Monatsrückblick #8

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SOMMERPAUSE.

Die Sommerpause feiert ihr Comeback.
Ich weiss nicht, ob es nur mir so geht, aber selten war dieses Wort so präsent in meinem Alltag wie in diesem Jahr. Viele haben sich in den Urlaub verabschiedet und das merkt man: Sowohl in der Politik, als auch auf Instagram geht es grade einfach ruhiger zu. Vermutlich war das auch bitter nötig nach dem anstrengenden Tempo der letzten Monate – und ja, vielleicht auch Jahre.

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Location: Coney Island
Shirt: Acne Studios
Skirt: Topshop
Photos: Tonya Matyu

Zugegeben, das erste halbe Jahr ist im Flug vergangen, aber wenn wir mal ehrlich sind, ist im Rückblick auch wirklich eine Menge passiert. Kurz mal anzuhalten, tief durchzuatmen und Kraft zu tanken, bevor es in die zweite Runde geht ist also gar nicht so verkehrt.

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Sommerpause, also.

Dieses Relikt aus dem Vor-Internetzeitalter feiert also grade sein großes Comeback und lehrt uns vor allem eins:
Dass jeder mal eine Pause braucht, um produktiv sein zu können und nicht auszubrennen. Das gilt vor allem in unserer Leistungsgesellschaft, wo es stets darum geht, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen, weil der Druck groß ist.

Dabei fördern Pausen nicht nur die mentale Gesundheit, sondern auch den kreativen Prozess und schenken uns Kraft. In diesem Sinne: Genießt die Pause, genießt den Urlaub und habt eine gute Zeit!

Gedacht:
Ich glaube es geht jetzt los.
Vor einigen Tagen habe ich zum ersten Mal wirklich gedacht, dass ich wirklich anfange zu altern. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl gehabt, dass alle um mich herum älter werden und langsam Falten kriegen, ich davon aber bisher irgendwie unberührt blieb. Zwar habe ich schon vor einer Weile gemerkt, dass ich mich emotional in einen neuen Lebensabschnitt bewege, aber optisch schien ich der Zeit ein Schnippchen geschlagen zu haben. Nun geht es aber doch langsam los mit den ersten Fältchen an den Augen und aus einem grauen Haar sind plötzlich 3 geworden. Immer noch keine großen Anzeichen, aber irgendwie doch ein komisches Gefühl, weil es jetzt sozusagen offiziell ist. Ich werde also älter. Es geht los. Früher hätte ich gedacht, dass mich das hart treffen würde, denn irgendwie galt für mich die Gleichung: Alt = Hässlich.

„Was für ein Unsinn!“, denke ich heute. Mein Teenager-Ich wird mir das vermutlich nicht ganz glauben, aber heute bin ich viel glücklicher mit meinem Aussehen als früher, schlichtweg weil ich mit mir selbst im Reinen bin und mich gefunden habe. Ich fühle mich schön, also bin ich es auch. Ich habe ein tolles Leben und das spiegelt sich auch in meinem Gesicht wider: meine ersten Fältchen sind nämlich Lachfältchen und denen kann man einfach irgendwie nicht böse sein.


New Label to watch:
Trippen.
Naja, neu ist Trippen eigentlich nicht. Um genau zu sein gibt es Trippen bereits seit den 90ern, doch irgendwie ist das Berliner Schuhlabel nicht so richtig auf meinem Radar gewesen – bis vor Kurzem. Bei der Nobi Talar Show liefen die Models in den Schuhen mit Wiedererkennungswert und ich bin seither ganz verliebt in dieses Label. Nicht nur wegen der ausgefallenen Designs, sondern vor allem auch in die Philosophie: Es wird in der eigenen Fabrik in der Nähe Berlins nach den höchsten ökologischen und sozialen Standards produziert. Die Designs sind zeitlos und jedes Paar ist darauf ausgerichtet möglichst langlebig zu sein und kann individuell gestaltet werden. Es wird pflanzlich gegerbtes Leder und Hölzer wie Erle, Pappel und Buche verwendet, die ausschließlich von europäischen Lieferanten bezogen werden. Die geringe Distanz zwischen Fertigungsstätte, Lager, Hauptsitz und Designwerkstatt ermöglichen kurze Transportwege und reduziert den CO2-Fußabdruck des Unternehmens auf ein Minimum.
Das finde ich gut!

Erlebt:
Ich war vor Kurzem in NYC und habe mich (mal wieder) Hals über Kopf in diese Stadt verliebt. Ich habe einfach eine Faszination für enorm große und pulsierende Städte, wo das Leben tobt und viel passiert. Irgendwie gibt mir das unheimlich viel Energie und löst in mir so viel Sehnsucht aus. Ich stelle mir dann vor, wie es dann wäre dort zu leben und bei NYC könnte ich mir das schon gut vorstellen. Ich schaue mir dann stundenlang Wohnungen an, träume mich in diese Zimmer und frage mich, wie es wohl wäre ein echter, ein richtiger Teil dieser Stadt zu sein. Damals mit Berlin habe ich das auch getan, als ich noch in NRW wohnte. Ich ging durch die breiten Straßen, schaute in die Fenster der Berliner und fragte mich sehnsuchtsvoll, wie es wohl wäre Teil eben dieser Stadt zu sein. Heute laufe ich durch mein Berlin und brauche kein Navi, um mich zurecht zu finden und komme mit dem Auto oder dem Fahrrad von fast jeder Ecke Berlins auch aus dem Kopf wieder nach Hause.
Das bedeutet für mich Zuhause. Berlin ist mein Zuhause, mein Anker und meine Komfortzone, aber irgendwie habe ich schon noch mal Lust auf ein Abenteuer.

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Geplant:
Die nächsten Wochen bin ich viel unterwegs: zur Fashion Week nach Kopenhagen, zum Sziget nach Budapest und zum Urlaub nach Madeira. Früher hätte ich mich gefreut und noch eine weitere Reise dazwischengequetscht. Heute ist mir das irgendwie unangenehm, weil ich die meisten der Reisen mit dem Flugzeug absolvieren werde. Für mich ist das Reisen das größte Problem in der CO2-Debatte: Einerseits liebe ich es zu Reisen, neue Orte zu erkunden und für mich gehört das irgendwie zu unserer globalen Gesellschaft dazu, andererseits ist das echt scheiße für die eigene CO2 Bilanz. Zwar kann man seinen Flug kompensieren, aber natürlich wäre es besser gar nicht erst zu fliegen. Ich habe da auch noch keine Lösung gefunden, außer generell weniger zu fliegen und mit einem schlechten Gewissen in den Flieger zu steigen.

Gehört:
Na, habt ihr schon die neuste Folge „Schmutzige Geschäfte“ gehört? Wer jetzt mit „JA“ geantwortet hat, dem dürfte eine Kleinigkeit aufgefallen sein: Ihr hört mich darin! Tatsächlich spreche ich den Voice over ein und es war eine ziemlich coole und aufregende Erfahrung, weil ich mich das erste Mal in eine Rolle reindenken musste. Bei „Schmutzige Geschäfte“ geht es um die kriminellen Machenschaften von Unternehmen und andere Verbrechen aus der Wirtschaft. Hört unbedingt mal rein und hinterlasst mir euer Feedback!

Gesehen: Pose.
Eigentlich sind so Tanzfilme nicht mein Ding, allerdings hat ein guter Freund von mir einen Voguing Ball veranstaltet und ich hatte keinen blassen Schimmer was das ist. „Schau dir Pose an!“ Hieß es dann. Eine Netflix Staffel später wusste ich nicht nur, was Voguing ist, sondern habe auch gleich die ganze Serie ins Herz geschlossen. Pose handelt von Familie, von Zusammenhalt, von Schicksal, von NYC in den 80ern, von Krankheit und ja, auch von Voguing. Übrigens auch geeignet für alle, die sonst nicht so auf Tanzfilme stehen.

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August 3, 2019
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