Abrechnung mit der Fashion WeekThe Truth about Fashion WeekВся правда о Неделе моды

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Freitag Abend in Paris.
Es ist kurz vor Mitternacht und es ist der erste Abend seit langem, wo ich es endlich mal schaffe, etwas früher ins Bett zu gehen.
Während ich mich also bettfertig mache, macht sich meine Zimmergenossin fertig für eine Geburtstagsparty.
Und irgendwo zwischen Tür und Angel unterhalten wir uns übers Bloggen – über die Herausforderungen des Bloggens um genau zu sein – über diesen inneren und diesen äußeren Druck, über finanzielle Unsicherheiten und den Verzicht eines Privatlebens.
 
„Aber hey, dafür haben wir den besten Job der Welt!“ werfe ich ein, nachdem wir ausführlich über sämtliche Probleme gesprochen haben. Denn ganz ehrlich, das ist einfach so. Eigentlich.
 
Sie dreht sich zu mir um.
„Ja, aber kannst du das genießen??“
„Ne, nicht wirklich…“
Die Wahrheit ist, dass ich meistens zu erschöpft bin, zu gestresst und meist auch zu sehr unter Zeitdruck, als dass ich mein Leben in der Mode genießen könnte.
Die Wahrheit ist auch, dass ich noch nie in einem Museum in Paris war und auch noch nie am Dom in Mailand. Ich stand noch nie oben am Empire State Building in New York und ich habe auch noch nie die Millennium Bridge überquert.
Die Wahrheit ist, dass ich zwar oft in Städten wie Paris, Mailand, London und New York war, aber sie einfach nicht genießen konnte und die einzigen Sehenswürdigkeiten im Vorbeigehen auf der Suche nach Locations gesehen habe.
Klar ist selbst das großartig und schon mehr, als die meisten haben, aber in ruhigen Momenten frage ich mich schon, ob es das ist, was mich w i r k l i c h glücklich macht?
 
Ist das das Luxusleben, von dem alle sprechen?
 
Mein vermeintliches Fashion-Luxusleben beinhaltet in einem Monat 7 Flüge und eine 90 Stunden-Woche. Dass ich während einer Fashion Week noch nachts arbeite ist keine Seltenheit.
Wie soll man bei so einem Arbeitspensum noch Museen anschauen? Die einzige Freizeit, die ich habe ist nachts – und da schlafe ich.
 
„Ne, nicht wirklich…“ sage ich
„Siehste ich auch nicht! Dafür habe ich einfach keine Zeit!“
 
In diesem Moment muss ich an die Situation gestern denken, als wir draußen vorm Lokal standen und sie noch freudestrahlend meinte: „Weisst du eigentlich immer, wo du grade bist? Orte spielen einfach keine Rolle mehr…“
Sie lachte und zog an der Zigarette.
Was das wirklich noch freudestrahlend oder schon verzweifelt?
Ja, das stimmt. Es ist völlig egal, wo wir grade sind, denn wir bekommen eh nichts mit von den Städten in denen wir grade sind.
Wir hetzen von einem Termin zum nächsten und freuen uns, wenn wir kurz durchatmen können und in Ruhe im Hotel arbeiten können.
Willkommen im Luxusleben.
 
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Die Wahrheit ist aber auch, dass es nicht die viele Arbeit ist, die mich während der Fashion Week stört – es sind die Menschen, oder besser: die Gespräche, die man mit ihnen führt.
Plötzlich wird der Terminkalender zu einem Schwanzvergleich.
„Auf welche Shows gehst du?“ oder „Welche Kooperationen hast du so?“
Mich persönlich interessiert es einen Scheiss, wer grade was macht und wer mit wem abhängt und trotzdem bin ich gezwungen diese Gespräche zu führen.
Weil es einfach dazugehört.
Weil Mode eine oberflächliche Branche ist in der du als Mensch nur so viel wert bist wie die Zahl deiner Instagram Follower.
 
Dass in Oregon grad 9 Menschen bei einem Attentat umgekommen sind kriegt dagegen keiner mit.
Klar,das hat schließlich auch nichts mit Mode zu tun und passt auch irgendwie von der Thematik nicht so rein in diese bunte Bonbonwelt, in der das größte Problem darin besteht, ob die Tasche, die man sich grade gekauft hat, nicht schon wieder fast out ist.
 
Spätestens als ich mit einer amerikanischen Bloggerin über den Flüchtlingsstrom nach Europa reden wollte und alles was sie sagte war ein verwundertes „Oh really??“ (sie wusste davon natürlich nichts) und es folgte ein schneller Themenwechsel ihrerseits.
Ernsthaft, in diesem Moment war ich einfach nur bereit mir die Kugel zu geben. Oder besser ihr.
 
Das sind die Momente in denen ich mich am liebsten kurz von der Branche verabschieden würde (und es dann auch tue!).
Und das sind auch die Momente, in denen ich mich wieder daran erinnere, warum ich eigentlich nach jeder Fashion Week kurz nach Hause fahre – selbst wenn es nur für einen Tag ist und selbst wenn es eigentlich viel mehr Aufwand ist.
Aber ich brauche manchmal eine Pause.
Von der Modewelt, von den Menschen – und den Gesprächen.
 
Und während ich selbst im Rückblick betrachtet verzweifeln könnte, muss ich grade an diesen einen Moment denken, in dem ich vollkommen verzweifelt meine Mutter angerufen habe und mich dafür bedankt habe, dass sie mich zu einem selbstständigen und vielfach interessierten Menschen erzogen hat. Dass ich zwar nicht immer weiss, wer bei welcher Vogue arbeitet, aber oft genug wer welches Stück komponiert hat. Dass sie mich nicht nur zum Shoppen mitgenommen hat, sondern auch zur Oper. Dass sie mir immer eingetrichtert hat, dass man für ein glückliches Leben hart arbeiten muss, aber andere Kinder, die zB. nicht in Deutschland leben viel weniger Glück haben und deswegen noch viel härter arbeiten müssen.
Dafür, dass sie mir beigebracht hat Verantwortung nicht nur für mich selbst, sondern auch für Andere tragen zu können und dafür, dass sie mich beigebracht hat niemals Angst vor neuen Aufgaben oder Herausforderungen zu haben.
Dafür, dass sie mir beigebracht hat über meinen Tellerrand hinauszublicken.
 
Deswegen habe ich beschlossen meine Dankbarkeit nicht nur auszusprechen, sondern auch zu zeigen. Die Fashion Week in Paris ist zwar schön und gut, aber ab morgen lasse ich es ruhiger angehen und verbringe ich Tage in Paris – mit meiner Mama.
Vielleicht sehe ich dann auch endlich das ein oder andere Museum von innen.

Friday evening in Paris.
It’s shortly before midnight, and the first evening in a long time that I manage to go to bed a bit earlier. As I get ready for bed, my room-mate is sprucing up for a birthday party. We start a casual chat about blogging – the challenges that come with it to be more precise – the pressures from the inside and outside, the financial instability and the lack of private life.
‘But hey, on the plus side we have the best job in the world!’ I say, after we discussed all the problems at length. Honestly, that’s the way it is. Kind of.
She turns over to me.
‘Yeah, but do you enjoy it at all??’
‘No, not really…’
The truth is that I’m always either too exhausted, too stressed or under too much time pressure to enjoy my life in the fashion world. The truth is also that I’ve never been to a museum in Paris, and never inside the cathedral in Milan. I never stood on top of the Empire State Building in New York, and never crossed the Millennium Bridge.
 
I visit Paris, Milan, London, New York and many other cities frequently, but I never get a chance to enjoy the places. The only sights I get to see are the ones we pass by chance on our way to whatever the day’s shooting location is. Of course, that’s great in itself, and I got to see much more than many other people this way, but in quiet moments I do find myself asking the question whether this
r e a l l y makes me happy?
Is this the life of luxury people talk about?
For me, this so-called life of luxury consists of 7 flights per month and 90 hour weeks. During Fashion Week I often work nights on top. There is no room for museums with such a schedule. The only spare time I have is while I sleep.
 
‘No, I don’t…’ I hear myself answer to my friend.
‘See, neither do I. There simply isn’t any time for enjoyment.’
Flashback to the night before. We were standing in front of a bar, and my friend said to me with a happy smile: ‘Do you even always know where you are anymore? Places don’t really matter anymore…’
She laughed and lit her cigarette.
Was that happiness or desperation?
It’s true. It really doesn’t matter where we are anymore, we don’t see anything of the places we visit anyways. We’re running from one appointment to the next and are thankful and happy when we get a short breather to work in peace and quiet in the hotel.
Welcome to the life of luxury.
 
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You know, it’s not the workload that bothers me during times like Fashion Week. It’s the people, or rather the conversations we have. Showing off your agenda turns into a pissing contest, the fuller the better.
‘Which shows are you going to see?’ or ‘Which cooperations do you have?’
Personally, I don’t give a fuck who does what, with whom and when, but I’m still forced to have these chats. It’s just part of the game.
The fashion world is a superficial industry, and your value as a human being boils down to your number of Instagram followers.
No one seems to give a damn that 9 people were shot in Oregon. It’s not fashion, and it doesn’t fit all that well into this cotton-candy world. The big questions here are whether the bag you just bought is kind of over already. I had an eye-opening moment when I wanted to chat to an American blogger colleague about the refugee crisis in Europe. All I got was a surprised ‘Oh really??’. She didn’t have a clue what was going on, and quickly changed the subject.
Honestly, in that moment I felt for a second that I’m done with it all. I needed to get away from the crowd there and then, and did.
 
Those are also the moments that remind me why I fly home after every Fashion Week, even if it’s only for a day and a lot of hassle to plan.
I need a break sometimes.
A break from the fashion world, from the fashion crowd, and the conversations. It really makes me desperate sometimes. That particular day I called my mom, and thanked her that she raised me as an independent woman, and that she instilled curiosity and broad interests in me. I may not always know who works for which Vogue, but I can sometimes tell who composed which piece of music.
My mother didn’t only take me shopping as a kid, she also took me to the opera. She made sure to teach me that luck and a happy life need to be earned with hard work, and opened my eyes to the reality how many children have a rough start in life.

I’m thankful that she taught me to take responsibility for myself and others, and to face challenges where they come up in life. My mother also taught me to look over my own horizon. All this boils down to a decision.
I decided to take action and not only speak of gratitude, but to show it. Fashion Week in Paris is nice and well, but I’ll take it easy tomorrow and will explore the city – together with my mum. Who knows, I may even get to see the inside of a museum here, at good last.

Вечер пятницы в Париже.
Время близится к полуночи, и сегодня впервые за долгое время у меня есть возможность лечь спать пораньше. Я готовлюсь ко сну, а моя соседка по комнате собирается на вечеринку.
Как-то невзначай мы заводим разговор о блогерстве – точнее говоря, о связанных с ним проблемах, о постоянном внутреннем напряжении и давлении извне, о финансовой нестабильности и отсутствии личной жизни.
 
«Но послушай, зато у нас лучшая работа в мире!» говорю я, после того, как мы подробно обсудили все проблемы. Потому что, по правде говоря, это действительно так.
 
Она оборачивается ко мне.
«Да, но ты действительно получаешь от нее удовольствие?»
«Ну, не знаю…»
На самом деле, по большей части я слишком измотана, слишком нервничаю, и у меня слишком мало времени, чтобы я могла получить удовольствие от моей жизни в мире моды.
По правде говоря, я ни разу не была ни в одном из парижских музеев. Я не заходила в Миланский собор, не поднималась на Empire State Building в Нью-Йорке и не переходила мост Миллениум в Лондоне.
На самом деле, хотя я часто бывала в Париже, Милане, Лондоне и Нью-Йорке, у меня не было возможности получить удовольствие от пребывания в этих городах. Посмотреть на достопримечательности мне обычно удается только мимоходом, когда мы ищем место для съемок.
Конечно, это само по себе замечательно – я все-таки видела больше, чем большинство людей. Но в спокойные моменты я все равно задаюсь вопросом – действительно ли это делает меня счастливой?
 
Действительно ли это та шикарная жизнь, о которой все говорят ?
 
Для меня эта «шикарная жизнь» – это семь авиаперелетов в месяц и 90-часовая рабочая неделя. Во время Недели моды мне нередко приходится работать по ночам. О каких музеях можно говорить при таком графике? Свободное время у меня бывает только ночью – когда я сплю.
 
«Ну, не знаю…» говорю я.
«Ну вот и я тоже. У меня просто не остается времени!»
 
В этот момент я вспоминаю вчерашний вечер – мы стояли на улице напротив какого-то бара, и она, сияя улыбкой, спросила у меня: «А ты вообще всегда знаешь, где именно ты находишься? Мне кажется, это уже просто не имеет никакого значения…»
Она засмеялась и закурила сигарету.
Что на самом деле означала ее улыбка – радость или, может быть, отчаяние?
Да, действительно – не имеет никакого значения, где именно мы находимся, потому что мы фактически почти не видим сам город. Мы спешим с одной встречи на другую и радуемся возможности перевести дыхание и спокойно поработать в гостинице.
Добро пожаловать в шикарную жизнь.
 
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Однако на самом деле во время Недели моды меня угнетает вовсе не большой объем работы. Меня выводят из себя люди, точнее говоря, темы разговоров с ними. В основном все хвастаются друг перед другом своим графиком.
«На какие показы ты пойдешь?» или «С кем ты сотрудничаешь?»
Лично мне нет никакого дела, кто чем занимается. Тем не менее, я просто вынуждена вести все эти разговоры. Потому что так положено.
Индустрия моды – очень поверхностный мир, в котором тебя оценивают исключительно по числу людей, следующих за тобой в Instagram.
 
Новость о девяти погибших в штате Орегон здесь никого не трогает.
Разумеется – ведь это не имеет никакого отношения к миру моды. Такая тематика просто-напросто не вписывается в этот пестрый иллюзорный мир. Здесь людей больше всего волнуют вопросы вроде – не вышла ли из моды только что купленная сумка?
 
Недавно я попыталась обсудить с одной моей коллегой из США проблему притока беженцев в Европу. Все, что она смогла сказать, было удивленное «На самом деле?» Конечно, она ничего об этом не знала и поспешила сменить тему.
Серьезно, в тот момент я была готова убить ее.
 
В такие моменты я стараюсь побыстрее закончить разговор. Так я и поступила.
Бывают моменты, когда я напоминаю себе, почему я лечу домой после каждой Недели моды – пусть даже всего на один день – не задумываясь о расходах.
Иногда мне просто необходимо сделать паузу.
Отдохнуть от мира моды, от людей и разговоров.
 
Конечно, порой я готова была впасть в отчаяние. В один из таких моментов я позвонила маме и поблагодарила ее за то, что она вырастила меня самостоятельным человеком с широкими интересами. Да, я не знаю, кто с каким Vogue сотрудничает, зато я довольно часто могу назвать композитора, создавшего то или иное произведение. В детстве мама водила меня не только по магазинам, но и в оперный театр. Она всегда напоминала мне о том, что нужно много работать, чтобы заслужить счастливую жизнь, и о том, что другим детям, например, тем, кто живет не в Германии, повезло намного меньше, и им придется приложить намного больше усилий, чтобы добиться успеха.
Я благодарна ей за то, что она научила меня брать на себя ответственность не только за себя, но и за других людей, и за то, что она научила меня никогда не бояться нового. А еще за то, что она научила меня видеть чуть дальше своего носа.
 
Поэтому я решила не ограничиваться словами и проявить свою благодарность на деле. Неделя моды в Париже – это, конечно, прекрасно, но завтра я немного сбавлю темп и посвящу несколько дней осмотру города – вместе с мамой.
Может быть, мне наконец-то удастся увидеть парижские музеи изнутри.


 
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October 4, 2015
Category - personal
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39 Kommentare

  1. liebe masha,
    ich mag auch gerade deine kritischen sonntagsbeiträge so gerne, weil bild und text darin oft scheinbar ein widerspruch sind. dabei zeigt es nur, dass du ein profi bist, der für die fotos hart arbeitet und uns in den texten dann sogar noch sein innerstes präsentiert. das unterscheidet dich von den vielen anziehpüppchen, die man so zu sehen bekommt. egal, wohin deine reise gehen wird, verliere dein glück nicht aus den augen. dazu vergeht die zeit die wir haben einfach zu schnell. liebe grüße, bärbel

  2. Wie wäre es mit einem Branchenwechsel? Ich ahne, dass gleich viel Kritik auf mich zu kommt, da ich es wage das Heiligtum Modewelt in Frage zu stellen.. Aber mal ehrlich, ich lese Deinen Blog nicht weil du ganz toll Oberteil mit Hose kombinieren kannst, sondern weil ich deinen Blickwinkel auf die Welt schätze und du einfach Charakter hast. Deine Erfahrungen aus der Modewelt, der Aufbau dieser Marke bedeutet doch letztlich, dass du sehr gut mit einem Netzwerk umgehen kannst, Kommunikationsexperte bist und selbstreflexiv mit dir und deiner Umwelt agierst. Das lässt sich doch praktisch überall anwenden und vorallem für gute Zwecke nutzen. Leave it, Change it or love it!

  3. Tatsächlich mein Lieblingsbeitrag! Ein Mensch, der mehr als seine Modehülle ist, ist deutlich interessanter!

    Twaja,
    Nastja

  4. Schöner Beitrag, wie sonst auch immer…:)

    …das Selbe denke ich mir auch immer.
    Nichts ist so, wie es von außen scheint…
    Pass aber auf dich auf und lass lieber mal eine Metropole ausfallen, – Gesundheit geht immer vor! Das ist der Stress und dieses ständige hin und her…

    Ich studiere zwar Modedesign,
    finde es aber verachtenswert, wenn Menschen nur an der Oberfläche haften, andere nur darauf basierend be-urteilen… Manchmal denke ich mir dann auch, warum ich überhaupt in dieser Branche arbeiten will… Teilweise so gekünstelt, dass einem vor lauter Oberflächlichkeit der Atem stockt und die Nerven routieren… Dann besinne ich mich wiederum auf mein ureigens individuelles Denken und dass es trotzdem meine Leidenschaft ist und ich mich glücklich schätzen kann und vor allem mein Ding durch ziehen kann und mich nicht diesen Lämmingen anpassen muss.

    Mir fehlt da auch oft diese Tiefgründigkeit, leider… Weswegen ich deine Ansicht total teile und es toll finde, dass du auch diese – unangenehme Wahrheit ansprichst und Tacheles redest.

    Ich denke, deine Eltern haben dich wirklich gut erzogen und können Stolz auf dich sein.
    Ich sag ja immer, es ist gut, sich zu erden… Nur weil man in dieser konsum gerichteten Branche tätig ist, muss man nicht permament sein Leben und seine Gedanken danach ausrichten…
    Ich lese z.B. auch keine Modezeitschriften und verfolge per se nur deinen Blog, den von DariaDaria und schaue ab und zu bei Jana und der ein oder anderen Bloggerin vorbei. Sonst wäre ich vor lauter Mode hier, Mode da, erschlagen.

    Iss bitte ein Crossi und ein Baguette für mich mit in Paris.
    Und genieß die Zeit mit deiner tollen Mama.<3

    Liebe Grüße

  5. Schön, diese Perspektive zu sehen – die Modewelt hält ihren glitzernden Glanzschein so verkrampft hoch, damit ja niemand darunter sehen kann, wie bengalische Näherinnen leiden und Kinder Glasperlen annähen. Wie der Rest der Welt durch eine betäubende Kakophonie an Farben, Texturen und dem Durchhetzen von Ich-trags-zuerst-alles-danach-ist-schon-wieder-out-Hamsterrädern ausgeblendet werden kann.
    Ich gehe so weit, zu behaupten, dass Mode den Blick für die Welt so sehr vernebeln kann, das Gespür für seine Umwelt so sehr betäuben kann, wie es gewisse Drogen mit der eigenen Wahrnehmung tun können. Und ist beides nicht auch eine Flucht aus dieser Welt?

    Eine schlaue Geschichte besagt: “Sehe durch ein Fenster – was siehst du?” – “Spielende Kinder im Schnee [oder was auch immer du siehst…]”. “Jetzt blick in den Spiegel, was siehst du?” – “Na, mich selbst natürlich”. “Siehst du, beide Male schaust du durch Glas. Aber man muss nur ein bisschen Silber dahinterlegen, und schon sieht man nur noch sich selber.”

    Danke für’s Runternehmen dieses glänzenden Schildes.

  6. Genieß die Zeit mit deiner Mama! Es ist so wahnsinnig wichtig, dass man das wichtigste im Leben einfach nicht vergisst… die Familie und dass man gesund ist.
    Eine tolle und entspannte Zeit in Paris… eine wunderschöne Stadt – wirst du sehen! ;)
    <3 Nadja

  7. same problem! try the boat tour near the eiffel tower. I had just a midday to enjoy Paris. The boat tour really gave me a nice impression of Paris.

  8. sehr schöner artikel. mir geht das oft auch so. ich denke mir dann, warum ich das eigentlich mache. warum arbeite ich nicht an etwas, das der welt wirklich helfen kann, anstatt an sowas oberflächliches? aber dann wiederum kann ich mir auch nicht vorstellen, so viel mit mode zu machen. als stylist ist es immer schön mit leuten zu arbeiten, die wirklich einfach hilfe mit ihrer kleidung möchten und das auch sehr wertschätzen. mir bringt es einfach spaß das zu tun und auch als blogger zu arbeiten, könnte aber auf einige dinge verzichten. ich finds wirklich lieb von dir, dass du mit deiner mama nach paris gehst. das tut dir sicherlich auch gut. manchmal muss man eben auftanken!

  9. Wow! Erst mal bin ich ein bisschen sprachlos. Vielen Dank für deine offenen Worte und den Einblick in dein Leben und deine Gefühlswelt. Wenn man in einem ruhigen kleinen Job vor sich hin lebt, hat man ja keine Ahnung, wie stressig euer Blogger-Leben ist. Krass. Trotzdem: dein Blog ist wundervoll, ich liebe ihn. Und ich hoffe, dass es sich unterm Strich immer für dich lohnen wird, ihn zu schreiben. ;) Ab und zu mal auf die Bremse treten und Zeit mit der Familie und lieben Menschen verbringen, ist aber auch wunderbar und sollte Raum finden.

    Liebste, entspannte Grüße aus dem Wellnesshotel Brixen..wo ich ein bisschen mit meiner besten Freundin entspanne ^^

  10. Always looking forward to your posts Masha. In my opinion though you are overloading yourself. In comparison to other fashion bloggers you are posting per week three times more.

    Take it easy girl!

    I totally feel you concerning the fashion community. Being in the scientific community myself I feel like people are out of this world sometimes.
    Therefore I like passing by to your blog at least three times a week:P

    Should I invite you to our scientific forums(boring)?

    But hey, anyone needs a change:P

    Hugs,
    Tatjana

  11. Es ist wirklich Luxus sich über Luxus zu beschweren. Du erzählst mit deinen Bildern Geschichten. Deine Worte enttarnen sie jedoch als Lügen. Eine Frage: wo ist da die viel gepriesene Ehrlichkeit?

  12. … beide Welten haben ihre Berechtigung – auch nebeneinander … Du lebst in beiden – in welcher Du mehr Zeit verbringen wirst ist Deine Freiheit zu entscheiden :)

    GLG aus der EDELFABRIK Chrissie

  13. Ich wünsche dir eine wunderschöne Zeit in Paris mit deiner Mutter! Selbst wenn du einen Monat in Paris hättest (glaube es mir, das habe ich probiert) und jeden Tag in ein anderes Museum/eine andere Galerie gehst – selbst dann bekommst du nicht alles durch! Die Stadt lebt Kunst einfach.
    Bitte nicht nur in den Louvre gehen, das wäre viel zu schade.

    Katarina x
    http://katarina-ahlsson.com

  14. Wow! Masha, toller Beitrag. Wirklich. So offen und ehrlich und so real. Ich glaube viele realisieren gar nicht wie viel Arbeit und Zeit du in dein Blog steckst. Man könnte wirklich meinen “Wow, sie reist so viel und sieht so viele Städte!”, aber, dass du eben eher von Event zu Event hetzt und kaum Zeit für Kultur etc. hast, das nimmt man nicht unbedingt so wahr. Ich blogge nur als Hobby neben meinem Vollzeitjob und denke da schon ab und zu …puh …woher die Zeit nehmen. Und manchmal denke selbst ich “Jetzt brauche ich einfach mal ein paar Minuten Ich-Zeit, ohne Blogs, ohne Social-Media und Co.”

    Ich blogge gerne und ich lese auch gerne Blogs. Und es ist toll wenn man damit erfolgreich ist, aber es ist eben auch nicht immer alles Gold was glänzt. ;-)

    Ich wünsche dir eine tolle Zeit mit deiner Mum! Genieße es!

    Liebe Grüße!

    Janine

  15. Aaaaw, wie schön, fast hat sich ein kleines Tränchen gebildet gegen Ende deines Artikels! Mamas sind einfach die Besten!
    Genießt die Zeit!

  16. Wow, was für berührender Text. Finde es wirklich schlimm dass sich die Modwelt so wenig um das drumherum interessiert. Natürlich ist Mode interessant und wir haben uns selber dafür entschieden, aber man darf auch mal über wichtigere Themen sprechen!
    Dein Look gefällt mir mal wieder sehr gut.

    Liebe Grüße Kristina von KDSecret

  17. Ein sehr schöner Text, der mich wirklich sehr berührt hat. Erst gestern hatte ich die Thematik mit 2 Arbeitskolleginnen. Die unterkühlten, abgeklärten Seiten der Modewelt und was eigentlich wirklich zählt im Leben. Diese small talks sind ein sehr schwieriges Thema. Man möchte ja nicht unhöflich wirken, indem man einfach ehrlich sagen könnte: “Du, versteh das bitte nicht falsch, aber ich möchte über solche oberflächlichen Dinge nicht sprechen, weil mich das einfach nicht interessiert.”, andererseits sind wir alleine für uns verantwortlich. Wir alle können unsere eigenen Grenzen setzen und bestimmen wo diese anfangen und aufhören. Ich finde es wichtig, dass du auf deine eigene Stimme hörst. Wenn es zu viel wird, wird es zu viel. Natürlich kann man sich nicht jedes Mal eine Auszeit gönnen, aber viele ignorieren diese innere Stimme und das endet dann meist nicht gut. Liebe Grüße und viel Spaß mit deiner Mama! :)

  18. Danke, Danke, Danke liebe Masha, dass du immer so offen schreibst. Das du es mal aussprichst bzw. den ganzen Zirkus ANsprichst. Ich liebe deinen Blog so sehr und ich freue mich jedes Mal, wenn du einen neuen Beitrag veröffentlichst, weil mir der dann wieder ein Stück mehr umhaut, als der davor. Du hast es einfach drauf.

    Bitte bleib immer so wie du bist <3 du wirst mal eine wundervolle Mama werden & ich kann es kaum erwarten, wenns in ein paar Jahren (oder auch früher ;)) dann soweit ist :D :D

    Liebste Grüße aus Österreich,
    Julia, http://www.chicchoolee.com/

  19. Schöner Text ? Ich schätze wenn du eines Tages zurück blickst wirst du an genau diese Tage mit deiner Mama denken und nicht an den ewigen Konsum die eine Fashion Week bietet. Und Gottseidank sind nicht alle Blogger so oberflächlich und man kann sich auch über andere Themen unterhalten.

  20. Wahnsinns Beitrag. Ich habe bis zur letzten Zeile an deinem Text gehangen. Du hast wirklich Talent zu schreiben. Was den Inhalt betrifft – nunja die Modewelt ist Oberflächlich und es ist sicherlich gut, wenn man einen Ausgleich dazu hat, um nicht verrückt zu werden. Du bloggst ja wirklich sehr viel und dein Ehrgeiz ist wirklich bewundernswert, aber vielleicht kannst du dir ja ein bissche mehrn Zeit nehmen für Dinge, die weniger mit dem oberflächlichen Modewahnsinn und mehr mit Dingen zu tun haben, die dir wirklich wichtig sind und an denen du Spaß hast. Dann fällt es dir vielleicht auch leichter die stumpfen Gespräche mit hohlen Instagrampüppchen zu ertragen ;)
    Liebe Grüße,
    Samieze
    http://samieze.com

  21. Ich bin noch kaum in der Materie drin, Gott sei Dank. Ich blogge, weil ich es gern tue und nicht weil Leute hinter mir stehen und mit dem Finger auf ihre Uhr tippen. Ich muss nicht aber ich möchte. Dabei soll es auch bleiben, selbst wenn das heißt, dass ich lange nicht so bekannt werde wie du.
    Liebst
    Kali von Miss Bellis Perennis

  22. Klasse Beitrag! Ich denke das auch wahnsinnig oft, klar es ist alles hinreißend, sehr schön aber auch so verdammt oberflächlich! Was mich aber schockiert, die wusste ernsthaft nicht die geringste Bohne was hier mit den Flüchtlingen abgeht? Das ist echt schon leicht pervers. Was in Amerika wohl in den Nachrichten kommt?! Glanz und Glory oder so…
    Wünsche dir jedenfalls einen tollen Tag mit deiner Mum! :)
    Genießt die Zeit zusammen im wunderschönen Paris! :) <3

    XX,
    Photography & Fashion Blog

    CHRISTINA KEY
    http://www.christinakey.com

  23. Viele Mädels (auch ich natürlich) träumen einfach davon es irgendwann zu schaffen, den eigenen Blog irgendwann bekannt machen zu können. Und das liegt vorallem daran, dass man eben als noch nicht bekannter Blogger nur die Sonnenseiten des bloggens sieht. Die tollen Fotos, tolle Leute, tolle Locations, tolle neue Sachen. Und die Schattenseiten blendet man dabei aus! Denn natürlich ist es so, das kein Beruf nur positiv ist. Jeder Beruf hat auch seine nicht so guten Seiten aber die findet man natürlich erst, wenn man es einmal geschafft hat. Ich denke das Problem beim bloggen ist, dass wenn du dich aufhörst zu bewegen, die Welt sich einfach immer weiter dreht, immer weiter und immer schneller um dich herum und von dir weg. Und genau deswegen ist bloggen auch ein Wettlauf, gegen sich selbst, gegen die anderen, gegen die Zeit und gegen die Trends. Ich hoffe du kannst später die Zeit mit deiner Mama genießen und einfach ein bisschen runter kommen! :)
    XO Elena
    _____________________
    https://annelenafashion.wordpress.com/

  24. Schade dass einer der größten kritiker, jemand der die Missstände und das Leiden in der Gesellschaft gezeigt hat, von uns gegangen ist. Alexander McQueen. Und schade dass viele Leute die bei der Show saßen und applaudiert haben, überhaupt nicht gerafft haben was ihnen da gerade gezeigt wurde. Wie du schon sagst, sind Menschen in der Mode extrem oberflächlich obwohl es so viel mehr bietet. Leider!!!

  25. Wow das sind ehrliche Worte über eine Welt, die die meisten von uns sicher bewundern. Ich als Hobby-Bloggerin blicke oft neidisch auf solche Fashion Week Berichte und wäre auch gerne dabei. Nach deinem Artikel weiß ich nicht, ob ich das noch will… ich hoffe du kommst auch endlich dazu, die Trips zu genießen! Fühl dich gedrückt!

    Liebste Grüße
    Deine Romi
    von romistyle.de

  26. Liebe Masha, Du bist wunderbar ehrlich und nachdem ich Deinen Post gelesen habe, überlege ich mir, ob es für Dich dich irgendwann ein Ende vom Bloggen gibt. Das alles klingt wirklich sehr anstrengend und ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen ihr Geld leichter und unter wesentlich geringerer kritischer Beobachtung verdienen. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen den Weg der Dich glücklich macht, Du hast das mehr als verdient.
    xx Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  27. Danke für diesen ehrlichen Text Masha. Ich denke es ist sehr schwer in der Bloggerwelt eine gute Balance zwischen Privatleben und Job zu finden, zumindest dann, wenn man so erfolgreich ist wie du. Jedoch denke ich auch, dass es extrem notwenig ist einmal Stop zu sagen und zu genießen – sich eine Auszeit nehmen, sei es auch nur für kurze Zeit.

    Ich wünsche dir und deiner Mama einen wundervollen Tag in Paris <3

    Liebste Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  28. Auch wenn du eigentlich nur zur Fashion Week in den Städten bist, wenn man sich einfach Zeit nimmt nach der Fashion Week um die Stadt anzuschauen schafft man das auch. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Dann sagt man andere Termine eben für ein Tag ab, oder man bloggt ein Tag mal nicht. Geht die Welt auch nicht unter! Viel Spaß beim Sightseeing in Paris. Die Stadt ist toll!

  29. Toller Artikel! Ich hoff du schaffst es tatsächlich mit deiner Mama ins Museum, oder sonst wohin, aber manchmal auch auf die Bremse steigen, ist wirklich wichtig! Ich merk´s bei mir auch, dass ich mir manchmal einfach zuviel vornehme, und dadurch viele Sachen einfach nicht so geniessen kann, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe…

    Geniess deine Zeit in Paris! :)

    Lieber Gruß aus Zakynthos
    Ina von http://www.ina-nuvo.com

  30. Toller und vor allem unglaublich ehrlicher Post! Aber ist es nicht eigentlich meistens so, dass in der “Berusfwelt” auch nur Platz für themenrelevante Gespräche sind?
    Ich denke, hier liegt die Kunst darin, wirklich zu versuchen, einen (wenn auch wackeligen) Spagat zwischen Job und Privatleben zu erbringen. Klar ist es bei dir als Blogger wesentlich schwieriger als bei jemandem, der um 17 Uhr die Bürotür schließt und bei dem es zu Hause nicht weiter geht, aber genieß die Zeit mit deiner Mutter umso mehr – mit den wichtigen (und richtigen!) Menschen im Leben verbringt man meist leider die wenigste Zeit. Wünsche euch ein paar entspannte Tage!

  31. Danke für diesen ehrlichen Text! Ich kann mir vorstellen, dass es gut getan hat, sich das mal von der Seele zu reden. Ganz so glamurös wie man sich das alles immer vorstellt, ist es dann letztendlich eben doch nicht. Ich denke auch, dass es schwierig ist, hier die richtige Balance für sich zu finden und sich selbst immer treu zu bleiben – während sich alles um einen herum so schnell bewegt.
    Aber ich finde, du machst das super und ich wünsche dir viel Spaß in Paris mit deiner Mama. Es gibt dort nämlich wirklich jede Menge zu sehen.
    Liebe Grüße
    Leonie
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