Wie ich mit 50 aussehen werde

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Kennt ihr diese Menschen, die vor positiver Energie nur so sprühen? Menschen, deren Lebenslust nahezu ansteckend wirkt? Menschen, die in jeder noch so hoffnungslosen Situation optimistisch bleiben und schaffen diese Hoffnung auch in anderen zu wecken? Ich meine solche, die einfach immer ein Lächeln auf den Lippen tragen, selbst wenn sie gar nicht bewusst gut gelaunt sind und auch solche, die nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch schon als Kind als Sonnenschein betitelt wurden?

 Ich war nie das, was man unbedingt als lebenslustig oder ausgelassen bezeichnet hat.

Es gibt einfach diese Menschen, die von Grund auf diese positive Energie in sich tragen, weil das Leben lieben und voller Lebenslust stecken. So einen Menschen in seinem Umfeld zu haben ist ein Segen und zu dieser Sorte Mensch zu gehören ist ein Jackpot. Zu dieser Sorte Mensch gehörte ich nie.

 Schon als Kind war ich introvertiert, melancholisch und verschlossen. Ich war gern alleine, wo mich in Fantasiewelten flüchten konnte. Kein Wunder also, dass ich nicht viele Freunde hatte. Hinzu kam noch, dass ich ungerne unter Menschen war. Als Teenager wurde es nicht besser – ich war nicht sonderlich motiviert, in Nichts wirklich ausgezeichnet und wirkte irgendwie merkwürdig und arrogant auf Andere. Irgendwie fühlte ich mich nicht so richtig zugehörig: stattdessen fand ich Halt in der Emobewegung, sah Schönheit in der Düsternis und bezeichnete mich gerne als Realist. So lange ich denken kann war Melancholie mein ständiger Begleiter und früher betrachtete ich meine weiche Seite als Hindernis auf meinem Weg des Erwachsenwerdens. Stattdessen wollte ich lieber hart sein, unverletzbar und kalt. Ich dachte damals das Leben müsste einfacher sein, wenn man weniger fühlt. Vermutlich dachte ich das, weil die Melancholie mein intensivstes Gefühl ist. Doch weniger zu fühlen – wie sollte das gehen? 

Es ist nicht so, dass ich nicht auch mal glücklich bin – im Gegenteil. Ich hatte Momente, in denen ich die Freunde jede einzelne Pore meines Körpers durchdrang und in denen mein Herz so erfüllt war vor Glück, dass ich sprichwörtlich hätte platzen können. Doch mit der Zeit lernte ich auch die andere Seite der Medaille kennen: Momente des Glücks sind vergänglich und lassen dich im schlimmsten Fall mit nichts als einer glücklichen Erinnerung zurück – zerbrechlich wie Porzellan. Sie sind ein ewiges Mahnmal an eine Zeit, die du nicht zurückdrehen kannst und geben dir einen Vorgeschmack auf ein ‚wie-es-hätte-sein-können‘. Irgendwann betrachtete ich das Glück wie eine leckere Vorspeise, während der Hauptgang ein ekelhafter Brei aus Tristesse und Routine war, der dir den Appetit verdirbt. Ich hatte es satt. Ich war süchtig nach dem Glück und gleichzeitig hatte ich Angst vor dem Fall, der fast unmittelbar danach folgte, folgen musste. Dann doch lieber die vertraute Hölle, um den Aufprall auf dem Boden der Tatsachen nicht zu spüren? Ich dachte ich sei desillusioniert, dabei war ich einfach nur blind.


Denn ich habe das Glück, das bis dahin mein Begleiter war, nicht gesehen. Wenn man, wie ich, aus einer tristen Plattenbaulandschaft kommt, umgeben von Menschen, die ihre eigenen Träume begraben mussten und deswegen auch Niemandem die Erfüllung ihrer Träume gönnen, ist es schwer Vertrauen in eine schillernde Zukunft zu haben. Zwar sind da lauter Türen, aber die meisten sind Sackgassen. Dass ich es überhaupt bis hier hin und damit weit weg aus der Welt aus der ich komme, geschafft habe, liegt vermutlich einzig und allein daran, dass ich häufiger Ja als Nein gesagt habe. Ich glaube was neue Situationen angeht, trug ich schon immer einem nüchterne Furchtlosigkeit in mir, begleitet von Melancholie. Wovor sollte ich auch Angst haben? 


Doch was bringt die Kreativität, wenn das Glück dabei auf der Strecke bleibt? Ist ein bisschen Glück nicht besser, als gar kein Glück? Und noch viel wichtiger: was ist Glück eigentlich? 

Irgendwann lernte ich aus diesem Gefühl kreative Energie zu schöpfen und so kam es, dass die schönsten Texte und Bilder aus der düstersten Stimmung entstanden. Dieses Gefühl ist es, das diesen Blog hier geschaffen hat und meine Ästhetik geprägt. Und so wurde meine Nachdenklichkeit Antrieb und Bremse zugleich. 

Ich war dumm und hatte Angst. Ich bin noch immer dumm und habe noch immer Angst, doch ich bin älter geworden, was vermutlich nur bedeutet, dass ich mir meiner Angst und Dummheit bewusst bin und so traf mich auch eine Erkenntnis, oder besser mehrere:

  1. Angst, auch Angst vor Glück, macht schwach.
  2. Ein Leben ohne Glück ist auch scheiße.
  3. Es ist viel schwieriger ein positiver Mensch zu sein, als ein negativer. 
  4. Positive Menschen sind tatsächlich glücklicher.

Doch kann man Glücklich-sein lernen? Die einfache Antwort ist: Ja. 
Und so beschloss ich mein Leben zu ändern, denn welchen Sinn hat das Leben, wenn es keine Höhen und Tiefen gibt? Und heißt es nicht immer, dass jedermann seines Glückes Schmied ist? Vielleicht werde ich dann zum Meister? Doch vorher muss ich in die Lehre gehen und an meinen Glücks-Skills arbeiten. Und genau das tue ich nun seit geraumer Zeit. 

Der Weg zur Erkenntnis hat lange gedauert und das liegt nicht zuletzt an meinem Beruf: Social Media ist gepflastert mit glücklichen Momenten, doch wenn man drinsteckt, dann stellt man fest, dass diese glücklichen Momente nichts als Schein sind. Das Lächeln ist erkauft, die Ansprüche so hoch geschraubt, dass jeder Erfolg einer Niederlage gleicht, weil das Gras woanders dann doch grüner ist. Wie schafft man in so einer Welt positiv zu bleiben? Wo soll ich den Optimismus bloss hernehmen?
Ihr kennt die Antwort bereits: aus mir selbst heraus. Und so habe ich zwei Lektionen lernen müssen, deren Umsetzung mir schwer fiel:

1

Ich muss mich von allem trennen, was mich runterzieht – auch wenn es wehtut. Zumindest kurzfristig. Daraus resultierend habe ich mich nach 5 Jahren von meinem Freund getrennt, meine Familie erstmal nicht mehr besucht und meinen Bekanntenkreis gekürzt.  Ich musste mich frei machen, um frei zu sein. Das forderte Opfer und ein schlechtes Gewissen, aber es war vermutlich das Beste, was ich hätte zu diesem Zeitpunkt tun können. 

2

Man muss sich zu Glück zwingen. Wie gesagt, ich bin kein Mensch für den der Optimismus eine Selbstverständlichkeit ist, aber genau daran wollte ich in Zukunft arbeiten. Statt immer nur nach vorne zu blicken, blicke ich nun auch häufiger zurück und versuche mir vor Augen zu führen, wie weit ich schon gekommen bin. Ich suche das Glück in kleinen Gesten, freue mich viel häufiger über die kleinen Dinge des Lebens, statt nur nach den großen Dingen zu schauen. Meine Verbissenheit und das Streben nach MEHR (was auch immer dieses MEHR sein sollte, das wusste ich selbst nicht so genau), hat mich weit voran gebracht, aber hat es mich auch glücklich gemacht? Es ist wichtig ab und an ein paar Gänge runterzuschalten und sich seiner inneren Haltung bewusst zu werden, ähnlich wie ich mich beim Sport daran erinnere tief zu atmen oder am Tisch grade zu sitzen. Alles eine Sache der Routine!Genau so erinnere ich mich auch häufiger daran einfach glücklicher zu sein und mich zu freuen – und wisst ihr was? Das klappt mittlerweile ganz gut! 

Heute bin ich routiniert optimistisch.

Jetzt bedeutet Optimismus nicht, dass man nicht trotzdem scheitert. Im Gegenteil: ich habe nach wie vor häufig das Gefühl zu versagen oder nicht gut genug zu sein – vor allem jetzt, wo ich auch mal auf die Bremse trete. Hier und da gibt es auch mal eine Pechsträhne. 
Doch hey, Optimismus bedeutet nicht, die Misserfolge nicht zu sehen oder Scheitern und Pech abzusprechen. Optimismus bedeutet das Gefühl anzunehmen, den Fokus anders zu setzen und positiv nach vorne zu schauen, nach dem Motto: hinfallen ist ok – hauptsache man steht wieder auf. 
Nicht jeder steht wieder auf und je älter ich werde, desto mehr wird mir das bewusst. Ich beobachte gerne Menschen und irgendwann ist mir aufgefallen, dass die meisten älteren Menschen aussehen, als wären sie tatsächlich vom Leben gezeichnet. 

“Nature gives you the face you have at twenty. Life shapes the face you have at thirty. But at fifty you get the face you deserve.”

Coco Chanel

Die Mundwinkel hängen tief, die Gesichtszüge wirken erschlafft, die Augen trüb. Man kann vieles im Gesicht eines alternden Menschen ablesen und vor allem Menschen, die einen Schicksalsschlag hatten, altern innerhalb eines Wimpernschlags. Doch auch böse Gedanken und Grausamkeit scheinen einem ins Gesicht geschrieben zu sein. Ich muss da immer an Dorian Grey denken, der selbst nicht alterte, aber dafür sein Portrait und der schöne Dorian immer hässlicher zeigte. Und dann gibt es diese Menschen, die selbst im Alter eine positive Aura umgibt und deren Augen strahlen. Menschen, deren Lachfalten sie schmücken, erzählt doch jede einzelne eine schöne Geschichte. Wie gerne würde ich all diese Geschichten hören!

So stellte ich mir mal die Frage: Wie will ich mit 50 aussehen?

Ich will schön sein mit einem Gesicht, das geprägt ist von Lachfalten. Denn für diese Falten muss man gelacht haben – viel und herzlich. Ich will einen gesunden Körper, der nicht nur ein Werkzeug ist, sondern ein Tempel. Ich will mit 50 in den Spiegel schauen und mich an dem Anblick erfreuen können. Als mir das bewusst wurde, wusste ich, dass das nicht passieren wird, wenn ich weiterhin der Mensch bleibe, der ich bin. Ich musste mich also ändern. Für mich selbst. 
Und wisst ihr was das Erstaunlichste ist? Seid ich beschlossen habe mich zu verändern, fühle ich mich nicht nur besser, sondern sehe tatsächlich besser aus. So schnell habe ich noch nie ein Resultat gesehen. Kein Witz – ich habe mich noch nie so schön gefühlt, wie zur Zeit und es ist auch das Feedback, das ihr mir häufig gebt. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich das Gefühl habe ein anderer Mensch schaut mir entgegen, wenn ich alte Fotos betrachte – so sehr hat sich mein Gesicht verändert! So schnell habe ich mich an die fröhlichen Mundwinkel und den offenen Blick gewöhnt. Und das macht mich jedes Mal aufs Neue stolz. 
Denn am Ende des Tages entscheiden wir ganz allein, wer wir sein wollen. Klar ist es nicht einfach in einer Welt wie dieser optimistisch zu bleiben, aber wir brauchen Optimisten. Wir brauchen Menschen, die nicht aufgeben und immer wieder aufstehen. Wir brauchen Hoffnungsträger, die uns zeigen, dass auch wir unsere  heimlichen Wünsche erfüllen können. Wir brauchen Menschen, bei denen wir uns denken: „so will ich später auch mal aussehen“ und all die Lachfältchen meinen.  Und eigentlich, auch das habe ich gelernt, ist glücklich sein ganz einfach, wenn man einmal damit angefangen hat.  

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Dezember 2, 2018

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14 Kommentare

  1. Wow was für ein unglaublich toller Text. Ich kann dich so gut verstehen auch wenn wir verschieden sind.

    Noch nie habe ich so richtig irgendwo dazu gehört und ich weiß nicht ob ich mich je aus meinem Kreislauf des Angst haben vor allem lösen kann….aber ein bisschen fühle ich mich durch deine Worte weniger alleine. Danke.

    Und ganz oberflächlich betrachtet: Ja. Du wirst immer schöner!

  2. Gut gebrüllt, Tiger. Danke, liebe Masha. Ich freu mich über Deinen Beitrag und bewundere Deine Ehrlichkeit. Chapeau dafür.
    Ich bin selbst Ü50 Bloggerin und möchte genau diese positive Lebensfreude mit meinen Leserinnen teilen. Vieles sehe ich heute nämlich gelassener als in meinen jüngeren Jahren und das ist ein sehr befreiendes Gefühl. Trotzdem weiß ich natürlich, dass nicht jeder Tag eitel Sonnenschein ist. Ich kann Dir daher versichern, Du machst das ganz richtig. Deine nachdenkliche Seite ist ein Teil von Dir, der Dich zu dem besonderen Menschen macht, der Du bist. Lass es fließen, der Rest ergibt sich oft von allein.

    Liebe Grüße
    Martina – Still Sparkling

  3. Liebe Masha, komme deinen Wunsch auf Feedback hier gerne nach. :) First of all: ich war schon immer in den Texten verliebt die du verfasst und höre sie mir gerne an und bin auch sehr dankbar für die hörbare Version, sonst kommt man meist immer sehr unregelmäßig dazu alles mitzunehmen. So kann man sich was du Zusagen hast auch gut unterwegs anhören. Danke dafür!
    Und bitte bitte höre nicht auf. Teile deine Geschichten. Gerade dieser Post hätte aus einem guten Bestseller sein können. In sowas sehe ich deine Zukunft. Wir werden noch viel von dir hören… und vor allem du von dir selbst. Und das ist wichtig. 🖤!

  4. Liebe Masha,
    was für ein toller Blogpost. Ich verfolge dich schon seid ca. 2 Jahre auf Instagram und du hast recht, deine Entscheidung zum Glücklichsein oder es zu mindest zu versuchen macht deine Arbeit noch besser. Ich liebe die Idee wie du deinen Instagram Feed gestaltest und die immer wieder neue Projekte und umsetztungen einfallen. Gerade die Bilder aus Island sind wahnsinnig gut geworden und man kann die ansehen wir glücklich du mit David bist. Bitte mach so super weiter!
    Alles liebe deine Anna
    montianna.wordpress.com

  5. Oh wow, so ein toller, tiefsinniger Post. Du hast dich wirklich so verändert, zum positiven hin, man sieht es dir wirklich an und deine positive Energie ist ansteckend. Und das ist um so schöner.

  6. Unglaublich so viele tiefgründige Gedanken in einen Text zu packen, der am Ende auch noch genial ist. Darüber ob sich glücklich sein wirklich erlernen lässt, lässt sich streiten, aber zumindest bin ich der Meinung dass man sich einfach nur nicht selbst im Weg stehen darf. Und damit dir auch kein anderer im Weg steht, hätte ich ebenfalls Kontakte zu Personen abgebrochen, die einen runterziehen. Danach wird man sich vieles erstmal bewusst und es zeigt auch von abnormaler Stärke! Damit hat man die Angst überwunden einsam zu sein bzw zu bleiben, und schafft eine Zukunft in der du nur selbst über dich bestimmen darfst.
    Wundervoll und sehr fesselnd – lese deinen Blog immer wieder gerne und lasse mich von deinen Gedanken inspirieren!

  7. Wow! Sehr schöner und ehrlicher Text! Finde auch das Man sieht das du auf den Bildern glücklicher und positiver bis als zuvor. Viel Erfolg wünsch ich dir ! Und freue mich das die blogpost wieder da sind, denn du schreibst wirklich toll! 😍

  8. Ein schöner Text und eine Message, die man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, vor allem auch wenn mal alles nicht so gut läuft.
    „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen“

  9. Liebe Masha,
    nun möchte ich zum ersten Mal kommentieren, auch wenn ich deinem Blog schon seit Jahren folge.
    Ich hatte damals genau wie du meine düstere Phase, hab mich von deinen alternativen „Emo“-Styles inspirieren lassen und mochte deine emotionalen Texte.
    In dem heutigen Text finde ich mich aber irgendwie nicht wieder. Zum Glück „zwingen“ ist für mich eine Formulierung, die mit Glück so gar nichts zu tun hat. Für mich geht es eher um das Erkennen und Zulassen.
    Bei mir ist es so, dass ich wohl nach außen schon immer positiv war (auch wenn ich auf allen Fotos eher traurig aussah und mein Lächeln hasste), und es mir nur bewusst werden musste.
    Ich erinnere mich, dass mir eine Freundin in meiner „Emo“-Phase ein Kissen in Form einer Sonne geschenkt hat, und eine andere mir fast das gleiche geholt hätte, da ich ja immer so strahlen würde. Ich habe das damals gar nicht gesehen, habe mich vielmehr düster und melancholisch gefühlt und mochte das so.
    Als mit dem Alter dann die Gedanken darüber anfingen, was mich wohl glücklich macht und was ich wirklich brauche, war das hauptsächlich ein Perspektivwechel, denn das meiste war schon da. Sogar Ansätze von Lachfältchen.

    Zuletzt möchte ich noch kurz anmerken, dass ich die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem Text schade finde, dadurch ließ er sich leider nicht flüssig lesen.

    Liebe Grüße

  10. Zuallererst, vielen Dank für diesen Text liebe Masha. Ich hatte Tränen in den Augen, weil ich mich so verstanden fühlte … deine Vergangenheit und die Teenager Zeit. Das könnte ich sein. Ich weiß gar nicht wie oft man mich im Leben gefragt hat warum ich nicht mehr lache. Aber ich konnte nicht, zog mich viel zu sehr und zu oft in meine vertraute Melancholie zurück, aus den selben Gründen wie du. Und das erstaunliche ist, ich habe auch eine Transformation durchgemacht, die letzten 2 Jahre, und bin jetzt glücklicher denn je, und ich mag mich endlich und mein Leben. Das einzige was ich nicht schaffe ist mich von Dingen/Menschen zu trennen die mich runterziehen … also kämpfe ich und muss mich und mein ganz eigenes Glück immer wieder verteidigen und schützen. Ich weiß nicht ob ich den Schritt je wagen werde mich doch davon zu lösen was mich bremst … aber ich vermute dass irgendwann der Tag kommt wo es gar nicht mehr anders geht!

    Und weil ich dich sooooo gut verstehen kann, freue mich unheimlich für dich! Ich kann jedes Wort nachvollziehen und kann nachfühlen wie stolz du auf dich bist. Danke nochmal dass du das hier mit uns teilst! Das habe ich hier und heute sehr gebraucht!

  11. Danke für diesen unglaublichen Text. Man merkt, dass du dir Zeit gelassen hast beim schreiben. Ich hoffe auch andere nehmen viel aus deinem Text mit, so wie ich.

  12. Was für ein Beitrag! Wo fange ich nur an? Ersteinmal riesen Kompliment zu deiner Ehrlichkeit. Es ist wirklichnicht leicht immer positiv oder optimistisch zu sein, wenn man im Internet diese ganzen perfekten Bilder und Szenen sieht! Aber ich habe gelernt mit dem zufrieden zu sein, was ich habe! Es wird immer Menschen geben, die mehr oder ’schönere/hochwertigere‘ Dinge im Leben haben. Aber dafür weiß ich meine Dinge einfach zu schätzen und zu pflegen. Ich vergleiche mich nicht mit irgendwelchen Influencern, die ich nicht kenne und niemals kennen lernen werde. Sondern ich schaue im Freundeskreis und in der Bekanntschaft nach links und rechts und sehe somit mehr von der Realität als im Internet. Bleibe immer positiv Masha und vergleiche dich nicht! Du bist so eine spezielle und tolle Person (& das sage ich ohne dich persönlich zu kennen!). Viel Kraft und Erfolg weiterhin und viele Grüße
    Vici

  13. Liebe Masha,

    was für ein schöner Beitrag – auch übers Älterwerden!

    Ich kann dir jetzt schon sagen: Ich weiß, wenn man 3o ist (oder knapp darunter), hat man das Gefühl mit 50 ist man steinalt. Das Gefühl hatte ich mit 30 auch.

    Aber nun bin ich 52, und erlebe die Zeit meines Lebens! Ich fühle mich schöner denn je, und das Schönste ist: Nur ich selbst bin dafür der Maßstab, nicht mehr andere Menschen, nicht mehr Männer, nur noch ich selbst. Ich habe jetzt das Selbstbewusstsein, Dinge zu tun oder auch zu lassen – ganz wie ich will. Ich erlebe das als ganz große Freiheit!

    Und ich gebe dir Recht: Schönheit ist auch eine Herzenshaltung, und die prägt sich mit dem Alter tatsächlich immer mehr aus. Wenn man jung ist, kann man das eher noch kaschieren und es fällt nicht so auf – mit dem Alter wird es immer unmöglicher.

    Liebe Grüße,

    Susi.

  14. Du sagst es: Jeder ist seines Glückes Schmied. Und was all die Menschen da draussen betrifft die man so Tag täglich sieht, ist schon erschreckend. Es ist wie du sagst. Die Gesichtsüge sagen alles. Ich nenne es nicht altern. Ich nenne es formwandeln. Der Körper passt sich deinen Gedanken und Gefühlen an. Und auf Dauer negative Gedanken und Gefühle , zeichnen das Gesicht und den Körper. Aber kann ich das ändern ? Na klar kann ich das! Sei einfach glücklich und sieh was passiert! Und was du dann im Spiegel sehen wirst, ist erst der Anfang deines neuen Ich’s.