THERE IS A HUGE DIFFERENCE BETWEEN GETTING OVER THINGS AND GETTING THROUGH THEM.

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VORWORT:
der folgende eintrag spukt schon lange in meinem kopf rum.. seit wochen, doch wie mit vielen dingen, die es nicht eilig haben vertagt man sie. aus tagen werden wochen, aus wochen monate.
der folgende eintrag ist in erster linie nicht für mich. er ist für euch. er ist für jene unter euch, die meine trauer und meinen schmerz, meine sehnsucht und meine rückfälle beobachtet und verfolgt und mitgefühlt  haben. für all jene, die sich genauso gefühlt haben und die kein licht mehr am ende des tunnels gesehen haben. für all die ohne hoffnung, denen meine texte aus der seele gesprochen haben.
KAPITEL 4
es passierte eines tages.
zufällig fiel es mir auf. es fiel mir bei irgendeiner langweiligen tätigkeit auf. eine dieser tätigkeiten, die man halbherzig verübt und in gedanken versinkt. einer dieser momente in denen man beiläufig in sich reinhört, weil man grade nichts besseres zu tun hat…
und so hörte ich an jenem tag in mich rein. prüfte aus gewohnheit mein herz und meinen kopf. suchte nach möglichen veränderungen.
und da war es. war auf einmal da. hat sich heimlich eingeschlichen. ich hätte es vermutlich gar nicht bemerkt, wäre mir nicht langweilig gewesen.
mir stockte der atem. kann das etwa sein? ist das möglich? ich horchte in mich rein. tiefer. intensiver. stunden- und tagelang. ich wollte mir sicher sein.
wenn man nur lange genug schmerz und trauer empfindet, nimmt man es als selbstverständlich wahr. es ist ein teil von dir. wie ein kaputtes, schlecht funktionierendes organ. es ist da, es geht nicht besonders gut und du gewöhnst dich dran. als ich in mich reinhorchte, in mein herz, suchte ich es. ich suchte nach dem kaputten organ. aber es war weg. seine abwesenheit erfolgte so langsam und schleichend, dass ich es nicht einmal bemerkte.
ist das etwa glück? fühlt sich so glück an?
meine mutter sagte immer man sollte schlechte erinnerungen mit guten überdecken. sich in neue beziehungen reinzustürzen, statt sie zu verarbeiten. mama, ich habs versucht. doch alles erinnerte nur umso mehr an ihn. ich ertrug auf dauer andere männer nicht, männer, die nicht er waren. mama, der ratschlag war echt scheisse. es half nicht, obwohl ich in der zeit wirklich tolle männer getroffen habe. männer, die meine ganze liebe verdient hätten. aber ich war einfach noch nicht soweit. nach dem zweiten heartbreak versuchte ich eine andere taktik: akzeptanz. ich akzeptierte die situation als solche. war nicht so lustig, aber ich wollte allein sein. erstmal abschalten und nur ich selbst sein. ich wollte irgendwann mal vielleicht bereit sein. aber vorallem altes nicht mit neuem überstreichen. nein, ich wollte mir dieses mal zeit lassen. zeit, um alleine wieder glücklich zu werden. mein glück nur noch von mir abhängig machen.
und so vergingen die tage, wochen, monate – allein. einsame samstage mit guten büchern, eskalierte wochenenden mit verrückten freunden. einfach mal keinen druck mehr von aussen annehmen.
und plötzlich war ich soweit.
ich bin noch immer so überrascht und überwältigt von diesem neuen gefühl. die abwesenheit von schmerz. das neue gefühl von glück und zufriedenheit.
ich fühle mich tatsächlich irgendwie reifer, älter, weiser.
meine eltern habe ich vor kurzen nach vielen, vielen wochen wiedergesehen. ich brauchte nichts sagen. sie sprachen mich von selbst an. meinten ich wäre wohl irgendwie ruhiger, entspannter, erwachsener geworden. sagten, sie seien stolz auf mich. auch ich bin stolz auf mich. ich habe mich meinen ängsten gestellt. habe den dämonen den mittelfinger gezeigt. habe ihnen den rücken zugewendet. habe nicht aufgegeben, wenn sie mich nachts wieder heimsuchten und mir meine verdrängten ängste vor augen führten. habe schlaflose nächte und tränen am morgen hinter mir gelassen. seit einigen wochen träume ich wieder ruhig. mein leben läuft wieder in ruhigeren bahnen.
ich bin mit mir im reinen. und dieses gefühl bekommt man nur, wenn man stark genug ist alles zuzulassen, es zu akzeptieren und auch bereit ist dagegen zu ankämpfen. ich habe nicht verdrängt. nicht beseitigt. nicht überdeckt. ich habe den schwierigen weg gewählt. habe es ausgesessen. ausgehalten. durchgehalten.
irgendwann ging der schmerz leise und an seiner stelle entstand leere. diese leere war fast genauso schmerzhaft.
doch heute spüre ich diese leere nicht mehr. das loch ist zwar noch da, und auch die leere stelle. aber sovieles in mir ist von wundervollen erinnerungen geprägt, dass da kein platz mehr ist für leere stellen.
ich denke noch immer oft genug an diese erste große liebe. das hat sich nicht geändert. an gute und schlechte momente. doch wenn das passiert, fühlt es sich diesmal anders an. es ist ein teil meiner vergangenheit und nicht mehr meiner gegenwart. es bestimmt mein handeln nicht mehr. ich wünsche ihm nicht mehr die pest an den hals. da ist keine wut mehr. keine sehnsucht und auch kein schmerz. nur noch ein wenig liebe für den menschen, der mir mal das wichtigste auf der welt war. wenn ich an dich denke ist da nur noch frieden und vielleicht auch ein wenig mitleid. ich wünsche dir alles gute, erste große liebe. ich wünsche dir den inneren frieden und die innere ruhe, wie auch ich sie gefunden habe.

 

 

VORWORT:
der folgende eintrag spukt schon lange in meinem kopf rum.. seit wochen, doch wie mit vielen dingen, die es nicht eilig haben vertagt man sie. aus tagen werden wochen, aus wochen monate. 
der folgende eintrag ist in erster linie nicht für mich. er ist für euch. er ist für jene unter euch, die meine trauer und meinen schmerz, meine sehnsucht und meine rückfälle beobachtet und verfolgt und mitgefühlt  haben. für all jene, die sich genauso gefühlt haben und die kein licht mehr am ende des tunnels gesehen haben. für all die ohne hoffnung, denen meine texte aus der seele gesprochen haben.
KAPITEL 4
es passierte eines tages.
zufällig fiel es mir auf. es fiel mir bei irgendeiner langweiligen tätigkeit auf. eine dieser tätigkeiten, die man halbherzig verübt und in gedanken versinkt. einer dieser momente in denen man beiläufig in sich reinhört, weil man grade nichts besseres zu tun hat…
und so hörte ich an jenem tag in mich rein. prüfte aus gewohnheit mein herz und meinen kopf. suchte nach möglichen veränderungen. 
und da war es. war auf einmal da. hat sich heimlich eingeschlichen. ich hätte es vermutlich gar nicht bemerkt, wäre mir nicht langweilig gewesen.
mir stockte der atem. kann das etwa sein? ist das möglich? ich horchte in mich rein. tiefer. intensiver. stunden- und tagelang. ich wollte mir sicher sein.
wenn man nur lange genug schmerz und trauer empfindet, nimmt man es als selbstverständlich wahr. es ist ein teil von dir. wie ein kaputtes, schlecht funktionierendes organ. es ist da, es geht nicht besonders gut und du gewöhnst dich dran. als ich in mich reinhorchte, in mein herz, suchte ich es. ich suchte nach dem kaputten organ. aber es war weg. seine abwesenheit erfolgte so langsam und schleichend, dass ich es nicht einmal bemerkte.
ist das etwa glück? fühlt sich so glück an?
meine mutter sagte immer man sollte schlechte erinnerungen mit guten überdecken. sich in neue beziehungen reinzustürzen, statt sie zu verarbeiten. mama, ich habs versucht. doch alles erinnerte nur umso mehr an ihn. ich ertrug auf dauer andere männer nicht, männer, die nicht er waren. mama, der ratschlag war echt scheisse. es half nicht, obwohl ich in der zeit wirklich tolle männer getroffen habe. männer, die meine ganze liebe verdient hätten. aber ich war einfach noch nicht soweit. nach dem zweiten heartbreak versuchte ich eine andere taktik: akzeptanz. ich akzeptierte die situation als solche. war nicht so lustig, aber ich wollte allein sein. erstmal abschalten und nur ich selbst sein. ich wollte irgendwann mal vielleicht bereit sein. aber vorallem altes nicht mit neuem überstreichen. nein, ich wollte mir dieses mal zeit lassen. zeit, um alleine wieder glücklich zu werden. mein glück nur noch von mir abhängig machen. 
und so vergingen die tage, wochen, monate – allein. einsame samstage mit guten büchern, eskalierte wochenenden mit verrückten freunden. einfach mal keinen druck mehr von aussen annehmen. 
und plötzlich war ich soweit. 
ich bin noch immer so überrascht und überwältigt von diesem neuen gefühl. die abwesenheit von schmerz. das neue gefühl von glück und zufriedenheit.
ich fühle mich tatsächlich irgendwie reifer, älter, weiser.
meine eltern habe ich vor kurzen nach vielen, vielen wochen wiedergesehen. ich brauchte nichts sagen. sie sprachen mich von selbst an. meinten ich wäre wohl irgendwie ruhiger, entspannter, erwachsener geworden. sagten, sie seien stolz auf mich. auch ich bin stolz auf mich. ich habe mich meinen ängsten gestellt. habe den dämonen den mittelfinger gezeigt. habe ihnen den rücken zugewendet. habe nicht aufgegeben, wenn sie mich nachts wieder heimsuchten und mir meine verdrängten ängste vor augen führten. habe schlaflose nächte und tränen am morgen hinter mir gelassen. seit einigen wochen träume ich wieder ruhig. mein leben läuft wieder in ruhigeren bahnen. 
ich bin mit mir im reinen. und dieses gefühl bekommt man nur, wenn man stark genug ist alles zuzulassen, es zu akzeptieren und auch bereit ist dagegen zu ankämpfen. ich habe nicht verdrängt. nicht beseitigt. nicht überdeckt. ich habe den schwierigen weg gewählt. habe es ausgesessen. ausgehalten. durchgehalten. 
irgendwann ging der schmerz leise und an seiner stelle entstand leere. diese leere war fast genauso schmerzhaft. 
doch heute spüre ich diese leere nicht mehr. das loch ist zwar noch da, und auch die leere stelle. aber sovieles in mir ist von wundervollen erinnerungen geprägt, dass da kein platz mehr ist für leere stellen.
ich denke noch immer oft genug an diese erste große liebe. das hat sich nicht geändert. an gute und schlechte momente. doch wenn das passiert, fühlt es sich diesmal anders an. es ist ein teil meiner vergangenheit und nicht mehr meiner gegenwart. es bestimmt mein handeln nicht mehr. ich wünsche ihm nicht mehr die pest an den hals. da ist keine wut mehr. keine sehnsucht und auch kein schmerz. nur noch ein wenig liebe für den menschen, der mir mal das wichtigste auf der welt war. wenn ich an dich denke ist da nur noch frieden und vielleicht auch ein wenig mitleid. ich wünsche dir alles gute, erste große liebe. ich wünsche dir den inneren frieden und die innere ruhe, wie auch ich sie gefunden habe.

fotos: max liebenstein – daaaaaanke auch an Lina :*

VORWORT:
der folgende eintrag spukt schon lange in meinem kopf rum.. seit wochen, doch wie mit vielen dingen, die es nicht eilig haben vertagt man sie. aus tagen werden wochen, aus wochen monate. 
der folgende eintrag ist in erster linie nicht für mich. er ist für euch. er ist für jene unter euch, die meine trauer und meinen schmerz, meine sehnsucht und meine rückfälle beobachtet und verfolgt und mitgefühlt  haben. für all jene, die sich genauso gefühlt haben und die kein licht mehr am ende des tunnels gesehen haben. für all die ohne hoffnung, denen meine texte aus der seele gesprochen haben.
KAPITEL 4
es passierte eines tages.
zufällig fiel es mir auf. es fiel mir bei irgendeiner langweiligen tätigkeit auf. eine dieser tätigkeiten, die man halbherzig verübt und in gedanken versinkt. einer dieser momente in denen man beiläufig in sich reinhört, weil man grade nichts besseres zu tun hat…
und so hörte ich an jenem tag in mich rein. prüfte aus gewohnheit mein herz und meinen kopf. suchte nach möglichen veränderungen. 
und da war es. war auf einmal da. hat sich heimlich eingeschlichen. ich hätte es vermutlich gar nicht bemerkt, wäre mir nicht langweilig gewesen.
mir stockte der atem. kann das etwa sein? ist das möglich? ich horchte in mich rein. tiefer. intensiver. stunden- und tagelang. ich wollte mir sicher sein.
wenn man nur lange genug schmerz und trauer empfindet, nimmt man es als selbstverständlich wahr. es ist ein teil von dir. wie ein kaputtes, schlecht funktionierendes organ. es ist da, es geht nicht besonders gut und du gewöhnst dich dran. als ich in mich reinhorchte, in mein herz, suchte ich es. ich suchte nach dem kaputten organ. aber es war weg. seine abwesenheit erfolgte so langsam und schleichend, dass ich es nicht einmal bemerkte.
ist das etwa glück? fühlt sich so glück an?
meine mutter sagte immer man sollte schlechte erinnerungen mit guten überdecken. sich in neue beziehungen reinzustürzen, statt sie zu verarbeiten. mama, ich habs versucht. doch alles erinnerte nur umso mehr an ihn. ich ertrug auf dauer andere männer nicht, männer, die nicht er waren. mama, der ratschlag war echt scheisse. es half nicht, obwohl ich in der zeit wirklich tolle männer getroffen habe. männer, die meine ganze liebe verdient hätten. aber ich war einfach noch nicht soweit. nach dem zweiten heartbreak versuchte ich eine andere taktik: akzeptanz. ich akzeptierte die situation als solche. war nicht so lustig, aber ich wollte allein sein. erstmal abschalten und nur ich selbst sein. ich wollte irgendwann mal vielleicht bereit sein. aber vorallem altes nicht mit neuem überstreichen. nein, ich wollte mir dieses mal zeit lassen. zeit, um alleine wieder glücklich zu werden. mein glück nur noch von mir abhängig machen. 
und so vergingen die tage, wochen, monate – allein. einsame samstage mit guten büchern, eskalierte wochenenden mit verrückten freunden. einfach mal keinen druck mehr von aussen annehmen. 
und plötzlich war ich soweit. 
ich bin noch immer so überrascht und überwältigt von diesem neuen gefühl. die abwesenheit von schmerz. das neue gefühl von glück und zufriedenheit.
ich fühle mich tatsächlich irgendwie reifer, älter, weiser.
meine eltern habe ich vor kurzen nach vielen, vielen wochen wiedergesehen. ich brauchte nichts sagen. sie sprachen mich von selbst an. meinten ich wäre wohl irgendwie ruhiger, entspannter, erwachsener geworden. sagten, sie seien stolz auf mich. auch ich bin stolz auf mich. ich habe mich meinen ängsten gestellt. habe den dämonen den mittelfinger gezeigt. habe ihnen den rücken zugewendet. habe nicht aufgegeben, wenn sie mich nachts wieder heimsuchten und mir meine verdrängten ängste vor augen führten. habe schlaflose nächte und tränen am morgen hinter mir gelassen. seit einigen wochen träume ich wieder ruhig. mein leben läuft wieder in ruhigeren bahnen. 
ich bin mit mir im reinen. und dieses gefühl bekommt man nur, wenn man stark genug ist alles zuzulassen, es zu akzeptieren und auch bereit ist dagegen zu ankämpfen. ich habe nicht verdrängt. nicht beseitigt. nicht überdeckt. ich habe den schwierigen weg gewählt. habe es ausgesessen. ausgehalten. durchgehalten. 
irgendwann ging der schmerz leise und an seiner stelle entstand leere. diese leere war fast genauso schmerzhaft. 
doch heute spüre ich diese leere nicht mehr. das loch ist zwar noch da, und auch die leere stelle. aber sovieles in mir ist von wundervollen erinnerungen geprägt, dass da kein platz mehr ist für leere stellen.
ich denke noch immer oft genug an diese erste große liebe. das hat sich nicht geändert. an gute und schlechte momente. doch wenn das passiert, fühlt es sich diesmal anders an. es ist ein teil meiner vergangenheit und nicht mehr meiner gegenwart. es bestimmt mein handeln nicht mehr. ich wünsche ihm nicht mehr die pest an den hals. da ist keine wut mehr. keine sehnsucht und auch kein schmerz. nur noch ein wenig liebe für den menschen, der mir mal das wichtigste auf der welt war. wenn ich an dich denke ist da nur noch frieden und vielleicht auch ein wenig mitleid. ich wünsche dir alles gute, erste große liebe. ich wünsche dir den inneren frieden und die innere ruhe, wie auch ich sie gefunden habe.

fotos: max liebenstein – daaaaaanke auch an Lina :*

Februar 23, 2012
Category - Gedanken, Mode

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