die es wert wären, sich das Maul darüber zu zerreißen.

    Verwundbarkeit macht stark, weil es Stärke braucht, sich Schwäche einzugestehen und sie zuzulassen. Und daraus fließt neue Energie.

    ——
    Das Outfit: ich LIEBE, LIEBE, LIEBE es! Die edle Transparenz und Eleganz der Spitze, in einer alltagstauglichen, trendigen Shirtform, die es spektakulär unspektakulär macht; ein Kunststück an sich. Darunter: die geradlinige Lässigkeit der Boyfriend-Hose mit der dezenten Strenge der Nadelstreifen, weiblicher durch die überhohe Taille (liebe ich per se) und einer Paperbag Waist, die selbst die undefinierteste Taille dramatisch und definiert erscheinen lässt, ohne dabei an Leichtigkeit und Nonchalance zu verlieren.
    Und dann rote Schuhe! (Ich stehe ja fürchterlich auf rote Schuhe. Ich suche seit vielen Jahren rote Schnürstiefel!)
    Lackglänzend sind sie ein mondänes Element, nicht ganz so erhaben-elegant, sondern auffälliger als die Spitze. Mit ihrem Granny Boot-Schnitt spiegeln sie die leicht viktorianische Wirkung des Spitzentops wieder. Das Element an der Schuhspitze wirkt künstlerisch-verspielt und verhindert so, dass das ernste Ensemble darüber zu streng oder humorlos wirkt. Die gedeckten Farben im gesamten Outfit harmonieren alle so wunderschön miteinander, eine Tonalität, und das tomatenrot der Schuhe fügt sich nahtlos ein, ohne schrill hervorzuknallen. Der Lackglanz fängt genug Aufmerksamkeit ein.
    Der militärische grüne Mantel bringt all diese verschiedenen Elemente in einen geordneten Rahmen, mit Business-Blazerkragen toll mit der Hose harmonierend, die Länge gut (könnte auch eine Handbreit kürzer, über dem Knie enden) und auch die Tonalität der Farbe: gedeckt, herbstlich, natürlich, edel. Nicht alltäglicher Alltagslook mit viel, viel Wow!
    Übrigens sehen auch deine Haare sehr füllig aus, und dieses verschmitzt-fröhliche Lachen stiehlt sich in jedes Herz <3

    Antworten

    1. Tatsächlich sehe ich das genauso wie du und auch wenn Schwäche zu zeigen auch gleichzeitig ein Zeichen von Stärke ist, so hat mich das leider nirgendswohin geführt. Im Gegenteil: ich habe Schwäche gezeigt, wurde verletzt und muss mich jetzt wieder sammeln um stärker aus der Situation hervorzugehen. Vielleicht ist es das, was ich daraus gelernt habe. Ach man, das ist grade einfach doof!

      Und wegen dem Outfti: Was habe ich sie vermisst! Deine Outfit Analysen!!! Mir ist richtig das Herz aufgegangen <3

      Antworten

      1. Ich könnt‘ dich richtig drücken! (Aber nachdem ich deine Random Facts auch lese, bewerfe ich dich lieber mit Flauschepullovern *lacht*) Du hast mir SO eine Freude gemacht. DANKE! *quietscht und wackelt ganz doof-vergnügt vor dem Laptop herum*

        Antworten

  2. Wieder so ein schöner Wochenrückblick – der auch mal wieder sehr zu denken gibt. Von dem Skandal wusste ich gar nichts und finde es einfach grausam, dass so etwas immer noch Gang und Gebe ist. Das kann echt nicht sein!
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

    Antworten

  3. Hi Masha,
    ich lese immer wieder gerne deinen Blog und vor allem dein Wochenrückblick gefällt mir sehr gut.

    Ich finde es sehr mutig, dass du dich dazu bekennst, stets stark sein zu wollen und wie schwierig es für dich ist, Schwäche zuzulassen und andere um Hilfe zu bitten. Natürlich ist dies nicht einfach- aber ich finde es super, dass du uns an deinen sehr persönlichen Gedanken teilhaben lässt.

    Ich wünsche dir alles Gute! und ganz viel Kraft für die Woche!

    Alles Liebe,
    Mo

    http://mo-schneyder.blogspot.de/

    Antworten

  4. Schwäche zu zeigen, obwohl man eigentlich immer stark sein möchte, kann anfangs wirklich schwer erscheinen. Ich konnte das vor einiger Zeit auch nicht, dachte auch, dass ich niemanden bräuchte. Aber manchmal geht es alleine einfach nicht. Manchmal bürdet man sich zuviel auf, und nur eine helfende Hand kann einen da wieder rausholen. Ich denke, sich zu trauen, schwach zu sein, hat auch etwas von einer gewissen Stärke!

    Antworten

  5. Oh Masha, ich freue mich, dass du nach Stuttgart kommst! Jetzt werd ich auf jeden Fall vorbei schauen :)

    Der Text zum Thema niemanden brauchen und emotioneler Krüppel: es ist so krass, aber ich hatte gestern mit meiner Freundin genau darüber das Gespräch. Ich habe gesagt bekommen, dass ich eine richtige Mauer um mich herum habe und garnicht wirklich bei mir durchkommt, aber frage mich wieso. Ich kann stundenlang reden, erzählen, was mich fasziniert, was mich begeistert und trotzdem hat das nie ausgereicht. Ich bin gerne unter Menschen, sehe mich aber eher als „Lone Wolf“, die niemanden braucht. Was stimmt mit uns nicht?

    Ich freu mich auf dich, vielleicht erwische ich einen günstigen Moment und kann Hallo sagen :)

    Liebste Grüße,
    Maya

    Antworten

    1. Ach cool! Ich freue mich dich zu treffen!

      Komisch, mir geht es genauso. Ich denke manchmal, dass es das Leben selbst ist, das einen in diese Richtung lenkt. Wenn Niemand da ist, der einem die Hand reicht, muss man eben lernen stark zu sein..

      Antworten

  6. ich freue mich echt unheimlich auf dein geheimes Projekt!
    und wenn du deine Wohnung neu gestaltest lass uns bitte daran teilhaben. bin gerade selbst dabei umzuziehen und ich liebe und hasse es zugleich mich den ganzen Tag mit Interior zu beschäftigen :D

    und nachdem ich gelesen habe, dass du nach Stuttgart kommst werde ich sofort nach der Vorlesung zum Breuning flitzen und hoffe dich endlich mal treffen zu können :)
    wie lang wirst du vor Ort sein und bist du als „Gast“ vor Ort?

    Antworten

    1. Hi Susi!
      ach cool!!!!!
      Ich weiss es gar nicht genau, aber ich denke eher nachmittags und abends – auf keinen Fall morgens!
      Wir haben also sicherlich eine gute Chance uns zu treffen <3

      Freu mich!!

      Antworten
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