YOU’LL BE OKAY.

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Da sitze ich also auf der Bank, warte auf meine Bahn und schaue zum Himmel.

2 Jahre ist es nun her, dass ich vor lauter Traurigkeit, Schmerz und Liebeskummer das Bett nicht verlassen konnte. 
Ich habe Job und Studium auf Eis gelegt.
Ich konnte nicht arbeiten. Nicht lernen. Nicht alleine sein.
Ich konnte dafür umso besser rausgehen, trinken und feiern, obwohl es nichts zu feiern gab.
Meine neugewonnene, unfreiwillige Freiheit vielleicht. 
Ich kippte einen Drink nach dem Anderen unter dem Schutz der Neuorientierung.
Nicht, dass es was gebracht oder geholfen hätte.

Ich habe mich in den Schlaf geweint und schon morgens mit Tränen in den Augen wach geworden. 
Nachts geplagt von Alpträumen. 
Tagsüber von Gedanken. 
Egal, wo ich hinging: Der Gedanke an uns war mein ständiger Begleiter.
Und der Kloß in meinem Hals.
Das „Warum“ hing in der Luft.
Stundenlang. Tagelang. Monatelang.
Habe ich nichts anderes gemacht als zu weinen.
Zu trauern.
Zu hassen.
Und zu leiden.

Da sitze ich also auf der Bank, warte auf meine Bahn und schaue zum Himmel.

Das erste Mal seit über einem Jahr mit roten Haaren und exakt derselben Haarfarbe wie vor zwei Jahren.
Ich komme nicht umher mich zu erinnern. 
An dieses Leben, das mir so fern scheint.
 Und zu vergleichen.
Zwei Jahre können sich anfühlen wie eine Ewigkeit und selbst wenn ich mich anstrenge kann ich mich nicht mehr reinfühlen. 
Das Bild ist verblasst. 
Der Gedanke irgendwie unwirklich.

In zwei Jahren kann eine Menge passieren, doch eins ist klar:
Ich hätte mir mein Leben damals niemals so träumen lassen wie es heute ist.

Es war ein langer Weg, aber nun bin ich frei.
Die Wunden sind vernarbt.
Die Narben sind verblasst.
Meine Vergangenheit ist ein abgeschlossener Abschnitt meines Lebens. 
Eine Erinnerung, die ich nicht missen, aber auch nicht wiederholen möchte.

Nur die roten Haare.. die haben mir irgendwie doch gefehlt.
August 24, 2012
Category - Gedanken

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