Warum Sonnenschutz so wichtig ist – und worauf man achten sollte

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Die ersten heißen Tage haben wir bereits hinter uns und es verspricht ein heißer Sommer zu werden. Die Vorfreude auf Frühstück auf dem Balkon, lange Tage am See und sonnige Picknicks auf der Wiese im Park steigt. In den Drogerie- und Supermärkten füllen sich die Regale wie alle Jahre wieder mit den gelben und blauen Tuben gefüllt mit Sonnencreme. Dabei ist Sonnenschutz etwas, mit dem wir uns nicht nur in den drei klassischen Monaten des Sommers auseinandersetzen sollten – sondern ein Produkt für jeden Tag. Doch darauf kommen wir gleich.

Während ich früher oftmals mit einer knallroten Nase, verbrannten Schultern und schmerzendem Nacken nach Sommertagen zurück in die Wohnung kam, weil ich dann doch vergessen hatte (oder zu faul war, wenn wir mal ganz ehrlich sind), mich richtig einzucremen, habe ich mich dem Thema Sonnenschutz in den letzten Jahren verantwortungsbewusster genähert. Dabei habe ich gelernt, warum die Sonnencreme auch an weniger sonnigen Tagen wichtig ist, worauf ihr beim Kauf des Sonnenschutzes achten solltet und wie man bei der Auswahl der Sonnencreme Umweltschäden vermeiden kann.

Warum ist Sonnenschutz so wichtig?

Wie wir wissen, hat ein langer Sommertag auch so seine Tücken. Denn mit der Sonne kommen auch die UV-Strahlen, die für eine vorzeitige Hautalterung sorgen und gleichzeitig das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

Es gibt zwei verschiedene Arten dieser Strahlen.
Die UV-A-Strahlung lässt unsere Haut dunkler werden, sorgt für eine kurzfristige Bräune und führt gleichzeitig dazu, dass sich Falten auf unserer Haut bilden und sich die Gefahr für Hautkrebs erhöht. Die UV-B-Strahlung hingegen ist energiereich und sorgt für eine eher lang anhaltende Bräune. Gleichzeitig führen diese Strahlen jedoch zu Sonnenbränden und erhöhen ebenfalls die Gefahr von Hautkrebs. Hinzukommt, dass die Sonne nicht nur UV- sondern ebenso Infrarotstrahlen mit sich bringt. Auch diese lassen unsere Haut schneller altern, wenn sie nicht bewusst eingesetzt werden in der Lichttherapie. Sonnencreme enthält Stoffe, die diese Strahlungen auf unterschiedliche Weise abwehren. 

Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Sonnenschutz. Sonnencremes mit chemischen Filtern schützen vor der Sonne, indem sie die schädlichen UV-Strahlen in Wärme umwandeln. Hier dauert die Einwirkungszeit etwas länger, weshalb man sich schon einige Zeit bevor man sich der Sonne aussetzet, eincremen sollte. Allergikern wird von Sonnencremes mit chemischen Filtern oftmals abgeraten.
Sonnencremes mit physikalischen Filtern hingegen schützen ebenfalls vor der Sonne, jedoch auf eine andere Weise. Sie reflektieren die UV-Strahlen und entfalten somit sofort nach dem Auftragen ihre Wirkung.

Braucht man Sonnencreme wirklich jeden Tag?

Viele tragen Sonnencreme erst im Sommer auf, da die Sonne dann am stärksten scheint. Die ersten Sonnenstrahlen nach grauen Wintertagen sind jedoch besonders schädlich, weil die Haut noch wenige Pigmente gebildet hat und unser Eigenschutz somit sehr niedrig ist. Deshalb sollte man nicht nur im Sommer die offen liegenden Hautpartien schützen, wie beispielsweise das Gesicht. Hinzu kommt, dass viele an weniger sonnigen Tagen denken, dass heute ja ein Sonnenschutz nicht unbedingt notwendig sei. Doch nur, weil wir die direkte Sonneneinstrahlung nicht fühlen, bedeutet dies nicht, dass sie nicht da ist. Denn die Wolken filtern die UV-Strahlen der Sonne nicht – sie verstärken sie sogar. Somit bietet es sich an, jeden Tag auf Sonnencreme zu setzen. Es gibt gleich mehrere Gesichtscremes, die einen integrierten Lichtschutzfaktor haben, sodass ihr eure Haut täglich schützt ohne einen zusätzlichen Step in eure Beauty-Routine integrieren zu müssen. 

Wann ihr welchen Lichtschutzfaktor braucht 

Bei dem täglichen Auftragen von Sonnencreme wird meist ein Lichtschutzfaktor von 30 empfohlen. Wie ist es jedoch an Sommertagen am Strand, am See oder im Park? Tatsächlich gibt es eine Formel, mit denen man den notwendigen Lichtschutzfaktor berechnen kann. Denn dieser ist davon abhängig, wie lange man in der Sonne liegt und wie viel Eigenschutz die Haut hat. Desto dunkler unsere Haut ist, desto besser kann sie sich vor der UV-Strahlung schützen. Wenn wir jedoch besonders helle Haut hat, ist die Zeit, in der sich die Haut selbst schützen kann, eher gering. Das bedeutet, dass euer benötigter Lichtschutzfaktor von dem Eigenschutz eurer Haut als auch von der Zeit abhängig ist, die ihr in der Sonne verbringt. Somit sollte bei heller Haut und langer Zeit in der Sonne ein hoher Lichtschutzfaktor von beispielsweise 50 verwendet werden. Zudem ist es sinnvoll, sich nach langer Zeit in der Sonne zusätzlich zu schützen, indem man sich der direkten Sonneneinstrahlung entzieht und die Abwechslung an einem schattigen Platz sucht.

Sonnenschutz für die Haare?

Ja, auch die Haare sollten vor den UV-Strahlen geschützt werden. Denn diese schaden nicht nur der Kopfhaut, sondern lassen die Haare auch schnell trocken und spröde wirken. Wenn ihr eure Haare oben zu einem Dutt zusammenbindet, schützt ihr eure Haut und Haare gleichzeitig. Schützen können natürlich auch Tücher, Kappen und Hüte. Da gefärbte Haare in der Sonne noch etwas schneller ausbleichen sollte man sich besonders schützen. Diesen Schutz bieten auch spezielle Shampoos, die einen UV-Schutz haben und die den Vorteil haben, gleichzeitig Rückstände von Chlor und Salz aus den Haaren entfernen zu können. Auch weitere Haarprodukte, wie Masken und Spülungen gibt es mittlerweile in der After-Sun Edition. 


Warum ist Sonnenschutz nicht “clean”? 

Wenn wir am Strand liegen, abwechselnd ins Wasser gehen und uns immer wieder eincremen, gelangt unser Sonnenschutz auch ins Wasser. Oftmals befinden sich in Sonnencremes jedoch Stoffe, die nicht wasserlöslich und biologisch abbaubar sind. Die darin enthaltenen Nanopartikel sind vor allem eine Gefahr für Korallenriffe, da diese bei Anbindung, ausbleichen und sterben. Was wiederum bedeutet, dass unser Sonnenschutz die Bio-Diversität in den Gewässern gefährden kann. Diese Stoffe sind nicht nur in den Sonnencremes mit chemischen Filtern, sondern auch in biologischen Sonnencremes enthalten. Man kann die Verschmutzung des Wassers vermeiden, indem man sich schon zu Hause eincremt, statt dies kurz bevor man ins Wasser geht, zu tun. Damit der Schutz jedoch beständig ist, muss oft noch nachgecremt werden, weshalb es sinnvoll ist, die Zutatenliste der Sonnencremes genau zu studieren.

Hawaii hat als erster Bundesstaat ein Gesetz erlassen, dass die Nutzung von Sonnencremes, die Stoffe wie Oxybenzon und Octinoaxt enthalten, ab 2021 verbietet. Beim Kauf der Sonnencreme solltet ihr also beim Lesen der Verpackung auf diese Stoffe besonders achten. Denn das Tückische ist, dass Oxybenzon, das auch für Hautirritationen und Hormonstörungen sorgen soll und auch die Vernichtung der Korallenriffe befeuert, in rund 80% der gängigen Sonnenschutzmittel vorhanden sein soll.

Doch auch mineralische Filter sind keine perfekte Lösung, denn weil sie auf der Haut sitzen, anstatt in sie einzudringen, schließen sie die Hitze ein und bei körperlicher Belastung (beispielsweise beim Outdoor Workout) können Gifte über die Poren nicht austreten. 



Diese Sonnencremes solltet ihr kennen :

1. Die I+M Sonnencreme mit LSF 30
Bei der Sonnencreme der 1978 in Berlin gegründeten Marke handelt es sich um Sonnenschutz mit mineralischem Filter, der ebenso gegen die Infrarotstrahlen der Sonne hilft. Die Tagescreme kommt ganz ohne Nanopartikel aus. 

2. Body Protection Sunscreen von Susanne Kaufmann 
Die Sonnencreme von Susanne Kaufmann eignet sich mit dem Lichtschutzfaktor 25 für den Alltag. Der wasserfeste Sonnenschutz kommt ebenfalls ohne chemische Zusätze aus und eignet sich ebenso für empfindliche Haut. 

3. Caudalie Anti-Falten Sonnencreme LSF50
Auch die Sonnencreme von Caudalie basiert auf chemischen Filtern, allerdings auch hier ganz ohne Octinoxat, Oxybenzon und Octocrylen, Nanopartikel, Alkohol oder Silikone. Und wie alle Caudalie Produkte, ohne Parabene, Phenoxyethanol, Phthalate, Mineralöle, Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs. Caudalie ist nicht komedogen und damit auch für empfindliche Haut geeignet. Ich benutze sie als Grundlage, wenn ich am Tag plane, Sport zu treiben. 

4. VSUN Sun Cream Face SPF30
Die umweltfreundliche Sonnencreme von VSUN made in Germany basiert auf chemischen Filtern, enthält aber weder Oxybenzon, Octocrylen oder Phenoxyethanol und schützt vor UV-A, UV-B und Infrarotstrahlen und das ganz ohne Nanopartikel oder Mikroplastik.

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