Life Update: Oktober

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Hallo aus dem Risikogebiet!

Jetzt ist es also soweit. Der Shutdown ist wieder da und obwohl es absehbar war, ist man dennoch irgendwie erschüttert. Ich mein, muss das jetzt sein?? Die Antwort ist: JA.

Doch obwohl es wichtig ist, Maßnahmen zu ergreifen, komme ich nicht umhin, mir erneut Sorgen um die Zukunft zu machen – um meine eigene, so wie die meiner Freunde und Liebsten.

Aber gut, denke ich mir, wenigstens ist es der November und nicht der Juli oder August oder so.

Der November an sich ist nämlich eh ein trauriger und eigentlich völlig unnötiger Monat, der sich für mich in der Vergangenheit ausschließlich dadurch kennzeichnete, dass dort ziemlich viele Preisveranstaltungen, Awards und Dinner waren. Achso und Geburtstage.

Doch betrachten wir den November ganz nüchtern und ohne dieses ganze Marketing stellt es sich als ziemlich trister Monat heraus. Irgendwie nicht mehr wirklich Herbst, aber auch nicht wirklich Winter und Weihnachten. So ein bisschen wie der Anfang vom Ende. Scheinbar hatte die Politik ähnliche Gedanken und strich somit den November aus unserem Terminkalender. „Vielen Dank hier gibt es nichts zu sehen, gehen sie weiter“.

Aber wohin weiter?
In den Dezember rein, wenn Weihnachten gefeiert wird und alle ihre Familien treffen und sich anstecken? „Frohes Neues“ wird es dann heißen und wir alle werden das mit viel Hoffnung in Stimme einander versichern.


Mein letztes Update ist mittlerweile ein paar Monate her, doch was soll ich sagen: es ist auch nicht allzu viel passiert. Wie die meisten von euch, hat auch mich die Corona Krise stark beeinflusst in meinem Tun. Zwischendurch gab es keine oder nur kaum Jobs, ich bin nicht verreist und es war auch sonst recht ereignisarm in meinem Leben.
Und vielleicht war es das, was ich gebraucht habe:

Entschleunigung. Demut. Dankbarkeit.

Zugleich empfinde ich eine massive Erschöpfung, nicht zuletzt wegen Social Media. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich empfinde meist super viel Druck, wenn ich online bin. Einerseits habe ich das Gefühl ich muss unbedingt produktiv sein, andererseits fühle ich mich in letzter Zeit wie betäubt von den ganzen Nachrichten und schaffe es gar nicht sie emotional zu verarbeiten. Steigende Coronazahlen, verpasste Chancen der Regierung die Digitalisierung nach vorn zu bringen und sich den Klimazielen zu nähern und nicht zuletzt das drohende Ende der Demokratie in den USA, sollte Trump weitere 4 Jahre im Amt bleiben, aber auch in europäischen Ländern, bereiten mir große Sorgen.
Ich bewundere die Menschen, die es schaffen, das alles nicht an sich heranzulassen und kämpfen und unbeirrt ihre Ziele verfolgen. Menschen, die jeden Tag sinnvollen Content posten und täglich versuchen die Welt ein bisschen besser zu machen.
Wir brauchen solche Vorbilder.

Random Facts:

  • Ich habe mir eine Staffelei geholt. Ich möchte jetzt mal mit dem Malen (wieder) anfangen.
  • Ich glaube Squash wird mein neuer Lieblingssport. Das macht vor allem als Paar so viel Spass!
  • Katie, meine kleine Katze, hat nun scheinbar doch eine andere Form von Krebs – und Asthma. Trotzdem ist das eine gute Nachricht, denn bei der Erstdiagnose Lungenkrebs wäre der Krebs aggressiver vorgegangen. So haben wir noch ein bisschen Zeit ❤️
  • Ich hatte bereits Corona und habe selbst jetzt, 2-3 Monate später, meinen Geruchssinn immer noch nicht wieder zurück.
  • Wusstet ihr, dass Pinterest eine meiner stärksten Plattformen ist? Aktuell bin ich bei 3,5 Mio. Uniques! Danke!!
  • Ich war das erste Mal Publikumsgast in einem Fernsehstudio. Eine spannende Erfahrung für mich, so ein Blick hinter die Kulissen, ohne selbst im Fokus zu sein, sondern als stiller Beobachter.
  • Zusammen mit Marie und Frankie habe ich eine große Strecke im Welt Vegan Magazin. Auch wenn ich das Magazin vorher nicht auf dem Schirm hatte, ist es ein ziemlich cooles Magazin mit vielen Tipps für den Alltag und Rezepten!
  • Wo wir gerade bei Magazinen sind: ihr findet mich auch im kostenlosen Magazin vom Galerie LaFayette auf zwei Doppelseiten!

Gesehen:
Tennet – Was für ein beeindruckender Film! Wir waren dafür im Kino und es war wirklich bildgewaltig und hat unfassbar viel Freude bereitet ihn zu sehen. Der Film ist von Christopher Nolan und entsprechend ästhetisch und beeindruckend. Gleichzeitig gibt es ganz nach meinem Geschmack eine komplizierte Mindfuckstory, die ich bis heute nicht geblickt habe. Wenn aber die Kinos wieder öffnen oder ihr einen großen Fernseher Zuhause habt, kann ich euch diesen Film wirklich sehr ans Herz legen!

Gehört:
Ich habe SO viele gute Hörbücher in letzter Zeit gehört, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll. Mein letztes beendetes Buch war aber „die Tochter des Malers“. Ein Roman, der auf der bewegenden Lebensgeschichte von Ida Chagall beruht, die mit ihren Eltern vor dem zweiten Weltkrieg floh und nur knapp entkam. Wirklich hörenswert!

Podcast Update:
Mittlerweile habe ich die erste Staffel Unshared abgeschlossen und bin ziemlich stolz drauf. Es ist eine gute Staffel geworden mit wahnsinnig spannenden Gästen und tollen, inspirierenden Inhalten. Die zweite Staffel wird dann hoffentlich im Dezember weitergehen.
Gleichzeitig habe ich ein weiteres Podcast Projekt gestartet. Ich hatte ja auf Podimo einen Podcast gestartet namens „Meanwhile in Mitte“ und nachdem ich dort die erste Staffel abgeschlossen habe, geht es nun ohne Podimo weiter, dafür aber auf allen Kanälen, inkl. iTunes und Spotify! Bei Meanwhile in Mitte rede ich mit Freunden (meistens mit David) über alles, was uns im Alltag so beschäftigt. Das kann angeschnittenes Backpapier sein, Pralinenpackungen oder die Situation am Rosenthaler Platz. Die Mischung ist also bunt und ich würde mich freuen, wenn ihr mal reinschalten würdet!

November 2, 2020
Category - sonntagspost

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4 Kommentare

  1. Hi Masha,
    oh wow, echt du hattest Corona?
    Das hat man glaube ich gar nicht mitbekommen. Wie war deine Infektion? Ich glaube es wäre mega spannend, wenn endlich mal jemand von seinen Erfahrungen berichtet. Aktuell sieht man immer nur alle Blogger ihre negativen Test-Ergebnisse posten, damit sie nach all ihren Reisen wieder draußen rumlaufen können. Aber die Wahrheit ist ja, dass das Virus da ist und auch wirklich „echte“ Menschen trifft.

    Ich wäre super gespannt von dir zu hören, wie das Ganze für dich war :)

    Liebst,
    Jenny

    1. Ja, ich habe das bei Social Media tatsächlich nicht an die große Glocke gehängt und hab einfach ein paar Tage Zuhause verbracht, weil ich in Berlin keinen Test machen konnte (weil es einfach unmöglich war, zu dem Zeitpunkt als ich es gemerkt habe) und erst Gewissheit hatte, als der Antikörper Test positiv ausfiel. Aber da war es schon vorbei

  2. Ich glaube auch leider, war erst sehr vorhersehbar, aber wir konnten es auch irgendwo verhindern. Das haben wir nicht, sind trotzdem gereist und haben Corona ganz vergessen und nun stehen wir da und wundern uns darüber, dass ein zweiter Lockdown ist? Irgendwie lächerlich. Vielleicht lernen wir ja das zweite Mal daraus…
    Wie immer ein toller Post!
    Lg, Sandra / Blog: http://shineoffashion.com