Wünsche für 2017

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Jetzt gehen wir so langsam über ins neue Jahr und ganz ehrlich: ich kann es kaum erwarten.
 
Obwohl es für mich persönlich kein schlechtes Jahr war, war es aber auch nicht grade das Beste, denn es hatte echte Höhen, aber auch Tiefen. Doch bevor ich darauf weiter eingehe und abschweife, (schließlich wollte ich noch einen persönlichen Jahresrückblick schreiben) möchte ich schon mal vorab meine Wünsche für 2017 formulieren. Irgendwie ist dieses Jahr wahnsinnig schnell vergangen und vieles, was ich gerne noch umgesetzt hätte, ist auf der Strecke geblieben. Wie das neue Jahr dagegen wird, kann noch keiner sagen, doch ich befürchte mal, dass es turbulent wird, auch wenn ich es mir nicht wünsche.
 
Was ich mir dagegen wünsche? Lest selbst…

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coat: Day Birger & Mikkelsen
bag: Sonia Rykiel
shirt: Gestuz
shoes: Stella McCartney
skirt: Topshop

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MASHA

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1

Was mein Privatleben angeht, bin ich wirklich sehr glücklich, denn ich fühle mich endlich angekommen – in Berlin mit meinem Freund und auch irgendwie bei mir selbst. Ich glaube es kann kaum ein schöneres Gefühl geben und es ist wertvoller, als jeder Besitz. Ich habe ein schönes Zuhause, einen wunderbaren Mann an meiner Seite, zwei prächtige Katzen und einen ausgeprägten Kinderwunsch.
 
Es gibt nur eine kleine Sache, die ich mir noch für die Zukunft wünschen würde: ein bisschen weniger Drama. Ich glaube mittlerweile habe ich keine Menschen mehr in meinem Freundeskreis, die mir Bauchschmerzen bereiten könnten oder an deren Loyalität ich zweifle. Allerdings habe ich das letztes Jahr auch schon gedacht und lag ein wenig daneben. Deswegen würde ich mir einfach wünschen, dass ich freundschaftlich keine böse Überraschung erleben muss, keine hinterhältigen Intrigen oder nach öffentlicher Aufmerksamkeit buhlenden Tiraden – davon hatte ich die letzten Jahre genug!
Ruhe und ein harmonisches Miteinander –
das würde ich mir für mein Privatleben 2017 wünschen!

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2

Seit Jahren gibt es einen Punkt auf meiner Liste, den ich einfach nicht schaffe einzuhalten: Yoga.
 
Ich will schon seit einer Ewigkeit mit Yoga anfangen, denn ich bin einfach nur mega ungelenkig und bräuchte auch vielleicht einen kleinen Ausgleich im Alltag, doch genau das ist das Problem: der fehlende Alltag. Zwar schaffe ich es grade eben so halbwegs regelmäßig Sport zu machen, aber zu einem 2-Stunden Yoga Kurs komme ich einfach nicht, obwohl ich mir das wirklich wünschen würde. Zum Einen ist da diese Überwindung, denn ich muss erstmal den richtigen Kurs und die richtige Schule (Vorschläge in Mitte? Anyone?) für mich finden und dann in einen Rhythmus kommen und mir dafür die Zeit NEHMEN. Ihr merkt schon, ich habe lauter Ausreden, warum ich nicht endlich mal mit diesem Yoga anfange.
 
Ich schreib es mal auf die Liste, so wie jedes Jahr……

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3

Was ich mir seit einiger Zeit schon wünsche, ist eine neue berufliche Herausforderung.
 
Keine Panik, ich bin Bloggerin und werde das auf keinen Fall aufgeben, aber nach so vielen Jahren des Bloggens habe ich ziemlich viel erlebt und reichlich Wissen angehäuft, das ich gerne teilen würde. Ob als Speaker, in Workshops oder einer Uni. Ich fände es ziemlich großartig anderen die Grundlagen des Bloggens beizubringen und glaube auch, dass es da viel Erklärungsbedarf gibt. Zwar bin ich überzeugt, dass ich dieser Herausforderung gewachsen wäre, wäre vermutlich aber auch tierisch nervös und hätte Schiss. Doch eben dieser Gefühlscocktail reizt mich so, oder wie es auch so schön heißt:
 
if it doesn’t challange you, it doesn’t change you.

4

Auch dieser Wunsch ist beruflicher Natur, denn grade in diesem Jahr hat sich sehr viel getan in Sachen Influencer Marketing. Die zunehmende Professionalität hat viele Vorteile mit sich gebracht, doch auch einen großen Nachteil: Blogger sind immer mehr zu Dienstleistern geworden.
 
Statt, wie früher, gemeinsam eine schöne Story zu entwickeln und dem Blogger die Freiheit zu geben im Sinne des Produkts etwas Schönes umzusetzen und sich kreativ auszutoben, erwartet man mehr Kontrolle und schränkt den Blogger ein. Die Bildsprache wird vorgegeben, teilweise sogar ganze Textpassagen werden erwartet, Timings müssen eingehalten werden und und und. Das ist so schade, denn dadurch gehen nicht nur viele Aufträge für mich verloren, sondern es wird auch nicht im Sinne des Lesers gehandelt. Hinzu kommt, dass oft die falschen Blogger für das jeweilige Produkt gewählt werden und man statt auf die Zielgruppe einzugehen immer nur auf die Reichweite schaut. Das merke ich besonders bei „älteren“ (Ü30-)Bloggerinnen, die zwar die richtige Zielgruppe haben für Luxusartikel, aber eben keine krasse Fanbase (mit Ü30 tickt man eben ein bisschen anders) und deswegen jüngere Bloggerinnen bzw. Instagrammer bevorzugt werden, die zwar eine große Reichweite haben, aber eben eine wesentlich jüngere Zielgruppe, die sich schlichtweg keine Luxusartikel leisten können, weil sie noch zur Schule gehen.
 
Leider finden solche Aspekte im Influencer Marketing ebenfalls wenig Beachtung, auch wenn das jetzt nur ein Beispiel war. Dabei könnte es so einfach sein: man müsste einfach nur mehr Miteinander kommunizieren, statt gegeneinander zu argumentieren und auch mal bereit sein, über den Tellerrand zu schauen. Deswegen wünsche ich mir für das nächste Jahr mehr kreative Freiheiten und eine offene Kommunikation untereinander.

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5


Bei dem letzten und wichtigsten(!) Wunsch muss ich immer an eine kitschige Misswahl denken, wenn die amtierende Miss gefragt wird, was sie sich denn wünscht und sie sich den „Weltfrieden“ wünscht, doch genau das ist es, was ich mir für die Zukunft wünsche: Frieden.
 
Zugegeben, der Weltfrieden ist vielleicht ein bisschen naiv, aber dieses Jahr 2016 war politisch einfach eine Katastrophe: so viele unschuldige Menschen sind gestorben, so viele großartige Persönlichkeiten und so viele Tragödien sind passiert, dass es einfach kaum noch zu ertragen ist.
 
Zwar beklage ich mich über zu hohe Steuern und wünsche mir mehr Kleinkram, doch sind meine Probleme rein gar nichts im Vergleich zu der Realität und dem Alltag vieler. Ich möchte mir gar nicht die Schicksale ausmalen, die viele Familien grade auf der Welt erleben mussten und ich finde keine Worte für mein Bedauern.
 
Deswegen wünsche ich mir mehr Zusammenhalt und weniger Egoismus und ich wünsche mir, dass wir mehr Brücken bauen statt Mauern. Ich denke mal, euch geht es wie mir: ich fühle mich wie ein kleines Rädchen im Getriebe, bin abgelenkt durch meine eigenen Probleme, die eigentlich so nichtig sind, und denke, dass ich alleine gar nichts bewegen kann, doch eigentlich stimmt das nicht, tief in mir drin, weiss ich das.
 
Jeder kann was bewegen und auch aus vielen Kieseln können Lawinen entstehen (gut, der Vergleich ist ein bisschen negativ, merk ich selbst, aber ihr wisst was ich meine) und die Welt vielleicht zu einem besseren Ort machen. Ich weiss, das System ist komplex und politische Entscheidungen oft nicht nachvollziehbar, aber bevor man das große Ganze ändern will, fangt doch schon mal bei euch klein an:

Engagiert euch ehrenamtlich und seid Vorbilder für Andere.
Spendet mehr, anstatt selbst zu konsumieren.
Produziert weniger Müll und lasst die Plastikdeckel für eure Coffee to gos öfter liegen.
Kauft ausgewählt, statt in Massen.
Grüßt die Kassiererin an der Supermarkt-Kasse häufiger.
Seid einfach netter zueinander.
Macht EURE Welt ein kleines Stückchen besser.


…und mit diesen Worten verabschiede in mich in den Urlaub.

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Dezember 27, 2016

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