Hemmungsfrei

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– In Kooperation mit Calida

Unterwäsche Fotos im Hotel Zoo mit Calida | Masha Sedgwick | sexy, nackt, Figur, Körper | Berlin

Oben: Calida BH, Top aus seidig weichem LENZING MicroModal® mit Viskose & Panties
Links: Calida Sweatshirt auch kuscheligem Frottee

Unterwäsche Fotos im Hotel Zoo mit Calida | Masha Sedgwick | sexy, nackt, Figur, Körper | Berlin | 2018

Eins vorweg: Ich muss zugeben, dass ich mir bis zuletzt nicht sicher war, ob ich die Bilder, die ich für Calida geschossen habe, nun wirklich in dem Umfang online stellen möchte oder nicht. Zwar gibt es hier und da Bilder von mir im BH, oder auch mal was Freizügiges, aber so viel Nacktheit? Ist es wirklich angebracht, mich Ganzkörper in BH und Slip zu zeigen? Zwar hatte ich während des Shootings noch gar keine Bedenken, aber im Nachhinein irgendwie schon.
 
Eigentlich komisch, beim Bikini mache ich mir da weniger Gedanken. Hier und da poste ich schon mal Bikinibilder aus dem Urlaub, aber Unterwäsche? Obwohl beides gleich viel versteckt (und genauso wenig verhüllt), ist es doch noch einmal eine andere Stufe und weckt in mir andere Hemmungen.
 
In meinem Kopf höre ich meine Mutter stöhnen:
War das wirklich nötig?
 
„Naja, sie ist schon Schlimmeres von mir gewöhnt“, denke ich mir dann.
 
Aber mal nun ernsthaft: Ist es nur so eine große Sache, weil ich so eine große Sache daraus mache, oder steckt mehr dahinter?

Unterwäsche Fotos im Hotel Zoo mit Calida | Masha Sedgwick | sexy, nackt, Figur, Körper | Berlin | 2018

Woher kommt diese Befangenheit?

Obwohl ich mich hin und wieder auch sexy zeige, ist sexy bzw. feminin nicht unbedingt der Begriff, mit dem ich meinen Stil beschreiben würde. Klar, ich genieße ab und an die Aufmerksamkeit von Männern. Weil ich jedoch in der Schule dafür gehänselt worden bin Röcke und Kleider getragen zu haben (ich war dann nur noch ‚das Rockmädchen‘), fühle ich mich gleichzeitig auch unsicher. Klar, weil Frauen, die Röcke bzw. Kleider tragen, die dann vielleicht auch überm Knie enden (oh je!) alle ja ganz selbstverständlichen Schlampen sind, musste ich früh mit dem Klischee kämpfen – mit 14 Jahren als ich noch nicht mal einen Jungen auf den Mund geküsst habe. Aber deswegen nur noch Hosen tragen? Nö.
Meinen Stil behielt ich, den Ruf leider auch.
 
Es löste darauf folgend etwas in mir aus: Ich war nicht bereit, mich Konventionen zu unterwerfen, wenn ich dafür meinen Stil verraten müsste.
Ich war also schon früh ein Sturkopf.
 
Obwohl ich meinen Überzeugungen und auch meinem Stil eine Weil treu blieb, hat es mir dennoch meine Unbefangenheit genommen. Niemals wieder wollte ich, dass Menschen derartig schlecht hinter meinem Rücken über mich reden.
 
Was soll ich sagen?
Es hat natürlich nicht geklappt.

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Location: Hotel Zoo Berlin
Photos: Theresa Kaindl

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HHeute, über 10 Jahre später, fällt es mir einerseits leicht über diese alten Geschichten zu lachen, doch gleichzeitig hat es mich auch geprägt – im Guten wie im Schlechten. Einerseits bin ich daraus stärker hervorgegangen und habe gelernt trotz Gegenwind meinem Stil treu zu bleiben und für mich selbst zu stehen, andererseits habe ich seither auch gewisse Hemmungen zu viel Haut zu zeigen und muss dafür jedes Mal über meinen Schatten springen.
 
Gleichzeitig sollte es auch jeder Frau selbst überlassen sein, wie viel sie von sich zeigen möchte. Und warum nicht auch mal ein bisschen mehr?
 
Zurzeit fühle ich mich in meinem Körper so wohl wie schon lange nicht mehr und das möchte ich auch nach außen präsentieren.

Warum soll es immer nur Unterwäsche Bilder von Models geben?

Calida Shirt & Pants Set aus weichem Frottee

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Calida wurde 1941 in der Schweiz gegründet und konzentriert sich seither auch Tag- und Nachtwäsche, aber die Produktpalette umfasst auch Loungewear, Shirts, Strickteile, Accessoires. Die Produkte sind qualitativ hochwertig & nachhaltig, recht schlicht und zeitlos gehalten und funktionieren nach dem Mix- & Match Prinzip. Und genau das ist es auch, was ich an Calida so sehr schätze: die Teile passen sich meinem Alltag an, sind weich, bequem und dadurch so flexibel wie ich es bin.

Calida Soft Bra & Panties

Unterwäsche Fotos im Hotel Zoo mit Calida | Masha Sedgwick | sexy, nackt, Figur, Körper | Berlin | 2018

Zugegeben, mein Körper ist nicht so makellos wie der eines Models, aber ich habe einen gesunden Körper und ich bin das erste Mal wirklich stolz auf mich. Das wollte ich in der Zusammenarbeit mit Calida, eine Brand, die für mich für 100% Wohlfühlen steht, zeigen.
Ich bin vielleicht nicht super skinny, aber man sieht die Muskelstränge an meinem Körper und das bestätigt mich in meinen sportlichen Leistungen, die ich nun seit über einem Jahr erbringe. Den Erfolg möchte ich auch nach außen ausstrahlen?
 
Und ist es nicht auch mal schön, einen „echten“ Körper mit nicht perfekten – oder in meinem Fall: wenig vorhandenen – Rundungen zu sehen?
 
Hinzu kommt, dass Unterwäsche ja per se nichts Anstößiges und normalerweise ein Teil des Alltags ist. Jeden Tag mache ich mir nicht nur Gedanken, was ich darüber, sondern eben auch was ich drunter trage. Das Material soll sich angenehm auf der Haut anfühlen, jedoch nicht zu sehr spürbar sein. Aus diesem Grund trage ich die Produkte von Calida.
 
Wie seht ihr das?
Bloggerin in Unterwäsche – Yay or Nay?

Wem tue ich damit weh?
Wer soll sich daran stören?

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Calida Kimono aus sanftem MicroModal®

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31 Kommentare

  1. Ach liebe Masha,

    tolle Fotos, die eben Lebensfreude ausstrahlen und nicht „zu viel“ zeigen.
    Du hast Klasse und die Bilder dementsprechend auch.

    <3

    Nina

  2. Du bist einfach so inspirierend! Ich bewundere dich für deine Gedanken und alles was du mit der Welt teilst. Du bist für mich eine starke Frau, die sich überhaupt nicht verstecken muss.

  3. Ich finde es bemerkenswert, dass du als Titel „hemmungsfrei“ anstatt „hemmungslos“ gewählt hast; hemmungslos ist negativ konnotiert und wird auch im Zusammenhang mit Frauen echt eklig genutzt. Außerdem ist es ja auch eine zusätzliche Art von Freiheit, wenn man nicht von was-auch-immer gehemmt ist, das zu machen, was man möchte.

    Viele Grüße

  4. Hey Masha,
    Ich bewundere dich wirklich. Auch ich wurde gehänselt wegen Bilder in Unterwäsche und ich verstand das ganze Trara darum nicht. Wenn ich schwimmen gehe und den Bikini trage wird ja such nicht getuschelt. Aber jetzt zwei Jahre später habe ich vor allem auch durch deinen Blog gelernt mich selbst zu lieben und darüber zu stehen egal was andere sagen und egal ob es gesellschaftlich gern gesehen ist oder nicht

  5. Ich hatte ähnliche Gedanken, als ich mich letztes Jahr am See daran störte, dass einige Leute in Kleidung, die ganz offensichtlich Unterwäsche war, anstatt Bikinis, baden gingen. Ich fand es nicht okay, sich so im Wasser und auf der Liegewiese aufzuhalten.
    Meine Überlegungen endeten damit, dass zwar von beiden Bekleidungen die selben Körperstellen im gleichen Maß bedecken, die Unterwäsche aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Diese Kleidung zu sehen, impliziert eine gewissen Intimität zwischen den Personen. Der Betrachter am Badesee wird dadurch aber auch in eine Intimität miteinbezogen, die zwischen ihm und den Unterwäscheträgern nicht besteht. Diese Spannung löst Unwohlsein und Irritation aus (vorausgesetzt, es handelt sich um niht-voyeuristisch veranlagten Betrachter).

    Das selbe geschieht hier – wer sich dadurch „schuldlos“ in zu große Intimität miteinbezogen fühlt, wird nicht ganz einverstanden sein. Der selbe Mechanismus steckt übrigens auch dahinter, wenn ich z.B. wie kürzlich ein geschätzt 12-jähriges Mädchen in einem Trendoutfit mit zu deutlichen erotischen Elementen sehe: Netzstrumpfhose unter High-Waist-Hotpants mit langärmeligem Cropped Top ergibt eine zur Schau gestellte Sexualität, die in Hinsicht auf ihr Alter unangebracht erscheint, und mir gleichzeitig auch den Eindruck einer Sexualität und Intimität aufdrängt, die mir unangenehm war.
    Deshalb reden Leute auf der Straße dann abfällig darüber – weil es sie tatsächlich stört.

    1. Hi Liebes,

      ja das verstehe ich voll und irgendwie bin ich hin und hergerissen, weil ich einerseits deine Meinung teile, andererseits denke ich mir auch immer, dass jeder die Freiheit hat, das zu tun/tragen was er will. Beispielsweise bin ich immer unangenehm berührt, wenn Menschen in meiner Gegenwart mit Zunge küssen. Man kann sich ein Küsschen geben, aber sich intensiver zu küssen gehört meiner Meinung nicht in die Öffentlichkeit. Das gilt übrigens für hetero, wie für homo Paare. Trotzdem würde ich mir einen gemeinen Kommentar verkneifen :/

  6. Die wichtigste Essenz für mich aus dem Text ist eigentlich diese „Liebe dich wie du bist und mach was du willst!“
    Und das finde ich gut. Ich selbst kenne es aus der Schulzeit, dass hinter meinem Rücken geredet worde, und hab immer noch daran zu knabbern. Aber es wird besser und vor allem wenn ich mir begreiflich mache worauf ich stolz bin. Bei mir ist es vor allem die Kunst, die ich mache und in dieser Welt ist es nicht wichtig wie man aussieht. Charakter und Ideen sind der Schlüssel zu Inspiration. Und das ist ein mega schönes Gefühl. Die Kunst rettet mich.

  7. Wowo, Masha – ich finde die Fotos sind wirklich richtig richtig toll geworden! Dein Body ist der HAMMER <3

    Krass, dass du gehänselt wurdest, weil du Kleider und Röcke getragen hast – wieso bitte? Was ist daran so schlimm? Gar nichts!

    Ich weiß was du meinst mit den Hemmungen, aber eigentlich ist es ja echt so: Bikini und Unterwäsche verdecken gleich viel bzw. wenig vom Körper, aber während Bikinibilder vollkommen in Ordnung und normal sind, ist man gleich eine Bitch, wenn man sich in Unterwäsche präsentiert. Verstehe ich absolut nicht…

    Auf jeden Fall finde ich deinen Körper wunderschön und meiner Meinung nach sieht er sehr wohl aus wie der eines Models. :)

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    http://www.themarquisediamond.de/

  8. Das kommt immer auf das Bild an, finde ich. Man kann auchangezogen eindeutig objekthaft rüberkommen, wenn man es beim Fotografieren darauf anlegt.

    Genauso kann man auch nur im Schlüpper völlig harmlos aussehen, es kommt darauf an, wie Selbstdarstellung und Situation zusammenspielen.

    Wenn ich die Situation also nach meinem Gusto steuern kann, stelle ich mich jederzeit für meinen Blog mit wenig Kleidung vor die Kamera. Schade eigentlich, dass mir so wenig daran liegt.

    Im Vergleich zu früheren Fotos auf deinem Blog, und da fallen mir schon ein paar ein, bei denen ich schlucken musste, ist diese Fotostrecke rundweg ästhetisch und unbedenklich. Gerade die Ganzkörperaufnahmen in Slip und BH sind von der Pose ganz wunderbar gelöst.

    Viele Grüße für Dich von Edna Mo

  9. Liebe Masha,

    danke, dass du diese Gedanken mit mir teilst. Bei mir (auf mich selbst bezogen) gehen die Meinungen auch auseinander.

    Einerseits finde ich es vollkommen ok, denn schließlich sieht man einen ja auch mal im Bikini und denkt nicht „boa krass, wie freizügig“.

    Andererseits frage ich mich, was meine Freunde wohl sagen. Denken die, ich habe es notwendig, so viel Haut zu zeigen, um erfolgreich zu sein?

    Letztendlich muss es jeder für sich entscheiden, womit er leben kann und womit nicht.

    Ich finde deine Bilder sehr schön, überhaupt nicht aufreizend oder sexistisch und ich denke, das macht es aus!

    Liebe Grüße
    Katja

    http://www.cestlevi.blog | Follow me on Instagram

    1. Danke liebe Katja,

      ja vermutlich kommt es auf die Attitude an. Ich wollte mit meinen Bildern weniger sexuell attraktiv rüberkommen, sondern signalisieren, dass man sich auch als „Normalo“ wohl fühlen kann :)

  10. Hey liebe Masha,

    ich verfolge dich nun schon eine Weile und bewundere dich auch ein kleines Bisschen.

    Du schreibst einen Beitrag über deine Gefühle wenn du Bilder in Unterwäsche von dir postest, kommst dabei aber nicht unsicher, sondern offen rüber. Das ist toll!

    Ich persönlich finde Blogger in Unterwäsche nicht schlimm, deine Bilder sind ja auch sehr schön geworden! Dennoch würde ich niemals von mir solche Bilder auf meinem Blog online stellen, glaube ich zumindest.
    (Aber sag niemals nie…:)

    Pass auf dich auf!
    Liebst, Marie <3

  11. Go, girl! Warum muss man einen Körper immer als anrüchig und sexualisiert darstellen… ich finde, jeder kann das zeigen, was er will. Es ist doch „nur“ Haut, im Schwimmbad sehen wir jeden so. Körper sind schön und einzigartig. Verstehe nicht, wieso manche das so sehr tabuisieren.

    Liebe Grüße,

    Arunika

  12. Also ich muss sagen, dass ich mich auch nicht in Unterwäsche präsentieren würde. Irgendwie finde ich es noch ein ganzes Stück privater als einen Bikini.
    Unterwäsche trägt man drunter, es ist irgendwie etwas Sinnliches, etwas, was man im privaten Kämmerchen seinem Liebsten zeigen sollte.

    Du siehst toll aus <3

    Liebste Grüße
    Swantje von http://www.swanted.de

    1. Danke Liebes <3
      Ja jeder muss wissen, wo seine persönliche Grenze liegt. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich superoft auch keinen BH trage und es mir egal ist, wenn mal was durchblitzt^^

  13. Hi Masha, siehst top aus und die Bilder sind wunderschön. Du brauchst wirklich keine Bedenken haben. Ich finde auch den Beitrag rundum gelungen. LG Steffi / redseconals.com

  14. Sehr gute Gedanken Masha, jeder kennt dieses Phänomen, Bikini kein Problem aber bitte nicht in Unterwäsche. Es ist bestimmt absolute Kopfsache, vielleicht auch zum Teil ausgelöst durch den Stoff und die Umgebung. In den meisten Fällen hat man einen Bikini an und wird dann vom Wasser noch „geschützt“ und der Stoff ist auch viel dicker und damit in unseren Köpfen „sicherer“? Unterwäsche ist ja doch oft sehr dünn und eben auch oft mit Spitze, feiner, durchsichtiger, leichter …