Monatsrückblick #5

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Berlin Summer Fashion Editorial | Stefanel | Masha Sedgwick | Museum Island | beige tones

„Atme tief ein und reiß dich jetzt zusammen.“

Meine Augen füllen sich mit Tränen, die ich versuche wegzublinzeln. Mein Brustkorb füllt sich mit Luft, wird ganz groß und ich versuche möglichst gleichmäßig auszuatmen. Ich kenne diese Übung aus der Meditation und wiederhole sie so lange, bis ich mich wieder komplett unter Kontrolle habe. Ich will nicht weinen. Nicht etwa, weil ich nicht verletzlich wirken will, sondern weil ich keine Reaktion auf meine Gefühle will:

Ich will kein Mitleid, ich will keine Irritation, vor allem will ich keinen Triumph.

Ich gebe mich stärker, als ich eigentlich bin, doch die Fassade bröckelt und als ich später Zuhause bin, nehme ich die kalte Maske ab und lasse los. Hier, in meinem sicheren Hafen, kann ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Hier bin ich zerbrechlich, hier bin ich sanft, hier bin ich ich.

Dieser Monat war eine emotionale Achterbahnfahrt, voller Loopings, Hoch und Tiefs. Und obwohl nur ein Monat vergangen ist, war dieser Monat einer der prägendsten, die ich seit langem erlebt habe.
Ich habe Freunde gewonnen, Freunde verloren und bin an meine Grenzen gegangen. Doch vor allem habe ich eine Menge über mich selbst gelernt, nämlich, dass Stärke erfordert, seinen Schwächen zu begegnen. Denn wie will man Stärke zeigen, wenn man nicht auch Schwäche zulässt?

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Der April war für mich ein Monat voller erster Male:

Ich habe zum ersten Mal Teile meiner Familie kennengelernt, meine Tante, meinen Cousin und meine Cousinen.
Ich habe zum ersten Mal einen Halbmarathon mitgemacht.
Ich habe zum ersten Mal das Ende eines lieb gewonnenen Projekts offiziell verkünden müssen.
Ich habe zum ersten Mal einem Freund für immer Auf Wiedersehen sagen müssen.
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Jedes erste Mal war auf seine eigene Art intensiv und hat mich geprägt. Es hat mir die Augen fürs Wesentliche geöffnet und mir aufs Neue gezeigt, wie wichtig Freundschaft, Familie, Gesundheit und Liebe sind. Um das zu verstehen, braucht es manchmal härtere Methoden.

Lieblingsapp:

Co-Star
Ich bin normalerweise nicht so in Sternzeichen-Sachen drin, aber ich finde es trotzdem ganz spannend und bin dem Thema auch aufgeschlossen. Bei Co-Star kann man super easy eintippen, wo man geboren wurde, etc. Und bekommt sofort sein Horoskop und alles ausgespuckt. Wenn man dann noch Freunde hinzufügt, kann man schauen wie „kompatibel“ man miteinander ist. Mein Freund weigert sich übrigens mir zu verraten, um wie viel Uhr er geboren wurde.


Gelesen:

Ja, Ja und nochmal: Ja.
Als ich diesen Artikel gelesen habe, dachte ich mir: „Krass.
Ist es jetzt schon wirklich soweit?“
Ich habe diese Tendenz schon lange bei mir selbst gesehen, mich schon lange gewundert und scheinbar schwappt der Trend aus den USA auch langsam hier rüber: Echtheit ist grade auf dem Vormarsch. Ich merke diese Tendenz selbst bei mir. Auch wenn ich natürlich weiterhin Fan bin von schönen „High-End“ Editorials, so mischen sich immer mehr Momente in meinen Feed. Ich habe keine Lust mehr auf krasse Posen und Perfektion. Ich will echt sein, nahbar und sowas wie die stets gut gekleidete Freundin, mit der man über emotionale, politische, aber eben auch Mode-Themen sprechen kann!
Nur eins musste ich nach diesem Artikel feststellen: ich bin halt einfach nicht so lustig, wie die vorgestellten Girls.


New Label to watch:

Kassel erobert die Modewelt!
Ja, richtig gelesen! Der neue, heiße Scheiss kommt nämlich grade aus Kassel und heißt: KASSL Editions.
Die deutsche Marke stellt ausschließlich Jacken bzw. Mäntel her und jedes Design ist liebevoll von Hand gefertigt und durchdacht. So hat jedes Stück auch einen funktionalen Charakter und schlägt damit die Brücke zwischen zeitloser Eleganz und Funktionalität. Die Stücke sind deswegen total schlicht, gut verarbeitet und limitiert, sodass keine Überproduktion stattfindet. Mit diesem Prinzip ist das deutsche Label ganz oben angekommen: man findet die Sachen nämlich bei Netaporter, Farfetch, etc.
Wenn das mal keine Neuigkeit ist..

Gesehen:

The Good Fight
Ich LIEBE „The Good Wife“, dementsprechend war ich traurig, als es nach 7 Staffeln zu Ende ging. Doch der Spin-off der Serie ist kaum schlechter gemacht mit Diane Lockhart als Hauptfigur. Als toughe Anwältin in einer ungewöhnlichen Kanzlei zeigt sie sich von ihrer menschlichen und verletzlichen Seite, beleuchtet die politischen Machenschaften und scheut sich nicht vor Trump Kritik.
Unbedingt anschauen!


Gegessen:

Vegane Burger scheinen grade stark im Kommen zu sein. Bei mir stehen sie schon länger auf dem Speiseplan, vor allem seit ich auf Fleisch verzichte, versuche ich mich gleichzeitig so vegan wie möglich zu ernähren. Bei Milch beispielsweise klappt das sehr gut dank Hafer- und Mandelmilch, bei Käse und Schokolade dagegen noch nicht so prima – aber ich bin auf einem guten Weg und freue mich, dass es immer einfacher wird. Erstens ist der „Trend“ bereits in vielen Restaurants angekommen, sodass es viele gesunde und vegane Alternativen gibt und zweitens gibt es immer mehr Ersatzprodukte. Jetzt bin ich zwar Niemand, der unbedingt drauf besteht, dass sein Burgerpatty wie Fleisch aussieht oder auch nur zwangsläufig wie Fleisch schmeckt, aber ich kann schon verstehen, dass manchen dann die Umstellung einfacher fällt und begrüße jede Entwicklung in diese Richtung, ja, auch den neuen veganen Burger bei McDonalds. Ich finde es gut, dass vegane Alternativen endlich im Massenmarkt angekommen sind, trotz der wirtschaftlichen Konsequenzen.
Wie seht ihr das?
Esst ihr auch so vegan/vegetarisch/… wie möglich?


News:

Die nächsten Tage und Wochen werdet ihr mich häufiger sprechen hören! Ich werde nämlich ganz stolz eine Masterclass mitführen dürfen bei den OMRs nächste Woche und auch für den Bundesverband Digitale Wirtschaft eine Runde über das Thema Influencer Marketing sprechen. Da auch mittlerweile in der Industrie angekommen ist, was für ein spannendes und vor allem lukratives Feld das ist, hatte ich jetzt häufiger die Möglichkeit darüber zu sprechen und ein paar Wissenslücken zu füllen. Für mich ist das ein neues Feld, das mir aber unheimlich Spass macht, wie ich schon letztens bei einer Moderation, die ich halten durfte, feststellen durfte. Vielleicht kann ich mir so ja sogar ein zweites Standbein aufbauen. Das wäre ein echter Traum!

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Mai 4, 2019

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16 Kommentare

  1. Hey liebe Mascha, ich habe mir gestern beim Kochen zwei deiner Blogcastfolgen angehört, zu denen ich die Artikel noch nicht gelesen hatte. Da deine Blogposts aber immer so schön gestaltet sind (wie ein Editorial!), wollte ich sie mir trotzdem noch auf diese Weise angucken. Die Bilder und die Gestaltung sind das einzige, was mir beim Blogcast fehlt. Aber ich freue mich durch dein neues Format weiterhin deine Stimme zu hören :) Und ich fand es cool, dass du beim Monatsrückblick noch ein bisschen mehr erzählt hast, als hier schwarz auf weiß zu lesen ist. Du hast mich so noch mehr berührt. Als du von deinem Abschied geredet hast, kamen mir sogar die Tränen, da ich vor einiger Zeit auch jemanden verloren habe. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass dein Mai schöner wird.
    Alles Liebe,
    annadenktnach.wordpress.com

    1. Danke liebe Anna,

      ja obwohl es nur ein Satz war, brauchte ich dafür immer wieder neue Anläufe, weil ich es anfangs nicht geschafft habe ihn einfach zu beenden. Es ist leider kein Gefühl, das morgen einfach verschwunden ist, aber ja, es wird wieder berauf gehen.

      Ich freue mich jedenfalls, dass ich dich noch mehr mitnehmen konnte! Das ehrt mich sehr!! <3

  2. Hey Masha,

    klingt nach einem prägenden Monat. Kopf hoch, es kommen wieder bessere Zeiten.

    Was mich echt ein bisschen traurig gemacht hat, um nicht zu sagen, dass es mich aufgeregt hat, ist, dass der Podcast nicht mehr ist. So wie es rüberkam, ist das Ende eher durch Lisa initiiert, weil sie ,,es nicht mehr spürt“. Das finde ich richtig schade (dämlich verkleidet als schade), weil: wie oft hat bitte Lisa Instagram ,,nicht mehr gespürt“ und es trotzdem weitergemacht? Andere wären froh, mit ihren Podcasts eine so tolle Nische und letztendlich auch Reichweite zu bedienen.

    Ich freue mich über deine zukünftigen Projekte,

    modische Grüße,

    Mister Matthew
    https://www.mister-matthew.de

    1. Ja, total!
      Ich finde es auch super schade, aber wir hängen halt zu Zweit in diesem Projekt und wenn einer es nicht mehr fühlt, dann kann ich daran halt einfach nichts ändern, aber ja es war halt ein verdammt harter Monat irgendwie. Ich hoffe es wird jetzt langsam wieder, aber aktuell ist es eher holprig. Mir steckt das halt echt noch in den Knochen und ich merke das fast täglich, dass die Ereignisse oft wie ein dunkler Schatten über mir liegen. Ich hoffe es hellt sich bald wieder ein bisschen auf, aber irgendwie holt mir zur Zeit dieser graue Schleier immer wieder ein :( Aber ja, Zähne zusammenbeissen, Augen zu und durch

  3. Hallo Masha,

    auch ich habe „The Good Wife“ sehr geliebt. Nun weiß ich an wemm du mich erinnerst. :-) An sie „Good Wife“ Darstellerin. Mir gefallen deine Monatsrückblicke sehr und verschlinge sie. Bisher war ich eine stille Leserin und heute wage ich mein 1. Kommentar.
    Im Übrigen gefällt mir dein Strickmantel/LongJacke sehr.

    Liebe Grüße

    Laura T.

    1. Echt? An Alicia Florrick? Das habe ich bisher noch nie gehört, aber find ich gar nicht schlecht. Ich mochte die Rolle total von dieser starken Frau, die aber gleichzeitig so eine weiche Seite hatte :)

      Und danke für deinen Kommentar. Bei dem Blog freue ich mich immer auch ein bisschen mehr darüber <3

      1. Genau Masha an Alicia Florrick. Ich finde du hast wirklich viel Ähnlichkeit mit ihr. Eine tolle Frau und ich liebte ihre Rolle.

        Liebe Grüße

        Laura T.

  4. Wahnsinns Bilder und der Look ist auch wirklich sehr toll :)
    Ich freue mich, dass d bei dir gut läuft und drücke dir die Daumen, damit alles so klappt, wie du es dir vorstellst :)

  5. Ich würde sagen, dass ich recht bewusst esse: Fleisch kaufe ich für mich selbst und alleine eigentlich so gut wie gar nicht. Und ich kaufe für mich selbst auch keine Kuhmilch mehr denn im Kaffee kann ich sehr gut darauf verzichten…Ich finde es aber auch cool, dass es mittlerweile selbst im normalen Supermarkt so viele vegane und vegatarische Alternativprodukte gibt und man mittlerweile auch nicht mehr so viel Geld dafür ausgeben muss.

    1. Ja, ich weiss noch wie krass teuer und schwierig das früher war. Heute ist es wirklich schon viel besser geworden. Ich bin echt gespannt, wohin sich das noch so entwickelt…