Rassismus ist real. #metwo

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Liebe Leser,
wir müssen reden.
Doch diesmal geht es nicht um mich, sondern um unsere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, um die ich mir zunehmend Sorgen mache.

Mesut Özil’s Austritt aus der Nationalmannschaft wegen Gründen des Rassismus hat eine Debatte ausgelöst, die meiner Meinung nach längst überfällig war. Denn Mesut Özil, deutscher Staatsbürger, geboren in Gelsenkirchen, sah sich mit Rassismus konfrontiert. Und dass Kommentare wie „Türkensau“ und „Ziegenficker“ (das sagte übrigens SPD-Politiker Holzhauer zu ihm!) einfach nur rassistisch sind, darüber müssen wir nicht diskutieren. Wer also behauptet Özil würde nur „jammern“, der hat sich mit dem Thema nicht vernünftig auseinandergesetzt.
 
Auch die Bild Zeitung beteiligt sich munter an der Hetze gegen den Nationalspieler. Zuerst rüttelt man mit der Schlagzeile „er pilgerte nach Mekka und liebt eine Miss Türkei!“ am Fundament Özils „Deutschheit“ um sie ihm nach der WM vollends abzusprechen. Beispielhaft fand ich folgendes Zitat dafür in einer Bild-Kolumne: ..gut, dass sie das Hemd mit dem Adler ausgezogen haben, wir passen nicht mehr zusammen
 
Sowohl Holzhauer, als auch Reichelt mussten anschließend viel Kritik ertragen, doch geändert hat es wenig. Die traurige Wahrheit ist nämlich:

Deutschland ist rassistisch.
 
Sobald der Schutzmantel des sportlichen Erfolgs gefallen ist, wird „sogar“ ein mehrfach ausgezeichneter Sportler, der als Nationalspieler eine WM gewonnen hat, in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und Millionen Steuern gezahlt hat, ausgrenzt „ausgedeutscht“ und ist zum Abschuss freigegeben.
 
Versteht mich an dieser Stelle bitte richtig: ich persönlich finde ebenfalls, dass es ein Fehler war ein Bild mit Erdogan zu posten und sich nicht von der türkischen Politik klar zu distanzieren. Schließlich ist Mesut Özil auch ein Vorbild für viele junge Menschen und alleine schon deswegen hätte ich mir eine Klarstellung dahingehend ebenfalls gewünscht.
Doch Fehler hin oder her – kein Fehler legitimiert in meinen Augen rassistische Anfeindungen. KEINER.
 
Doch Rassismus, mal mehr, mal weniger offensichtlich, ist Teil unserer Gesellschaft – und selbst einer der erfolgreichsten Nationalspieler Deutschlands wird davon nicht ausgenommen.

„…so why don’t people accept that I’m German?“
Mesut Özil

Und das ist schon allein deswegen so bestürzend, weil Rassismus für viele zum Alltag geworden ist – und dadurch wird es zur Selbstverständlichkeit.
„Es ist halt so.“
 
Deswegen ignorieren viele die kleinen Sticheleien im Job oder lachen auch mal bei einem unangebrachten Witz mit. Man will schließlich dazugehören, angepasst sein, nicht auffallen.
So schlimm war es ja auch nicht. Tja, bis Mesut Özil ausgetreten ist. Denn auf einmal betraf Rassismus nicht nur den Alltag irgendwelcher Unbekannten, es betraf die Fußballnationalmannschaft – Deutschland’s ganzer Nationalstolz und wunder Punkt.
WIR waren schließlich Weltmeister.
 
Aber Mesut Özil’s Austritt bewirkte mehr als nur einen Aufschrei – es war der Anfang einer ganzen Protestbewegung. Unter dem Hashtag #metwo berichten Menschen von ihren Erfahrungen mit Rassismus und erzählen Geschichten aus ihrem Alltag.
 
Und spätestens hier sollte man zuhören und merken, dass Rassismus tatsächlich ein Virus ist, an dem unsere Gesellschaft erkrankt ist – und dass sich dieser Virus ausbreitet.
 
Schauen wir uns hier einfach mal die Fakten an:
Die Zeit (die Zeit!) denkt öffentlich darüber nach, Boote mit Flüchtlingen in internationalen Gewässern einfach absaufen zu lassen, die Afd hat erreicht mit ihrer rassistischen Haltung 12% (bei der aktuellen Sonntagsfrage sogar ganze 17%, Tendenz also steigend) Horst Seehofer freut sich über 69 Abschiebungen an seinem 69 Geburtstag, tja und Nationalspieler Mesut Özil sieht sich eben mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert – und dann will mir irgendwer noch erzählen Rassismus sei in Deutschland kein Thema mehr?
 
Das Gegenteil ist der Fall – und das erkennt man spätestens, wenn man sich die Tweets der #metwo Bewegung durchliest. Diese Geschichten machen mich betroffen, aber was ich fast noch schlimmer finde: wie früh die meisten mit Rassismus konfrontiert werden.
 
Denn für viele beginnt Rassismus schon in der Schule. Das ist insofern besonders schlimm, als dass Kinder diesen Kommentaren hilflos ausgeliefert sind. Es geht sogar so weit, dass ich manchen Lehrern bereits emotionalen Missbrauch vorwerfen würde und mich ernsthaft frage, wie es denn sein kann, dass ausgerechnet diese Menschen ausgebildete Pädagogen sind. Schlimm genug, dass Kinder unter sich grausam sind – wie muss man sich als Kind fühlen, wenn dich auch die Lehrer verletzen?
Wie willst du Vertrauen in eine Gesellschaft entwickeln, die dich bereits so früh ausgrenzt?
 
Beispielhaft für diese Problematik finde ich zB. diese Tweets:

„Mein Deutsch Lehrer hat sich vor der Klasse 2 Jahre lang über meine falsche Artikel Nutzung und mein „r“ lustig gemacht. Ich spreche fließend 5 Sprachen und er hat es in all der Zeit kein einziges Mal geschafft meinen 4 Buchstaben Namen richtig auszusprechen. – @seratonin
 
„Als es in der Schule um Bewerbung ging und ich sagte, dass ich studieren möchte, hat die Lehrkraft zu mir gesagt „Ach komm, bis dahin wirst du eh verheiratet“ – @navasgeht
 
„“Also bei uns in Deutschland verwendet man seinen Klarnamen und kein Pseudonym! Vielleicht wissen Sie das ja nicht.“ „Das ist mein richtiger Name.“ Dekan an Uni in Leipzig“ @WhoIsYade

„Kind im Hort erklärt meiner Tochter, sie wissen, warum sie so braun ist. Ihr Vater habe ihr erklärt, so markiert man die besonders dummen Babys, indem man sie eine Weile in einem brennenden Kohlefass schmoren lässt.“ – @SoSumbu
 
„“Ich (Bereite Seminarraum vor)
Student: „Sind Sie bald mit putzen fertig? Wir haben hier nämlich gleich einen Kurs.“
– @SelvetaB
 
„Mein Bruder ist Klassenbester gewesen, 1er Schüler. Erhält eine Klassenarbeit Note 2 vergleicht Fehler mit Mischüler & stellt fest, dass er trotz weniger Fehler eine schlechtere Note hat. Lehrer nur: „wenn ich dir eine 1 gebe, was soll ich dann den deutschen geben?“ @Livenitup_DE

„Mein Vater arbeitete als Kapitän auf einem Frachtschiff. Gerichtsurteil in den Achzigerjahren, uns aus Deutschland abzuschieben, mit der Urteilsbegründung: „Die Heimat eines Seemannes ist das Meer.“ (Kein Witz, ich hab das Urteil noch!)“
@HasnainKazim
 
„Wenn Neonazis deine Mutter bedrohen und die Staatsanwaltschaft ihr sagt: „Naja, vielleicht sollte Ihr Sohn sich nicht so prominent in der Öffentlichkeit äußern.““
@ShahakShapira
 
„Der Rettungsarzt, der meine Verwandte trotz schwerer Atemnot nicht behandeln wollte, bevor ihm der Pass nicht gezeigt wurde.“
@julyarabinowich

Doch nicht nur die Schule, auch der Staat und die Justiz,scheinen viele Deutsche im Stich zu lassen, statt sie zu schützen.
 
Beim Lesen der Kommentare (es sind so viele!) überkam mich ein Gefühl der Scham und der Wut.
Was mich hier teilweise besonders aufregt: die Kommentare unter den Tweets.
 
Menschen teilen ihre Erfahrungen und statt ihnen einfach zuzuhören, fühlen sich manche persönlich angesprochen, werden beleidigend oder sprechen ihnen den Rassismus ab. Statt Zuspruch und Verständnis müssen sie sich also weitere Demütigungen und Herabwertungen anhören. Da fragt man sich: Was zur Hölle ist mit den Leuten los?
 
Übrigens, das sei an dieser Stelle anzumerken, finde ich es grundsätzlich falsch Menschen ein Gefühl von Rassismus absprechen zu wollen. Menschen, die in Deutschland nicht von Rassismus betroffen sind, steht es nicht zu zu bewerten, was Andere als Rassismus empfinden.
Man bleibt Zuschauer.
(Und Nein – „Almans“ oder „Kartoffel“ ist kein Vergleich.)
 
Insofern ist es für Nicht-Betroffene auch ein Privileg sagen zu können, die Hautfarbe, etc. würde für einen selbst keine Rolle spielen. Denn für diejenigen, die mit Rassismus konfrontiert werden spielen Hautfarbe, Religion und andere oberflächliche Merkmale sehr wohl eine Rolle. Sie bekommen seltener Zusagen bei Wohnungen, werden seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen und müssen sich häufiger rechtfertigen. Viele Diskriminierungen finden unterschwellig statt, schwingen einfach mit.
 
Auch bei Deutschen mit Migrationshintergrund scheint es Unterschiede zu geben:
Asiaten sind bessere Deutsche, als Afrikaner oder Türken. Und Schweden und Amerikaner sind ja sowieso keine Immigranten. Selbst Jemand wie ich, die nicht mal in Deutschland geboren ist und zweisprachig aufgewachsen ist, aber dafür europäisch aussieht und einen europäischen Namen hat, hat gar keine Probleme, obwohl Merve, die in 3. Generation in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, sich mit Diskriminierungen herumplagen muss.
 
Unweigerlich stellt sich einem die Frage:
Was macht eine*n Deutsche*n zur/zum Deutschen?
Die Hautfarbe? Die Abstammung? Die Mentalität? Der Geburtsort? Die Staatsangehörigkeit? Die Sprache?
Wo fängt Deutsch-sein an und wo hört es auf
?
 
Unterscheidungen und Grenzen, wohin man schaut.
Deswegen gibt es nur eine Lösung: diese Grenzen gilt es zu sprengen.
 
Dafür reicht es nicht abzuwarten und zu hoffen.
Um die Grenzen aufzulösen muss man aus seiner Rolle als passiver Beobachter heraustreten und aktiv werden. So wie unsere Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, so müssen wir auch für eine tolerante Gesellschaft kämpfen. Das erfordert Mut, Einsatz, Rückgrat und kein Wegschauen. Es bedeutet im ersten Schritt sein eigenes Handeln zu reflektieren und im zweiten Schritt sich für Andere einzusetzen, also aktives, statt nur passives Handeln.
 
Heute sollte sich jeder die Frage stellen wo er selbst vielleicht schon mal rassistisch gehandelt hat. Viele verletzt es bereits, wenn sie nach ihrer Herkunft gefragt werden. Wenn jemand sagt er ist Hamburger z.B., dann sollte man das einfach so akzeptieren. Genauso wie die Tatsache, dass nicht jeder über seine schlechten Erfahrungen oder Hintergründe reden will. Grundsätzlich sollte man ein gewisses Fingerspitzengefühl entwickeln und nicht nur sein eigenes Handeln, sondern auch das der Freunde und Verwandte unter die Lupe nehmen und darauf hinweisen. Das ist oft nicht einfach und erfordert Courage, aber es führt Schritt für Schritt in die richtige Richtung, denn eins der wesentlichen Probleme, das ich in dieser Debatte sehe ist: Die meisten behaupten sie seien keine Rassisten – dabei sind sie es sehr wohl und merken es nur einfach nicht. Viele betrachten ihre beiläufigen Kommentare nicht als rassistisch oder finden „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“.
 
Um für dich selbst zu reflektieren, ob du in diese Denkmuster verfällst, frag dich mal Folgendes: Wie würde ich handeln und was würde ich sagen, wenn ich Hautfarbe, Religion und Name beiseite schiebe und keinen Unterschied mache. Akzeptierte, dass Murat genauso deutsch klingt wie Mark, Hautfarbe genauso unterscheide wie Augenfarbe (man ist mit braunen Augen schließlich auch nicht weniger deutsch) und akzeptiere, dass der Islam genauso eine Religion ist wie das Christentum. Wenn ich all diese Unterschiede aus meinem Kopf streiche – was bleibt da noch?
Richtig, der Mensch.
Und kein Schubladenregal.
 
HIER habe ich einige sehr spannende Ansätze gelesen und wenn ihr es immerhin bis hierhin geschafft habt, solltet ihr euch unbedingt noch Zeit nehmen für diesen Artikel.
 
Doch bei all der Kritik darf man nicht vergessen, wie viel weiter unsere Generation gekommen ist und wie viel toleranter wir sind. Wir sollten uns daran erinnern, wie viele von uns sich für Gleichstellung und Menschenrechte einsetzen und dass wir viele sind. Und auch wenn es manchmal nicht so scheint, so gibt es trotz all des ganzen Bullshits Zusammenhalt und Courage, Nächstenliebe und Einsatz. Wir müssen nur alle an einem Strang ziehen, dann gibt es auch Hoffnung – für uns Deutsche, Europäer und für uns als Gesellschaft.
 
Oder wie die Ärzte es mal formulierten:


„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

Ein Nachtrag:
Meine Freunde haben mir von diesem Beitrag abgeraten. Der Grund war nachvollziehbar: als Nicht-Betroffene dürfte ich nicht über Rassismus reden, schließlich wäre ich ja selbst nicht betroffen und es wäre ein sehr komplexes Thema. Und natürlich haben sie in dem Punkt Recht. Aber bringt es eine Gesellschaft weiter, wenn man sich immer nur schweigt aus Angst anzueecken? Ja, dieser Beitrag mag vielleicht dem ein oder anderen nicht gefallen. Vielleicht auch deswegen, weil ich kein Recht hätte, etwas zu kritisieren, dessen Zuschauer und nicht Opfer ich bin. Es kostete mich einiges an Mut ihn trotzdem zu schreiben und durch die Diskussion habe ich selbst noch einiges dazugelernt. Macht euch also stark, hört auf den Rat eurer Freunde, aber viel wichtiger: Hört auf euer Bauchgefüh!

Juli 29, 2018
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58 Kommentare

  1. Liebe Masha,

    vielen Dank für deinen Mut diesen Beitrag mit uns zu teilen und über deine Sichtweise zu schreiben! Ich bin ganz bei dir GEGEN Rassismus.

    Ich bin eine Russlanddeutsche – in Kasachstan geboren und mit 1 Jahr nach Deutschland gekommen. Die Wahrheit ist, dass für mich dieser Satz nicht selbstverständlich zu schreiben ist. Ich hatte eine tolle Kindheit, liebende Eltern und alles was man haben musste. Allerdings habe ich in meiner Kindheit auch negative Kommentare über meine Wurzeln bzw. mich „als Russin“ erfahren. Ich war hin und her gerissen, haben mir meine Eltern doch ständig vermittelt, dass wir Deutsche sind, auch wenn wir zuhause viel russisch gesprochen haben. Zusätzlich waren meine Eltern in ihrem eigenen Handeln eher schüchtern, wollten nicht noch mehr auffallen, haben berufliche Potenziale nicht ganz ausgenutzt, weil sie unsicher waren wegen der Sprache/dem Akzent, wegen möglichen Kommentaren etc… Was ich in diesem Alter wohl eher unterbewusst noch aufgeschnappt habe, obwohl sie mich selbst in allem unterstützt und gefördert haben, versucht haben mir viel Selbstbewusstsein mitzugeben. Aber irgendwie blieb dieses Gefühl, dass ich nicht greifen konnte, „was ich denn nun bin“ und kann mir erst seit einiger Zeit wirklich eingestehen, dass mich dieser Punkt doch seeehhr geprägt hat.

    Ab meiner Jugend wurde ich dann auch zu einem wirklich selbstbewussten Menschen – mit einem bleibenden „Knacks“, meinem russlanddeutschen Dasein. So fing es schon viel früher an, dass ich ab irgendeinem Punkt in meiner Kindheit konsequent kein russisch gesprochen habe und Kontaktpersonen/Freunden bis sogar vor weniger wie 1 Jahr (ich bin nun 26 habe meinen Master beendet, bin nun im ersten Job etc.) erst nach einer sehr langen Zeit „offenbart“ habe, dass ich Russlanddeutsche bin. Diese „Verheimlichung passt so gar nicht zu dir und deiner sonst so starken und selbstbewussten Persönlichkeit“ durfte ich mir dann öfters anhören… Bis heute „lerne ich“ auch in Öffentlichkeit zu meiner Identität mit zwei Einflüssen zu stehen.
    Stolz mit zwei Mentalitäten aufgewachsen zu sein, war ich allerdings schon immer – auch wenn viel zu lange eher „heimlicher“.

    Was ist damit sagen möchte – kleinste negative Bemerkungen bis hin zum Mobbing können gerade in den jungen Jahren unglaublich prägend sein. Auch unabhängig vom Alter ist es schmerzend auf etwas, wofür man nichts kann reduziert und begrenzt zu werden. Das sollte sich JEDER verinnerlichen und es vor allem auch seinen Kindern und Mitmenschen so vorleben – dass jeder Mensch seine Berechtigung hat!! Ich bin vollstens davon überzeugt, dass wir alle so viel voneinander lernen können, wenn wir nur offen für Neues sind – gerade das Reisen eröffnet einem so viele neue Ansichten und weitet den Horizont.
    Ich bin überaus glücklich viele Freunde, die mittlerweile wie meine Familie sind, mit so vielen verschiedenen Nationalitäten, Ritualen, Ansichten und eigenen Geschichten zu haben.

    Und nochmals DANKE Masha! Ich folge dir seit deinen sehr jungen Stunden damals und sollte viel häufiger deine Blogposts kommentieren – dir Zuspruch für deine Arbeit und Ausdauer zukommen lassen und insbesondere für deinen Mut!

    #FÜRVIELFALT

  2. Liebe Masha,
    Danke für deinen Post. Ich bin zwar selbst nicht betroffen, habe aber einen multikulturellen Freundeskreis und bin deshalb sehr traurig, was sich viele Menschen gefallen lassen müssen. Deiner Ansicht, dass jeder von uns verpflichtet ist, Aufklärungsarbeit bei Freunden und Verwandten zu leisten, stimme ich zu. Jeder muss mithelfen, damit unsere Gesellschaft toleranter und offener wird. Ich möchte nicht in einem rassistischen Deutschland leben und möchte deshalb jeden bitten, seinen kleinen Beitrag zu leisten!
    DANKE!

  3. Einfach nur ein kurzes Danke, dass du immer wieder öffentlich Stellung beziehst, deine Meinung klar und deutlich äußerst, obwohl du sicherlich auch viel negative Vibes damit auf dich ziehst, dich trotzdem davon nicht abschrecken lässt. Ich ziehe immer wieder den Hut vor die – lass dich niemals unterkriegen, solche Menschen wie du sind so wichtig für unsere (verkümmerte) Gesellschaft! Xoxo

  4. Liebe Masha,
    genau darum geht es beim Bloggen: Es ist ein Ort für Meinung und Austausch. Und genau das schaffst du!
    Ein wichtiger Beitrag, vielen Dank!
    Wegen solcher Inhalte bist du zu recht Influencer :)

  5. Ich möchte mich gerne zum Thema Mesut Özil melden.
    Ich persönlich fand es mehr als PEINLICH, dass ein deutscher Nationalspieler, sich mit Erdogan ablichten lässt.
    Irgendwie passt es nicht – und da fragt man sich für welche WERTE Mesut Özil steht!!! Ich denke, dass hat viele Leute bewegt.

  6. Ich möchte mich gerne zum Thema Mesut Özil melden.
    Ich persönlich fand es mehr als PEINLICH, dass ein deutscher Nationalspieler, sich mit Erdogan ablichten lässt.
    Irgendwie passt es nicht – und da fragt man sich für welche WERTE Mesut Özil steht!!! Ich denke, dass hat viele Leute bewegt.

  7. Naja, es ist ja so, wenn man etwas sagt, dann heißt es gleich man wäre ein Nazi. Jeder soll glauben woran er mag, aber das Moslems meinen ein besseres Volk zu sein – da frage ich mich allerdings auch, was diese Leute hier suchen! Alle die hier in der Demokratie leben und alle Deutschtürken, die Erdogan gewählt haben, die sollten wirklich dieses Land verlassen – denn die nächsten Flüchtlinge werden aus der Türkei kommen.
    Mir fällt auf, das wir wenn wir Einwände haben gleich als Rassisten abgestempelt werden. – dürfen Deutsche keine Meinung haben. Ich bezeichne mich nicht als Nazi oder Fremdenfeindlich, aber es ist manchmal wirklich peinlich und auch traurig, was wir hier teilweise erdulden müssen. Ich zahle auch meine Steuern zwar nicht in Millionenhöhe aber wo ist da auch der Unterschied? Ist jemand, der mehr Geld hat auch schon was Besseres und hat somit gleich auch die Freiheit Diktatoren zu unterstützen und zu verehren! Was ist das für ein Mensch!!!

  8. Liebe Masha,

    mutig, diesen Artikel zu publizieren. Ich kann deine Freunde verstehen.

    Aber ich denke wenn man Flagge zeigt gegen Rassismus ist das die deutlichere Message. Man darf sich klar positionieren (oder: man muss es sogar), auch wenn man selbst nicht direkt damit konfrontiert ist.

    Ich könnte darüber auch stundenlang diskutieren, im Strahl kotzen und den Kopf schütteln. Ja, Rassismus gibt es überall. Trotzdem muss man das weder gut finden, noch tolerieren.

    Und es macht wie so irre, wie das gerade bei „unserem“ Lieblingsnationalsport zu geht. Bei der Meisterfeier sind alle happy und reden von einem tollen Team mit vielen Nationalitäten bla, bla. Aber: Wenn mal was nicht rund läuft, sind die Schuld, die die Hymne nicht mitsingen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Fakt ist: Rassismus ist Angst. Und Angst treibt die Menschen an. Alles was fremd ist, macht uns Angst. Die Medien tun ihr übrigens und schüren die Angst. Politiker surfen da auch mit. Rassismus ist eine ganz ekelhafte Nummer um den „einfachen“ Leuten Schuldige präsentieren zu können. Also nicht etwa die Politik ist Schuld an wenig Rente, fehlenden Kita-Plätzen oder maroden Schulen. Nein, die „Ausländer“ sind selbstverständlich schuld. Und die Flüchtlingskrise. Und das ist inzwischen in allen Ländern der EU an der Tagesordnung. „Wurschd“ ist die Nationalität ja eigentlich auch nur wenn’s um Organtransplantationen oder Steuergelder geht.

    Was bleibt uns also? Mit Fakten um uns werfen, Konfrontation suchen, diskutieren, den Mund aufmachen und sich einsetzen GEGEN Rassismus jeglicher Art. Dass du deine Reichweite dafür nutzt finde ich absolut richtig und wichtig!

  9. Liebe Masha,

    Ich bin begeistert von deinem Artikel. Ich selbst bin ebenfalls nicht direkt von Rassismus betroffen, habe aber einen deutsch-afrikanischen Partner, weshalb ich seit 4 Jahren auch oft Teil rassistischer Beleidungen werden. Er ist hier in Deutschland geboren, hat die deutsche Staatsbuergerschaft und wird trotz allem immer wieder in eine Schublade gesteckt.
    Ich bin genau wie Du der Meinung, dass es wichtig ist, ueber dieses Thema offen und kritisch zu sprechen, da in Deutschland gelegentliches Fluchen ueber Migration mittlerweile fast zum guten Ton gehoert.
    Es muss sich dringend etwas aendern und ich bin begeistert, dass du trotz des Abratens deiner Freunde den Mut gefunden hast, diesen Text zu verfassen.
    So etwas inspiriert.

    Ich danke dir…
    Mia

  10. Mhhh, die Wahrheit ist, jedes Land ist rassistisch. Deutschland, Schweden, Russland, China, jedes Land.

    Und noch eine Wahrheit: Jeder von uns ist irgendwie rassistisch. Wer das Gegenteil behauptet, lügt.

    Rassismus als solches ist also nichts Negatives. Viel mehr ist die Frage wie ausgeprägt die Neigung ist.

    Aber mit Rassismus kann man immer einen Artikel schreiben, denn hier muss man nichts nachweisen. Behauptungen aufzustellen, reicht vollkommen aus und die besorgten Leser finden sich.

  11. Ich habe den Eindruck, dass sich Rassismus häufig weniger als nationaler Rassismus, sondern mehr als ethnischer Rassismus äußert, dazwischen besteht ein Unterschied.

    Es geht, nach meinem Gefühl, vielen Menschen weit weniger um die Staatsbürgerschaft („Deutsch“ oder „nichtdeutsch“ oder „österreichisch“ und „nichtösterreichisch“), denn wer z.B. akzentfrei spricht, wird viel eher als „einer von uns“ angenommen. In Österreich z.B. stellen Deutsche die größte Gruppe der „Ausländer“ dar, aber viele Österreicher ziehen Deutsche anderen Nationalitäten vor – nicht zuletzt wegen der gemeinsamen Sprache.


    Kleiner Abschweif zur Sprache: Sprache bildet eine gemeinsame Basis und entscheidet über Vieles. In bestimmten Teilen Wiens kann es mich persönlich an manchen Tagen sehr, sehr viel Energie kosten, permanent nur von Fremdsprachen oder Deutsch mit deutlicher Akzentfärbung umgeben zu sein. Es ist mMn möglich, eine Sprache akzentfrei zu lernen und sprechen, und würde mir von Menschen, die bereits sehr lange im Land leben, mehr Bemühen in diesem Punkt wünschen. Ich wünsche mir vielleicht viel, finde es aber nicht überzogen und sehe häufig, wie gut es doch möglich ist.
    Ich selbst spreche, zum Vergleich, mehrere verschiedene Fremdsprachen aus verschiedensten Sprachräumen, davon keine einzige auf Muttersprachenbasis – und artikuliere mich in diesen Sprachen dennoch (von Muttersprachlern bestätigt) akzentfrei und zum Teil auch in verschiedenen Dialekten. In keinem dieser Länder habe ich übrigens längere Zeit (über eine Woche) verbracht, und ich bin auf diese erarbeiteten Fähigkeiten stolz.

    Wer allerdings nicht zur Ethnie der eigenen Gruppe gehört, wird eher als „anders“ wahrgenommen, und das ist eine Erklärung, warum z.B. Deutsche, Österreicher, Skandinavier usw. „mehr deutsch“ (oder „mehr europäisch) als andere angesehen werden: sie gehören zu den „Europiden“ bzw. „Kaukasiern“. Das sind übrigens Begriffe, die völlig veraltet sind und aus der zweifelhaften „Rassenlehre“ stammen…

    Als Beispiel werden z.B. Israelinnen mit geraden, schmalen Nasen und hellen Augen werden z.B. häufig als „europäischer“ wahrgenommen als Türkinnen, wenn diese getönte Haut und dunkle Augen haben. Manche Eritreerinnen werden als „weniger afrikanisch“ als Ghanaerinnen wahrgenommen – das sind nur einige Beispiele.

    Der Mensch lernt, sich in der Welt zu orientieren, indem er Gemeinsamkeiten erkennt, gleich setzt und sie in gewisse Systeme einordnet – also gewissermaßen Schubladen benutzt, um das bekannte Sprachbild zu zitieren. Das ist per se auch gar nicht verkehrt, denn es dient eben primär der Orientierung – aber diese Schubladen dann mit Eigenschaften und den Attributen positiv/negativ zu versehen, geht in die verkehrte Richtung und kann ganz schnell zu Problemen wie Rassismus führen.
    Es lassen sich zwar generalisierte Aussagen treffen, aber diese sind eben das: nicht auf den Einzelnen zutreffend.

    Ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit z.B. mit nicht wenigen Menschen in Österreich gesprochen, die sich selbst als Patrioten, als „stolze Türken“ oder „Serben bis auf den letzten Tropfen Blut“ bezeichnen, und sich lautstark beschweren, dass „immer alle gegen sie als Ausländer“ seien. Fragt man sie aber nach der Staatsbürgerschaft, antworten sie: „Österreich“. Oh – aha. Interessant.

    Es ist schön, auf Menschen zuzugehen und sie als Mensch wahrzunehmen und zu behandeln, als wüsste man genau gar nichts über sie: denn genau das tut man meist auch. Und wenn man merkt, dass eine vorgefasste Meinung da ist (der erste Eindruck vermittelt immer auch eine erste Meinung), ist es ratsam, sich um das Gegenüber zu bemühen, neutral zu agieren und zu sehen, ob sich dieser Eindruck überhaupt bestätigt. Auch von der häufig diskriminierten Seite, übrigens, denn auch Diskriminierte diskriminieren, das darf nie ausgeklammert werden. Trotz allen Bemühens habe ich von Gegenübern auch schon durchaus rassistisch begründete Ablehnung erfahren – aus ihren Erfahrungen begründet, vielleicht nachvollziehbar, aber dennoch nie richtig.

    Sehen wir zu, dass wir alle Menschen unter Menschen bleiben, und nicht selbst zu Tätern werden.

    1. Wow Vivien,

      ich glaube dieser Kommentar hat gesessen. Grundsätzlich stimme ich dir auch zu, nur habe ich zwei Anmerkungen hinzuzufügen:

      1. Du sprichst mehrere Fremdsprachen? Das ist ziemlich beeindruckend. Trotz mehrfachen Bemühens bin ich beispielsweise kein Fremdsprachen-Genie. Es liegt mir einfach nicht – und das obwohl ich mehrsprachig aufgewachsen bin! Ich denke es ist immer schwierig von sich auf Andere zu schließen und daraus ein Fazit zu ziehen. Jeder Mensch ist unterschiedlich in seinen Fähigkeiten ausgeprägt – dennoch ist das natürlich kein Grund es nicht trotzdem zu versuchen. Allerdings akzentfrei eine Sprache zu sprechen.. das halte ich ehrlich gesagt für zu hoch gegriffen. Insbesondere im Fall der deutschen Sprache, bei der es gänzlich sinnlose Artikel gibt (der, die, das), die man einfach „spüren“ muss.

      2. Was die Ethnie angeht, so gebe ich dir Recht, aber genau darauf zielt mein Beitrag indirekt auch ab: jeder Mensch soll sich mit seinen eigenen Klischees konfrontieren und versuchen den Mensch hinter der „Rasse“ zu sehen. Gemeinsamkeiten spielen sich schließlich nicht nur auf optischer und kultureller Ebene ab, sondern auch in Interessen und so kommt es, dass man oftmals mehr Gemeinsamkeiten hat, als man vielleicht auf den ersten Blick denkt. Um aber sein Denken in diese Richtung zu lenken, bedarf es eines aktiven Akts.

      3. Nationalstolz ist immer blöd. Egal in welche Richtung. Das macht man meiner Meinung nach nur dann, wenn man sonst nichts hat, auf das man stolz sein kann.

      1. Danke für deine Anmerkungen, die sind für (m)einen Reflexionsprozess immer wichtig und bringen mich dadurch im Denken weiter!

        Ich habe auch mit anderen (offline) viel darüber geredet und diskutiert. Dabei habe ich vor allem gemerkt, dass es wirklich viel zu hoch gegriffen war, mir zu wünschen, dass Menschen Sprachen besser lernen und mit weniger Akzent sprechen würden. Ich habe es bei mir selbst nie als irgendein ein Talent angesehen, vielmehr als „gewöhnlich“ wahrgenommen – du hast völlig recht, von sich selbst auf andere zu schließen funktioniert überhaupt nicht!

        Ich glaube inzwischen, mich hat bei gewissen Fremdsprachlern mehr ein vermutetes oder offensichtliches Desinteresse an der Sprache gestört, weil ich es als Ablehnung Integration verstanden habe.

  12. Liebe Masha,
    passender wäre es so zu formulieren, dass nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt, manche Länder mehr, manche weniger, rassistisch sind!
    Das Problem mit den Deutschen ist nach wie vor der schale Beigeschmack des 2. Weltkrieges und der damit immer wiederkehrende Nazi-Ruf, den das Land einfach nicht los wird (obwohl unsere Generation schon lange keine mehr Schuld trifft).
    Es ist immer einfach den Grund des Scheiterns auf die Rasse zu münzen und speziell beim Thema Sport hören zumindest in Deutschland viele guten Vorsätze und Menschenrechte auf (wie war das mit dem Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist?)
    Deutschland gilt nach wie vor als Steckenpferd für Rassismus und ungesunden Nationalismus, zurückzuführen auf unsere Vorfahren, doch geschehen hier nach wie vor solche Dinge, welche einen aufhorchen und zum nachdenken anregen sollten.
    Allerdings möchte ich darauf verweisen, dass schon seit ein paar Jahren der Rassismus in der ganzen Welt zunimmt oder dass man zumindest aufmerksamer darauf wird bzw. durch die Medien gemacht wird.
    Ich will Deutschland nicht in Schutz nehmen und wie du auch schon geschrieben hast, war die Stellungnahme von Mesut Özil dringend nötig, doch ist das Land nur die Spitze vom Eisberg.
    Zudem wird man hier auf den Rassismus aufmerksamer gemacht als in manch einem anderen Land und gerade weil wir diese Vorgeschichte haben, sind wir somit immer wesentlich skeptischer und dünnhäutiger. Das Problem besteht außerdem auch darin, dass man immer mehr den Fokus auf schlechte Nachrichten legt und somit die Guten völlig vergisst. Denn Deutschland hat auch sehr viele Flüchtlinge (das Wort kann ich allerdings mittlerweile auch nicht mehr hören) aufgenommen im Gegensatz zu einigen anderen, sogenannten europäischen Ländern.
    Ich finde deinen Beitrag gut und finde es auch toll, dass du solch ein Thema ansprichst (ist ja nie ganz „ungefährlich“), allerdings fehlt mir hier leider der Blick über den Tellerrand. Ich fände es toll, wenn du weiter, vllt für einen Fashionblog nicht die typisch kommerziellen Themen, ansprichen würdest ;)
    Grüße,
    Nina

    1. Hallo Nina,

      auch wenn viele Länder rassistisch sind, ist es dennoch keine Entschuldigung für mich.
      Grade in Zeiten, wo der Rassismus auf der Welt zunimmt, ist es wichtig ein klares Zeichen zu setzen. Leider wird der Rassismus durch Afd, CSU, etc. noch zusätzlich befeuert. Zwar steuern die Medien auch viel gegen, aber sie geben Rassisten immer noch zu oft eine Stimme. Ich habe versucht über den Tellerrand zu blicken, aber für den Rassismus in Deutschland finde ich einfach keine Entschuldigung.

  13. Liebe Masha, danke für diesen tollen Artikel. Ich find deine Art zu schreiben und auch deine Podcasts und die Denkanstöße, die du bringst eigentlich immer super. Aber dieser Artikel ist so toll geschrieben und bringt ein so schwieriges Thema so auf den Punkt, wirklich gratulation dafür. Und auch für deine Community, ich hab mir die Kommentare grad durchgelesen und eigentlich nur intelligente, nette gefunden und das sagt find ich schon einiges über die Qualität deines Inhalts aus finde ich!
    Alles Liebe, Feli

  14. Masha,
    ein toller Artikel, der sehr lesenswert ist.
    LEIDER, geben Deine Zeilen etwas wichtiges nicht her (wie übrigens 99% aller Artikel zu diesem Thema) und zwar Rassismus gegen Deutsche!
    Mag an Deiner „Unbetroffenheit“ liegen oder einfach an den verzerrten Verhältnissen durch Medien und Netz.
    Dennoch wird es nur ganz selten (wenn überhaupt) erwähnt.
    Rassismus findet in DE statt, ja, aber Rassismus gegen Deutsche im eigenen Land auch.
    Beispiele gibt es genug, gerade in den Schulen mit einem sehr hohen Anteil an Kindern mit Migr.hintergrund, sind gerade deutsche Kinder, Ziele und Opfer der Anfeindungen.
    Und ich glaube fest daran, dass wenn wir diesen Aspekt nicht aus den Augen verlieren, werden die ganzen Debatten eine ganz andere Richtung annehmen!

    1. … Ziele und Opfer von Lehrpersonal und autoritären Institutionen oder anderen Kindern? Ich finde da sollte klar unterschieden werden.

      Dass ich das Thema (bewusst) nicht mit reingenommen habe, spiegelt meine innere Haltung wider.

    2. Ein Ansatz i.d. Theorie bezüglich Rassismus erklärt schrittweise, wie nicht-betroffene reagieren, wenn sie mit Rassismus vorwürfen konfrontiert werden. Einer dieser ist die Ablenkung bzw. Verlagerung des Problems. So zb.“Deutsche sind auch von Rassismus betroffen!“. Nein. Nicht in jeder möglichen Situation im Alltag. Nicht bei „Woher kommst du?“ , im Club, im Supermarkt, bei der bsag, im Seminar, beim Kaffeetrinken, beim Tinderdate, überall. Immer. Nicht in dem Ausmaß wie die Tweets es zeigen. Nicht systematisch in der Gesamtgesellschaft. Nicht historisch wie durch Kolonialismus und Sklaverei. „Alman und Kartoffel“ ist kein Rassismus, wenn 3 Ausländer nicht mit dir feiern gehen möchten auch nicht. Es ist ein Schutzraum vor der „Woher kommst du?“ Gesellschaft. Bitte akzeptier es so, oder denk darüber nach. Das ist so viel mehr Wert, als zurück zu feuern mit „Ich aber auch!!!“, wenn jemand dir eröffnet, dass er in diesem Land (am Rassismus)leidet.

      Danke für den Großartigen Beitrag Maria. Du hast viele wichtige Punkte erwähnt, und es ist gut wenn man sich so sensibel mit dem Thema auseinander setzt, wie du es tust, ob betroffen oder nicht. Liebe Grüße :)

  15. Ich würde es in Deutschland schon fast als -Akzeptierten-Rassismus- bezeichnen, in diesem verfällt man auch selber so oft wenn man sich nicht klar reflektiert, dass fängt schon bei typischen Vorurteilen an die zu 99% bei jedem Gespräch fallen, zu 99% bei jedem Gespräch mit jemanden Neuem den du kennenlernst. Und Masha vielleicht bist nicht von dem krassen Rassismus betroffen wie eine Merve (ich habe bei einem Artikel ein Kommentar gelesen wo sich jemand darüber beschwert hat, dass wenn schon jeder sooo integriert ist warum dann die 3 Generation immer noch ausländische Namen trägt….). Würden wir nämlich jeden Rassismus ernst nehmen und so sensibilisiert dafür sein müssten wir Deutschrussen uns in die Debatte mit einmischen…was wir aber eh nicht machen würden denn wir sitzen alle zusammen, jeden Tag nur am Wodka trinken, auch im Winter wobei total unverständlich mit Jacken, warum auch immer aber uns sollten die kühlen Temperaturen doch null anhaben.

    1. Hey Katja,

      ja ab und an bekommt man schon den ein oder anderen Witz, aber ehrlich gesagt fühle ich mich davon nicht angegriffen. Aber das ist eben auch ein Aspekt: jeder zieht seine eigenen Grenzen und das sollte man akzeptieren. Sprich: nur weil es für mich nicht schlimm ist, ist es das vielleicht für jemand anderen.

  16. Liebe Masha,
    Ich habe gerade deinen Beitrag zum Thema Rassismus gelesen und ich finde es super, dass du ihn geschrieben und veröffentlicht hast!

    Ein großes Danke!

    Die Begründung, dass du als Nicht-Beteiligte nicht über dieses Thema schreiben solltest finde ich nicht ausreichend. Meiner Meinung nach sollte man sich auch als Nicht-Beteiligte für die Menschen einsetzten dürfen, die Rassismus ausgesetzt sind. Im Endeffekt nützt es doch weniger wenn man nur daneben steht und zusieht wie zwei Fronten sich gegenseitig auseinander nehmen.

    Wir sind genauso Mitglieder dieser Gesellschaft und sollten auch aktiv an der Gestaltung dieser teilnehmen dürfen. Und wenn wir der Meinung sind es ist falsch was diese und jene Menschen sagen gegenüber Minderheiten, dann sollten wir uns auch konstruktiv dazu äußern dürfen.

  17. Mega Blogpost! Mehr davon. Und weniger Alltagsrassismus.

    Die ganze Debatte ist so krank, weil natürlich gibt es Dinge die in vielerleih Hinsicht nicht so prikelnd waren. Aber da geht es ja schon los mit der Doppelmoral. Er schüttelt die falschen Hände, okay nicht geil! Aber dann zeigen unsere Politiker, die immer noch Waffen an die Türkei liefern, mit dem Finger auf den Händeschüttler? Stellen an den Pranger, hetzen! Und alle lesen mit! Schauen zu. Machen mit. Wie in der Schule.

    Ich habe Kinder, und ja da geht es schon los. Ich versuche ein Vorbild zu sein. Ja es ist ein farbiger Junge, aber ich frage meine Tocher dann zurück, ob es der Junge mit dem gelben Cappy war, den sie meinte und mir zeigen wollte und mit dem sie an diesem Nachmittag so schön gespielt hat!? Es sind so viel kleine Dinge, die zu Katergorien, Schubladen werden.

    Deine Freunde können stolz auf dich sein!

  18. This was a very interesting read. Most people in my family are very much against immigration and refugees being welcomed into EU countries. I’ve had many fights with them about this, raising similar points as you have in this post, but they cannot seem to be convinced that refugees are people as much as we are. I agree with them to a certain degree that the EU cannot save every refugee running from a bad economy as opposed to war, but that’s about the extent of my understanding for their backward mindsets. So, yes racism is all around us, sadly. Now, I try to avoid the topic when speaking with my family because it simply gets too heated.

  19. Danke Masha, dass du deine Stimme auch für die wirklich wichtigen Themen nutzt. Danke auch dafür, dass du dich nicht von deinen Freunden davon abhalten lassen hast!!

    Ich finde es gerade wichtig, dass wir uns als „Zuschauer“ auch damit auseinandersetzen und darüber sprechen. Denn oft schwingen in der Diskussion nur allzu viele persönliche Emotionen mit, die vielleicht verständlich, aber eben auch oft nicht weiterbringend sind.

    Rassismus geht uns alle an! Ganz egal, ob wir davon direkt oder indirekt betroffen sind. Schließlich ist es ein großes Thema in einem Land, in dem wir leben (wollen). Wie kann uns das nicht betreffen?!

  20. Danke Masha, dass du deine Stimme auch für die wirklich wichtigen Themen nutzt. Danke auch dafür, dass du dich nicht von deinen Freunden davon abhalten lassen hast!!

    Ich finde es gerade wichtig, dass wir uns als „Zuschauer“ auch damit auseinandersetzen und darüber sprechen. Denn oft schwingen in der Diskussion nur allzu viele persönliche Emotionen mit, die vielleicht verständlich, aber eben auch oft nicht weiterbringend sind.

    Rassismus geht uns alle an! Ganz egal, ob wir davon direkt oder indirekt betroffen sind. Schließlich ist es ein großes Thema in einem Land, in dem wir leben (wollen). Wie kann uns das nicht betreffen?!

  21. Hallo Masha,

    (Ich glaub, mein letzter Beitrag wurde einfach verschluckt…)

    Erstens vorweg zu Deinem Nachtrag:
    Wenn die rechtschaffenen Menschen den Mut verlieren auf Missstände hinzuweisen, dann können wir diese Gesellschaft hier gleich vergessen. Probleme müssen angesprochen werden. Ohne Angst und Furcht! Schweigen ist in einer Demokratie nicht Gold sondern ganz großer Mist.

    Zweitens Alltagsrassismus:
    Ich finde es so eine bekloppte Frage woher man denn komme. Was bringt einem die Antwort? Nix. Ich will doch lieber den Menschen kennenlernen (auf einer Party oder sowas). Da interessiert es mich doch eher, was die Träume und Ziele der Person sind. Was ihr bester Witz ist. Welche drei Dinge sie besser kann als der Durchschnitt (das gibt sehr interessante Antworten!).
    Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen…steht ja alles schon in Deinem Text.

    Drittens Causa Özil: Erdogan Bild ist doof. Soweit so klar. Aber was wirklich ganz ganz bedenklich ist: Das Schweigen seiner (Ex-)Mannschaftskollegen und des Bundestrainers! Sonst ist keine Thema unwichtig genug um irgendwelche Statements von Müller, Kroos etc.nicht mitzubekommen. Und ausgerechnet JETZT beim wohl größten Skandal der Nationalmannschaft schweigen die hochaktiven Socialmedia Profis und posten lieber geile Bilder von ihren Yachten im Mittelmeer (welche leider keine Seenotrettungsaufträge haben). Das ist ganz ganz schwach und die wirkliche Niederlage nach der WM.
    Witzig in diesem Zusammenhang ist diese Kolumne von F-J Wagner in der Bild. Hier mal ein Link. Denk dran: Humor stützt uns in eigentlich unhaltbaren Situationen!
    https://twitter.com/LeifKnape/status/1021717344366813184

    Viertens: Was ist eigentlich deutsch? Beim Wochenendeinkauf nervös werden, wenn die Person vor einem an der Kasse keinen Warentrenner aufs Band legt? Ja. Das ist deutsch. Die zerquetschte Pfandflasche wieder gerade ziehen damit der Pfandautomat diese schluckt und wieder zerquetschen kann? Ja, das ist deutsch.
    Ansonsten weiß ich es nicht. Ganz früher war „Deutschland“ halt ein Aussätziger neben den Nationalstaaten wie Frankreich oder Großbritannien. Das heilige römische Reich deutscher Nation war halt ein Sammelsurium mehr oder minder starker Fürstentümer, das halt den Zusatz „deutscher Nation“ bekam, weil die Menschen darin Deutsch (in Dialekten) sprachen. Aber das sind alte Maßstäbe.

    Danke für die Debatte,
    Schönen Sonntag Dir,
    Christoph

  22. Dass Deutschland ein Rassismusproblem hat wurde mir zum ersten Mal in Folge der Sarrazin Debatte bewusst. Plötzlich wurden diese hässlichen Kommentare von Menschen aus meinem unmittelbaren Umfeld geäußert. Unqualifizierte, einseitige und ganz klar rassistische Außerungen von Kollegen, Freunden und Familienangehörigen. Ich selbst bin Deutsche (waschechte Hamburgerin) und lebe seit einigen Jahren in Amsterdam. Ich genieße die lieberale und solidarische Haltung dieser Stadt sehr und kann mir nicht mehr vorstellen, noch einmal nach Deutschland zurück zu kehren. Trotzdem wünsche ich mir einen Wandel in der deutschen Gesellschaft hin zu mehr Verantwortung und Courage.

  23. Es ist Sonntag Mittag und ich habe gerade Deinen Artikel zum Thema Rassismus gelesen – Danke für Deinen Mut, trotz allem den „Veröffentlichen“ Button gedrückt zu haben. Rassismus ist ganz klar ein Thema in Deutschland und nicht nur dort. Ich lebe jetzt seit knapp zwei 10 Jahren in der Schweiz und muss sagen, dass es hier auch nicht anders ist. Es ist also meiner Meinung nach nicht nur ein deutsches Phänomen und hat viel mit der Angst von Menschen zu tun etwas zu verlieren, zu teilen oder abgeben zu müssen. Die Angst vor mehr Konkurrenz. Da ist es natürlich immer einfacher den Fehler bei anderen zu suchen, als bei sich selbst. Unzufriedenheit trägt wohl auch dazu bei – es ist leichter jemand anderem die Schuld für den fehlenden Job in die Schuhe zu schieben, als für sich selbst zu kämpfen, sich weiterzubilden oder sich zu engagieren. Dies soll jetzt keine Verallgemeinerung sein und es gibt auch immer wieder Sonderfälle, aber der Frust scheint vielen Menschen Dinge leichter über die Lippen kommen zu lassen. Vielleicht auch ohne, dass man vorher mal nachdenkt, wie man sein Gegenüber damit treffen kann. Davon kann ich mich wohl auch nicht immer zu 100% ausnehmen. Man sollte sich dessen einfach nur mehr bewusst sein. Kein Mensch will wie ein rohes Ei behandelt werden, jedoch mit Fairness.

    Wenn man mal überlegt, sind die Deutschen ja zum Teil schon untereinander rassistisch. Ossis vs. Wessis zum Beispiel. Als ich meinen Freund vor 12 Jahren kennengelernt habe, wurde ich von einigen seiner sehr guten Freunde als die Wessibraut bezeichnet. Manchmal eher hintenrum, manchmal wurde es mir aber auch direkt ins Gesicht gesagt. Es war definitiv ein komisches, befremdliches Gefühl und ich konnte mir nicht erklären warum. Mein Freund hat mich immer „verteidigt“ und ich habe bei seinen Freunden nachgehakt. Komischerweise kam keine Antwort und eher beschämtes Schweigen zurück. Seitdem ist mir sehr bewusst, was für ein Gefühl ein solcher einfach mal so dahingesagter Satz auslösen kann. Worte sind mächtig.

    Wir können also nur mit gutem Vorbild vorausgehen und bei uns selbst anfangen. Sonst wird sich nichts ändern. Und das betrifft in unserer heutigen Gesellschaft leider viele Punkte. Es ist so Vieles selbstverständlich, dass wir das Kämpfen nicht mehr gewohnt sind. Deshalb finde ich es super, dass Du Deine Social Media Kanäle nutzt! Damit zeigst Du mir, dass Du Deine Verantwortung in der Öffentlichkeit wahr nimmst. #bosslady

    Zu Mesut Özil: ein grandioser Sportler, aber leider hat er wohl angeblich nicht gemerkt, dass auch er eine (politische) Verantwortung hat, sobald er in der Öffentlichkeit steht. Und das im Nachgang abzustreiten ist schwach.

  24. Lieben Dank
    Masha

    Ein toller Beitrag. Supergeschrieben!

    Schön leistest du auch einenBeitrag zur längst überfälligen Diskusion.

    Ich bin in einer eher rechtsorientierten Familie in der Schweiz aufgewachsen und habe mich aber glücklicherweise in eine weltoffene und nicht schubladisierende Person entwickelt.

    Ich finde es beängstigend was zur Zeit abgeht. Vorallem auch diesen unterschwelligen rassismus(nennt man das so?) der kaum auffällt aber jedem betroffenen Weh tut.

    Hoffe die Weöt rückt wieder etwas näher zusammen und wir lernen wieder eine Gemeinschaft zu sein mit allen facetten

  25. Liebe Masha,
    toll geschrieben und ich finde es gut und richtig, dass Du darüber schreibst und Deine Plattform dafür nutzt. Man merkt, wie viel Arbeit Du Dir mit diesem Beitrag gemacht hast. Ich finde die Anfeindungen gegen Özil, die leider die deutsche Mehrheitsmeinung spiegeln, auch ganz traurig und es auch generell immer unglaublich feige, wenn man auf den sozialen Netzwerken pöbelt. Aber ich hoffe dennoch auf die Zukunft, auch wenn das vielleicht naiv ist. Um mal beim Fußball zu bleiben: Mein kleinen Sohn (6 Jahre) kickt auch. In seiner Mannschaft trainiert ein toller, sehr strenger Trainer (türkischer Abstammung) eine bunte Truppe mit Wurzeln aus Mexico, Ghana, der Türkei, Kroatien, Russland, Italien, China, Spanien und auch zwei „Deutschen“. Ich weiß das aber nur, weil die Herkunft oder Wurzeln sich während der WM durch T-Shirts etc. offenbarte und auch bei den wartenden Mamas ein entspanntes Thema war („Oh Mann, „Unsere“ waren gestern gut/nicht gut etc.“). Vorher war es nur ein Haufen kickender Kinder und für die Kinder ist es das sowieso. Vielleicht wächst da also eine Generation heran, die begreift, dass Vielfalt eine Chance ist. Kommt halt auch darauf an, welche Werte Ihnen die Eltern vermitteln. Hab einen wunderschönen Sonntag, liebe Grüße, Heike

  26. Hallo Masha,

    Erstens vorweg zu Deinem Nachtrag:
    Wenn die rechtschaffenen Menschen den Mut verlieren auf Missstände hinzuweisen, dann können wir diese Gesellschaft hier gleich vergessen. Probleme müssen angesprochen werden. Ohne Angst und Furcht! Schweigen ist in einer Demokratie nicht Gold, sondern ganz große Sche…!

    Zweitens Alltagsrassismus:
    Ich finde es ist so eine bekloppte Frage woher man denn komme. Was bringt einem die Antwort? Nix! Ich will doch lieber den Menschen kennen lernen (auf einer Party oder sowas). Da interessiert es mich doch eher, was die Träume und Ziele der Person sind. Was ihr bester Witz ist. Welche drei Dinge sie besser kann als der Durchschnitt (das gibt sehr interessante Antworten!).
    Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen…steht ja alles schon in Deinem Text.

    Drittens Causa Özil: Erdogan Bild ist doof. Soweit so klar. Aber was wirklich ganz ganz bedenklich ist: Das Schweigen seiner (Ex-)Mannschaftskollegen und des Bundestrainers! Sonst ist kein Thema unwichtig genug um irgendwelche Statements von Müller, Kroos etc.nicht mitzubekommen. Und ausgerechnet JETZT beim wohl größten Skandal der Nationalmannschaft schweigen die hochaktiven Socialmedia Profis und posten lieber geile Bilder von ihren Yachten im Mittelmeer (welche leider keine Seenotrettungsaufträge haben). Das ist ganz ganz schwach und die wirkliche Niederlage nach der WM.
    Witzig in diesem Zusammenhang ist diese Kolumne von F-J Wagner in der Bild. Hier mal ein Link. Denk dran: Humor stützt uns in eigentlich unhaltbaren Situationen!
    https://twitter.com/LeifKnape/status/1021717344366813184

    Viertens: Was ist eigentlich deutsch? Beim Wochenendeinkauf nervös werden, wenn die Person vor einem an der Kasse keinen Warentrenner aufs Band legt? Ja. Das ist deutsch. Die zerquetschte Pfandflasche wieder gerade ziehen damit der Pfandautomat diese schluckt und zerquetschen kann? Ja, das ist deutsch.
    Ansonsten weiß ich es nicht. Ganz früher war „Deutschland“ halt ein Aussätziger neben den Nationalstaaten wie Frankreich oder Großbritannien. Das heilige römische Reich deutscher Nation war halt ein Sammelsurium mehr oder minder starker Fürstentümer, das halt den Zusatz „deutscher Nation“ bekam, weil die Menschen darin Deutsch (in Dialekten) sprach. Aber das sind alte Maßstäbe.

    Danke für Deinen Mut!
    Schönen Sonntag,
    Christoph

  27. Hallo Masha,

    Danke. Danke für diesen Beitrag. Danke für die Worte, die durchdacht sind und trotzdem von Herzen kommen. Danke für die Klarheit. Danke für den Mut all das aufzuschreiben.

    Mein Mann ist Afrikaner, ich bin sehr nordisch aussehende Deutsche und unsere Tochter die schönste Mischung aus uns entstehen konnte. Seitdem es sie gibt bin auch ich persönlich immer mehr von Rassiums betroffen. Aber nicht nur deshalb sehe ich es als unsere Pflicht aufzustehen und laut zu sagen, was wir denken. Denn es ist ja unsere Gesellschaft. Und nur wir alle gemeinsam können sie vielleicht besser machen.

    Also: Danke. Danke für die bewegenden Worte.

  28. Hallo Masha.
    Danke für deine Gedanken zu diesem Thema. Ich denke jedoch, dass sich die Sicht darauf ändert, je nachdem von wo aus man es betrachtet: Ich arbeite in Offenbach, die Stadt mit den größten Migrations-Anteil in Deutschland (nein, das ist nicht Berlin!). Ich war in den 90er als Teenie immer ganz vorne bei den „Anti-Rassismus“-Demos, habe bis heute Freunde unterschiedlichster Wurzeln (das spielt aber keine Rolle!). Nun erlebe ich es bei meiner täglichen Arbeit, dass z.B. polnische Mitbürger türkisch-stämmig Deutsche als „Kanaken“ bezeichnen, die wiederum Menschen mit afroamerikanischen Wurzeln als „Bimbos“… Alle lachen darüber und ich stehe mitten drin, bemühe mich um politisch korrekte Haltung und werde dafür milde belächelt. Um mich herum blühen die Parallelgesellschaften: junge Frauen tragen Kopftücher (von Nike bis Gucci) als bewusst abgrenzendes Statussymbol, ohne tatsächliche religiöse Ideologie… Wenn ich auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse mit Mitmenschen (welche teilweise seit Jahrzehnten in Deutschland leben) nicht richtig kommunizieren kann, rät mir mein Kollege (Deutscher mit arabischen Wurzeln) ich solle halt „Kanakisch“ sprechen… Er macht es mir vor und es funktioniert!
    Wir alle sollten häufiger Mal die Komfort-Zone verlassen, dahin gehen, wo es auch weh tut und uns auf einen Perspektiv-Wechsel einlassen…
    Wenn wir unsere Mitmenschen behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten, dann machen wir meist fasst alles richtig…und den Rest können wir dann vielleicht mit ner Prise Humor leichter hinnehmen.

  29. Liebe masha,
    Der Artikel ist super geworden. Du triffst das Problem, welches uns jeden Tag umgibt, voll auf den Punkt.
    Ich selber bin in Deutschland geboren, habe einen italienischen Namen & meine Uroma floh damals aus Bessarabien (Nähe Rumänien). Und auch ich habe schon oft komische Kommentare gehört, bei denen ich mir nur dachte „was zur Hölle ist nur los mit euch“.
    Es ist so wichtig, dass endlich über das Problem gesprochen wird. Danke für deinen positiven Teil, den du dazu beiträgst! ?

  30. Hej Masha,
    ich finde es gut, dass du auch mal andere Themen ansprichst und nicht nur über Mode & Trends schreibst. Ich folge dir erst seit kurzem, finde aber, dass einfach viel zu wenige Influencer Stellung beziehen – früher gab es Stars wie die Ärzte oder die Toten Hosen, die ständig gegen Rechts und Rassismus aufgestanden sind. Heute fehlt sowas. Influencer sind zwar da, aber sie beeinflussen lediglich unseren Konsum, nicht aber unsere politische Bildung, was ich schade finde.

    Wer beeinflussen kann, sollte das auch machen. Nicht jedem ist die Möglichkeit gegeben, mehrere tausend oder sogar Millionen Nutzer auf einmal anzusprechen. Aber viele haben wohl auch Angst, dass sie keine Jobs oder Aufträge mehr bekommen. Heutzutage ist Fame und Geld wieder wichtiger als Authentizität.

    Darum finde ich es umso besser, dass du das Thema ansprichst und Stellung beziehst – das solllten wir alle machen! Egal ob gegen Rassismus, Homophobie oder irgend eine andere Form von Hass. Dafür ist einfach keinen Platz !!! Niemals.

    LG, Tom

  31. Hallo Masha,
    vielen Dank für deinen Beitrag. Meine Eltern sind in Afrika geboren. Meine Schwester in Frankreich und ich in Deutschland. 2004 war ich zum ersten Mal in Afrika und musste mir jedes mal anhören, ich sei doch keine Afrikanerin sondern Deutsche, da ich Deutsch spreche und überwiegend Deutsche Freunde habe. Ich habe bisher keine Erfahrung mit Rassismus gesammelt. Jedoch suche ich immer noch nach meiner Identät (ich bin mittlerweile 25 Jahre alt). Im Herkunftsland meiner Eltern, werde ich als Deutsche gesehen. In meinem Geburtsland, welches gleichzeitig mein Heimatland ist, bin ich nicht wirklich Afrikanerin aber auch nicht wirklich Deutsche. Ich stecke in einem Zwiespalt und weiß meistens nicht, was ich antworten soll wenn ich gefragt werde, wo ich denn herkomme. Ich bin in Deutschland geboren habe jedoch meinen Migranten Hintergrund in Afrika.

    Vor kurzem hatte ich ein nettes und langes Gespräch mit einem älteren Herren. Der als Wissenschaftler arbeitet. Er hatte meiner Meinung nach eine Aussage getroffen, die ich sehr interessant fand. Seine Aussage war: ,,Ich finde es sehr interessant und verblüffend, was wir mit dem technischen Fortschritt heutzutage alles leisten können. Nur leider liegen wir mit unserem menschlichen und sozialen Fortschritt weit zurück.“

    1. Ich glaube damit kämpft jeder der in zwei Kulturen groß wird, bei mir war es so, dass ich mir bis ich ca. 12 war nie Gedanken darüber gemacht habe. Für mich war es völlig normal in Deutschland zu leben aber in Russland geboren zu sein und in beiden Länder daheim zu sein, nur als meine eigene Cousine dann sagte: „Ach du bist ja schon komplett deutsch.“ wurde mir ein Floh in der Kopf gesetzt und damit auch die Frage: „Na was nun?“. Mittlerweile versuche ich diesen Zwiespalt zu akzeptieren, mir hilft es zu wissen das es vielen so geht, wenn mich jemand frägt dann komme ich aus Nürnberg, derzeit die Stadt wo ich lebe. Den meisten reicht es, heißt ich versuche schon selber nicht die Tür zu meinem Herkunftsland zu öffnen, was ich mir aber schwieriger vorstelle je weiter sich das Äußere vom „klassischen Deutschen“ entfernt.

  32. Liebe Masha, toller Artikel! Und doch kurz auf diesem Wege, trotz deiner Bitte:
    Ich finde die Bilder von Chris Buck “Let’s talk about race” so treffend, weil sie beim betrachten ganz viel mit einem machen. Mir wird dadurch gezeigt, dass meine Generation (ich bin Jahrgang 1973) unterbewusst sehr geprägt wurde und ich denke bewusst, aktiv, sensibel & vehement dagegen an. Und mache mein Umfeld auch darauf aufmerksam, wenn eine Formulierung oder ein Gedankengang in die unkorrekte Richtung geht….
    Leider haben heutzutage immer noch viele Kinder- und Schulbücher diese (un)bewussten Botschaften. Aber die Welt ist im Wandel und wir können aktiv mit gestalten. Und du hast es mit deinem Artikel getan! ??

  33. „Ein Mensch. Und kein Schubladenregal.“
    Ich hatte Tränen in den Augen bei diesem Part.
    Danke, dass du den Artikel geschrieben hast. Du behandelst das Thema meiner Meinung nach extrem gut und du schreibst super darüber, dass es nicht „DIE“ und „UNS“ gibt, sondern dass wir alle gleich sind.

  34. Ich finde es sehr wichtig über dieses Thema zu diskutieren… jedoch habe ich auch kritische Gesanken dazu . Ich arbeite mit Menschen aus verschiedenen Ländern , Kulturen und religiöser Zugehörigkeit … und ich mag Menschen !! Auch aus dem einfachen Grund weil wir zwar alle verschieden sind aber doch zusammengehören. Die Debatte die nun entstanden ist rund um Özil verstehe ich nicht ganz .. denn wenn jemand etwas tut wovon wir hier in Europa nicht besonders happy sind und es wohl wissentlich, ( glaube ich oder hoffe ich zumindest dass ihm das bewusst war ), trotzdem tut dann hat das eine Konsequenz.. und nun das schwierige Thema rassismus in diesem Zusammenhang zu verwenden halt ich für ungehörig! Denn man sollte Fakten nicht aus dem Fokus verlieren… ich finde deine Beiträge unglaublich gut und es ist wichtig sich vom Mainstream der Blogger Welt abzuheben .. weiter so Masha und Danke !!!

  35. Ein sehr sehr guter Artikel, Masha. Hier meine kleine Geschichte dazu: Meine Mutter muss (zum Glück nicht oft) mit Rassismus kämpfen, obwohl sie flüssig deutsch ( und sogar besser als manch anderer Bewohner in Sachsen-Anhalt) spricht und seit 18 Jahren hier wohnt. Am Telefon bei ihrer Arbeit wurde sie sogar von einer Anruferin gefragt, ob sie nicht langsamer für meine Mutter sprechen sollte (sie könnte es ja vielleicht nicht verstehen). Und das nur wegen ihrem Namen. Von Menschen in der Bahn gezwungen, den Platz freizumachen, (obwohl die ganze Straßenbahn leer war)da sie sich dort hinsetzten wollen und meine Mutter kein Recht hat als Flüchtling zu sitzen, wo sie will. Für mich völlig unverständlich wie man so einen Hass auf Menschen schüren kann, die mehr erreicht haben als die „angeblichen Angegriffenen“. Es macht mich traurig und wütend, wie es als Normalität abgestempelt wird, dass man heutzutage so viel Rassismus in der Gesellschaft ertragen muss.

  36. Hi. Finde es sehr gut, das du dieses Thema ansprichst. Ich bin eine deutsche Staatsbürgerin mit türkischen Wurzeln.Ich kann es gut verstehen was Mesut Özil sagen will, ich hab zwei Herzen, die eine schlägt für Deutschland, die andere für Türkei. Meine Schwester und ich sind in einem katholischen Kindergarten gegangen, natürlich nahmen wir auch am Gottesdienst teil, es war unseren Eltern wichtig, das wir intrigiert sind, das wir uns nicht ausgeschlossen fühlen oder einfach uns anders fühlen, weil wir türkische Wurzeln haben. Schließlich sind wir alle Menschen. Sie haben uns gelehrt, jeden so zur akzeptieren, wie er ist mit Ecken und Kanten. Denn sie wissen wie es sich anfühlt , wenn man ausgeschlossen, beleidigt und kein Blick gewürdigt wird, weil man ja „Türke“ ist.Ich könnte hier jede Menge schreiben, über dieses Thema, es ist leider ne Never Ending Story.

  37. Ich bin gerade einfach nur schockiert. Ich weiß zwar das Rassismus gerade auch Antisemitismus in Deutschland immer noch ein sehr großes Thema ist aber, dass so viel Kinder in Schulen oder Kindergärten damit konfrontiert sind finde ich unbegreiflich. Besonders schlimm finde ich aber, dass Politiker wie Horst Seehofer dem nicht entgegensetzen und durch ihr handeln Rassismus schon fast „normal“ wirken lassen. Das ist einfach nur beschämend.
    Was aber noch trauriger ist, dass jemand in diesem Amt dafür fast gar nicht belangt wird und es einfach hingenommen und geduldet wird. Denn genauso wird Rassismus legitimiert und nimmt den Leuten die Angst etwas gegen „Nicht Deutsche“ zu sagen.

    Danke Masha, dass du so offen darüber sprichst. Ich finde es klasse, dass dein Blog nicht nur aus Mode besteht, sondern du dich auch mit Gesellschaftsproblemen auseinandersetzt. Riesen Kompliment für deine Arbeit.

  38. Danke! Ich selbst bin als „mischling“ groß geworden. Dabei bedenke man, dass mein Papa selbst nur zur Hälfte aus Puerto Rico kommt aber trotzdem eine sehr dunkle Hautfarbe hat. So oft haben mich in der Schule oder sonst wo Menschen komisch angeguckt, da ich blond bin und grüne Augen bekommen habe, wenn mein dunkelhäutiger Vater dazu gestoßen ist. Ich hab selbst gesehen wie grausam die Menschen meinem Vater gegenüber mit Vorurteilen begegnet sind und er selbst sich nie damit abfinden konnte, bzw es nicht verstehen konnte. Er selbst konnte nicht mal eine andere Sprache, noch hat er etwas mit seinem Ursprungsland zu tuen und trotzdem würde er als „Ausländer“ behandelt.
    Danke das du es ansprichst, es ist so verdsmmt wichtig den Menschen mitzuteilen, dass es wirklich egal ist wie man aussieht welche Hautfarbe und welche Sprache man spricht!

  39. Einer der besten Beiträge, die ich zu dem Thema je gelesen habe.

    Hatte gerade gestern das Thema mit meinem Freund und meinte zu ihm: „Wieso gibt es sowas? Wieso können wir nicht alle einfach normal miteinander umgehen? Mir ist egal wie jemand aussieht, wo er herkommt, ob er schwul, lesbisch, hetero oder sontwas ist. Solange jemand mit mir normal umgeht gehe ich auch mit ihm normal um.“

    In meiner Heimatstadt wurde sehr oft über die ganzen Flüchtlinge geschimpft, die sich asozial benehmen würde, das ganze Einkaufszentrum in Beschlag nehmen und niemand würde sich noch in die Stadt trauen. Ich war oft in der Stadt, ich habe mich NEBEN diese ganzen angeblich Asozialen gesetzt, habe sie angelächelt, war höflich. Und genau das habe ich auch zurück bekommen. Höflichkeit, Respekt, liebe Worte. NIE habe ich eine schlechte Erfahrung gemacht. Aber so war ich schon immer. Ich habe mich noch nie an der Nationalität oder einer Hautfarbe gestört. So wurde ich erzogen und so gebe ich es auch an meine eigene Kinder weiter.

    Schlimm finde ich, dass man mittlerweile mitbekommt wie viele Leute um einen herum rassistische Denkweisen haben. Menschen von denen man das nie gedacht hätte. Arbeitskollege von mir meinte mal, er hätte nichts gegen Ausländer, aber wenn man in die Stadt geht sieht man ja „nur noch Solche.“ Da war es bei mir schon vorbei. Geht gar nicht.

    Ich finde es so schön wenn verschiedene Nationalitäten zusammen kommen. Das bereichert ein Leben doch total :)

    1. Liebe Masha, danke für deine ehrlichen Worte die so viel Wahrheit beinhalten.

      Ich kam mit 6 Jahren von Spanien nach Deutschland. In der Grundschule musste ich wegen meiner kaum vorhandenen Deutschkenntnisse in die erste Klasse zurück. Für mich damals kein Problem, für meine Schulleiterin schon.
      Bei den Empfehlungen für die weiterführenden Schulen, wurde ich von ihr als Förderfall eingestuft, obwohl ich mich sichtlich anstrengte im Unterricht.
      Ich kam auf eine Gesamtschule, machte mein Abi mit 1,9, habe diesen Sommer mein Bachelor in Architektur angeschlossen und werde im Oktober ein Master in Ingenieurswesen beginnen.
      Ich habe mir das alles selbst erarbeitet, aus meinem eigenem Wille jedem zu zeigen, dass auch ein „Ausländisches“ Kind einen tollen Job haben kann.

      Und jedes Mal wenn ich gefragt werde: Als was fühlst du dich eher, als Deutsche, weil ich schon 18 Jahre hier lebe, oder als Spanierin, weil ich immer noch nur den spanischen Pass/Perso habe?!
      Ist meine Antwort: ich fühle mich als Mensch und bin Europäer !

      1. Hi Moni,
        lustig. So eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht :)
        Meine Grundschullehrerin fand schon in der ersten Klasse ich hätte keine Chance auf ein Gymnasium, weil ich damals auch noch kein Deutsch konnte. Aber ist ja alles gut gegangen :)

  40. So viele ware Worte !!!!
    Danke dass du es aussprichst und deine Stimme als Blogger nutzt um auch über solche Themen zu sprechen!

  41. Wow!!! Einfach nur wow!! Ich finde diesen Artikel auf so vielen Ebenen so hochwertig! Ich weiß, dass es viel
    Überwindung kostet – gerade weil von dir, zumindest hier auf dem Blog und auf Instagram, hauptsächlich Mode erwartet wird und oft erwartet wird, dass man meistens dann auch in dieser Scublade bleiben soll. Aber warum
    Nicht die Reichweite, sein Sprachrohr nutzen? Und du hast das auf eine so tolle Art gemacht und die Sache einfach auf den Punkt gebracht. Danke dir dafür. Du hast eine Reichweite und vielleicht erreicht man gerade so, auf dem etwas anderen weg, etwas anderen Kanal Leute und regt sie zum nachdenken an. Einfach mal das handeln hinterfragen – und sich von der Aktuellen Rhetorik der Politik ganz weit! Zu distanzieren.
    Danke!

  42. Wow!!! Einfach nur wow!! Ich finde diesen Artikel auf so vielen Ebenen so hochwertig! Ich weiß, dass es viel
    Überwindung kostet – gerade weil von dir, zumindest hier auf dem Blog und auf Instagram, hauptsächlich Mode erwartet wird und oft erwartet wird, dass man meistens dann auch in dieser Scublade bleiben soll. Aber warum
    Nicht die Reichweite, sein Sprachrohr nutzen? Und du hast das auf eine so tolle Art gemacht und die Sache einfach auf den Punkt gebracht. Danke dir dafür. Du hast eine Reichweite und vielleicht erreicht man gerade so, auf dem etwas anderen weg, etwas anderen Kanal Leute und regt sie zum nachdenken an. Einfach mal das handeln hinterfragen – und sich von der Aktuellen Rhetorik der Politik ganz weit! Zu distanzieren.
    Danke!

  43. Danke Masha für deinen Mut diesen Artikel zu verfassen. Rassismus ist vor allem in der heutigen Zeit wieder ein Alltagsthema geworden. Es ist wichtig, dass man sich für eine tolerante und respektvolle Gesellschaft einsetzt! ?

  44. Ich finde das Thema so, so wichtig. Im Rahmen meiner Masterthesis beschäftige ich mich mit Kultur und Kultursensibilität und es ist einfach unheimlich schwer, Kultur zu fassen und für sich zu definieren, weil es keine einheitliche Definition gibt und Kultur einfach so facettenreich ist. Kultur ist viel mehr als die Nation, Religion und äußere Erscheinung. Es zählen auch die Werte dazu, also das, was nach außen hin und auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Diese Erkenntnis ist elementar, um eben nicht nur oberflächliche Unterschiede sondern auch Gemeinsamkeiten wahrnehmen zu können und sich nicht von dem vermeintlich „Fremden“ abzugrenzen. Wir sind am Ende des Tages alle Menschen und sollten uns auch menschlich im Umgang miteinander verhalten. Danke, dass du deine Reichweite nutzt, um zu sensibilisieren und auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen ??

  45. Wow, Masha. Danke dass du das aussprichst. Ich hab nach dem Lesen des Artikels wirklich Tränen der Wut in den Augen. Du bringst das Problem des Alltagsrassismus so treffend auf den Punkt. Riesen Respekt an deine Arbeit!

Rassismus ist real. #metwo

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Dear readers,
we have to talk.
This time it’s not about me though, I’d like to talk about our society. About a society I am increasingly worried about.

Mesut Özil’s resignation from the German national football team, purportedly due to racism, has sparked a debate which in my opinion was long overdue. Mesut Özil, a German citizen, born in Gelsenkirchen, found himself confronted with racism. I think we don’t need to establish that comments like „Turkish pig“ and „goat-fucker“ (the latter term was actually hurled at Özil by an SPD politician) are plain racist. In other words, whoever claims that Özil is just too thin-skinned has clearly not looked into the matter deeply enough.
 
Bild, the big German boulevard newspaper, has joined the ranks of agitators against the athlete. First the paper attempted to undermine his „German-ness“ with the headline „He goes on a pilgrimage to Mecca and loves a Miss Turkey!“, and eventually expatriated him altogether after the World Cup. This quote from a Bild article serves as a case in point: „…good that you took off the jersey with the German eagle, we no longer go together.“
 
Both (SPD politician) Holzhauer and (Bild chef) Reichelt faced substantial criticism of their comments, but that did not really change much. The sad truth remains:

Germany is racist..
 
As soon as Özil was stripped from his protective coat of being a successful athlete, even he, a highly awarded national player who won the World Cup with Germany, who was born and raised here and has paid millions of Euros in taxes is ostracized and suddenly fair game.
 
Please don’t misunderstand me: personally, I also think it was a mistake that Özil posed for a picture with Erdogan and never distanced himself from Turkish politics. After all, the athlete is a role model for scores of youngsters, and for that reason alone clear words would have been called for in my opinion.
But no mistake justifies discrimination on racist grounds. NONE.
 
Racism, in all its many more or less obvious forms, is part of our social reality – to the point that even one of our country’s most successful athletes is not exempt from it.

„…so why don’t people accept that I’m German?“
Mesut Özil

It is shocking how racism still – or once again – forms part of the daily reality of many people. It has become the norm again.
„It’s just the way it is.“
 
Many accept the subliminal mobbing, the little stabs at work, or even laugh along at inappropriate jokes. We all have a desire to belong, after all, to fit in, not to stick out. It wasn’t so bad, was it? Well, and then suddenly Özil quit the team. The focus fell on a grand stage when the racism festering in the German national team, the nation’s pride and also its sore spot, became visible.
WE were world champions, after all.
 
But Özil’s quitting the team caused more than a public outcry – it started a veritable protest movement. People everywhere started sharing their own experiences with racism using the hashtag #metwo.
And all of us should really, really listen. Racism is indeed a virus that has infected our society – and it is spreading.
 
Let us look at the facts:
Die Zeit (a renowned, traditionally liberal weekly newspaper) is openly asking the question whether it would be better to let refugee boats sink in the mediterranean. The openly racist AfD party holds at 12% (a current poll showed as much as 16% for the party – i.e. the support is still growing). Horst Seehofer celebrates 69 deportations on his 69th birthday, and, well, Mesut Özil faces open racism.
Is anyone really going to tell me racism is not a big problem in Germany today?
 
The simple truth is that it is – and if you read through some tweets with the hashtag #metwo there cannot be much doubt. The stories I read affect me. What’s worst for me is to realise at how young an age many people are confronted with racism in their lives.
 
For many children it starts in school, where they often find themselves helpless targets of racist comments. I would go as far as accusing some teachers of emotional abuse. How incompetent some of the supposed educators in charge can be is beyond me. It is bad enough that children are often so brutal among each other – but how must it feel as a kid when the teacher chips in as well? How are you going to build trust in society when you’re excluded from the earliest developmental stages onwards?
 
The following tweets are just a few examples of a widely shared experience:

„My German teacher made fun of my for my incorrect usage of German articles and my pronunciation of the letter „r“. I am fluent in 5 languages, and he has not managed to pronounce my four letter name correctly one single time.“
@seratonin
 
„When we were talking about job applications in school, and I told my teacher that I want to study, he told me ‚you’ll be long married by the time'“
@navasgeht
 
„Here in Germany we use our real names and not pseudonyms! Maybe you didn’t know that.“ „That’s my real name.“ – I was talking to the dean of a uni in Leipzig.
@WhoIsYade

„Child in the daycare facility tells my daughter tells her she knows why my daughter has such brown skin. Her father had explained to her that particularly stupid babies are marked out by stewing them in a barrel of coals for a while.“
@SoSumbu
 
I am preparing the seminar room.
Student: „Are you almost done with cleaning? We’re about to start a class here.“

@SelvetaB
 
„My brother was the best pupil in class, straight A’s. He gets a B on a test, compares his score with that of another pupil and discovers that he received a worse mark than the other pupil despite having a higher score. The teacher then tells him: ‚If I give you an A, what am I supposed to give the German pupils?“
@Livenitup_DE

„My father works as capitain on a cargo ship. Court ruling in the eighties to deport us from Germany states the following reason: ‚the home of a sailor is the sea‘ 8no kidding, I still have the document.“
@HasnainKazim
 
„When neo-nazis threaten your mother and the state prosecutor tells her: ‚well, maybe your son should not be so outspoken in public.'“
@ShahakShapira
 
„The emergency physician who refused to treat a family member before having them show him their passport despite acute respiratory distress syndrome.“
@julyarabinowich

But not only schools, also the state and the judiciary system seem to fail many Germans instead of protecting them.
Reading these comments (there are so many) I was overtaken by shame and anger.
What really gets to me is the comment sections under those tweets. People share there experiences, but instead of simply listening, others feel personally offended, insult the posters and deny that there is any racism involved. Instead of offering support or at least an ounce of understanding, they add more humiliation and degradation to the pile. You really start asking yourself: What the hell is wrong with people?
 
I’d like to say at this point that I think it’s generally wrong to dispute someone’s personal perception of being marginalized. People in Germany that are not affected by racism have no right to define for others what is and what is not racism. Those unaffected are observers. And nope, „Almans“ or „potatoes“ is not an example for reverse racism here.
 
Those not affected are privileged to be able to say that aspects like their skin-color play no part in how they are perceived. For those targeted by racism, skin-color, religion and other superficial characteristics play an absolutely crucial part in how they are perceived in every-day life. They are rejected more often when applying for flats, are invited less often to job interviews, and are under much more general and constant pressure to justify themselves. A lot of discrimination happens subliminally, remains unquestioned between the lines.
 
There also seems to be widespread differentiation among Germans with immigration backgrounds: Asians are better Germans than Africans or Turks. And as far as Swedes and Americans are concerned, well those are not real immigrants after all. Even someone like me, who was not even born in Germany and grew up bi-lingually, but looks European and has a European name, has no problems. Meanwhile Merve, a third-generation German, born and raised in this country, faces discrimination on a daily basis.
 
It begs the question:
What makes a German German?
The skin-tone? The ancestry? The mentality?
The place of birth? The nationality? The language?

 
Where does German-ness begin, and where does it end?
 
Divisions and arbitrary demarcation lines wherever we look.
There is only one solution: we need to erase these lines.
 
It is not enough to wait and hope for the best.
In order to break these invisible boundaries we have to step out of our roles as passive observers and become active. Just like our democracy should not be taken for granted, we also need to fight for a tolerant society. It requires courage, energy and spine, and challenges all of us to keep our eyes wide open, to not look away.
The first step is to be reflective of ones own behaviors and patterns. The second is to stand up for someone else, to be active instead of passive.
 
We should all openly ask ourselves where and when we may have acted out some form of racism ourselves. Many people feel hurt and ostracized even when they are asked where they are from „originally“. If someone answers your question with „I’m from Hamburg“, accept it at face value. In a similar vein, not everyone will be open to talk about their experience of feeling excluded. We all need to develop our sensitivity, to look closely at our own behavior as well as that of our friends and families. This can be difficult, and certainly requires courage, but it is a step in the right direction. One of the central issues in this debate is that few people consider themselves racist – but many are without even being fully aware of it. Many do not consider their off-hand remarks to be racist, or withdraw to defending their own „opinions“ (which, often enough are emotions rather than arguments).
 
To reflect for yourself whether such a pattern may apply to yourself, try asking yourself the following: how would I act and what would I say if skin-color, religion and name would not make any difference, if Murat sounded as German to me as Mark, if I’d register the differences in skin tone like I register the differences in eye color (no one is less German because their irises are brown), if I accepted Islam as a religion just as I accept Christianity? If I wipe out these dividing lines in my head – what am I left with?
You’re suddenly confronting a human being.
Not a label or a category.
 
I read some highly interesting thoughts HERE, and if you made it to this point in this text I recommend you take the time to check out the following article:
 
Now, after all that criticism, I also would like to acknowledge how long a way we have already come, how much more tolerant our generation is than the one before us was. It also helps to be aware how many of us are fighting for equal human rights. We are legion. While it often may not seem so in all the bullshit, a sense of courage, altruism and standing up for the other is found in many places and at many points in time. If we manage to bundle these energies, if we manage to work together towards a common goal, I see hope – for us Germans, Europeans, and for us as members of a global society.
 
Or, to say it with German band Die Ärzte:


„It’s not your fault that the world is as it is.
But it’s your fault if it stays that way.“

A postscript:
All my friends advised me against publishing this post. For understandable reasons. The main argument runs along the lines that I should not write about racism as someone who is not affected. They are right in that respect. But does it really help a society if its members always keep quiet for fear of rubbing someone up the wrong way? I am aware that some readers may disagree with me on the points outlined above, others may reject my perspective altogether. Maybe some readers will agree with many of my friends and believe I have no right to criticize an aspect of society I perceive only as observer. But I do believe, from the bottom of my heart, that this is a crucial issue, and feel a responsibility to express my opinion about it on this platform.

Category - Life, personal
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17 Kommentare

  1. Dear Masha, thank you for sharing your thoughts. I do not think you should have refrained from sharing your ideas/perspective. I rather agree with you that a society in change needs a debate. However, a debate needs to be open and fair. It is certainly has not helped categorizing and labelling certain points of view as racist just because some people do not agree with the speaker. What kind of a debate is that? Not refering to Bild though.)

    That’s being said and coming from a family of Germans that had to settle in Western Germany after WWII and having to face questions questions my heritage because of my non-German last name not everything is racist what people utter. It is pure thoughtlessness and ignorance.

    Which is just as annoying. A society is based on certain values that it shares which is the constitution and its limits. The rest should be based on an open debate. eg. does it make me feel uncomfortable having migrants from North Africa sitting in our park, approaching me when I walk my dog. You betcha. Does it make me feel uncomfortable walking in front of a group of people amongst whom the women’s faces are veiled while I am wearing shorts and a tank? You betcha. It is like walking into a sauna with most of the people wearing bathing suits.

    I am pretty sure you got lots of readers from Berlin who are quick to label me racist and patronize me although they do not have that right to.

    I agree with you that racism exists and so does sexism. Having lived in a foreign country for a couple of years I certainly know what it feels like missing your native country.

    And to answer your question about the German-ness: it definitely helps a lot to have a good grasp of the language.

    As always, well put dear Masha. Sending love to Berlin from Frankfurt. Sabina

  2. Ich find den Text auch hammergut geschrieben und ja, heikles Thema, aber sich dem entziehen wäre ebenfalls nicht gut… also danke für den wertvollen Beitrag.

    (Nur ganz kurz am Rande… der hashtag sollte doch übersetzt „ichauch“ heißen, oder? dann wäre das ja #metoo und nicht #metwo. Oder hab ich da jetzt nen fetten Denkfehler?)

    Liebste Grüße
    Judith

  3. It’s very really great information for becoming a better Blog.You become a idol for me.You always change my the Way of thinking . your way thinking is Really amazing.Thank you so much.

  4. Liebe Masha,
    es ist ein schwieriges und ein sehr vielschichtiges Theman, dass man nicht nur in schwarz und weiß betrachten kann und deswegen finde ich es so wichtig darüber zu sprechen. Also vielen Dank für Deinen Artikel!
    Ich erwische mich immer mehr dabei, dass ich das Gefühl habe, in unserer Gesellschaft darf man sich nur über den alltäglichen Rassismus beklagen, wenn man selbst in deine bestimmte Gruppe fällt.
    Ich zum Beispiel habe keinen Migrationshintergrund, bin also „Biodeutsche“ (und alleine diese Bezeichnung macht mich ärgerlich). Mein Nachname ist Niggemann. Und wirklich ständig wird diesem Namen ein nicht vorhandenes „R“ angedichtet und ich heiße fortan nur noch „Nigger“.
    Auffällig dabei ist, dass das meistens von Menschen gemacht wird, die selbst einen Migrationshintergund habe. Und ich stelle mir immer wieder zwei Fragen.
    Ist das Rassismus? Und warum machen es Menschen, die sich selber so sehr darüber beschweren?
    Während meiner Schulzeit ist uns immer wieder erklärt worden, dass Rassismus etwas ist, dass „Ausländern“ trifft, weil sie anders sind oder warum auch immer. Man hat uns einen ganz engen und seltsamen Begriff des Rassismus präsentiert, der heute schon lange nicht mehr passt. Rassismuss findet an jeder Ecke statt und ich bin mir sicher, es gibt niemanden, den er nicht trifft. Und ich habe die Befürchtung, dass es immer schlimmer wird. Und das macht Angst!

    1. Hallo Rebecca,

      auch wenn ich deine Befürchtungen verstehe, so finde ich deine Aussage sehr schwierig.
      Ich glaube zu einem bestimmten Zeitpunkt muss man einfach akzeptieren, dass man einfach nicht „wirklich“ von diesem Problem betroffen ist. Ich will dir das nicht absprechen, aber in meinen Augen wäre es Rassismus, wenn du einen fremd klingenden Namen tragen würdest und aufgrund dessen von Obrigkeiten beispielsweise diskriminiert werden würdest. Wenn du also zB. eine Wohnung, einen Kredit o.ä. nicht bekommen würdest. Ich finde da sollte man klar unterscheiden!

  5. Well done, Masha.
    I agree with you on various point. Its true that there is a difference between people like you and me (born in other countries than Germany- but with an European appearance) and someone who lives in 3rd generation in Germany but with dark hair and different ethnicity. Where does this discrimination come from?
    I asked myself many times and always thought that people who make this kind of assumptions are ’stupid‘. That was the easiest explanation. But after years this explanation wasn’t good enough, anymore. I knew that the country where I my family is from people collectively agree that foreigners don’t belong to Poland. Wow. Thats is a big statement. Then I figured that if I assume that all these people are stupid I am doing the same as they do. I judge.
    So I moved to Poland in my mid 20′. It was the time of the refugee ‚crisis‘. I was excited to hear what Polish have to say to be when I tell them that I was raised in Germany.
    Most of the times they felt pity for me. What wrong with living in Germany, I asked?
    – „Well, all the foreigners in your country destroy your culture“, was a sentence I heard very often.
    Example of a comment of a stranger I spoke to:
    „I saw all the videos on youtube of what the refugees are doing with you country. They are unthankful. They reject the food and drinks you give them because they don’t trust you and think you give them pork to eat. I saw a picture of a train where refugees were before. I left a pile of rubbish in the train and spilt out all the water they were given because they are unthankful.“
    I asked this gentleman to show me the picture of this particular train because his while story seemed very odd to me. When I matched this picture with google results I had to find out that this was a picture taken from a train that was left behind in this state before a football match.
    I heard to worst things about refugees during my time in Poland. People were so confident about what they were saying because as they said, media told them so. For me these statements were ridicules but they truly believed in what media told them.
    I was mad about that they were told in media. Loads of lies and exaggerations. But at the same time it made me understand that these people were not collectively stupid. -They were conditioned by society.

    The past years, I lived in various countries. Australia, Indonesia, Vietnam, Thailand, Malaysia, France.
    The difference in perception in regard to foreigners is huge.
    While Australians enjoys to meet people from all over the world, France in contrast is very careful or lets say quite distant to people who are different than them.

    In Australia you’re Australien when you grow up or consider yourself to be Australien. They have many citizens from Asia. However, these people are considered to be Australien if they say so. Nobody will ask them any further questions just because they look Asien. They are part of of the society like any other citizen. And the way everybody gets along is non-judgmental and harmonic. People do not have to know each other in order to be respectful and greet everyone with a big smile and a „g’day mate, how are ya today“. In 2 years I have never seen that anyone might have been treated than the other. Regardless their ethnicity, social status or gender.
    I found it very interesting that this als applies to all classes. No matter if you are a simple employee or the inventor of a company that is spread over 6 continents. These two people would treat each other with respect and might even go out for lunch together.

    Similar, my experience in south east Asia. Its doesn’t matter where you come from as long as you treat the significant other with respect and a smile. Some might argue that this due to to the tourism they live from. But you’re mistaken. I have been travelling in places where there are no tourists and I lived in a community with locals and of course I knew that I was different than the others. I had different food habits, I looked different than them and are maybe more privileged but at the end of the day we all cook our rice in the same kind of water (like a German would say). I never felt different from them because they didn’t treat me different… Which leads me to the next topic. France.

    First of all, I love France. But it has its flaws.
    Paris which is considered as example for failed integration shows us that its not right to separate immigrants from French. Once immigrants get the stamp as the others, they will also behave differently. During my psychology studies I learned a lot about this topic. Once you create an in-group and out-group, you will have bias towards the other one.
    What is happening is Paris is that there are many citizens with a background. Many of them from Africa, where their values are different. However, does it mean that they cannot adapt to the French values? My answer is no. They can -if the society gives them the opportunity to do so. These people must be treated as they are welcome and valuable to this country and part of the French culture. Like this they will be more probable to consider themselves to be French and are more eager to live in peace with their peers. No matter where from.
    But what happens when you develop an attitude towards them and make them feel that they are actually not the same as you?

    Would you still try to fit into their scheme after being rejected or treated differently your whole life?

    And this what happens when immigrants get treated differently than everyone else in the country. They behave differently, too. They will not try to fit into this society. Rather, they will either withdraw from society or even try to fight it.
    It won’t take long to find mates who are going to join a group of outcasts one to rebel against what society expects of you.

    Topic Mesut: He was considered as a good German while he performed like society expected him to do.
    When he failed, he became an outcast and he excluded himself from this society.
    This is happening every day but just not as visible as which the ‚Mesut example“.

    1. wow! thank you for your super long comment and your interesting point of view. It really shocked me to read what was happening in Poland and at the same time I’m not wondering at all. I guess media is part of the problem, but also media is a mirror of the society. They publish what the people want to read, so I guess the problem must be somewhere in between. Of course it’s easy to say that people are stupid, but I’d say it’s more that they are afraid. They are afraid to lose their position and they are afraid of feeling an outsider themselves.
      BTW I heard that asia can be rascist as well, but more against other asians. not sure, if this is true, but I guess it’s a neighbor thing just like here in europe.

      thank you for sharing your experience and your thoughts. I totally agree with you <3

  6. We really need more people (and influencers) in the world like you who are spreading awareness about issues that are so, so important in our world and society, but no one is taking a stance and talking about them! It still leaves me speechless how people can be so cruel to one another. I just want everyone to understand that we are all human, we are all mammals, we are all people. We all experience pain at one point in our lives, but some of it can be avoided, such as this topic! It’s crazy how we still live in a world where racism is present. Thank you again for talking about this issue and taking the time to write such a thorough and thoughtful post on it. I definitely agree, even if you are not personally affected by something, that doesn’t mean you shouldn’t speak up against it!

    http://www.beingisabella.com

  7. Great post, I absolutely agree on every single point! And you’re totally right to speak out about it, even if you’re not affected personally. But spreading awareness is always a good idea!

  8. Danke das du dich mit solchen Themen befasst und ein Bewusstsein dafür schaffst.
    Schade, dass das in der Branche einfach viel zu oft zu kurz kommt!
    Ich verstehe warum deine Freunde dir davon abraten wollten und umso großartiger finde ich es, dass du trotzdem öffentlich dazu Stellung beziehst!
    Ganz nebenbei ist der Text auch unglaublich gut geschrieben

    1. Ich kann dem einfach nur zustimmen !
      Man darf die Augen nicht davor verschließen, egal ob in der Fußball-Branche oder eben in der Blogger-Branche.

      Du hast meinen größten Respekt verdient, dass du wirklich dich eben auch über solche Themen öffentlich äußerst.