5 Tage auf Zypern

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Erholung. 

Das stand bei mir ganz oben auf der to-Do Liste. In erster Linie wollte ich mich im Urlaub erholen und wenigstens kurz meinen Alltag vergessen. Ob mir 5 Tage reichen, um runterzufahren? Einfach mal auf andere Gedanken kommen und meinem Hamsterrad aus Pflicht und Verantwortung entkommen – und das möglichst unkompliziert – das war mein größter Wunsch.

Hier fängt normalerweise die Tortour an, denn ich hatte nur einen bestimmten Zeitraum, in dem ich wegfahren konnte. Hinzu kommt, dass ich zwar weit weg wollte, gleichzeitig aber eine gute Wetter Garantie und – ebenfalls wichtig – ich einen Direktflug wollte zu einem Ort, den ich noch nicht kannte. Wer in Berlin wohnt, der weiss, dass diese Anforderung alleine schon eine echte Herausforderung sein kann, schließlich gibt es insgesamt nur wenig Flüge, erst recht zu Urlaubsorten. Glücklicherweise gab es aber zu genau unseren Daten einen Direktflug nach Zypern. Einmal Pinterest gecheckt, wie es dort so aussieht und damit stand das Ziel ziemlich schnell fest: Zypern sollte es also werden.

Anassa Resort - Luxury Spa Hotel in Cyprus, Greece. Balcony view, woman reading book and drinking wine
Anassa Resort - Luxury Spa Hotel in Cyprus, Greece. Balcony view, skyline

Auch die Hotelfrage war ziemlich schnell geklärt: 
Eingecheckt haben wir im edlen Anassa Resort, das als das beste Hotel auf Zypern gilt. Tatsächlich bekommt man dort das ganze Prinzessinnenprogramm und so konnte ich mich ganz in Ruhe auf das fokussieren, weswegen ich eigentlich gekommen bin: Entspannen.

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Der Plan war die Tage am Pool oder am Strand zu verbringen und mich am liebsten nicht bewegen. Es gibt da nur einen Haken: Länger als einen Tag schaffe ich es nicht bewegungslos und wie ein gestrandeter Wal an einem Fleck zu liegen. Also beschlossen wir folgende Planänderung: Ein Tag Faulenzen und ein Tag Action – immer im Wechsel. Nach 5 Tagen Urlaub fühlte ich mich nicht nur erholt, sondern auch geerdet, ausgeschlafen, bereit und vor allem dankbar. Seiner Realität manchmal zu entfliehen, festzustellen, dass Projekt XY vielleicht doch kurz warten kann und man sich vielleicht wegen unwichtigen Kram stresst, ist manchmal einfach notwendig, um die Dinge wieder ins Verhältnis setzen zu können.

Manchmal bin ich so in meinen Gedanken gefangen, eingenommen von den Sorgen des Alltags, dass ich vergesse dankbar zu sein für die kleinen Dinge im Leben. Dass ich gesund bin und die Dinge, die ich hier unternehme überhaupt unternehmen kann. Wie viele glückliche Umstände haben mich überhaupt an diesen Ort gebracht? Dafür war ich unendlich dankbar.

Tag1
Angekommen

Da unser Flug aus Berlin schon um 6 Uhr morgens ging, waren wir trotz 4 Stunden Flugzeit recht zeitig am Ort angekommen und verbrachten den ersten Tag damit einzuchecken, das Hotel zu erkunden, die Küche schon mal auszutesten, uns auszuruhen und uns einen Plan für den Tag zu machen. Das ließ sich übrigens am besten am Strand machen, haben wir festgestellt, während man sich einen kleinen Drink gönnt und auf Meer rausschaut und schon mal die Wassertiefe und Temperatur prüft. Nach einem romantischen, ersten Dinner sind wir dann aber auch tot ins Bett gefallen und haben den Schlaf nachgeholt, den wir durch den frühen Flug versäumt haben. 

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Tag 2
Uuuund Action

Am ersten, richtigen Urlaubstag hielten wir es für eine prima Idee ein bisschen die Insel zu erkunden, wandern zu gehen und sich an der Landschaft zu erfreuen. Einer der schönsten Wanderwege befindet sich in Avakas Gorge, wo man über Felsen klettert und durch eine Schlucht wandert. Der Trail ist ein wenig gefährlich und man sollte schon etwas sportlich sein, aber man wird mit wunderschöner Natur belohnt und von lustigen und teils lebensmüden Bergziegen unterhalten, die durch die Schlucht klettern und große Freude daran haben, sich über weite Distanzen anzumähen.

Nach so viel Sport fuhren wir an die Küste, um die nahegelegenen Seacaves auszuspähen. Wir fanden nicht nur beeindruckende Höhlenformationen, sondern glasklares Wasser und einsame Buchten, die an einem anderen Ort vermutlich komplett überlaufen wären. Nicht so auf Zypern, wo sich scheinbar so viele Höhlen befinden, dass man das Gefühl hat diesen einen Spot als erster Mensch entdeckt zu haben. 

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Nach so einem anstrengenden Tag packte uns der Hunger und so fuhren wir zum nächsten Ort und erkundeten bei der Gelegenheit auch das Schiffswrack, das dort seit den 60ern gestrandet ist. Abgesehen von dem ungewöhnlichen Ausblick ist für erfahrene Schwimmer und Taucher das Schiffswrack selbst auch ein Highlight. Bei Flut und geeignetem Equipment kann man nämlich die Seile hochklettern und vom Schiff springen.

Ich, als Angsthase, habe mich zwar nicht getraut und habe stattdessen meinen leckeren Lunch im Oniro genossen mit Blick auf das Meer und das Schiff. Oniro bedeutet übrigens „schöner Ausblick“ und ich kann das nur bestätigen: Es war wirklich ein traumhafter Ausblick.

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Tag 3
Entspannen & Spa

Wozu checkt man in ein Luxus-Resort mit großem Spa Bereich ein, wenn man die Vorzüge, die es bietet nicht nutzt? Eben. Tag 3 sollte also ausschließlich dem Faulenzen in der Sonne gewidmet sein und dem Genießen des Luxus.

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Also verbrachten wir erst einige Stunden am Pool, schlugen uns beim Lunch die Bäuche voll, ich probierte mich im Tischtennis (bin ich leider motorisch nicht gut drin, aber dafür sehr motiviert), entschieden uns für ein Workout im Gym und belohnten uns anschließend mit einem ausgiebigen Besuch im Spa, wo wir den Whirlpool, den Extra Massage Pool und die Dampfsauna ausgiebig auf Herz und Nieren prüften. Mein Urteil: 100 von 10 Punkten.
Anschließend folgte zum Dinner ein riesiges mediterranes Buffet mit lauter frischen, traditionellen Speisen auf dem großen Platz vor der Kirche, bei dem, man kann es leider nicht anders sagen, ich mich regelrecht totfraß. Aber hey, Urlaubskalorien sind keine richtigen Kalorien.

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Tag 4
Seid ihr schon mal selbst mit einem Boot gefahren?

Ich vorher auch nicht. Das ist eine Besonderheit auf Zypern: um ein Boot auszuleihen, braucht man einfach nur seinen normalen Führerschein. Alles Andere bekommt man in einem Schnelldurchlauf beigebracht und ehrlich gesagt ist es auch nicht allzu schwer. Also, Boot ausgeliehen und ab geht die Post. Die Route wird bereits vom Verleiher vorgegeben, führt zur blauen Lagune und beginnt praktischerweise direkt am Hotel, wo Latschi, der örtliche Bootsvermieter eine Station hat und wir uns quasi direkt an der Rezeption ein Boot mieten konnten. Wir haben uns ein 70 PS Boot für einen ganzen Tag ausgeliehen und vom Wasser aus nach dem schönsten Fleck gesucht.

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An der blauen Lagune fiel die Entscheidung nicht einfach und ich fühlte mich ein bisschen wie im Paradies, umgeben von quasi durchsichtigem, türkisblauen Wasser und ganz viel Sonne. Was braucht es mehr, um das Leben in vollen Zügen zu genießen? An diesem Tag haben wir so viele schöne Erinnerungen geschaffen, dass ich noch lange davon zehren werde und noch häufig an diesen Moment zurückdenken werde, der mir fast unwirklich schien. Ich glaube, das war einer der schönsten Tage, die ich in meinem Leben bisher hatte.

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Fun Fact: Da ich panische Angst vorm Ertrinken habe und auch vor allem, was sich so im Meer rumtreibt, war es für mich eine große Sache, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben getraut habe mithilfe eines Schnorchels zu tauchen und mir mal den Boden anzuschauen. Leider ist meine Angst aber zu groß, als dass ich zu einer Taucherin werden könnte. Trotzdem war dieser kurze Moment unter Wasser ein besonderes Highlight für mich. 

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Tag 5

Nach so viel Erholung fühlten wir uns bereit für  Abenteuer – und die lassen auf Zypern ja bekanntlich nicht lange auf sich warten. Besonders das Adonis Bath mitten im Gebirge haben wir ins Auge gefasst, das zumindest auf Bildern paradiesisch aussah: ein Wasserfall und ein Baum mit Seilen dran, von denen aus man ins Wasser plumpen konnte. Was will man mehr von einem Instagram Hotspot? 

Tja, was soll ich sagen? Paradiesisch trifft auf jeden Fall zu. Was man allerdings auf den Bildern nicht sieht: der Spot ist anders, als die anderen Spots nicht ganz so menschenleer und hat sich als Touri-Hotspot bereits rumgesprochen. So war es etwas voller als erwartet, aber glücklicherweise bei weitem nicht so voll, wie andere Spots, bei denen man regelrecht für ein gutes Foto anstehen muss. Außerdem muss man sagen, dass der Weg dahin echt beschwerlich ist und ich ein paar Mal dachte, wir hätten das Auto geschrotet. Obwohl ein Schild aufgestellt ist mit dem Hinweis „This Road is good for all Cars“ würde ich dem nicht so ganz trauen. Am besten man mietet sich für einen Tag ein Quad Mobil, dann macht es auch gleich mehr Spass über die Steine und um die Kurven zu brettern. Andernfalls plant ein bisschen Zeit für den Weg ein. Lohnen tut es sich auf alle Fälle.

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Fun Fact: Ich bin wirklich verrückt nach Katzen und habe schon als Kind keine Gelegenheit ausgelassen eine Katze zu streicheln und so ist es bis heute. So viele Katzen, die um meine Aufmerksamkeit buhlen, ist mein persönliches Paradies.

Direkt um die Ecke ist ein wunderschönes Bergdorf, das ihr bei dieser Gelegenheit unbedingt erkunden solltet: Kilos.

Dort befindet sich nicht nur eine Katzenfarm, wo zig Katzis versorgt werden und ganz heiss sind auf Streicheleinheiten, sondern auch ein wunderschönes Kloster ein paar Meter weiter. Es liegt ein bisschen wie in den Berg eingelassen und strahlt absoluten Frieden und Einklang mit der Natur aus. Tatsächlich ist ein Teil des Klosters in den Berg eingemeißelt und damit Teil dessen. Drumherum blühen die unterschiedlichsten Pflanzen, Bäume und es scheint fast so, als würde dich dieses Kloster an einen anderen Ort bringen, der weit weg ist von Zeit und Raum. Es ist fast schon eine spirituelle Erfahrung gewesen, sich plötzlich so geerdet zu fühlen. 

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Fazit
5 Tage reichen auf Zypern, um erholt nach Hause zu kommen und seine Pflichten zu vergessen. Doch um Zypern zu erkunden reicht es noch lange nicht.

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Denn obwohl Zypern nur eine relativ kleine Insel ist mit nicht mal 10T km2 Fläche, so kann man doch Einiges auf dieser Insel entdecken. Mit Sicherheit ist es aber ein wirklich wundervolles Fleckchen Erde und einer der schönsten Orte, die ich jemals sehen durfte. Kein Wunder also, dass sich auch so viele griechische Sagen auf Zypern abspielen. Diese Insel hat in der Tat etwas Magisches an sich. Eine Sache steht jedenfalls fest: Mit Zypern als Reiseziel macht ihr jedenfalls nichts, aber auch wirklich gar nichts verkehrt. Und für mich war es sicherlich auch nicht das letzte Mal dort.

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13 Kommentare

  1. Super, super schöne Bilder liebe Masha. So ein paar Tage erholen können total den Unterschied machen im Alltag. Ich mag Zypern auch gern. In Portugal gibt es ähnliche Buchten und da habe ich mich mal mit dem Bott herumkutschieren lassen. Bin aber auch eher so der Angsthase…war froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

    Habe ich schon gesagt, dass ich deine Bilder liebe? ;-) Schöne Woche noch und LG aus Frankfurt von Sabina

  2. Der ganze Urlaub klingt schon in deiner Erzählung sehr entspannt. Besonders der Wechsel von aktiver und passiver Entspannung ist eine Idee, die ich auch versuchen werde: nur passiv herumliegen entspannt mich nämlich auch nicht so, wie ich es mir immer gerne ausmale! Und aktiv etwas zu entdecken, herumzulaufen oder über Felsen zu klettern lässt mich viel mehr „zu mir“ kommen, als es ein Sonnenbrand am Bauch je könnte *lach*
    Ich fahre heuer erst auf Urlaub (und auch da ist eigentlich „nur“ ein Besuch in Schwerin geplant – ich mag Norddeutschland ganz gerne, es ist „weit genug“ von daheim weg um wirklich „weg“ zu sein, und meine Schwester spielt bei den Schlossfestspielen. Ach ja, und es gibt nicht weniger als 4 Naturschutzgebiete und elf (elf!) Seen in (ja, IN) der Stadt – das alleine sind schon 15 gute Gründe dafür!).
    Es wird ein kurzer Urlaub, und er wird unspektakulär, aber es wird der erste Urlaub: nach einer langen, langen Zeit voller Lernen und sehr viel Arbeit, mit Bezahlung und ohne, in 2 Jobs, und an mir selbst nehme ich mir wieder Zeit für mich und für Entdeckungen! Und langsam, langsam bekomme ich wieder dieses Gefühl: nach 2 Jahren Versenkung geht’s wieder bergauf. Ich glaube, bald kann ich wieder voller Stolz und Freude sagen: I’m good, and I’m back!

    1. Ehrlich gesagt hatte ich Schwerin bisher so gar nicht auf dem Schirm, aber du hast es mir grade echt schmackhaft gemacht, zumal es nicht mal 200km entfernt ist. Ich glaube ich sollte da auch mal vorbeischauen! Die 4 Naturschutzgebiete sind wirklich ein echtes Pro Argument!

      Und wegen des Urlaubs: es ist meist eh egal, wohin es geht, sondern es kommt darauf an MIT WEM.
      Ich finde du kannst stolz auf dich sein. Du bist deinen Weg gegangen und hast dich neu definiert. DAS ist definitiv ein guter Grund stolz zu sein!

  3. Wow Masha! Alles an deiner Reise scheint perfekt gewesen zu sein: Wasserfälle, ein eigenes Boot mieten, tolles Hotel, tolles Wasser und ein Foto-Spot reiht sichan den nächsten. Zypern kommt direkt auf meine Travel Bucket List!
    LG Mel
    Ps: Dein Blick beim „Dinner-Foto“ ist regelrecht aufsaugend – Mega shot!

  4. Wunderschön!! Schon mit deinen Instagram Posts hattest du mich und da ich gerade auf der Suche nach einem Reiseziel für den November war, hat mir spätestens dieser Post die Entscheidung abgenommen! Auch ein spannender Fakt der Insel ist sicher die Teilung – da habe ich auch große Lust, mich vor Ort zu informieren und die Geschichte kennenzulernen!
    Ein gutes Ankommen dir in Berlin wieder :)

    1. Perfekt! Auch im November müsste es dort mega schön sein, weil es so weit südlich liegt und sicherlich auch nicht so voll mit Touristen. Du machst also alles richtig :)