3 Tage auf Madeira

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Ich erinnere mich nicht mehr, wer mich damals auf Madeira aufmerksam machte, aber schon seit Langem stand Madeira auf meiner Bucket List.
Kein Wunder, schließlich liegt die Vulkaninsel mitten im Atlantik, hat viel Lavagestein, unterschiedliche Klimazonen, die die Insel mal saftig subtropisch aussehen lassen, mal mystisch-nebelig. Genau mein Geschmack also.

Generell ist es erstaunlich, wie vielseitig diese kleine Insel ist, denn trotz der kurzen Strecken gibt es viel zu entdecken, ob schwarze Strände, Wasserfälle oder ein mystischer Gruselwald. Madeira sieht aus wie eine Landschaft aus einem Fantasyfilm. Erstaunlich also, wie wenig Bilder man vergleichsweise von Madeira auf Instagram findet. Und das, obwohl es sogar ein Tourismus Hotspot ist. Gut für mich, denn so kann ich selbst noch auf Erkundungsjagd gehen und Fotos machen, an denen man sich noch nicht sattsehen hat. Und Potenzial für perfekte Insta-Shots hat diese Insel mehr als genug. Tja – und die habe ich gemacht und mich dabei unsterblich in Madeira verliebt. Ehrlich gesagt, bereue es fast schon, nur so kurz dagewesen zu sein. Gleichzeitig habe ich auch eine wichtige Erkenntnis für mich gewonnen: Ich komme wieder.

Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal |
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Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal |
Women running into a mystical fog forest | travel tipps Portugal islands

Fürs Erste gibt es allerdings eine Art kleines Tagebuch über unseren Kurztrip. 

Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal | travel tipps Portugal islands

Ankommen
Der Flughafen auf Madeira ist nicht ohne und gehört zu den gefährlichsten der Welt, weswegen man eine Extra Ausbildung braucht, um ihn anzufliegen. Trotzdem fliegen recht viele Airlines nach Madeira aus den meisten Metropolen dieser Welt. Mehrmals am Tag fliegt vor allem TAP, die portugiesische Airline, mit der auch wir geflogen sind. Hat man nach ein paar Stunden das Reiseziel erstmal erreicht, wartet das Paradies.
Um das zu Erkunden, braucht man allerdings auf jeden Fall ein Auto, das man bei den bekannten Stationen bekommt, aber auch bei lokalen Vermietern.

Übernachten
Wir haben im neueröffneten Savoy Palace übernachtet, das nach einigen Jahren des Umbaus seine Türen mit einem komplett neuen Konzept wieder neu eröffnet hat. Das Luxushotel hat alles was das Herz begehrt: Zimmer mit Ozean-Blick, mehrere (Infinity-)Pools, einen riesigen Spa-Bereich und fantastische Restaurants.

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Women in infinity-pool with ocean view | travel tipps Portugal islands

Tag 1

Nachdem wir in der Nacht zuvor angekommen sind, ausgeschlafen haben und in unserem Hotel ein ausgiebiges Frühstück genossen haben, mussten wir eine Entscheidung treffen, womit wir starten wollten. Der Beschluss stand recht schnell fest: Unser erster Tagesausflug sollte eine Wanderung durch das Rabacal Naturschutzgebiet sein. Dafür ging es steil bergauf, wo die Wanderung zu den Wasserfällen begann.

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Waterfall, hiking in Portugal | travel tips Portugal islands

Einst wurde hier das Wasser aus den Bergen ins Tal geleitet, deswegen finden sich bis heute Levadas, eine Art Wasserstraßen, an denen man entlangläuft. Die Wanderung zum ersten Wasserfall Risco, der über 100m lang ist, beträgt ungefähr 3 Kilometer, die hin relativ einfach zu meistern ist, weil es fast nur bergab geht. Von da aus sind es nur 2-3 Kilometer bis zu den 25 Fonts Quellen, den ich persönlich noch ein Stück paradiesischer fand mit einer kleinen Lagune, in die man sogar reingehen konnte und in der ein paar Fische auf der Lauer lagen.

Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal | travel tipps Portugal islands
Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal | travel tipps Portugal islands
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Zurück geht es dann viel bergauf bis zu einem Cafe, von dem aus man sich einen Teil der Strecke sparen kann, indem man mit einem Bus immerhin ca. 2 Kilometer wieder hochfährt. Allerdings fährt der letzte Bus schon um 18:30 und wir mussten laufen. Gut, dass wir für diese Wanderung ein paar Stunden eingeplant haben!

Auf dem Rückweg überraschte uns dann der Anblick tief stehender Wolken, die wir gleich mal als Fotokulisse nahmen. An diesem Tag sah man besonders den Kontrast der beiden Klimazonen, denn während es auf der einen Seite bewölkt war, war auf der anderen Seite keine einzige Wolke zu sehen, weil sie alle am Hang des Berges kleben blieben. Ein wirklich faszinierender Anblick!

Tag 2

Unser Hotel lag mitten im Zentrum von Funchal, der Hauptstadt Madeiras, was lag also näher, als uns die süße Stadt mal anzuschauen? Kleine Gassen, bemalte Türen und Restaurants untermalten das paradiesische Bild. Nach einem kleinen Lunch, bei dem wir die lokale Spezialität Bolo do caco probierten, eine Art Knoblauchbrot, ging es für eine Wanderung zum zweithöchsten Punkt Madeiras: dem Pico do Arieiro, von dem wir eine Wanderung zum Pico do arieiro to pico ruivo machen wollten, allerdings auf der Hälfte des Weges beschloßen umzukehren, um es noch in den Osten der Insel zu schaffen.

Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal | travel tipps Portugal islands

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Luxury spa hotel Savoy Palace  | travel tipps Portugal islands

Auch der Osten unterscheidet sich stark von den restlichen, sattgrünen und bewucherten Teilen der Insel, da er eher flach und wenig bewachsen ist. Hier merkt man stark den Einfluss der Naturgewalt des Wassers, der hier sicherlich zum Einsatz kommt. 

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Tag 3

Heute geht es ans Meer!
Erst ging es zu einem der Top Instagram Spots der Insel: dem hohen Lavafelsen, an der Nordküste der Insel. Diese Location erinnerte mich wirklich stark an Island mit den dunklen Felsen und dem wilden Wasser, das hohe Wellen schlug. Allerdings mit dem Unterschied, dass Madeira ungefähr 20 Grad wärmer ist. Auch hier war ich verwundert darüber, dass dieser Ort menschenleer war. Auf Island wäre das sicher nicht der Fall, aber hier schien es, als wären wir die einzigen Touristen. Nach diesem kurzen Zwischenstopp und ein paar Bildern später fuhren wir zu einem einzigartigen Highlight: den Natural Pools. Eine Art Schwimmbad, das zwischen Lavagestein gebaut ist und aus Meerwasser besteht, das reinschwappt. Ein absolut einzigartiges Erlebnis, weil man das Gefühl hat im Ozean zu baden, aber gleichzeitig geschützt ist und die perfekte Symbiose aus Natur und Architektur. Bei ruhigem Wasser kann man sogar von einem Sprungbrett direkt ins offene Wasser springen. Absolut genial. 

Doch dann fuhren wir zu meinem persönlichen Highlight: ein kleiner Strandabschnitt in Seixal mit schwarzen Sand und einem wunderschönen Ausblick auf die Küstenlinie, die häufig ein wenig vernebelt ist. Eine Kulisse, die auch aus einem Film stammen könnte. Nachdem ich David erst skeptisch dabei zuschaute, wie er sich wie ein Delphin in die Wellen warf, beschloss ich die Tatsache, dass ich eigentlich ein Sommerkleid trug, komplett zu ignorieren und rannte ins Meer. Was für ein merkwürdiges Gefühl der Freiheit einfach komplett angezogen durch die Wellen zu springen.

Travel diary to volcanic island Madeira, Portugal | travel tipps Portugal islands
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Women running in the ocean | travel tipps Portugal islands

Nach so viel Abenteuer ging es wieder zurück ins Hotel, wo wir uns erst bei einer Massage entspannten und dann noch eine Runde im Infinity-Pool bei Sonnenuntergang drehten, um den Abend dann mit einem Dinner abzuschließen und mit einem Glas Wein auf einen so fantastischen Urlaub anzustoßen mit der Gewissheit, dass es sicherlich nicht das letzte Mal auf dieser fantastischen Insel war. Wir kommen wieder, so viel steht fest.

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Oktober 22, 2019
Category - Reise, Tipps

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7 Kommentare

  1. Ja, Madeira ist einfach wunderschön. Bei uns war es auch Liebe auf den ersten Blick. Wir waren jetzt schon zweimal da. Man sollte sich allerdings ein Hotel auf der Südseite suchen, da es im Norden meist bewölkt ist.

  2. Hey, tolle Bilder und ein schöner Bericht.
    Meines ist mir allerdings aufgefallen. Nimm es mir nicht übel, aber dafür, das du nicht müde wirst zu betonen das du das Fliegen versuchst zu umgehen, fliegst du sehr viel……
    Machst du dir da nicht etwas vor?

    1. Hi Simone,

      ich glaube das muss man in Relation sehen. Klar, fliege ich noch immer verhältnismäßig viel, aber ich habe das schon sehr stark reduziert.

      In diesem Jahr komme ich warscheinlich auf ca. 20 Flüge in diesem Jahr. Die Jahre davor waren es über 40!
      Klar sind 20 noch immer sehr viel, aber eben deutlich weniger als früher, weil ich diese Rein-Raus Geschichten fast komplett gestrichen habe, insofern mag das für Andere vermutlich immernoch nach viel aussehen, aber ich bin stolz darauf es so stark reduziert zu haben.

  3. WOW!
    Bei diesen Bildern bin ich erstmal sprachlos. Ich hatte Madeira auch bereits auf meiner Bucketlist, hatte aber gar nicht mehr im Kopf, wie wunderschön das ist! Im Moment als kleine, vierköpfige Familie ist eine Flugreise zum gefährlichsten Flughafen und eine Übernachtung im Savoy zwar nicht drin ;) aber vielleicht, wenn die Jungs mal größer sind :) Deine Landschaftsaufnahmen haben mich auf jeden Fall nochmal davon überzeugt!

    Liebe Grüße,
    Fiona