Hautpflege: 5 natürliche Wirkstoffe, die ihr bereits zuhause habt

Anzeige



Zurzeit verbringen wir beinahe alle die meiste Zeit zuhause. Um nicht irgendwo zwischen Homeoffice und Haushalt unterzugehen, habe ich angefangen kleine Selfcare-Routinen in meinen Alltag einzubauen: ein heißes Bad oder eine Maske zwischendurch tun schließlich immer gut. Dabei bin ich jedoch auf einen Bereich gestoßen, den ich bisher vernachlässigt habe, der jedoch alles andere als neu ist – und zwar den der Hausmittel. Es mag an mangelnder Zeit oder Motivation liegen, dass ich mich nie so wirklich damit beschäftigt habe, schließlich lagen Apotheke und Drogeriemarkt immer in Reichweite. Doch jetzt, wo jeder Besuch eines Geschäftes genau überlegt sein sollte, bin ich in das Thema eingetaucht und möchte hier mit euch meine Ergebnisse teilen.

Denn Hausmittel können oftmals nicht nur teure Kosmetika ersetzen – sie sind meist auch das natürlichste, das wir unserer Haut bieten können und kommen ganz ohne Plastik oder zusätzlichen Verpackungsmüll daher. Hier erkläre ich, welches Mittel welche Wirkung hat und wie gängige Hausmittel ganz einfach Teil eurer Hautpflege werden können.

Olivenöl

Der Bestseller-Autor Bas Kast widmet sich in seinem Buch der „Ernährungs-Kompass“ ausgiebig dem Thema Olivenöl. Auf seiner Webseite wies er unter anderem auf eine Studie hin die zeigte, dass je mehr Olivenöl man verzehrt, desto geringer die Hautalterung durch Sonneneinstrahlung sei und dass Olivenöl die Kraft habe, Entzündungen lindern zu können. Demnach empfiehlt es sich nicht nur, Olivenöl in die täglichen Mahlzeiten zu integrieren – die Polyphenole, die Stoffe also, die in dem Öl wirken bieten sich auch für die Hautpflege von außen an. Besonders bei kleinen Verletzungen und trockener Haut soll Olivenöl besonders gut wirken, indem es die Haut mit den nötigen Nährstoffen und somit auch Feuchtigkeit versorgt. Aufgrund der bereits ansprechenden Verzögerung der Hautalterung durch Olivenöl, wird es auch gern als Anti-Aging-Hausmittel bezeichnet.

Anwendung: Der einfachste Weg, Olivenöl zur Pflege zu nutzen, ist sich das Gesicht damit zu waschen. Einfach eine kleine Menge in den Händen verteilen, im Gesicht auftragen und anschließend ein befeuchtetes Waschtuch nehmen, leicht gegen das Gesicht pressen und schließlich langsam abwischen. Alternativ könnt ihr auch einfach ein bisschen Olivenöl auf ein Wattepad geben und euer Gesicht anschließend mit warmen Wasser abwaschen. Was sich auch anbietet, ist ein leichtes Peeling mit Olivenöl und Salz. Einfach ein wenig Kochsalz mit Olivenöl in den Händen verreiben und anschließend vorsichtig im Gesicht verreiben. Wer mag, kann das Peeling auch einfach auf den ganzen Körper ausweiten. Natürlich sollte man bei besonders empfindlicher Haut eher vorsichtig vorgehen – und wie auch bei herkömmlichen Kosmetikprodukten der Fall, wird das Olivenöl nicht bei allen gleich als Wundermittel gelten – es kann auch eure Poren verstopfen und wirkt bei anderen besser und bei anderen eben nicht so gut. Doch es lohnt sich, es auszuprobieren und zu schauen, ob es nicht was für euch ist!

Haferflocken

Wir haben beinahe immer welche zuhause, sie sind günstig, gesund und gelten als heimliches Superfood und gleichzeitig als Alleskönner. Haferflocken sind voller Ballaststoffe, Vitamine und Proteine und sollen in bestimmten Mengen sogar beim Abnehmen helfen. Doch sie eignen sich nicht nur zum täglichen Frühstück, im Smoothie oder als Porridge – sie wirken sich auch auf unsere Haut aus. Das Biotin in Verbindung mit dem Zink, das in Haferflocken enthalten ist, sorgt für feste Haare, Nägel – und eben auch für ein frisches Hautbild. Diese Wirkung bekommt man nicht nur, wenn man Haferflocken isst, sondern auch, wenn man sie auf der Haut aufträgt.

Anwendung: Ein Weg, Haferflocken auf eurer Haut aufzutragen ist durch eine Maske. Dafür braucht ihr nur etwa zwei Esslöffel Haferflocken. Die könnt ihr zusammen mit etwas Joghurt in einem Mixer zerkleinern und wie eine Maske auf euer Gesicht auftragen. Ganz ähnlich funktioniert auch ein Haferflocken-Peeling. Dafür nehmt ihr einfach wieder zwei Esslöffel Flocken und mischt etwas Honig dazu. Dann wie gewohnt einreiben und anschließend mit lauwarmen Wasser abspülen. Für alle die mit aggressiven Kosmetika Probleme haben, könnte das eine natürliche und einfache Alternative sein!

Honig

Bleiben wir doch gleich beim Honig. Wir kennen ihn als natürliches Sü.ungsmittel beim Backen, als Belag auf dem Croissant oder Brot – und als beliebtes Mittel bei Husten und Halsschmerzen. Heiße Milch mit Honig oder auch Tee mit Honig hat eine lindernde Wirkung auf den gereizten Hals. Das liegt daran, dass Honig neben Zucker und Wasser auch Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme enthält. Genau deshalb eignet sich Honig auch als Kosmetik-Ersatz. Ihm wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt, weshalb er früher auch auf Wunden aufgetragen wurde. Heute wurde der Honig als Hausmittel zwar weitergehend von Medikamenten verdrängt – doch seine Wirkung ist noch immer da und wird mittlerweile von vielen in der Beauty genutzt. Zum Beispiel bei kleinen Wunden oder geschwollenen oder geröteten Stellen. Der Manuka-Honig, eine spezielle Sorte, gilt als besonders antibakteriell und soll sogar bei Pickeln geworden.

Anwendung: Auch Honig wird vor allem gern in vorm von Masken aufgetragen. Ihr könntet zum Beispiel ganz klassisch etwas Quark mit Honig mischen, dazu etwas Olivenöl. Einfach auftragen, einwirken lassen und abspülen. Ähnlich wie beim Olivenöl könntet ihr auch etwas Salz zum Honig geben und schon habt ihr ein Peeling das die Poren reinigt und euer Gesicht wieder strahlen lässt! Wer etwas empfindlicher ist, sollte allerdings auf das Salz verzichten.

Apfelessig

Ein weiteres Hausmittel, das oft in den hinteren Reihen unserer Schränke steht, ist Apfelessig. Doch nicht nur beim Kochen wird es Zeit in hervorzukramen, er eignet sich auch gut, um gegen Hautunreinheiten vorzugehen. Apfelessig gilt wohl als einer der ältesten Hausmittel, was wohl an der antibakteriellen Wirkungen liegt, die dem Saft nachgesagt wird. Gleichzeitig soll es entzündungshemmend wirken und kommt mit einer ganzen Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen daher – zum Beispiel Magnesium, Eisen, Zink und viele weitere.

Anwendung: Das Mittel lässt sich wunderbar zu einem Gesichtswasser vermischen, indem ihr einfach ein Teelöffel Apfelessig in ein Glas Wasser untermischt und anschließend mit einem Wattepad oder Baumwolltuch auf eure betroffenen Hautpartien tupft. Ihr könnt Apfelessig jedoch auch als Haarspülung nutzen, indem ihr etwa 2-3 Teelöffel Apfelessig mit Wasser verdünnt und sie nach dem Haare waschen auf eurem nassen Haar auftragt, einige Minuten einwirken lasst und anschließend wie gewohnt ausspült. Ganz ohne Zusatzstoffe – und der Geruch geht auch nach ein paar Minuten wieder weg!



Zitrone

Habt ihr morgens nach dem Aufstehen schon einmal Zitronensaft gepresst und ihn mit heißem Wasser getrunken? Zitronensaft soll nämlich perfekt für nach dem Aufstehen sein, denn es aktiviert die Abwehrkräfte und bereitet sozusagen unser Immunsystem für den Tag vor. Viele trinken auch ein bisschen Zitrone in ihrem Kaffee, das soll bei Kopfschmerzen helfen – für alle die bei der nächsten Kaffee-Pause im Homeoffice etwas Neues ausprobieren wollen. Natürlich kann man auch Zitrone nicht nur trinken – sondern auch in den verschiedenen Bereichen der Körperpflege eingesetzt werden. Zum Beispiel auf den Haaren – der Zitronensaft kann mit Wasser vermischt nach dem Haare Waschen aufgetragen werden, sozusagen als Ersatz für die Spülung, und nach ein paar Minuten Einwirkzeit wieder ausgewaschen werden. Das soll vor allem bei schnell fettenden Haaren helfen. Doch auch ein straffender und stärkender Effekt auf die Haut wird dem Saft nachgesagt, denn auch sie sollen entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Das Vitamin C in der Zitrusfrucht macht sie sogar zu einem echten Anti-Aging-Wirkstoff.

Anwendung: Ein Weg von der Zitrone zu profitieren, ist etwas Saft daraus zu pressen, mit Wasser verdünnen und dies einige Minuten auf dem Gesicht wirken zu lassen. Für ein natürliches Peeling, könnt ihr auch eine Zitrone auspressen und dazu etwa zwei Teelöffel Olivenöl geben und es leicht in eure Haut einreiben. Trotzdem gilt es beim Zitronensaft vorsichtig zu sein. Denn dabei handelt es sich immer noch um eine Säure, die vor allem bei offenen Stellen sehr aggressiv wirken kann. Deshalb solltet ihr den Saft immer nur stark verdünnt auftragen und bei empfindlicher Haut nicht zu lange einwirken lassen.

Mai 27, 2020
Taged under -

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

3 Kommentare

  1. Das sind wirklich tolle Tipps, wo man endlich einmal keine exotischen Inhaltsstoffe vorab kaufen muss, da man wohl ohnehin alles bereits zuhause hat. Danke!

  2. Liebe Masha,

    Haferflocken als Maske? Wieder was gelernt :-) Klingt gut und werde es testen.
    Viele deiner Vorschläge sind echt gut und dabei kann man es sehr schön genießen. Die Fotos sind sehr schön und ich habe zumindest das Gefühl dort zu sein. Es liegt wohl eine meine Vorstellungskraft mich in Orte zu begeben als wäre ich tatsächlich dort. Danke dafür.
    Wünsche dir ein genussvoller Tag und bleib weiterhin gesund.

    Liebe Grüße

    Laura T.