Die Vorbilder der Neuen Medien und euer Beitrag.

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Kaum eine Studie hat in letzter Zeit für so viel Gesprächsstoff in der digitalen Welt gesorgt wie die Malisa Studie zur weiblichen (Selbst-)Inszenierung in den neuen Medien, die vor einiger Zeit herauskam.

In der Studie wurden die Top 100 Accounts der deutschen Youtube- und Instagram Accounts unter die Lupe genommen und nach ihren Themen und Darstellungen analysiert. Das Ergebnis (schaut es euch an, sehr spannend) zeigte, dass auch die neuen Medien zu 2/3 von Männern dominiert werden, die im Themenspektrum sehr breit aufgestellt sind, wohingegen die Frauen nur zu ca. 1/3 vertreten sind und hauptsächlich Themen wie Mode, Beauty, Interieur und Food vertreten. Man könnte also fast vom Klischee der 50er Jahre sprechen, als die Rollen klar abgegrenzt waren. Doch wir haben 2019 und seitdem ist eine Menge in der Gleichberechtigung passiert.

Woran liegt das Ungleichgewicht also?

Fashion Editorial via Masha Sedgwick | Ton in Ton: Rosa / Pink | Kaugummi Blase | Stil: verspielt, cool, frech | Location: Photoautomat | Gesellschaftskritik

Es gab dazu zahlreiche Berichte und die Studie ging durch fast alle neuen und alten Medien, wo sie hinterfragt und beleuchtet wurde. Ich hielt mich damals bedeckt, beobachtete die Diskussion und las mir zahlreiche Berichte dazu durch. Mit Begeisterung schienen sich sich manche Journalisten auf das Thema zu stürzen mit einem stummen Vorwurf, dass Frauen in den sozialen Medien nur das Rollenklischee bedienen würden. Schließlich seien die Top Influencerinnen allesamt schlank, hübsch und präsentierfreudig. Die junge Generation, die besonders aktiv in den sozialen Netzwerken unterwegs sei, würde durch die bösen Influencer mal wieder negativ beeinflusst werden.
Irgendwann platze mir der Kragen, denn spätestens da merkte man: Hier wurde das Prinzip von Sozialen Medien scheinbar nicht ganz verstanden.

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Es ist nämlich so:
Wenn wir von Sozialen Netzwerken ausgehen, dann gibt es keine höhere Instanz, wie bei einem Verlag, die mitbestimmen kann, wer eine Plattform und damit Aufmerksamkeit bekommt, sondern der Markt bestimmt, je nach Nachfrage. Übersetzt bedeutet das: je ansprechender der Account für eine Vielzahl von Menschen ist, desto mehr Follower hat er.

Das bedeutet etwa nicht, dass es keine (von Frauen geführte) Accounts gäbe, die durch Themenvielfalt und Meinung hervorstechen, sich auch zu Themen äußern würden wie Musik, Sport und Education. Es gibt sie sehr wohl: Frauen, die sich zu Musik, Film und Politik auch durchaus kritisch äußern.
Sie haben nur eine deutlich kleinere Reichweite.

Die richtige Frage lautet also:
Warum folgt man lieber Männern, die sich thematisch breiter aufstellen und nicht Frauen?

Liegt es an der Erziehung, bei der man schon im frühesten Kindesalter mit Rollenbildern konfrontiert wird?

Definieren wir Männer weniger über optische Merkmale?

Denken wir nicht selbst in Schubladen und schätzen Männer kompetenter ein?

Definieren wir uns selbst und auch andere Frauen zu sehr über ihr Äußeres? Schätzen wir Frauen, die sich für Mode und Beauty interessierten, automatisch für weniger kompetent ein?

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Es ist natürlich einfach Influencerinnen für die Missstände in der Gesellschaft verantwortlich zu machen. Dabei halten sie der Gesellschaft nur den Spiegel vor.

Denn so lange das Prinzip „Männer haben Ahnung, Frauen haben Hobbys“ unsere Gesellschaft dominiert, brauchen wir uns auch nicht darüber ärgern, dass Frauen in Sozialen Netzwerken nicht nur deutlich unterrepräsentiert sind, sondern auch ein Rollenbild verkörpern, das wir eigentlich schon längst abgelegt haben.

Wenn wir Frauen mit Ansage nicht folgen, dann brauchen wir uns auch nicht darüber beklagen, dass unser Feed so rosarot ist und jedes Bild gleich aussieht.

Es ist natürlich nichts verkehrt daran, sich für Mode und Beauty zu interessieren und den entsprechenden Accounts zu folgen, seine Pickel zu retuschieren, sich gerne schön zu kleiden oder nach einem gesunden Körper zu streben, schließlich ist das auch nur ein Klischee, gegen das wir ankämpfen sollte: Frauen können sich für Mode und Beautythemen interessieren, doch genauso auch für Politik, Wirtschaft, Technik und mehr. Und dieses „Mehr“ sollte sich auch in unserem Online-Verhalten widerspiegeln, insbesondere bei den Accounts denen wir folgen und die wir konsumieren.

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Und so sollten wir uns vielleicht in Zukunft mal selbst überlegen, wem wir eigentlich aus welchen Gründen folgen, wem wir unser Like schenken und wen wir damit auch bewusst unterstützen.

Denn das ist das Gute an den Sozialen Netzwerken:
Wir können demokratisch Menschen zu ihrer Reichweite verhelfen, neue Rollenvorbilder für uns und auch Andere schaffen und ihre Botschaften dadurch in die Welt tragen – und alles was es dafür braucht ist hin und wieder ein bewusster Umgang mit dem Daumen.

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Weil Support natürlich wichtig ist, habe ich gleich 13 Accounts für euch, denen ihr unbedingt folgen solltet:
Nikejane
MarieNasemann
VreniFrost
Dariadaria
Evaschulz
Insta.politik
DianazurLoewen
EditionF
Enissa_Amani
Riccardosimonetti
Aminatabelli
Blogger Bazaar
Beige Magazin

Ihr entscheidet.

Doch Support funktioniert auch andersherum und so habe ich einige Kollegen aus der Szene nach ihrer Meinung gefragt:

Eva Schulz:
Ich teile deine Beobachtung, dass es sicher eine Frage von Angebot UND Nachfrage ist, allerdings ist es eben auch etwas schwieriger, das Angebot (also alternative Themen) auf die Plattform Instagram anzupassen. Wenn ich da zum Beispiel von meinen journalistischen Inhalten ausgehe: Es ist schon mit sehr hohem Aufwand verbunden, all diese Informationen zu recherchieren, zu ordnen und aufzubereiten. Auf Instagram muss man sie nun zusätzlich auch noch sehr ästhetisch oder zumindest in einem fixen, wiederkehrenden Stil darstellen. Ich kann das neben meiner journalistischen Arbeit leider schlicht nicht stemmen. Darüber hinaus ist Instagram natürlich vor allem eine Wohlfühl- und Unterhaltungsplattform. Für mich funktioniert sie oft so ähnlich wie eine Illustrierte oder ein Bildband, durch den man abends nochmal gemütlich durchblättert, ohne viel Input zu suchen. Umso bereichernder kann es aber sein, dazwischen ein paar Accounts und Stimmen zu entdecken, die mich vielleicht mit Themen überraschen, die ich gar nicht auf dem Zettel gehabt oder zumindest auf dieser Plattform nicht erwartet hätte. Ich glaube, dass immer mehr User*innen das so sehen und deshalb die Nachfrage wächst. Allerdings vermute ich, dass der gestalterische Anspruch an Inhalte gleich hoch bleiben oder sogar noch zunehmen wird.

Marie Jaster von Beige:
Eigentlich gilt in den Sozialen Medien meiner Meinung nach: Jeder wie er möchte. Hast du Lust über Beauty und Mode zu reden? Mach das! Politik? Super! Filme interessieren dich? Dann teil das mit anderen. Die Malisa Studie scheint aber zu zeigen, dass Frauen sich nur für Stereotype interessieren: Familie, Schminken, Essen, Mode – Feminismus sieht anders aus? Ich fand die Prozentzahlen der Studie auch erschreckend, aber eigentlich ist es mir egal, in welchem Themengebiet Frauen anderen Frauen Vorbilder sind. Wichtig ist doch eigentlich nur, dass man zu seiner Meinung steht, zeigt, dass man sich ein erfolgreiches Business aufbauen kann (ohne die Hilfe eines Mannes) und so seinen Lebensunterhalt verdient und glücklich ist. Wichtig ist, dass Frauen überall präsent sind. Sei es auf Paneltalks, Firmensitzungen, Youtube oder im Bundestag – die Gesellschaft muss sich daran gewöhnen, dass ohne uns nichts mehr geht und man Frauen nicht aus dem Weg gehen kann. Wir sind, ob in Mode, Beauty, Politik, Comedy oder Sport, genauso gut wie Männer. Aber es gibt sie auch, die Frauen, die auf ihren Instagram-Accounts so viel mehr als nur Mode und Beauty bieten und mich jeden Tag Neues über diese Welt lehren. Hier ein paar Beispiele:@reamhrs, @ilona_hartmann, @aminatabelli, @liahaubner und auch Männer, die aus ihrem stereotypen Genre wie Autos und Sport ausbrechen, siehe @fabianhart und z.B. @dustinhanke. Dort vermitteln Männer, dass auch sie vielfältigste Interessen haben, ebenso wie Frauen. Wichtig ist nur, dass wir uns alle klar machen, dass das, was wir da tagtäglich auf Instagram sehen, also die Accounts, denen wir folgen, uns mehr oder weniger beeinflussen, sei es auch unterbewusst. Deswegen sortiert aus, wer euch ein schlechtes Gefühl gibt, sei es in Sachen Geld, Body oder dumpfen Inhalten. Wir haben schließlich in der Hand, wo die Nachfrage groß ist und können so den Markt und auch die nächste Malisa Studie beeinflussen. Und so viel ist doch klar: Frühstücksbilder mit gelockten Haaren haben wir für die nächsten 100 Jahre genug gesehen.

Larissa Laudenberger:
Ich denke, das Ergebnis der Studie hat zweierlei Gründe: zum Einen hat sich der Medienkonsum seitens der Bürger durch Social Media und den Zugang zu Massenmedien weg von Relevanz, hin zu Interessanz entwickelt. Bedeutet: wir werden täglich so zugeschüttet mit Informationen (von denen 90% unrelevant sind), dass wir nur das speichern, was heraussticht. Für die meisten Menschen ist das Bikinifoto einer Bloggerin eben interessanter als das politische Statement einer Feministin. Das war aber schon immer so- Schönheit, Sex und Macht- das sind die drei Themen, die in den Medien bewegen- vorteilhaft ist das sicher nicht, aber ein Fakt.
Zum Anderen denke ich, dass Themen wie Mode, Beauty und Haushalt einfacher zu Konsumieren sind als Themen, bei denen es Verstand und Reflexion erfordert. Ein großes Problem unserer Zeit ist die geistige Verkümmerung, die durch AI und die Massenmedien angekurbelt wird. Es ist wichtig, dass viele von uns sich, wie Immanuel Kant bereits im 18. Jahrhundert gefordert hat, wieder ihres eigenen Verstandes bedienen und diesen auch nutzen. Wir leben in einer Welt, in der jeder die Chance hat, das Leben zu leben, das er/ sie sich erträumt. Wir haben die Chance, auf ein enormes Repertoire an Wissen zuzugreifen. Ich würde mir wünschen, dass vor Allem die junge Generation (X, Y, Z) sich mehr mit kulturellen, politischen und aristokratischen Themen auseinandersetzt und sich für ihre Werte einsetzt. Ich bewundere alle Frauen, die sich selbst etwas aufbauen, sich selbst verwirklichen und dabei ihren Werten UND ihrer Weiblichkeit treu bleiben. Die sich nicht verbiegen lassen, die zu ihrem Wort stehen, die den Mut haben, die Stimme zu erheben gegen Ungerechtigkeiten, destruktive Werte und Menschen. Ich folge auf Social Media vor Allem Künstlern, Unternehmern/innen und Kreativen, die Magie, Wissen und Positivismus streuen. Meine liebsten Accounts: @nasa , @oliviasteele , @basquiatart , @spacex , @stanfordgsb , @verenapausder , @honest , @humanrightswatch , @disneystudios , @timburton_ , @diogenesverlag , #benedictwells

benedictwells


Marie Nasemann:
Das uns das Folgen klischeebedienender Influencerinnen nicht glücklich macht, wissen wir wahrscheinlich alle. Es verhält sich ähnlich wie mit Fast Food. Der schnelle Konsum kickt rein, die retuschierten Traumkulissen, die nackte Haut und unnatürlich perfekten Kurven treiben unseren Insulinspiegel in die Höhe. Aber danach bleibt ein fahler Nachgeschmack zurück und man fühlt sich irgendwie ausgelaugt. Ob man sich das auf Dauer reinziehen will, muss man selber entscheiden. Ich persönlich folge nur noch Accounts die entweder Freunde führen oder die mich wirklich inspirieren. Accounts zu folgen, die in die Tiefe gehen und sich thematisch mit etwas auseinander setzen, erfordern ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Zum Beispiel, dass man bereit ist, einen Text zu lesen, um das Bild zu verstehen.
Ich glaube, dass die meisten Menschen sich lieber berieseln lassen wollen. Was früher Trash TV war, ist heute Instagram und wird auch oft vor dem Einschlafen benutzt, um den Kopf auszuschalten.
Natürlich geht man ein Risiko ein, wenn man sich gegen den Mainstream und das, was üblicherweise auf Instagram funktioniert, entscheidet. Aber ich wollte immer einen Account führen, hinter dem ich zu 100% stehen kann, auch wenn das Likes einbüßen bedeutet.
Das gelingt mir mal besser, mal schlechter und es ist definitiv eine unbeständige Reise. Auch einschätzen zu können, wie ich Frauen überhaupt positiv beeinflussen kann. Man kann es nur versuchen.
Einige Accounts von Frauen die mich amüsieren und/oder inspirieren sind die von @evelynweigert, @sudelheft, @mirandamakaroff, @leandramcohen, @erinwasson, @miacganda, @dariadaria und @chailotte_roche, 

Diana zur Löwen:
Viele Influencer haben Angst ihre Follower mit politischen oder auch nachhaltigen Themen zu konfrontieren, weil sie befürchten potenzielle Auftraggeber abzuschrecken, indem sie indirekt einen achtsameren Umgang statt blinden Konsum fordern. Ich finde es selbst auch nicht immer einfach den richtigen Weg zu finden und Unternehmen bei ihrem Weg hin zur Nachhaltigkeit zu begleiten, doch es ist nicht immer einfach in der Kommunikation, weil häufig ein Schwarz-Weiss Denken herrscht. Ich würde mir von anderen Influencern mehr politisches Engagement wünschen, aber ich denke, dass viele Angst haben etwas Falsches zu sagen, weil sie sich auch ihrer Reichweite und Vorbildfunktion bewusst sind. Gute Beispiele sind für mich @silvicarlsson, @tomatolix, @dariadaria, @gretathunberg. Ich glaube aber auch, dass Influencer nischiger werden, weil sie eine höhere Glaubwürdigkeit haben.

Teresa Bücker:
Was wir manchmal vergessen ist, dass die Nutzung von Blogs oder auch Instagram erst einmal Freizeit war und oft Ausgleich zum anstrengenden Alltag schafft. Von daher liegt es nahe, dass Menschen vielleicht eher Unterhaltung suchen und nicht direkt nach komplexen Inhalten. Man kann sich das vorstellen, wie dass jemand eine Zeitschrift durchblättert. Was die Maliasa-Stiftung gezeigt hat, sind verstärkende Effekte. Denn wenn zB. Unternehmen, die mit Influencer*innen arbeiten, oder eben auch wir als Nutzer*innen, das nicht hinterfragen und uns bewusst machen, dann wird eine ganz bestimmte Seite von Instagram eben immer stärker und das kann sehr eintönig sein. Wir müssen uns als Nutzer*innen also tatsächlich auch aktiv fragen, ob wir Neues entdecken wollen, und wen wir durch unsere Likes eigentlich unterstützen. Genauso können Marken sich fragen, ob sie nur auf Reichweite gehen wollen, oder auch eine Verantwortung haben und freier entscheiden sollten, mit wem sie arbeiten und darüber auch mehr Sichtbarkeit geben. Es gibt unzählige Themen, zu denen man sich bewusst informieren kann und das kann ja tatsächlich auch im ersten Schritt super über Instagram klappen, bevor man ein Fachbuch liest. Wen ich auf Instagram jedem ans Herz legen kann, sind zum Beispiel Kübra @kuebrag und Yasmine M‘Barek @ceremonialsofasavage, die über wichtige Themen informieren.

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März 30, 2019
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5 Kommentare

  1. Liebe Masha,

    Vielen Dank für den tollen Post und damit verbundenen Denkanstoß. Du hast mir eine neue Sichtweise auf die Studie eröffnet, die ich total nachvollziehen kann. Ich versuche seit längerer Zeit Instagram bewusster zu konsumieren und wähle mit Bedacht aus, wem ich folge. Durch die Auflistung der Accounts von dir und den anderen Frauen im Beitrag werde ich hoffentlich ein paar neue vielfältige Profile entdecken!

    LG Marina

  2. So ein herrlicher und bereichernder Post liebe Masha! Über den Podcast entdeckt und bald auch durch Instagram lieben gelernt, lese ich deinen Blog mittlerweile in der Regelmäßigkeit in der ich aktuelle Nachrichten und Tageszeitungen verfolge. Besonders den Beitrag Marie Nasemanns empfand ich als sehr zutreffend. Ich lasse mich auch gern berieseln, spreche mit Freunden wenn dann eher darüber, ob Instagram überhaupt eine sinnvolle Art und Weise ist seine Zeit zu verbringen und weniger über das bewusstere Konsumieren dieser Plattform. Und ich lasse mich gern berieseln. Aber auch ich entdecke in meinem Onlineverhalten zunehmend den Wunsch nach inspririerenden Kanälen, Meinungen, Anstößen, Bewusstheit in irgendeiner Art und Weise. Sei es ein politischer Account oder einer zum Thema bewusster Leben (Konsum, Umwelt, etc.). Ich persönlich denke, es verhält sich in den meisten Fällen : ein „gesundes“ Mittelmaß ist entscheidend. Wir alle lieben und schätzen doch insgeheim unsere rosa social media bubble. Und sie jetzt zu verdammen ist nicht der einzig wahre Weg. Aber ich denke, ein paar Inhalte und „echte“ Themen zwischen all den Kosmetikprodukten und Kokosnussstrandbildern tun uns allen ganz gut. Liebe Grüße, Leni :)

    1. Ja das sehe ich genauso! Ich war auch sehr froh, dass Marie mitgemacht hat und ihren Senf dazu beigetragen hat. Ich glaube auch, wir können beides miteinander vereinbaren, aber mein Instagram war früher eben auch sehr einseitig und es deprimierte mich überall das perfekte Leben zu sehen.

  3. Toller Beitrag. Ich mag sehr, dass man neben deiner auch noch andere Sichtweisen mitnehmen kann. Ich sehe das ähnlich wie Eva Schulz. Es kann unter andere super aufwendig sein, sich so intensiv mit Themen zu beschäftigen und diese zu recherchieren, dass es viele einfach nicht stemmen können. Trotzdem ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass wir Frauen etwas mehr Vielfalt in die Themenwelt bringen. Wer darauf aber keine Lust hat und lieber lediglich über den neuesten Lippenstift sprechen möchte, sollte das auch ohne schlechtes Gewissen tun können. Ich persönlich mag Nischen-Influencer einfach super gerne und glaube, dass oberflächliche Themen auf Dauer langweilen.

    1. Hey :)
      Ja ich kann aus Erfahrung sagen, dass es tatsächlich super aufwendig ist ^^

      Ich habe Hochachtung vor Menschen wie Eva, die sowohl stark auf Youtube sind und gleichzeitig Inhalte vermitteln. Da noch ein weiteres Medium zu bedienen, ist in der Tat schwierig!