„Was hast du heute geteilt, was du bisher noch nie geteilt hast?“

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Diese Frage stelle ich immer meinen Gästen zum Abschluss einer jeden Folge UNSHARED – meinem neuen Podcast Projekt, das ganz offiziell heute, am 02.02.2020 launched. Ich wollte bewusst ein besonderes Datum wählen, denn für mich ist das ein besonderes Projekt. Nachdem ich durch Matchalatte Blut geleckt habe, wollte ich unbedingt einen neuen Podcast starten, aber wusste nicht so richtig, was für einen. Ich hatte viele Ideen, überlegte einen Karrierepodcast zu machen oder einen Newspodcast, doch eine Idee blieb einfach hängen: Ein Podcast, der hinter die Kulissen einer Branche blickt, die viel im Öffentlichen Raum spielt, doch zugleich auch viel zu bieten hat, wenn man mal an der Oberfläche kratzt. Es schien mir wie die logische Erweiterung meines Blogs und Matchalatte. Ich spreche mit Freunden und Wegbegleitern über die Dinge, über die ich am liebsten schreibe: echte Emotionen, private Gedanken und das Leben als Content Creator in all seinen Facetten.

In meinen Augen hat kaum eine Bewegung unsere Gesellschaft in den letzten Jahren so geprägt, wie die Digitalisierung, zumindest trifft das auf mein Leben zu. „Online“ ist unser Dauerzustand geworden und so leben wir in einer Zeit, in der man live am Leben anderer Menschen teilhaben kann – auch an meinem eigenen. Die letzten 10 Jahre meines Lebens kann man quasi einfach nachlesen und ich habe sogar meine Leidenschaft des Tagebuchschreibens zum Beruf gemacht. Dadurch verschwimmen immer weiter die Grenzen des Privaten und des Öffentlichen, der Nähe und der Distanz und der Werbung und der Authentizität. Wir lassen uns von Pinterest inspirieren, teilen unsere Meinung auf Twitter und unsere privaten Momente auf Instagram – manche mehr, andere weniger. Doch trotz des zunehmenden Mitteilungsbedürfnisses sehen wir immer nur einen Ausschnitt der Realität auf Instagram & Co.

Masha Sedgwick | Portrait | Press Picture | longbob | makeup hair and beauty inspo | inspiration

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Doch welche Story steckt eigentlich hinter der Story und welche Grenze zieht jeder für sich persönlich, wenn es um die Privatsphäre geht?

Nachdem ich einige Monate mit diesem Gedanke schwanger war, war der Drang irgendwann so stark sie umzusetzen, dass ich dem nicht mehr widerstehen konnte. Es erinnerte mich ein wenig an die Anfänge meines Blogs, als ich all diese Gedanken mit mir herumtrug und einen wahnsinniges Befreiungsgefühl verspürte, als ich sie endlich mit anderen Menschen teilen konnte. So ähnlich fühlt sich das mit UNSHARED, meinem zweiten Baby, auch an.

Wie viel Herzblut in diesem Projekt stecken würde, merkte ich aber erst, als ich die ersten Folgen mit meinen Freunden aufnahm. Ihr Vertrauen in mich und meine Community, aber auch ihre Offenheit und der Mut über ihre Traumata zu sprechen, hat mich so beeindruckt, dass ich diesem Projekt selbst gerecht werden wollte. Ich wollte mich revanchieren, indem ich den bestmöglichen Podcast rausbringen wollte. Ich engagierte also Jemanden, der sich darum kümmerte, dass der Ton auch gut klang (und ab der 5. Folge sogar noch besser klingt!) und eine Illustratorin, die jedes Portrait selbst malt und auch jeder Schritt dazwischen war gut überlegt.

Doch am Ende des Tages ist das Drumherum irrelevant, denn die Folge selbst muss einfach stimmen – und ich hoffe, das tut sie. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich finde, dass es für mich als Interviewer sicherlich noch Luft nach oben gibt, denn die richtigen Fragen zu stellen, ist teilweise leichter gesagt, als getan und nicht selten sind mir noch viele Fragen eingefallen, die mir im Nachhinein als total logisch vorkommen, doch in dem Moment, wenn man auch selbst die ganzen Informationen zum ersten Mal hört, übersieht man das leicht. Am Ende ist es wie bei allem: Übung macht den Meister. Und geübt wird hinter den Kulissen fleissig: 4 Folgen sind bereits aufgenommen und die nächsten folgen auch schon bald.

Damit das Projekt größer werden kann und ich vielleicht auch eines Tages mit Influencern sprechen kann, mit denen ich noch nicht so eng befreundet bin, brauche ich euren Support. Hört euch die Folge an und wenn sie euch gefallen hat und vielleicht sogar genauso berührt hat, wie mich, dann lasst es mich und gerne auch den Influencer wissen. Teilt sie, empfiehlt sie und rezensiert sie mit fünf Sternen. Ich werde jedem Einzelnen unendlich dankbar dafür sein!

Ihr findet die Folge überall dort, wo es Podcasts gibt.

Februar 2, 2020

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3 Kommentare

  1. Und liebe Anuthida, ich würde es nicht als Schwäche sehen, sondern als große Stärke, Menschen, „die es verdient hätten“, nicht böse sein zu können. Wie Masha bereits meinte zeugt es von großer Empathie und Sozialer Intelligenz. Wer einem Menschen verzeihen kann, weil er in der Lage ist zu verstehen wieso dieser auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt hat, kann zwischen „der Handlung“ und dem Mensch selbst zu differenzieren. Wut ist ja immer ein negatives Gefühl, das man am Ende immer nur IN SICH trägt und sich letztlich auch nur selbst damit schadet. Mir selbst hat es ungemein weitergeholfen, zu verstehen, dass ich für einen Menschen zwar Liebe empfinden kann, aber seine Handlungen trotzdem nicht akzeptieren und für gutheißen muss. Es ist dann nur wichtig, seine eigenen Grenzen zu bemerken und diese auch zu wahren. Und das bedeutet dann eben auch manchmal, dass ein Mensch, den man liebt, trotzdem nicht mehr Teil des eigenen Lebens sein kann.

  2. Liebe Masha,
    die erste Folge deines Podcasts gefällt mir inhaltlich sehr. Es ist ein Gespräch wie ich es auch mit einer Freundin führen würde. V.a. dreht es sich nicht zu sehr um die „Social Media-Welt“, was ich sehr schätze, da das wertvolle an Gesprächen dieser Art ja oft der Moment ist, wenn man an einen Gedanken des anderen anschließen kann und so selber wieder zu kleinen oder auch großen neuen Erkenntnissen kommt. Dadurch dass sich der Podcast sich auf einer sehr persönlichen Ebene bewegt hatte ich diese Momente beim Zuhören. Wir haben halt am Ende doch alle die gleichen oder ähnliche Sorgen/Probleme/Wünsche. Ich finde es umso schöner das festzustellen, da ich dich als vor 10 Jahren als 15-Jährige Jugendliche online entdeckt habe, „total cool“ fand und seitdem immer wieder verfolge. Gerade in diesem Alter (und oft vielleicht auch noch später) ist man ja immer geneigt eine Person auf so eine Art und Weise zu bewundern, dass man sie für „unerreichbar“ hält und das Gefühl hat sie stünde irgendwie über der eigenen Lebenswelt. Durch deine Inhalte, die du seit ein paar Jahren teilst, durchbrichst du aber dieses Gefühl und ich merke, dass du auch nur ein Mensch bist wie alle anderen (ein „human being“ eben) mit dem man sicherlich eine tolle Unterhaltung auf Augenhöhe führen könnte. Tatsächlich bist du deswegen auch die einzige Person deren Inhalte ich regelmäßig mal checke.
    Und noch etwas Positives muss ich sagen: Die Atmosphäre in deinem Podcast ist super angenehm! Viele Podcast kann ich nicht anhören, da sie mir irgendwie zu aufgeregt sind, deine Stimme mit deiner besonnen Art zu sprechen empfinde ich aber als sehr beruhigend. Mach weiter so!
    Lieb Grüße,
    Sophia

    1. Liebe Sophia, mit einem breiten Lächeln im Gesicht habe ich deine Nachricht gelesen. Danke so sehr dafür. Es ist verrückt zu wissen, dass es Menschen da draußen gibt, die mich schon so lange auch so gut kennen, denn wie du schon sagtest, man lernt jemand anderen durch das Internet und die Inhalte, die er postet (in meinem Fall viel intimes dabei!) sehr gut kennen.

      Ich glaube deswegen ist mir auch der Podcast so wichtig und auch das Feedback dazu: ich brauche einfach die Bestätigung, dass ich das Vertrauen meiner Gäste auch verdiene und meinem eigenen Anspruch gerecht werde. Das mit der Stimme freut mich übrigens auch <3
      Ich hatte, geprägt durch Matchalatte, immer das Gefühl meine Stimme wäre zu leise und nicht so richtig aufgeregt, deswegen freue ich mich, dass es bei diesem Format von Vorteil ist! Und die Atmosphäre ist tatsächlich Wohnzimmer Atmosphäre, weil wir ohne Zeitdruck mit einer Kanne Tee und Kerzen bei mir im Wohnzimmer, eingekuschelt in Decken auch aufnehmen. Ich könnte mir deswegen auch nicht vorstellen in so ein Studio zu gehen, dann wäre die Atmosphäre auch hinüber :D

      Jedenfalls: DANKE <3 (auch dafür, dass du mir so lange folgst)