Über Politik und Louboutins..About Politics and Louboutins

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Ich hatte neuerdings die Gelegenheit mit einem Lobbyisten aus Politkreisen, ein bisschen über Politik zu plaudern. Es ergab sich eher zufällig und ich war nicht mehr ganz nüchtern, als ich in den Raum schmiss: „auf das Risiko hin mich unbeliebt zu machen, ist Gysi mit Abstand mein Lieblingspolitiker“. Ich bekam Zustimmung von allen Seiten, schliesslich sei er ein „großartiger Politiker und Rhetoriker – und sehr sympathisch obendrein“.
Irgendwann kam das Gespräch auf Sahra Wagenknecht, mit der ich übrigens ebenfalls sympathisiere, schlichtweg, weil sie Eier hat, polarisiert und moralische Wertvorstellungen hat, an denen sie unerschütterlich festhält. Ich mag eben Menschen mit Überzeugungen, die auch mal anecken und ihre Meinung sagen.
Aber scheinbar war ich da allein, denn sofort ging von Seiten des Mannes aus ein riesiger Protest los:
Sie sei „verbissen und überhaupt nicht sympathisch“ lautete das harte Urteil des Mannes. Er kenne sie schließlich persönlich und „sie wäre ganz anders als im Fernsehen, viel distanzierter, viel kühler und überhaupt sei sie total karrieregeil, sonst wäre sie nicht mit Oskar Lafontaine zusammen. Sie sei ja eine sehr attraktive Frau und würde ihn nur für ihren eigenen Aufstieg benutzen – anders sei das nicht zu erklären.“ Und während er sich in seiner Spirale der Abneigung immer weiter abwärts bewegte, wunderte ich mich immer mehr darüber, wie unterschiedlich zwei Menschen einer Partei von innen wahrgenommen werden.
Irgendwann kam er dann zu zu seinem Schlussplädoyer:
„Außerdem trägt sie Louboutins! Wie kann sie links sein und gleichzeitig Louboutins tragen?“
Das ließe sich ja nicht miteinander vereinbaren.
Irgendwie war das Thema Louboutins ein wunder Punkt bei ihm – und auch bei mir.
 
Klar ich verstehe, dass sich kapitalistische Statussymbole für eine Linkspolitikerin in seinen Augen nicht gehören, aber deswegen billige Massanfertigungen tragen, an denen garantiert das Blut ausgebeuteter Näherinnen klebt? Ebenfalls nicht richtig. Zumal ich jede Frau verstehen kann, die beim Anblick schöner Schuhe schwach wird – und jede Frau respektiere, die einen Arbeitsalltag damit meistert.
 
Irgendwie fühlte ich mich durch seine Aussagen fast schon persönlich angegriffen.
Muss man etwa die FDP wählen, wenn man gerne Designerkleidung trägt?
Darf man sich etwa nicht für Mode interessieren und sich gleichzeitig von einer kapitalistischen Vorherrschaft abwenden?
So ein Schubladendenken.
So ein Bullshit.
 
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Gut man könnte jetzt sagen, dass wir Modeblogger eh keine Ahnung von Politik haben und besser bei der Mode bleiben sollten, (was ich hier ja auch tue, schliesslich geht es um Louboutins!) dennoch kann ich nicht anders, denn mir wurde fast schlecht bei dem Gedanken, dass Männer wie er für unser Land verantwortlich sind. Männer, die attraktiven Frauen den Erfolg vergönnen, indem sie diesen auf ihr Aussehen und nicht auf ihr Köpfchen zurückführen.
Männer, die modische Frauen und die Modebranche im Allgemeinen noch immer belächeln.
Männer, die eine Frau, die nicht gleich charmant über ihre Witze lacht, gleich als kühl und distanziert betiteln.
Zugegeben, das letzte ist nur eine Vermutung, aber im Übrigen wäre ich auch ganz schön distanziert, wenn jemand über meine Schuhe ablästern würde.
Dennoch sind das für mich mehr als nur Vorurteile, es ist Sexismus.
Und der hat weder im Alltag, aber noch weniger in der Politik was verloren, die eigentlich als gutes Beispiel voran gehen sollte, nämlich vorurteilsfrei in den eigenen Reihen – stattdessen geht sie vor die Hunde.
Kein Wunder, wenn Themen wie Wagenknechts Stil und Liebesleben intern für mehr Aufregung sorgen als unsere Flüchtlingspolitik.
 
Und wer weiss, vielleicht ist Sahra Wagenknecht eine kühle und distanzierte Frau, aber vielleicht ist sie auch nur eine starke Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen möchte – und das mit Stil.

Recently I had the questionable honor to chat to a lobbyist, whose wife is a member of parliament, about politics. It was a chance encounter at a party. At one point – I was not completely sober anymore – I said into the round: ‚At the risk of making myself unpopular, I gotta say that Gysi (a German left wing politician) is by far my favourite politician‘. Nods and agreement from all sides, he’s a ‚great politician and amazing orator‘ after all.
The conversation then moved on to Sarah Wagenknecht. Another politician who I really admire, not least for the simple fact that she has balls, polarizes the public opinion and seems to have a set of values that she stands behind no matter what. I love people with conviction, that are not afraid to shy away from a perceived ’scandal‘ to stand for their word. But this time, it seems, I was alone with my sympathy. Protests from all corners.
Wagneknecht, so I was told by one male party guest, is ‚dogged and not at all likable‘. He told me and the other guests that he knows Sarah Wagenknecht personally, and ’she is completely different in real life to how she comes across on TV. Much more distanced, and utterly career-driven. That’s the only reason why she’s together with Oscar Lafontaine as well (Lafontaine is Wagenknechts husband and politician as well).‘ The guest went on to tell us: ‚Wagenknecht is an attractive woman, and only uses her husband to advance her own career – there is no other explanation for their marriage.‘ And so on and so forth. And the longer his rant went on, the more I was surprised about how different the perception of these two politicians within their party was. Then came the conclusion: ‚And on top of it all, she wears Louboutins! How can you be a politician of the left and wear Louboutins?‘ In the eyes of the rambling guest, an unacceptable discrepancy. Somehow, the Louboutins were a sore subject for the guy… as they are for me.
 
I do understand where he comes from, of course. Capitalistic status symbols are simply an indecency for a politician of the left. But would it be a decent alternative for Sarah Wagenknecht to wear cheap mass products, guaranteed to have been produced under gruelling conditions and probably stained by the blood of the people that made them? No way.
I realize that I feel almost personally offended by these comments.
What’s the story? Can only people who vote for the neoliberal party wear designer clothes? Is it really impossible to love fashion and still be critical of unchecked capitalism?
Such stereotypes.
Such bullshit.
 
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As a fashion blogger I can be accused of not really knowing what I’m talking about when it comes to politics. I can hear some of you say: stick to what you know.
Well, I do (We’re talking about Louboutins here)! Plus, it almost made me sick to hear this guy talk and to realize that our country is in the hands of people like him. Men that automatically assume that the only way a female colleague reached a position of success was by sleeping her way up. Men that look down on fashionable woman, belittle them and are unashamed to do so publicly. Men that tag women as distanced and frigid as soon as they step out of the old stereotype of the charming gal, laughing submissively and admiringly at her man’s jokes.
Ok, maybe I’m also over-interpreting the situation now, but I have to say I also know I won’t have much warmth to show to anyone who thinks he has me figured out because of the shoes I wear either. There’s more than prejudice at work here. It’s plain sexism.
Shouldn’t we by now be at a point where there is no room for sexism in our society anymore. Not in daily life, and even less in politics, which is still somehow supposed to be a sphere of leaders and role models. How messed up the reality is when held against these ideals.
And, honestly, it’s not much of a surprise either, seeing close up how much attention Sarah Wagenknecht’s shoes and love life draw and how unaffected we seemingly are by, say, the refugee crisis that unfolds in front of our eyes.
 
Who knows, maybe Miss Wagenknecht is a cold and distanced woman. But maybe, just maybe she’s just a strong woman who proves herself in a men’s world, and succeeds with style.

 
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Juni 21, 2015
Category - personal
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42 Kommentare

  1. Guter Beitrag! Sicher gibt es noch sehr viele Vorurteile, was ich leider auch immer wieder bemängeln muss. Wenn Frauen auf ihre Mode und Äußeres reduziert werden, darf das natürlich nicht in den politischen Reihen geschehen – wenn überhaupt!

  2. Interessanter Beitrag!

    Ich würde mir ja vielmehr wünschen, dass es überhaupt weniger Klischeedenken und Genregrenzen gibt. Dass du z.B. gar nicht erst auf die Idee kommst, den Vorwurf „Soll sie doch bitte bei der Mode bleiben“ bereits im Vorhinein entkräften zu müssen.

    Ich stimme dir da vollkommen zu, dass das einfach widerlicher Sexismus ist Sahra Wagenknecht vorzuwerfen, dass sie eine bestimmte Marke trägt. Jeder weiß doch, dass Abgeordnete gut verdienen und sie ist sicherlich nicht die Einzige, die das Geld in Mode investiert. Verwerflich finde ich es nur, wenn Politiker im Amt Werbung machen – wie Schröder damals als Kanzler für Brioni.

    Aber ich glaube auch, dass man Frauen sowas mehr nachträgt. Weil eben das sexistische Klischee ist, dass die Frau sich gerne mit Oberflächlichkeiten wie Mode und Aussehen beschäftigt. Dieses Vorurteil sieht man durch die Louboutins natürlich sofort bestätigt. (By the way, Kompliment an den Herrn, der Louboutins erkennt ; ) Ich würde es nicht. Es gibt doch auch No Names mit roter Sohle…)

    Dabei finde ich im Übrigen traurig, dass Gysi so viele sympathisch finden. Und da frage ich mich wirklich, ob das einfach Unwissen oder Ignoranz ist. Schließlich gibt’s gewichtige Gründe, die gegen Gysi sprechen. Und die Art wie er dagegen vorgegangen zeugt nicht unbedingt von tiefer demokratischer Gesinnung.

  3. Wieder einmal ein wirklich klasse Beitrag von dir der mich zum Nachdenken bringt. Ich finde deine Meinung richtig und wichtig, dass Frauen für Ihre Leistung gewürdigt werden und es nicht als simples „hochschlafen“ abgetan wird, wie in diesem Fall.
    Mach bitte weiter so!

    1. Statt „aus Politik-reisen“ meinst du wohl eher „Politiker-kreisen“…

      PS: Ich weiß zwar nicht, wie es sich im Falle von Christian Loutboutin und seinen Schuhen verhält, aber die Tatsache allein, dass ein Produkt aus den Händen eines Designers stammt, ist absolut keine Garantie dafür, dass daran KEIN Blut von ausgebeuteten Näherinnen klebt.

  4. ich muss sagen, dass ich nicht mehr so viel mitbekomme von der deutschen politik, seit dem ich in den niederlanden lebe, aber deinen punkt verstehe ich natürlich trotzdem. war interessant das zu lesen und auch zu sehen, dass dich diese themen beschäftigen :-) und ja, das ist wirklich ein bisschen bullshit, aber überhaupt nicht überraschend

    1. Muss er ja auch nicht – sonst würde es nicht so viele verschiedene Parteien und Politiker geben ;)
      Den Punkt mit der Ausbildung verstehe ich nicht: was ist denn ein Jura Diplom für dich?

      1. Gregor Gysi hat sehr wohl eine Ausbildung. Ich habe zufällig dieselbe: Facharbeiter für Rinderzucht. Und es hat mir auch nicht geschadet!

        Danke Masha, dass Du auch mal solche heißen Eisen anpackst und ja, ich liebe Deine Fotos und zwar ALLE :)

        Liebe Grüße, Bärbel ☼

    2. Äh, während der 68er Zeit saß Gysi in einem Land, in dem es diese Bewegung gar nicht gab. Insofern ist er da unverdächtig. Außerdem: Hätte es die 68er nicht gegeben, würde Masha jetzt vielleicht als Hausfrau mit drei Kindern in Hintertupfingen leben. Wir alle verdanken dieser Bewegung ziemlich viel. Ob ein Rinderzüchter und promovierter Jurist unter „ohne Ausbildung“ fällt? Na, ich weiß ja nicht…

  5. Hallo Masha, mein erster Kommentar bei dir. ;) Vielen Dank, dass du dich diesem Thema annimmst! Man wird dafür gerne mal von vielen Seiten belächelt. Wenn ich Freunde auf sexistische Äußerungen hinweise, bekomme ich ordentlich Gegenwind: „Das war doch nur ein Witz, gar nicht so gemeint und überhaupt, sieh das doch mal lockerer!“. Aber ich weigere mich, das lockerer zu sehen. Sexismus ist so dermaßen verbreitet und akzeptiert in unserer Gesellschaft, das er vielen gar nicht mehr auffällt. Gerade deshalb, lohnt es sich aber immer noch das Thema anzusprechen, zu sensibilisieren und darauf hinzuweisen. Gerade wenn man als Mann oder Frau zwischen zwei Welten steht, also zB. einen geschlechtsspezifischen Job hat (zB. ein Mann als Kindergärtner oder Friseur, eine Frau als Kfz-Mechanikerin oder Ingenieurin) darf man sich so einiges anhören. Von daher: man sollte niemals aufhören sich in solchen Situationen zu wehren. Und das Thema gehört weiterhin in die Öffentlichkeit.

  6. Was für ein toller Beitrag! Vor ein paar Monaten habe ich eine Sendung gesehen, in der kluge Köpfe über Mode & Politik diskutiert haben. Der Tenor lautet: Frau Merkel hat sich kleidungstechnisch zum Mann gemacht, Frau Wagenknecht ist die einzige Politikerin, die sich feminin kleidet. Ich finde die Sendung leider nicht bei YouTube, mir ist der Titel entfallen, aber hier
    gibt’s einen interessanten Artikel zum Thema.

    Katharina || ktinka.com

  7. Liebe Masha! Toller Post, wichtiges Thema. Leider habe ich irgendwie das Gefühl, dass sich die Position bzw. die Anerkennung der Frauen in Führungspositionen so schnell nicht ändern wird. Zu viel Schubladendenken herrscht so oft auf allen Ebenen des Lebens. Man kann eben DAS und DAS sein. Erfolgreich und sexy. Schlau und modebewusst. Reich und nett. Etc. etc. etc.

  8. Was haben die Fotos mit dem Beitrag zutun?
    Wohlkaum , dass du an einer Ecke so stehst und Zeitung liest. Soll das dein Image aufwerten, dass du dich auch für anderes als nur Kleidung interessierst?

    1. Hahaha, Claudia, welche Fotos würden denn besser passen, deiner Meinung?

      Wie wäre es mit einem konstruktiven Vorschlag? Na, jetzt bin ich mal gespannt ;)
      lg
      Esra

    2. Du bist ja echt witzig!
      Hast du nichts besseres zu tun, als hier Nonsens zu posten?! Nein – wohl nicht!
      Soll sie etwa a la Serien, Standbilder nach Szenen erstellen? Am Besten mit Fotomontagen, oder noch besser – a la Anne Will und Co, Masha Sedwick – Polittalk, mäßig… ;D
      Wenn schon Kritik, dann bitte Konstruktiv. ;)

  9. Mich würde ja mal interessieren, ob Gysi H&M-Anzüge trägt ;)
    Ich muss gestehen, ich finde es auch ein wenig grenzwertig, wenn man kompromisslos gegen den Kapitalismus wettert, und dann aber in einigen Dingen des Lebens dabei trotzdem mitmacht. Das hat für mich einfach etwas von Doppelmoral.
    (Ungefähr so, als hätte ein grüner Politiker einen Oldtimer, der Unmengen an Abgasen rauspustet, hat halt einfach einen komischen Beigeschmack.)
    Allerdings stimme ich dir insofern zu, als dass es lächerlich ist, dass das wieder nur auf die Frau bezogen wird.
    Denn wie gesagt, ich wette, Gysi hat genauso teure Anzüge, Schuhe etc.
    Letzendlich sind wir eben alle nur Menschen, und daher eben nicht immer konsequent.

    Ich kenne das aber ebenfalls, als Frau in einem Ingenieur-Beruf, wirst du auch schief angeschaut, wenn du gerne hübsche Blusen oder hohe Schuhe trägst.
    Mein Physiklehrer sagte mal zu mir „Du bist viel zu hübsch, und ziehst dich zu schick an, als dass du es in der Technik zu was bringen kannst“.
    Danke auch. :D
    Ich seh sowas dann eher als Herausforderung.
    Schönen Sonntag noch! :)

  10. Also meine Meinung dazu ist folgende. Herr Gysi wie Frau Wagenknecht sind schlicht und ergreifend in der falschen Partei. Nur gibt es keine alternativen. Die SPD z.B ist nicht mehr das, was sie vor 40 Jahren mal war. Eine Arbeiterpartei. Nein, heutzutage tummeln sich die etablierten Parteien irgendwo in der Mitte rum, ohne Gesicht, ohne aussage. Da wundern die sich, das keiner mehr wählen geht, und die SPD, das sie so um die 20% dümpeln.
    Zur Frau Wagenknecht. Sie ist für mich nicht die Sozialistin, wie sie im Buche steht, sondern eher jemand, die für Gerechtigkeit steht. Löhne nach oben, weniger Gewinn für die, die das Kapital haben. Aber auch, wer etwas geleistet, und was geschafft hat, darf es ruhig ausleben. Lebt sie ja vor, und ganz ehrlich, gefällt mir.

  11. Bisher habe ich nie einen Kommentar unter Bogposts gesetzt… Sexismus ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt und es gilt diesen aufzuzeigen und zu bekämpfen! Ich feier dich dafür, dass du nicht davor scheust, dich mit einem Artikel wie diesem zu positionieren und mit dem Klischee, dass Modeblogs und Politik nicht verbunden werden könnten/sollten brichst <3.

  12. Es ist wirklich bemerkenswert, wie Frauen in Führungspositionen immer noch diskreditiert werden. Dafür bewundere ich ihre Haltung. Allerdings kann ich ansonsten der Wagenknecht überhaupt nichts abgewinnen, sie versucht ihre Haltung durchzusetzen und zu verteidigen, in ihrer Verbissenheit merkt man aber leider sehr deutlich, wie einseitig informiert sie ist. Sie kann große Reden schwingen, ist aber überhaupt nicht flexibel in ihrer Art, auf Argumente einzugehen, weil sie sich scheinbar nicht in die gegnerische Sichtweise einliest. Sehr gefährlich, wenn ich eine so klare Position zu verteidigen versuche, muss ich doch alle Sichtweisen zumindest mal beleuchtet haben.

  13. Auf Snapchat hast du gestern geäußert, dass du große Bedenken hast, diesen Post zu veröffentlichen. War völlig unnötig, ich halte ihn für sehr, sehr gelungen.
    Sexismus sollte viel öfter thematisiert werden. Ich arbeite seit Jahren in der Medizin, genauer gesagt in der Kardiologie (eine Männerdomäne) und da fallen ebenfalls solche Äußerungen, wie in der Politik. Zum brechen …

  14. Toller Beitrag Masha! Ich finde auch es ist ein Riesenscheiss, dass Frauen in Politik und auch in der Wirtschaft nicht selten immernoch über ihren Kleidungsstil/ihr Aussehen definiert werden und nicht über das was sie tun oder sagen. Was für eine flache Aussage zudem, dass eine Frau nicht linksorientiert sein kann weil sie teure Schuhe trägt. Und noch peinlicher finde ich es immer wieder wenn Männer Frauen die etwas erreichen wollen als „verbissen“ bezeichnen. So als müsse man als Frau um als „sympathisch“ zu gelten immer nachgiebig und soft sein in jeder Lebenssituation. Die habe ich ehrlich gesagt schon sehr oft gehört diese Aussage. Da will man antworten: „Angst oder was?“ :D

    Danke für diesen Text. :)

  15. Einfach nur GEIL Masha!!! Ich mag Sahra, ich mag Oskar und LINKS is mein Herz. Wir brauchen wirklich mehr Frauen mit fetten Eiern – nicht nur in der Politik. Louboutins hab ich zwar LEIDER noch keine, aber das kommt noch ;) Deine sind köstlich und falls es mal hart auf hart kommt, kann man damit suuuper gehirnlosen Typen sehr gut in den Allerwertestens treten :)

  16. I love this post (and your blog).

    There are not too many fashionblogs I actually love to read (not just watch the pretty pictures), as the standart text is ususally „I was wearing these shoes with the dress“. It is so great to read you texts and look at your pictures – great compliment <3

  17. Richtig toller Post und ich kann nur zustimmen. Ich habe beruflich viel mit Politikern zu tun und bin als Frau auch eher selten. Es ist extrem anstrengend, dass ständig irgendjemand sich anmaßt deine Klamotten oder dein Aussehen zu bewerten! Ich will mir das nicht mehr gefallen lassen. Und ich habe auch keine Lust nur Standard -Kostümchen zu tragen.
    Ich finde es super, dass du das Thema ansprichst, es hilft, dafür zu sensibilisieren und macht es einfacher sich Strategien zurecht zu legen, damit umzugehen. Danke!

  18. Ich versuche gerade, eine Art zu finden, zu sagen „Ich bin schon lange ein Fan deines Blogs, und jetzt kann ich hundertprozentig sagen, dass ich auch ein riesen Fan von dir persönlich bin“, ohne dass es so kitschig klingt, wie es eben tut. Ich werde es jetzt aber dabei belassen müssen. Vielen Dank, Masha. Großartiger Post, wichtiges Thema.

  19. Super Beitrag! Ich bin auch der Meinung, dass man(n) ganz klar trennen können sollte, dass Frauen genauso gut (manchmal auch besser^^) handeln oder denken wenn es ums politische Geschehen geht und dass dies absolut gar nichts mit ihrem Kleidungsstil zu tun hat. Allein der Gedanke, dass Schuhe eine politische Entscheidung beeinflussen könnten – wo sind wir nur gelandet??? :-/

  20. Und wenn eine total ungestylt rum läuft, dann ist sie ein Mannsweib und bekommt von den Herren auch keine Anerkennung oder Akzeptanz…
    Es gibt einfach noch Berufsfelder, da finde ich, muss noch einiges passieren, damit Frauen gleichgestellt sind und akzeptiert werden. Männer werden nicht gleich als Modepüppchen, oberflächlich, distanziert und verbissen dargestellt, die haben dann „Biss“ und das ist was ganz anderes…
    Finde es gut dass du das Thema ansprichst, denn ich finde gerade in den Bereichen Politik und Wirtschaft muss sich in Sachen Gleichberechtigung echt noch was tun!!