8. Wochenrückblick

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Diese Woche habe ich komplett in Berlin verbracht, was zur Abwechslung ganz gut tat, allerdings war ich ziemlich viel offline, was euch vielleicht aufgefallen ist. Neben zahlreichen Events im Rahmen der Berlinale, kamen aber auch ein paar privaten Dinge, die mich ziemlich eingenommen haben diese Woche und so kam eins zu anderen und ich war offline.
 
Es ist verrückt, wie sich mein Alltag innerhalb nur eines Jahres geändert hat. Während ich früher noch häufiger Tage hatte, an denen ich mich ganz meinem Alltagsleben, meinem Blog und ein paar Emails widmen konnte, scheint sich das Rad seit einiger Zeit schon schneller zu drehen und ein Event, eine Reise, ein Auftrag jagt den nächste. Wann ist das passiert? Kein Wunder, dass ich in letzter Zeit besonders aggressiv bin und mich so ausgelaugt fühle.
Ich komme kaum dazu meine Eindrücke zu verarbeiten!
 
Doch bevor ich Anfang März endlich die Ruhe genießen kann, auf die ich mich seit Wochen freue, gibt es noch das Grande Finale. Während ihr diese Zeilen also lest, bin ich bereits in London auf einen Abstecher für die Fashion Week und am nächsten Tag geht es direkt weiter nach Thailand für einige wenige Tage. Dort erwartet mich ein großes Projekt mit Pandora, wo ich zusammen mit einigen anderen internationalen Influencern ein paar Shoots machen werde. Ich freue mich ehrlich gesagt auf ein bisschen Sonne zwischendurch, denn noch ist Berlin von Frühlingsstimmung leider weit entfernt und wer weiss, vielleicht kehre ich aus dem Land des Lächelns selbst mit einem Lächeln wieder zurück :)

No matter how you feel: get up, dress up, show up and never give up.

jeans | Closed
sweater | H&M
shoes | Vans
scarf | Burberry

Diagnose:
einmal im Jahr gehe ich zum Arzt um mein Blut untersuchen zu lassen, denn bekanntlich ist Vorsicht besser als Nachsicht. Diesmal habe ich zu den üblichen Tests (Schilddrüse, Leberwerte, etc.) einen igG-Test dazugebucht, der mich auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen sollte. Zwar fühle ich mich recht gesund, doch vor allem meine Haut macht mir in letzter Zeit Sorgen und schaden kann so ein Test ja sowieso nicht. Tja, und jetzt habe ich das Ergebnis – und bin seitdem ganz schön angepisst.
Scheinbar habe ich eine hohe Unverträglichkeit gegenüber allen Milchsorten und Milchprodukten, sowie Gluten, Soja und einigen Nüssen. WTF?
 
Mein Arzt empfahl mir deswegen eine Diät, in der ich auf diese Nahrungsmittel verzichte und ich soll dann mal schauen, wie ich mich fühle und wir machen dann noch ein paar Tests. Klingt plausibel, aber wie zur Hölle soll ich auf Milch(produkte) und Brot verzichten???
Was soll ich frühstücken? Was ist mit meiner Lebensqualität?
 
Diese Diagnose traf mich recht unerwartet und ich bin seitdem ziemlich angepisst, weil damit so ziemlich alles flachfällt, was mich zwischendurch sehr glücklich macht. Außerdem bin ich ein Genußmensch und brauche meinen Snack zwischendurch für meine innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Darauf soll ich jetzt verzichten? Was ist mit meinem inneren Gleichgewicht, das auf Schokolade beruht? Ihr seht, für mich ist das ein ganzes Drama, das damit verbunden ist. Naja, die gute Nachricht ist vielleicht, dass ich wenigstens in Berlin Mitte lebe, wo man sich sämtliche Unverträglichkeiten leisten kann und das Angebot and fancy healthy Restaurants doch sehr groß ist und ich nicht schief angeschaut werde, wenn ich eine glutenfreie Waffel und Kaffee mit Mandelmilch bestelle.
Immer schön positiv bleiben!

Krass:
Ein etwas fragwürdiges Highlight gab es dann doch diese Woche: The Box. Das ist ein Show-Konzept, das ursprünglich aus NY kommt und sämtliche Tabus bricht. Ich hatte keine genaue Vorstellung, was mich erwartet und so war das Ergebnis durchaus überraschend. Ich trau mich gar nicht das niederzuschreiben, was ich dort gesehen habe, aber in unserer neusten Folge Matchalatte erzähle ich darüber.

jeans | &otherstories
shirt | Closed
shoes | Vans
jacket | Acne Studios

 

Gelesen:
Ein langer, aber durchaus guter Artikel von der Zeit zu den neusten Entwicklungen in Sachen Internet mit ein paar wichtigen Fragen zu unserer Zukunft.

Genervt:
Ihr merkt, irgendwie bin ich so gar nicht gut drauf und muss es irgendwie rauslassen, aber kennt ihr so Phasen, wo gefühlt einfach alles schief läuft? Ich glaube ich befinde mich grade in so einer Phase. Denn wisst ihr, was mir in letzter Zeit echt auf den Keks geht?
Gut gemeinte Ratschläge!
 
Ich weiss ja zwar, dass es viele Menschen in meiner Umgebung gibt, die es wirklich gut mit mir meinen und mir deswegen Tipps zu meinem Blog geben wollen, insbesondere ungefragt, aber manchmal nervt es und vor allem in letzter Zeit, wo es häufiger vorkommt.
 
Kurz gefasst lauten diese Tipps ungefähr so: Poste mehr.
Mehr auf dem Blog, mehr auf Instagram, auch wenn die Beiträge selbst nicht so „perfekt“ sind.
Als ob ich selbst nicht wüsste, was noch zu verbessern wäre. Klar ist mir durchaus bewusst, dass es besser wäre, wenn ich noch mehr Bilder auf Instagram posten würde und mehr Beiträge auf dem Blog posten würde und mehr reisen würde. Wenn ich mehr zu Events gehen würde und mehr snappen würde. Das sind Tipps, die mir durchaus einleuchten, aber mal ehrlich: der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und 7-8 davon würde ich gerne mit Schlafen verbringen. Mich nervt es ehrlich gesagt, dass es ständig alle, aber vor allem die, die selbst nicht bloggen, es besser wissen.
 
Gebe ich anderen Tipps wie sie ihren Job zu machen haben oder ihr Leben zu organisieren? Von mir zu verlangen, dass ich weniger perfekte Bilder online stellen soll („die Anderen geben sich schließlich auch weniger Mühe!“) ist eben zwecklos. Das ist für mich, als würde man mich dazu nötigen wollen zu PR-Zwecken auf die Bühne zu kacken, damit ich Stadtgespräch bin. Ok, das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich bin nun mal detailverliebt und ich versuche immer gute Qualität abzuliefern, aber die braucht auch ihre Zeit. Natürlich ist es hilfreich NOCH mehr zu machen, aber es geht manchmal eben nicht mehr mehr mehr. Aktuell habe ich eine Balance gefunden mit der ich leben kann ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen und wenn die Priorität hin und wieder lautet: „ausschlafen“ oder „Sport machen“ dann ist das auch ok, oder?

This post is also available in Englisch Russisch



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