Verliere dich nicht.

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Höher. Weiter. Schneller.

Ungefähr so könnte man den Spirit der Generation Y beschreiben.

Wir sind die Generation der Selbstoptimierer, die „Always-on“ Gesellschaft.
Wir machen mehrmals in der Woche Sport, ernähren uns ausgewogen, geben alles im Job, sammeln Follower und sind selbst in der Freizeit produktiv. Geprägt von „Carpe Diem“ Sprüchen, wollen wir das Maximum aus uns herausholen. Wir machen das für uns – und für unseren Marktwert.

Denn ein besserer Marktwert bedeutet schließlich auch ein besserer Mensch zu sein. Oder??

Masha Sedgwick drinking coffee in cafe & co working space St. Oberholz in Berlin Mitte | style: relaxed, comfy | Sunday column
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Erfinden wir uns immer wieder neu, weil unser gegenwärtiges Ich einfach nicht reicht? Müssen wir uns sogar immer wieder optimieren, um mithalten zu können mit all den selbstoptimierten Menschen da draußen?

Ihr merkt schon, ich überspitze das Thema ein bisschen. Grundsätzlich finde ich es nämlich wichtig sich weiterzuentwickeln, an sich zu arbeiten, möglicherweise neue Gewohnheiten zu entwickeln und daran zu wachsen. Denn zugegeben: Auch ich optimiere mich gerne selbst.
Ja, ich selbst bin genau der zuvor beschriebene Selbstoptimierer.

Ich mache noch vor dem Frühstück Sport, achte auf meine Ernährung, bilde mich fast täglich weiter, meditiere und habe einen Ordner mit motivierenden Sprüchen in meinem Pinterest Ordner gespeichert für den Fall, dass die Motivation nicht so richtig aufkommen will und ich nachhelfen muss.
Und wisst ihr was?
Ich mag es.
Ich mag diese verbesserte Version meiner Selbst.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Eigenschaften an mir, die ich nicht wegoptimieren möchte. Doch genau darin liegt die Herausforderung.

„Wer bin ich?“

Masha Sedgwick drinking coffee in cafe & co working space St. Oberholz in Berlin Mitte | style: relaxed, comfy | Sunday column
photo: Theresa Kaindl

Das Paradoxe an der Generation Selbstoptimierung ist, dass wir genau sagen können, wer oder was wir NICHT sind und wer oder was wir werden wollen.
Wir sehen immer nur die Baustellen an uns, selten die Eigenschaften und auch Vorzüge, die uns als Menschen prägen und auf die wir stolz sein können. Für uns sind diese Eigenschaften selbstverständlich und so kann es passieren, dass wir diese Eigenschaften opfern zum Zwecke der Selbstoptimierung.
Doch welche Eigenschaften könnten in so eine Kategorie fallen?

Rauszufinden, welche Eigenschaften mich einerseits ausmachen, gleichzeitig aber häufig genug von mir (oder Anderen) kritisiert werden, sodass sie gefährdet sein könnten einfach wegoptimiert zu werden, war keine leichte Aufgabe – im Gegenteil! Ich musste mir sogar Hilfe bei dieser komplizierten Fragestellung holen, denn so sehr es auf der Hand lag – ich kam einfach nicht drauf! Doch wie kann ich meine Eigenschaften bewahren, wenn ich nicht mal weiss, was diese Eigenschaften konkret sind? Nach einigen Hin und Her ist mir dann doch ganz schön viel eingefallen, dass meinem Optimierungswahn nicht zum Opfer fallen sollte.

Wie wäre es also, wenn jeder von uns drei Eigenschaften findet, die ihr unbedingt behalten wollt?
Damit ihr wisst, was ich meine, fange ich an.

1

Ich liebe und hasse meine Ernsthaftigkeit gleichermaßen.

Manchmal würde ich meine teils auch wirklich ernsthafte Art gerne durch eine leichtere, lustigere und ja, manchmal auch oberflächlichere Art ersetzen. Nicht nur, dass ich die Dinge oftmals irgendwie schwer nehme, glaube ich oft, dass es grade diese unmittelbar direkte und ehrliche Art mir in meinem Job manchmal im Weg steht. Zum Einen, weil mich oberflächliche Gespräche belasten, zum Anderen, weil tiefgründigere Gespräche Andere oft belasten. Häufig ist es auch so, dass ich so wenig Lust habe oberflächliche Gespräche zu führen, dass ich als arrogant wahrgenommen werde, dabei beschäftige ich mich nun mal lieber mit schweren Themen und spannenden Gesprächspartnern statt wie eine Aufziehpuppe immer den üblichen Party-Smalltalk mit tausenden Menschen zu wiederholen.
Ich bin einfach kein geborener Sonnenschein, doch genau das stört mich manchmal auch selbst an mir, weswegen ich dann versuche ein bisschen lockerer zu werden und ein bisschen mehr Leichtigkeit rüberzubringen. Doch wie kann ich zum Entertainer werden, ohne mich selbst dabei zu verlieren? Denn eigentlich bin ich auch ganz gerne der nachdenkliche Typ, der echte Gespräche führt.

Ich liebe meine Energie und ich hasse den Stress.

2

„Entspann dich doch mal“ ist einer dieser Sätze, die ich häufig höre.
Tatsächlich bin ich Niemand, der einfach mal ruhig sitzen und Nichts tun kann. Ständig bin ich immer auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung und bewege mich oft in gefühlt doppelter Geschwindigkeit im Vergleich zu meinem Umfeld. Das erzeugt nicht nur bei mir (weil alle so langsam sind) Stress, sondern logischerweise auch bei meinem Umfeld, denn wenn es mal nicht schnell genug geht, kann ich auch schon mal zickig werden. Bei Zeitverschwendung verstehe ich nämlich keinen Spaß. Deswegen erzeugt es häufig den Eindruck ich würde rund um die Uhr arbeiten, dabei beschäftige ich mich gerne einfach nur sinnvoll. Selbst beim Netflix & Chill bearbeite ich Bilder oder mache etwas Anderes nebenher. Ich spüre einfach diese permanente Unruhe in mir und diesen stetigen Zeitdruck, dass es mir nahezu unmöglich erscheint einfach loszulassen. Selbst ein Spa Besuch kann deswegen mit mir stressig werden, denn dann heißt es: „Wir haben x Stunden zum Entspannen“ und ab dann läuft der Countdown und es wird so effizient wie möglich entspannt. Klingt anstrengend, oder? Ist es auch.
Gleichzeitig gibt es einfach kaum ein befriedigenderes Gefühl, als gefühlt kaum eine Sekunde seines Lebens einfach zu verschwenden, sondern sehr bewusst mit seiner Zeit umzugehen und sie auch zu schätzen. „Gelassener werden“ – Ich streiche diesen Punkt mal von der Optimierungsliste.

Masha Sedgwick drinking coffee in cafe & co working space St. Oberholz in Berlin Mitte | style: relaxed, comfy | Sunday column
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3

Ich liebe mein Willensstärke und hasse meine Sturheit.

„Du bist wie ein kleiner Terrier“ sagt mein Freund manchmal. Dann äfft er einen kleinen Köter nach, der knurrt und imaginär an etwas zieht. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das konsequent durch – komme was wolle. Natürlich kann man das auch als Disziplin, Willensstärke und Durchhaltevermögen deuten. Aber es ist auch Sturheit. Und diese Sturheit ist nicht immer von Vorteil, insbesondere, wenn es darum geht körperliche Leistungen zu bringen. Es ist nämlich leider nur ein sehr schmaler Grad zwischen „sich selbst kaputt zu machen“ und „an seine Grenzen zu gehen“. Und genau da liegt das Problem: Ich gehe über meine Grenzen hinaus. Powere mich komplett aus. Kuriere mich nicht aus. Brauche mich auf.
Ich weiss manchmal selbst nicht, wie ich es schaffe mich so sehr zu motivieren, Dinge zu tun, die ich aus einem manchmal kuriosen Grund für notwendig halte, aber auf die ich eigentlich keine Lust habe. Seien es 5 weitere Wiederholungen von der fiesen Sportübung (um sich zu steigern), im Bikini bei Minusgraden Bilder zu machen (weil ich mir ein bestimmtes Bild in den Kopf gesetzt habe und es unbedingt umsetzen will), in eiskaltes Wasser zu gehen (ist gut gegen den Kreislauf) oder tagelang nur 4 Stunden zu schlafen (um alle Aufgaben unter einen Hut zu bekommen). Wohin das führen kann, wurde letztes Jahr bewusst, nachdem ich nach dem 30sten Versuch einen Salto auf dem Trampolin zu schaffen, mir scheinbar einen Bandscheibenvorfall zugezogen habe, aber anstatt aufzuhören sicherlich noch 10 weitere Versuche brauchte, bei denen ich 10 weitere Male unglücklich fiel, um endlich einzusehen, dass das mit dem Salto heute nichts wird. Ironischerweise war es weniger der Bandscheibenvorfall, der mir Schmerzen verursachte, sondern die Einsicht keinen Salto auf einem Trampolin (wie schwer kann das sein?!) zu schaffen.
So ein Dickkopf kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber im Endeffekt hat er mich fast immer auch ans Ziel gebracht.


Zusammenfassend kann man sagen, dass ich manchmal einfach extrem anstrengend sein kann mit meiner ernsten und übermotivierten Art. Vielleicht sollte ich diese Eigenschaften trotzdem nicht wegoptimieren, denn nichtsdestotrotz ist es auch irgendwie genau das, das mich einzigartig macht. Vermutlich ist es bei der Selbstoptimierung wie bei allen Dingen im Leben: Es kommt auf das richtige Maß an.

Zwar ist es grundsätzliche eine gute Sache sich selbst zu reflektieren und an sich zu arbeiten, nur sollte man sich selbst gut kennen, bevor man sich optimieren möchte. Sonst kann es schnell passieren, dass man auf dem Weg ein besserer Mensch zu werden, den Menschen verliert, der einen ausmacht.

Masha Sedgwick drinking coffee in cafe & co working space St. Oberholz in Berlin Mitte | style: relaxed, comfy | Sunday column

Jetzt seid ihr dran. Welche Eigenschaften fallen euch ein?

This post is also available in EN RU

Januar 26, 2019
Category - sonntagspost

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16 Kommentare

  1. Guten Morgen Masha, es ist Sonntag und ich bin zufällig auf Deinen Sonntag-Post gestoßen. Manchmal kommen mir die „Optimierer“ doch wie „Sucher“ vor. Aktivismus auf der Suche nach Befriedigung oder dem Angekommen-sein-Gefühl. Auch Langeweile oder nichts tun, kann gut für Sonntage sein :) Btw: Ich mag Deinen Pulli sehr. Ist die Spitze teil des Pullis? Liebe Grüße Tanja

  2. Liebe Masha, erstmal danke für deinen Blog! Deine Texte berühren mich und bringen mich zum Nachdenken – echt beruhigend, dass es in dieser Crazy Social Media Welt Influencerinnen wie dich gibt. Denn du beeinflusst mich auf einer tiefen Ebene :) Eigenschaften, die manchmal anstrengend sind, aber mich ausmachen und die ich auf keinen Fall wegoptimieren möchte: meine tiefe Emotionalität, meine Kopflastigkeit, meine Bedürfnis nach langen Pausen, in denen ich meinen wilden Gedanken Pausen u.a mit Trash TV, Binge Watching von Serien und YouTube Videos Ruhe gebe :) 💛

    1. Hi Nadja,
      danke für das liebe Kompliment. Das freut mich wirklich sehr <3

      Spannende Mischung, denn normalerweise hätte ich gesagt, dass Kopflastigkeit und tiefe Emotionalität sich eher ausschließen, oder?

      xx

  3. Super wichtiges und interessantes Thema. Ich habe auch immer das Gefühl, schneller, besser, stärker werden zu müssen. Kann kaum abschalten und bin ständig unruhig. Das ist wohl wirklich unsere Generation. Sehr schöner und nachdenklicher Post :)
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

  4. Hi masha, ich mag deinen Artikel, aber ich muss auch sagen, klar man muss nicht alles weg optimieren, aber vielleicht bei manchen Sachen einfach nicht zu weit gehen sollte. Damit sowas wie der Bandscheibenvorfall nicht passiert. Sorry das ist natürlich ganz deine Entscheidung. Ich denke einfach das bei allen Sachen die richtige Balance wichtig ist.

    1. Ja, absolut. Das war einfach mega dumm.
      Aber das ist ebeb auch das Problem bzw. Risiko, wenn man einfach ein Mensch ist, der zu so einer Eigenschaft neigt. Ich habe extra dieses Beispiel als Negativbeispiel genommen und dachte, es wäre auch als solches verständlich gewesen.

  5. Hej Masha,

    danke für diesen gelungenen Beitrag! Das bestätigt einige meiner Gedanken, die seit einer Weile in mir schlummern, die aber immer wieder verdrängt werden. Es ist ganz wichtig, zu erkennen, dass manche Eigenschaften eine Person eben ganz stark ausmachen. Und egal, wie negativ eine Eigenschaft in unserer Gesellschaft auch bewertet wird, oft hat diese Eigenschaft ganz positive Auswirkungen auf den eigenen Charakter und die eigenen Taten.

    Du hast es mit diesem Beitrag mal wieder sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Liebe Grüße,
    Teresa

  6. Liebe Masha,

    Ich finde es toll, dass du endlich wieder deine Sonntagsposts schreibst. Sie haben mir sehr gefehlt. Sie regen nicht nur zum nachdenken an.
    Als ich eben deinen ersten Punkt las hab ich mich darin komplett wiedergefunden.
    Bei mir ist das mit der Motivation so. So sehr und gut ich andere Menschen und Freunde motivieren kann, so sehr fehlt die Motivation manchmal bei mir selbst. Es ist dann schwer für mich, mich aufzuraffen und etwas zu tun. Aber wenn ich das dann geschafft habe, gibt es kein zurück und ich ziehe das bis zum Schluss durch.
    Wobei es sicher deutlich besser wäre immer motiviert zu sein 😃

    Ich freue mich schon auf deine nächsten Posts und womit du uns wieder zum nachdenken anregen wirst.
    Liebste Grüße

    1. Hi Edyta,

      ja da kommen noch einige und ich freue mich enorm drauf :)
      Endlich habe ich auch wieder Ideen dafür und Freude daran. Ich glaube ich habe dieses Jahr Auszeit einfach auch mal gebraucht :)

  7. Hi Masha,
    ich gönne mir gerade ein Nutella-Milchhörnchen, lese deinen Post – und verstehe genau, was du meinst. Denn auch ich habe diese Eigenschaften, die ggf. nicht immer optimal sind. Nutella-Milchhörnchen. Nicht gerade gesund, aber ich war heute schon 5 km laufen. Ich liebe Sport und gesunde Ernährung, eine wichtige Priorität. Aber ich liebe auch Nutella. In diesem ganzen Kosmos ist die Balance immer der Schlüssel. Das Leben ist polar und das ist gut so und muss nicht immer bis ins Letzte optimiert werden. Ich habe auf meinem Blog über Vorsätze und Ziele geschrieben, denn ich finde es auch gut, sich selbst zu entwickeln, um die beste Version seiner selbst zu werden. Und dazu gehören nun mal Eigenschaften, die uns ausmachen und daher auch bleiben sollen.

    Die Sturheit, über die du schreibst ist das, was mein Umfeld Penetranz bei mir nennt :) Wenn ich z. B. wieder meine Family oder Freunde antreibe oder alles durchplane – aber das bin eben ich. Wenn wir etwa Urlaub machen, dann schaue ich genau, was ich alles machen will, WEIL ich die Zeit nutzen will statt planlos diese zu verbummeln. Ich bin nicht jedes Jahr in Jordanien oder Mexiko, also möchte ich soviel dort erleben wie möglich.

    Sehr inspirierend! Ich finde es toll, dass du dir wieder die Zeit für solche Blogposts nimmst, ich habe sie vermisst.

    Liebste Grüße,
    Vanessa

    1. Hi Vanessa,

      schön dass du wieder da bist :)
      Ehrlich? Ich habe sie auch vermisst. Schließlich sind es genau diese Posts, die meinen Blog ausmachen und ich habe sie zurückgestellt bzw. wegoptimiert – nur um dann festzustellen, dass auch sie ein (uneffizienter) Teil von mir sind.

      Ich bin auch ein großer Freund davon einen Urlaub so tight und stressig wie möglich zu gestalten, denn man weiss nicht ob/wann man wiederkommt. Ich bin da ganz genauso :D

  8. Liebe Masha,
    Toller Sonntagspost der dazu anregt, über sich selbst ein wenig zu reflektieren!
    Witzig, dass das genau zu meinem Tagesanfang passt!
    1. Meine erste Eigenschaft würde ich als „Pflichtbewusstsein“ benennen. Ich lebe grundsätzlich nach dem Motto erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das findet sich in kleineren Sachen wieder wie „ich muss hier erst noch Haushalt machen, dann komm ich spontan nen Café trinken“ bei Freunden, oder, wie eben „nein, ich stehe an einem Sonntag um 8:30 auf mein Lernpensum für die Uni schnell zu schaffen. Ich kann jetzt nicht mit Dir kuscheln“ zu meinem Partner. Der drückt mir dann immer „du hast nie Zeit für mich“ rein. Dabei habe ich die, aber erst um 16 Uhr wenn ich mit meinen Aufgaben für den Tag fertig bin. Am Ende des Tages hab ich so meistens das Gefühl meinen Tag genutzt zu haben, und das ist es mir wert auch mal Nein zu sagen.
    2. Auf der anderen Seite aber dennoch meine Spontanität. Wir sind einmal morgens aufgewacht und spontan von Köln (wo ich wohne) nach Hamburg gefahren übers Wochenende und haben im Auto gepennt mit Schlafsäcken. Einfach so. Da haben andere gesagt das wäre verrückt und Bescheuert . Aber genau sowas macht das Leben doch spannend!
    3. Ich kann immer das Positive an einer Sache oder an Menschen sehen. Das macht Vorallem Leute verrückt, die sich bei mir einfach mal ausgiebig über etwas/jemanden Beschweren wollen und ich dann nur sage „du musst das ganz anders sehen“ und kriege gesagt man könne dann über sowas nicht reden. Freundinnen, die sich bei mir über das Verhalten ihres Partners beschweren, während ich Ihnen dann sage „nein das ist nicht so wie du denkst, das ist so und so“ nennen mich übrigens meist zuerst Naiv und im Nachhinein informieren Sie mich darüber das ich recht hatte. An das Gute zu Glauben und die Dinge von der positiven Seite zu sehen und, ja, vielleicht auch ein wenig Naivität statt Skepsis an allem und jedem machen mich insgesamt zu einem glücklicheren Menschen. Ich möchte nicht, wie viele, daran verbittern das es Personen gibt, welche an meinem Glauben an das Gute rütteln, sondern daran wachsen. Ich habe verstanden, dass ein Mensch oder eine Situation nicht wie die nächste ist, und ich kenne viele die sich davon eine Scheibe abschneiden können!

    Liebe Grüße Masha!
    Steffi

    1. Hi Steffi,

      ich finde der Sonntag ist genau richtig für solche Themen :)

      So wie du dich beschreibst, trifft vieles auch auf mich zu. Bei mir ist es nur so, dass ich tatsächlich zu viel „pflichtbewusstsein“ entwickelt habe und deswegen zu selten Freizeit habe, weil es einfach immer viel zu tun gibt. Und an das Gute zu glauben?
      Mich nerven Menschen, die einfach immer alles von der negativen Seite sehen. Auf sowas habe ich ja gar kein Bock… :(