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Je näher wir der Natur sind, je näher fühlen wir uns der Gottheit.
Johann Wolfgang von Goethe

Wusstet ihr eigentlich, dass Grün meine Lieblingsfarbe ist?
Nicht jedes Grün, sondern nur bestimmte Grüntöne, die sich zwischen Salbei und Flaschengrün befinden. Ich LIEBE diesen Ton und überall in meiner Wohnung findet er sich wieder. Natürlich gibt es auch andere Farben, die ich toll finde, aber Flaschengrün liebe ich kompromisslos

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in Kooperation mit Peek & Cloppenburg
(es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Dieser Artikel beruht auf einer Kooperation mit der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Häuserstandorte ihr unter www.peek-cloppenburg.de findet.)
 
photos: Theresa Kaindl

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Kimono: Seventy
Hose: Seventy

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Grün ist reine Erholung für die Augen. Britische Forscher haben sogar nach einer im Rahmen einer 18 Jahre währenden Studie mit etwa zehntausend Menschen den Schluss gezogen, dass ein Umzug in Parknähe 1/10 glücklich macht wie ein neuer Arbeitsplatz und 1/3 glücklich wie eine Hochzeit.
 
Ist das nicht verrückt, was so ein bisschen Grün mit uns macht?

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Kein Wunder also, dass wir uns stets zur Natur hingezogen fühlen. Wer liebt nicht das Geräusch von Vogelgezwitscher, den Geruch feuchten Waldbodens und wird euphorisch, wenn die ersten Bäume im Frühling wieder Blätter bekommen?
 
Nun leben die meisten von uns in einer Großstadt und kommen seltener in den Genuss von Natur. Versteht mich nicht falsch, ich LIEBE die Großstadt und insbesondere Berlin bietet unheimlich viele Parks und Grünflächen – daran soll es nicht scheitert. Und dennoch ist es nicht mein grüner Wohlfühlort. So richtig ruhig wird es erst, wenn ich aus Berlin rausfahre. Hat nicht jeder diesen einen Ort im Grünen, an den er immer wieder zurückkommt? Was mich angeht, so träume ich schon lange von einem Häuschen am See – inmitten von Grün.
 
So lange das ein Traum bleibt, stelle ich mir Pflanzen in die Wohnung und fahre hin und wieder mal raus, um der Hektik und dem Smog zu entgehen.

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Dass Grün glücklich macht und Frühling sowieso dachte sich auch Peek & Cloppenburg, als sie mich und einige andere Blogger nach Wien in das Palmenhaus für ein ganz besonderes Shooting einluden.
 
Ich liebe Botanische Gärten als Bildkulisse und diese besonderen Oasen mitten in der Stadt, aber das Palmenhaus in Wien hat mich vollkommen vom Hocker gehauen. Es ist der mit Abstand schönste botanische Garten in dem ich jemals war. Wie kann ein Ort, mitten in der Stadt, nur so viel Ruhe und Schönheit ausstrahlen? Ich war schockverliebt.

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Kleid: Essentiel

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,
die kleinen Maienglocken blühn
und Schlüsselblumen drunter;
der Wiesengrund ist schon so bunt
und malt sich täglich bunter.
Drum komme, wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt
und Gottes Vatergüte,
die diese Pracht hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.

Ludwig Hölty
(1748 – 1776)

Das Wiener Palmenhaus war die perfekte Kulisse für unser Shooting und es sind mit die schönsten Bilder meines Blogs dabei entstanden. Die Outfits sind für meine Verhältnisse ungewöhnlich verspielt und sehr feminin. Aber mein Frühlings-Ich liebt eben auch diese Mode: ein bisschen floral, ein bisschen verspielt und unschuldig.

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Kleid: Weekend Max Mara

Deswegen mag ich auch die strengen Kontraste in den Outfits, wie beispielsweise das blau-weiß gestreifte Hemdblusenkleid von Weekend Max Mara in einem strengen Schnitt, aber sympathisch gebrochen durch die floralen Muster. Oder der luxuriöse Zweiteiler mit weiter Hose und Kimono aus einem weichen fließenden Stoff mit schönem Palmenprint, dem ich mit einem Haarreif und auffälligen Schuhen ein Accessoire Upgrade verschafft haben. Die größte Herausforderung war allerdings das weiße Kleid. Irgendwie habe ich mich sofort in das gute Stück verliebt, aber wie sollte ich es kombinieren, um nicht zu kindlich auszusehen?
 
Eine Sache war sofort klar: die Walla-Walla Mähne durfte ich dazu nicht tragen. Stattdessen entschied ich mich für eine strenge Frisur und auffällige Ohringe. Dazu ein derber Gürtel, um dem Kleid die Silhuette zu verleihen und schlichte Mules. So konnte das Kleid wirken, ohne mich kindlich aussehen zu lassen, sondern wie eine Frau, die weiss was sie will und den Sommer wahrlich liebt.
Eine Frau, die rundum glücklich ist.

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.Flugzeug | Musik und Hörbücher hören | Tipps | Audible | Business Class

Flugzeug | Musik und Hörbücher hören | Tipps | Audible | Business Class

in Kooperation mit Audible
Photos: Theresa Kaindl

Regelmäßig liste ich euch meine liebsten Hörbüchern auf und sowohl im Sommer, als auch im Winter finde ich viele Gelegenheiten ihnen zu lauschen und damit einem meiner Lieblingshobbys nachzugehen. Eine dieser Gelegenheiten ist Fliegen!
 
Obwohl ich viel fliege gehöre ich nämlich nicht grade zu den Menschen, die einfach im Flugzeug schlafen können und auch nicht immer habe ich die Möglichkeit (und auch die Lust) einen Film zu schauen. Grade auf Langstreckenflügen schaffe ich nicht mehr als 1-2 Filme und spätestens dann greife ich wieder zu Hörbüchern.
 
Im Flugzeug bevorzuge ich folgende Arten von Hörbüchern: Bücher, die meine vollste Aufmerksamkeit brauchen (und keine Ablenkung!) weil sie besonders wichtig oder spannend sind oder eben jene die das genaue Gegenteil sind und bei denen ich vielleicht auch guten Gewissens mal einschlafen darf. So oder so – sich ein oder mehrere Hörbücher für einen Flug herunterzuladen, am besten aus unterschiedlichen Genres, ist eine gute Idee und wenn ihr euch unsicher seid, für welche ihr euch entscheiden sollt, kommen hier meine 7 Tipps, um euren Flug garantiert in Windeseile vergehen zu lassen!

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Stephen Hawking – eine kurze Geschichte der Zeit
Sind wir mal ehrlich: dieses Hörbuch braucht Zeit. Das legendäre Buch von Stephen Hawking, der vor Kurzem verstorben ist, ist nach wie vor ein Bestseller und versucht in fast 8 Stunden das Universum zu erklären, die Eigenschaften der Zeit und andere spannende Zusammenhänge. Leider ist keine einfache Angelegenheit, die für den Zeitvertreib geeignet ist und genau deswegen ist dieses Hörbuch meiner Meinung nach eins der allerbesten Hörbücher für einen Flug! Dafür gibt es zwei Gründe: Zum Einen hat man im Flieger meist eh nichts Besseres zu tun und kann deswegen ruhig mal was für seine Bildung tun und zum Anderen ist dieses Buch zwar recht spannend, wenn man mal den Inhalt bedenkt, aber mir ist es vielleicht auch schon das ein oder andere Mal passiert, dass ich zu der Erzähler-Stimme von Frank Arnold auch schon eingeschlafen bin – natürlich nur, um wieder Kraft zu sammeln für das nächste Kapitel. Und wann funktioniert so ein Einschlaf-Weiterlesen-Konzept so gut, wie beim Fliegen? Eben. Und wenn man aussteigt, hat man das Gefühl so richtig was geleistet zu haben.

Anthony Robbins – Das Robbins Power Prinzip
Ich bin sonst kein allzu großer Freund von Ratgebern, aber das Robbins Power Prinzip hält sich wacker an der Spitze der Hörbuchcharts und da bin ich neugierig geworden, was denn der Anthony Robbins so vorschlägt – und siehe da: Der Erfolg gibt ihm Recht. Obwohl Robbins nichts wirklich Neues erzählt, fasst er die Dinge gut zusammen, die für ein glückliches Leben und Erfolg entscheidend sind und wirft hier und da einige Anekdoten und inspirierende Geschichten ein. Außerdem basiert das Hörbuch auf Übungen, die er empfiehlt und anleitet. Das Robbins Power Prinzip ist trotz seiner einfachen Weisheiten kein einfaches Buch und brachte mich in den fast 24 Stunden, die es dauert auch zu der ein oder anderen Erkenntnis, die mein Leben positiv verändert hat, deswegen kann ich es guten Gewissens weiterempfehlen. Es ist zwar irgendwie sehr amerikanisch, aber deswegen nicht gleich unwahr und wenn ihr euch in einer schwierigen Phase eures Lebens befindet, kann es sicherlich hilfreich sein sich intensiver damit auseinanderzusetzen.
Und nun kommt der Flugzeugfaktor: Wann hat man schon mal Zeit über seine Ziele und Wünsche und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, wenn nicht hoch über den Wolken, während man der Welt zuschaut?

Träumende Tiere – Original Podcast
Probleme beim Einschlafen?
Wer, wie ich, im Flieger Probleme hat einzuschlafen, der greift schon mal zu ungewöhnlichen Methoden. Denn abgesehen, dass es meist furchtbar unbequem ist, ist es auch noch verdammt laut. Deswegen lautet die Lösung: Kopfhörer drauf und Tieren beim Schlafen lauschen. Wie bitte??? Das ist kein Scherz! Es gibt tatsächlich einen Podcast, der ausschließlich schlafende Tiere aufgenommen hat und in jeder Folge ein anderes Tier vorstellt. Vom Buckelwal bis Lippenbär sind ganz viele süße Tiere bei, deren Geräusche fast zu niedlich sind, als dass man dabei einschlafen könnte – was man dann aber doch erstaunlich schnell tut.

Sebastian Fitzek – Flugangst 7A
Ernsthaft? Eine Empfehlung einen Flugzeug Thriller im Flugzeug zu hören?
Wer zu Flugangst neigt, der sollte sich dieses Buch vielleicht nicht unbedingt anhören. Alle Anderen, die auf den besonderen Kick stehen erwartet ein guter Thriller nach typischer Sebastian Fitzek Art: gut recherchiert, durchgehend spannend und am Ende ist doch alles ganz anders als man denkt. Ein typischer Thriller eben. Auch wenn es ein ganz gutes Buch ist, würde ich es euch unter anderen Umständen vielleicht nicht empfehlen, aber dank der Flugzeugatmosphäre bekommt dieser unterhaltsamen Psychothriller über eben jenes Thema eine extra würzige Note und intensiviert den Nervenkitzel. Aber Vorsicht: wer dieses Buch im Flugzeug liest, braucht wirklich Nerven aus Stahl. Mit Einschlafen ist da dann nicht mehr viel.

Brent Weeks – die Licht Saga
Zugegeben, manchmal liebe ich einfach Fantasy Romane. Das ist sowas wie eine heimliche Leidenschaft, die hier und da mal Besitz von mir ergreift. Dann versinke ich gern in die Fantasy Welten, die Autoren schaffen und denke mich da voll rein, um den Alltag hinter mir zu lassen. Vor allem dann, wenn alles irgendwie ein wenig anstrengend ist, liebe ich es einfach abzuschalten und mich in eine andere Welt zu denken. Eine der schönsten Welten erschafft Brent Weeks. Er schreibt Fantasy auf besonders hohem Niveau und denkt in neue Richtungen abseits von Fantasiewesen. In seinen Erzählungen spielt Licht die Hauptrolle und wer das Licht beherrscht (oder sich beherrschen lässt), der trägt auch die Macht. Es ist eine originelle Geschichte über eine unglückliche Liebe, unperfekte, aber durchdachte Helden und mittendrin ein innerer Konflikt und eine Bedrohung der bestehenden Welt. Dieses Buch packt einen, lässt einen nicht mehr los, lässt jeden Flug viel zu kurz erscheinen und ist sogar ein Fantasy Roman für all jene, denen das Genre sonst nicht zusagt.

Frau Bauerfeind hat Fragen – Original Podcast
Einer meiner absoluten Lieblingspodcasts ist „Frau Bauerfeind hat Fragen“ und die hat sie tatsächlich. Ziemlich viele sogar. Diese stellt sie dann an ihre Gäste (zB. Palina Rojinski und Jürgen Vogel) in einem ewig langen Fragebogen, den sie dann bei sich im Podcast durchgeht und noch mal nachhakt. Plötzlich kommen erstaunlich viele kriminelle Vergangenheiten zum Vorschein und versteckte Leidenschaften – nicht nur von den Gästen, sondern auch von Katrin selbst. Die macht wirklich jede Sendung zum Highlight und macht jede Folge zum absoluten Spaß-Highlight. Insgesamt ist es ein unheimlich lustiger Podcast, gespickt mit Momenten, in denen man laut auflacht und einfach Spass hat – egal ob Palina grade von ihrer Karriere als „Businesswoman“ (mit russischem Akzent ausgesprochen) erzählt oder Jörg Thadeusz findet, dass er einen eigenen Feiertag im Reich der Katzen bekommen sollte. Unbedingt reinhören und eine Runde lachen!

Ashlee Vance & Elon Musk – Wie Elon Musk die Welt verändert
Elon Musk gehört zu den spannendsten Persönlichkeiten unserer Zeit und deswegen ist seine Biografie sowas wie ein Muss. Einige haben bereits versucht eine Biografie über Elon zu schreiben, aber nur einer ist das bisher mit der Zusammenarbeit Elons gelungen: Ashlee Vance. Sie war hartnäckig genug, dass Elon ihr einen Einblick in sein Leben gewährt hat. und Belohnt wurde die Zusammenarbeit mit einer interessanten Abhandlung über einen etwas merkwürdigen, aber irgendwie sympathischen Nerd Elon, der beschloss die Welt zu verändern – und einfach machte. Sehr inspirierend!

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Flugzeug | Musik und Hörbücher hören | Tipps | Audible | Business Class

Flugzeug | Musik und Hörbücher hören | Tipps | Audible | Business Class

Alle Hörbücher und Podcast sind (teilweise nur exklusiv) bei Audible verfügbar. Ein Abo kostet 10 EUR/Monat und dafür bekommt man ein Guthaben jeden Monat, das man für ein Hörbuch ausgeben kann. Alle weiteren Hörbücher kosten 9,99 EUR bzw. 4,99 EUR. Wenn ihr das Guthaben nicht in dem Monat aufbraucht, läuft es einfach weiter und sammelt sich und verfällt somit nicht. Ich benutze Audible bereits seit mehreren Jahren und habe mittlerweile über 150 Bücher dadurch gelesen.



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Es ist grade halb zwei Uhr nachts und ich liege wach. Eigentlich bin ich unendlich müde, aber ich kann nicht einschlafen. Gefühlt werde ich niemals wieder schlafen können – jedenfalls nicht, ohne von Alpträumen über den About You Award verfolgt zu werden – und es sieht so aus, als wäre dieser Alptraum Realität. Und ich mitten drin. Aber fangen wir einfach mal vorne an.

Gestern wurde der About You Award vergeben: ein Influencer Award, der in den Kategorien ‚Fashion‘, ‚Beauty‘, ‚Lifestyle‘, ‚Fitness‘, ‚Musik‘ und ‚Upcoming‘ Influencer ehren sollte (hier mit Betonung auf ‚sollte‘). Es gab pro Kategorie 10 Kandidaten und für die Top 3 Nominierten wurde dann von Fans abgestimmt. Ich glaube da geht es auch schon los: tagelang haben Influencer ihre Fans genervt, dass sie für sie abstimmen sollten und viel Werbung für den Award gemacht, oder auch: viel Lärm.
 
Am Ende bestand die Top 3 aus Menschen, die ihre Follower am meisten genervt haben, deswegen spreche ich mich grundsätzlich gegen solche Voting-Awards aus – mit Ausnahmen. Schlimmer sind nur die Awards, bei denen Fans täglich neu voten können. Generell halte ich Awards für eine eher schwierige Sache, denn wer bewertet wen und wie wird bewertet?

Und gewinnen wirklich die Gewinner oder gewinnt am Ende der Veranstalter bzw Sponsor, der sich über all die Werbung freut? An sich finde ich den Gedanken eines Influencer-Awards und einer Ausstrahlung auf Pro7 großartig. Endlich findet die Branche auch in der breiten Öffentlichkeit Beachtung und Influencer werden nicht mehr abgestuft, sondern dürfen bei einem eigenen Award glänzen. Viele der Nominierten kenne ich sehr gut, manche von denen würde ich sogar als Freunde bezeichnen. Und genau deswegen fällt mir dieser Beitrag jetzt auch so schwer, denn ich stecke in einem echten Dilemma.
 
Einerseits mag ich viele der Menschen, die nominiert wurden und auch den Onlineshop, der früh an das Potenzial von Influencern glaubte ist mir sympathisch. Übrigens auch Pro7, der gerne mit Influencern zusammenarbeitet.

So gesehen war das Potential da, also wie kam es dann zu dieser Katastrophe, die sich gestern in München ereignete und sich Award schimpfte?

Was mich wohl unter anderem am meisten daran störte, war die unprofessionelle Aufmachung: die Moderatoren wussten nicht genau, was Influencer überhaupt sind und fühlten sich selbst deutlich unwohl auf der Veranstaltung, die sie selbst moderierten, sodass sie immer wieder versuchten sich durch kleine Seitenhiebe davon zu distanzieren.
 
Allein an der Auswahl der Moderatoren erkannte man das Gefälle zwischen etablierten Promis und Influencern. Dass die Influencer selbst komplett unvorbereitet waren und kaum einer eine vernünftige Laudatio halten konnte ohne sich zu versprechen, tat dann ihr übriges.
 
Sätze wie „ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und habe deswegen keine Rede vorbereitet“ (ich mein die Chancen lagen bei über 33% also jetzt nicht SO gering) um dann ein paar Worte wie bei einer Miss-Wahl zu verlieren nur mit mehr Gekicher dazwischen, fand ich ebenfalls schwierig. Prinzipiell wurde auf der Veranstaltung viel gekichert, wodurch es ein bisschen rüberkam wie ein Kindergeburtstag.
 
Hinzu kam, dass die Veranstaltung generell sehr oberflächlich war, denn es ging weniger darum, wofür der einzelne Influencer steht oder was vielleicht seine Botschaft an die Welt ist, sondern vorrangig um Schminktipps. Kommentare wie „Du hast dich aber toll geschminkt“ oder „Du hast aber viele Follower“ im Lulu-Ton. Dabei Das wird den Beteiligten wie Riccardo und Ischtar, aber auch vielen der anderen Nominierten, die sich stets auch für einen guten Zweck einsetzen, absolut nicht gerecht. Stattdessen hieß es: „Komm, wir gucken uns dein meistgeklicktes Foto an“, und „Wie schminkst du dich?“.

Und ganz Deutschland fragte sich: „Das sind also die Influencer, von denen alle sprechen?“

Die Wahrheit ist: ich habe mich an diesem Abend wirklich geschämt ein Influencer und Teil der Szene zu sein. Und das ist leider ein hartes Urteil, aber ich dachte wirklich über ein Rebranding nach. Kann ich mich nach diesem Abend wirklich selbst noch als Influencer betiteln, ohne mich jedes Mal auch ein bisschen dafür zu schämen?

Wie fühle ich mich, wenn eine 17-jährige mit Klimperwimpern mir erzählt, dass sie echt hart für ihre Influencer-Karriere gearbeitet hat?
 
Wie fühlt sich eine Caro Daur, die auf ihre Make-Up Skills reduziert wird, obwohl sie wirklich was auf dem Kasten hat?
 
Was denkt sich eine DariaDaria, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und ihr Job auf Konsum reduziert wird?
 
Was denken sich wohl die Janes, die immer wieder versuchen zwischen Mode-Themen den Feminismus weiter anzutreiben und zur Gleichberechtigung beizutragen?
 
Was denkt sich eine Vreni Frost, die bereit ist vors Gericht zu ziehen, um auf die Problematik der Werbung bei Influencern beizutragen?
 
Was denken sich die Influencer, die wirklich versuchen etwas zu bewegen oder zu verändern und im breiten Publikum nicht stattfinden?

 
Und über allem ist das omnipräsente Handy, das einfach überall draufgehalten wird, nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne. Klar – ist ja ein Influencer Award.

Erstaunlicherweise hatten die 15-jährigen Zwillinge am meisten Professionalität. Ischtar schaffte es, wenigstens eine kleine Botschaft in den wenigen Sekunden an die Welt zu senden. Ein kleines Signal der Hoffnung.
 
Ich hatte mich anfangs gefreut:
Endlich! About You und Pro7 veranstalten einen Award für Influencer und schaffen so Bewusstsein für ein neues Feld, das bisher nie wirklich ernst genommen wurde. Doch jetzt, nach dem Award scheint alles nur schlimmer geworden zu sein.
 
Es ist, als hätte man die Essenz dessen, was ich schon auf dem Coachella furchtbar fand, auf eine Sendung reduziert, die die ganze Oberflächlichkeit der Branche unterstrichen und die wertvollen Momente komplett ausgelassen hat. Quasi ein bisschen wie das Coachella – nur ohne die Musikacts.
 
Ich habe das Gefühl, dass alles, wofür ich die letzten Jahre gekämpft habe, u.a. für die Ernsthaftigkeit von Influencern mit einer einzigen Sendung hin ist. Ich kämpfe mit wenigen Gleichgesinnten zusammen an einer fast leeren Front. Der Rest ist mit Schminken beschäftigt.

Wie soll ich mich allen Ernstes noch auf eine Bühne stellen und Firmen verdeutlichen, dass Influencer Marketing wichtig ist, dass Influencer ernst zu nehmen sind und sie die Aufmerksamkeit und das Budget verdienen, welches sie bekommen. Wie soll ich erklären, dass „Influencer sein“ eine echte Arbeit und nicht nur ein einziger Spaßverein ist?
 
Wie soll ich dort stehen und erklären, dass Influencer wirklich was auf dem Kasten haben und mehr sind als austauschbare Werbegesichter? Wie kann ich mich noch guten Gewissens mit Redakteuren anlegen, die in ihren Artikeln schreiben, dass Influencer sich dadurch auszeichnen, dass sie eben nichts können. Wie soll das gehen?
Wie soll ich und die ganze Influencer-Szene die Professionalität der Branche betonen, wenn genau das gegenteilige Bild vermittelt wird?
 
Es gibt bereits genug Vorurteile und bei jedem neuen Meeting kämpfe ich dagegen an: Gegen die Unprofessionalität und Oberflächlichkeit.
Und dann kommt der About You Award.
Was für ein Licht wirft es auf die Branche?

Doch vielleicht, ganz vielleicht, hatte dieser Award auch etwas Gutes, denn immerhin ist das Thema jetzt in aller Munde. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auch eines Tages einen Award, der die besten Leistungen auszeichnet, den nachhaltigsten Blog oder das beste Vorbild. Vielleicht gibt es ja dann auch eines Tages einen Award, den es wirklich zu gewinnen lohnt.

Was meine Kollegen zu dem Award sagen:
 
Schwierig fand ich es, dass direkt bei der ersten Kategorie die Followerzahlen eingekringelt wurden. Da dachte ich mir schon, dass es erneut nur darum geht, wer den meisten Zuspruch des Mainstreams bekommt. Der Preis wird nicht von einer Fachjury bestimmt und nach Kriterien beurteilt wer seine Reichweite sinnvoll einsetzt oder eine Nachhaltigkeit in dem Bereich vermittelt. Auch aufwendige Content Creation und Bewusstsein für die Vorbildfunktion werden nicht honoriert. Deswegen sind solche Awards eher kommerzielle Parameter und keine Gradmesser für Kreativität und Einzigartigkeit.
Carola Pojer, Vienna Wedekind
 
„Kommt es bei diesem Award wirklich auf die Qualität oder nur auf die Quantität der Reichweite an?“
Suzie Grime
 
Ich blogge seit acht Jahren und spreche auch mal unbequeme Wahrheiten aus, zeige mich ungeschminkt – und das nicht mit perfekter Haut, sondern vor allem zu meiner schlimmsten Aknezeit. Da kommt bei mir die Frage auf, wieso wird nur die schöne Seite des Bloggens dargestellt, die mehr ein Klischee erfüllt als die Reichweite über TV zu nutzen, um der Branche Ernsthaftigkeit zu geben, die sie durchaus hat? Ich denke, das Event mit TV-Ausstrahlung war ein Anfang und ein Startschuss, um unseren Job einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Und dies ist teilweise mehr oder weniger gelungen.
Vicky Wanka

Was sagt ihr?

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Die Autorin

Masha Sedgwick ist ein persönlicher Fashion und Style Blog aus Berlin. Neben Mode schreibt die Fashionbloggerin auch häufig über Themegebiete rund um Beauty, Lifestyle und Reisen und gibt wertvolle Tipps, ob zum perfekten Make up, der täglichen Haarpflege, dem besten Hotel oder für den schönsten Städtetrip überall auf der Welt. Der Blog existiert bereits seit 2010 und dank der anspruchsvollen Bilder und persönlichen Texten gehört Masha Sedgwick mittlerweile zu den erfolgreichsten und reichweitestärksten Modeblogs in Deutschland, hat es auch zu internationaler Bekanntheit erreicht und wird regelmäßig im Print und Fernsehen gefeatured.

Masha Sedgwick is a personal fashion and style blog from Berlin. Besides fashion she also writes about beauty, lifestyle and travel and gives valuable tips, whether it's the perfect makeup, daily hair care or the best hotel. Masha Sedgwick runs her blog since 2010 and thanks to its high quality in text and image the blog Masha Sedgwick is now one of the most successful fashion blogs in Germany.

Маша Седжвик – автор личного блога, посвященного моде и стилю. В центре ее внимания не только модная одежда – она часто пишет на темы, связанные с красотой, образом жизни и путешествиями, освещает модные тенденции, а также дает ценные советы – например, как сделать идеальный макияж, как правильно ухаживать за волосами, как выбрать отель или куда поехать в отпуск. Блог Маши Седжвик существует с 2010 года. Благодаря интересным текстам и качественным фотографиям он стал одним из самых успешных блогов о моде в Германии и постепенно приобретает популярность за ее пределами.

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