Life Update: Januar 2020

Anzeige

„wie geht es dir wirklich?“

Auch in diesem Jahr will ich die Tradition des Monatsrückblicks weiter fortführen, auch wenn ich mich diesmal um eine Woche verspäte, aber das aus gutem Grund, denn falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, war ich die letzte Zeit (und bin es noch immer) voll und ganz mit meinem neuen Podcast-Baby „UNSHARED“ beschäftigt. Kennt ihr das, wenn eine Sache euch gedanklich so einnimmt, dass ihr alles um euch herum vergesst oder wie mein Freund sagen würde: ich bin einfach grade voll im Flow. Deswegen dreht sich auch auf allen meinen Kanälen alles gerade nur darum. Entsprechend kurz kommt alles Andere – auch der Blog. Das ändert sich aber bald sobald ich einen Rhythmus gefunden habe, denn während meiner Mini-Auszeit habe ich mir kurz vorgestellt, wie das Leben ohne Blog so wäre und ganz ehrlich: ich will diese Routine einfach nicht missen.

Mittlerweile glaube ich nämlich felsenfest, dass dieser Blog zu meiner mentalen Heilung viel beigetragen hat. Ich bin mit dem Blog nicht nur erwachsen geworden, durch ihn bin ich auch gewachsen. Durch die unsichtbare Verpflichtung mich Woche für Woche mit meinem Leben auseinander zu setzen, habe ich mich selbst immer intensiver reflektiert und so besser verstanden. Vielleicht hätte ich das auch ohne den Blog geschafft, aber sicherlich war das wöchentliche Schreiben hilfreich bei diesem Prozess. Anders formuliert: früher habe ich einfach nicht ganz sauber getickt, jetzt funktioniert das Räderwerk einwandfrei. Das ist vielleicht nicht mehr ganz so unterhaltsam, aber dafür könnt ihr euch heute vielleicht in dem ein oder anderen Gedanken selbst auch besser wiederfinden – hoffe ich jedenfalls.

Was mich zur Zeit besonders umtreibt, ist eine Art Weltschmerz. Die Welt brennt, alles um mich herum ist global betrachtet irgendwie ein bisschen scheisse und ich frage mich zunehmend, wie ich mir die nächsten zwanzig Jahre meines Lebens so vorstelle. Was kann ich tun und ging es schon immer so bergab mit der Welt oder bekommen wir einfach nur mehr mit als früher? Es gibt bewölkte Tage, an denen mich die politische und globale Situation so runterzieht, dass alles irgendwie sinnlos erscheint. Dann gibt es wieder sonnige Tage, an denen ich mich an so einfachen Dingen wie Mode, einem schönen Gespräch oder der Schmusigkeit meiner Katzen so richtig von innen heraus erfreuen kann. Ehrlich gesagt stand ich die letzten Jahren ein wenig mit mir selbst im Konflikt und kämpfte mit der Vereinbarkeit meiner Gefühle, meiner Überzeugungen und meiner Ziele. Ich habe zwar noch immer nicht die ultimative Lösung gefunden, wie ich alles irgendwie unter einen Hut bringe, aber ich finde immer mehr mein Gleichgewicht. Das was ich tue, füllt mich aktuell auch tatsächlich aus – und nicht nur meinen Terminkalender. Vielleicht ist genau das der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.


Die innere Balance

Was sicherlich zu meiner Ausgeglichenheit beigetragen hat, war meine Wiederentdeckung in Sachen Yoga. Da Bali eine Art Yoga Mekka ist, stand die Yoga Stunde auch bei mir regelmäßig auf dem Programm und so gelang mir endlich das, was mir die ganze Zeit fehlte: der richtige Zugang zum Yoga. Auf Bali war ich im Einklang mit mir selbst, ich spürte förmlich die Verbindung von Körper und Geist und nahm mir die Zeit beides zu erforschen. In Berlin hatte ich mich zuvor ständig unter Druck gesetzt, war frustriert über mein eigenes Limit und hielt den spirituellen Aspekt für Zeitverschwendung. Auf Bali dagegen hatte ich die unterschiedlichsten Arten von Yoga mit den unterschiedlichsten Lehrern ausprobiert und nahm etwas aus jeder Stunde für mich mit. In einer Stunde schaffte ich es sogar meinen bis dahin chronischen Schnupfen durch die richtige Atmung einfach zu lösen, in einer anderen Stunde lernte ich, dass meine Grenzen nur dann weiter ausgedehnt werden können, wenn ich es schaffe loszulassen. Ich weiss nicht, warum es so viele Versuche brauchte, Yoga für mich zu verstehen und zu akzeptieren, aber es macht mich glücklich diese liebgewonnene Routine mit nach Berlin genommen zu haben.

Random Facts

  • Ich war diesen Monat das erste Mal bei einem richtigen Fussballspiel
  • Wusstet ihr dass neben Pfingstrosen ich eine Schwäche für Ranunkeln habe? Endlich habe ich mir den ersten Strauß gekauft!
  • Ich habe mir meine erste richtige Vintage Designertasche gekauft: eine Chanel.
  • Seit 3 Jahren habe ich noch nie eine so lange Sportpause gemacht, wie in diesem Monat: ich habe 3 Wochen nicht trainiert und war 2 Monate nicht laufen. Ich habe jetzt wieder angefangen und alles tut weh.
  • Ich habe mir das erste Mal eine Eigentumsimmobilie angeschaut
  • Meine Haare sind in diesen zwei Monaten fast doppelt so schnell gewachsen wie sonst. Ich muss noch rausfinden, woran genau das liegt, ich habe aber einige Vermutungen.
  • Meine Nägel leider auch. Ich muss also häufiger zur Maniküre.
  • Ich habe mir das erste Mal eine Vitamininfusion geben lassen und direkt einen Shitstorm bekommen. Das hat nun dazu geführt, dass ich dieses Thema im Privaten weiterhin verfolge, allerdings nicht mehr öffentlich teile.
  • So handhabe ich das übrigens auch beim Vampire Lifting. Ich schwöre drauf, aber ich habe keine Lust mich öffentlich erklären zu müssen. In diesem Monat habe ich es insgesamt zum dritten Mal gemacht, der nächste Termin ist also erst in einem Jahr.
  • Obwohl das Coronavirus anfangs noch als harmlos galt, bereitet es mir zunehmend Bauchschmerzen und ich gehe aktuell nicht ohne Desinfektionsgel aus dem Haus. Ich hoffe ihr auch!
Gallery |

Berlin Tipp:
W Imbiss
Ich bin zur Zeit regelrecht süchtig nach dem Curry vom W. Der Imbiss selbst bezeichnet seine Küche übrigens als einen Mix aus mexikanisch, indisch und kalifornisch. Neben dem leckeren Curry ist übrigens das Tagesgericht immer wieder ein Highlight. Solltet ihr also mal in Berlin sein, schaut auch da mal vorbei!

Gehört:
The Kyoo
Es gibt so viele tolle Podcasts da draußen, dass es mir schwer fällt, alle durchzuhören, aber letztens bin ich auf the kyoo gestoßen und kann ihn euch nur empfehlen. Anni und Michi haben ein spannendes Format irgendwo zwischen Karriere und Spiritualität mit spannenden Gästen entwickelt, wie ich es mich jedenfalls total abholt. Ob gesunde Ernährung, Selbstverwirklichung, Astrologie oder Biohacking – aus jeder Folge konnte ich bisher etwas mitnehmen. Weiter so, girls!

Februar 9, 2020
Category - sonntagspost

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

3 Kommentare

  1. Liebe Masha,

    mit dem Weltschmerz bist Du nicht alleine… ich selbst habe zum Teil mittlerweile leichte Panikattacken, die ich vorallem Nachts heimsuchen. Besonders Meldungen die Kinder betreffen sind schwer zu ertragen seid ich selbst Kinder habe. Ich muss mich zwischendurch bewusst von Nachrichten distanzieren, lese vor allem keine „unseriösen“ nachrichtenportale mehr, die gefühlt nur noch sensationsgeile Nachrichten verbreiten, je dramatischer desto besser… Ich denke unsere Genation hat da schon ihre Schwierigkeiten mitzuhalten und diese ganze Informationflut zu ertragen… nicht umsonst boomen Yoga ,Selfcare und DigitalDetox … wir sind einfach überfordert die wirklich elementaren Dinge für uns zu filtern und zu verarbeiten. Auch ist es der ständige Druck nicht „genug“ zu sein, lebst Du vegan, fliegst aber in den Urlaub, gibt es ein Shitstorm, denn du könntest ja auch mit dem Fahrrad zum Baggersee fahren… Diese Unsicherheiten lähmen einen , denn online sind viele Menschen gnadenlos mit ihrer Meinung und verkünden sie auch lautstark. Ich hoffe die Generation nach uns lernt damit anders umzugehen…

    Liebe Grüße aus Bielefeld,
    Elena

    1. Ja ich weiss ganz genau was du meinst. Du kannst es einfach absolut Niemandem Recht machen :(

      Egal was du tust, du tust nie genug und um dich herum fällt alles auseinander. So ähnlich geht es mir auch grade.
      Kinder sind wirklich unsere Hoffnung, denn unsere Generation bzw. die über uns hat es ordentlich verkackt.