Modeblogger sind dumm. Gut, dass es Menschen gibt, die uns darauf hinweisen.

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Wer einen Modeblog führt ist nicht selten mit der Beschränktheit anderer konfrontiert. Die Erklärung, was man denn so macht und wie das so läuft, führt nicht selten zu einem „Oh – also du schreibst über Mode?“, gefolgt von einem Lächeln, das ungefähr so viel andeutet wie „ Naja, dumm fickt wenigstens gut“ wiederum gefolgt von dem Wunsch dieser Person meine gewalttätige Seite zu offenbaren. „Und was machst du?“ „Ich studiere.“ – Ich will hysterisch auflachen. Tatsächlich lautet die logische Schlussfolgerung scheinbar doch vielerlei Menschen, dass Modeblogger ein bisschen dämlich sind, weil sie sich – logischerweise – mit Mode beschäftigen, statt mit höherer Mathematik oder Neurobiologie (von denen es im Übrigen auch nicht so viele gibt, Stichwort: Fachkräftemangel!). Dass ein erfolgreicher Modeblog aber viel mehr ist als ein paar vor dem Spiegel gemachte Bilder ink. der obligatorischen 3 Worte, das sehen viele oftmals nicht, wozu denn auch? Deswegen verrate ich euch heute ein Geheimnis: ein erfolgreicher Modeblog kann nicht nur Chelseaboots von Loafers unterscheiden, sondern hat für gewöhnlich grundlegende Kenntnisse in Fotografie, Bildbearbeitungsprogrammen (zB. Photoshop und Lightroom), Suchmaschinenoptimierung (SEO), Grundkenntnisse in HTML, Journalismus, Social Media, Marketing, Statistik und natürlich Wirtschaft, schliesslich führt man seinen eigenen Blog wie ein kleines Unternehmen. Hinzu kommen im besten Fall viele Reisen, die bekanntlich den Senf zur Allgemeinbildung dazugeben und den Horizont erweitern. Und wisst ihr was das Beste ist? Diese Dinge bringen sich die Modeblogger meist selbst bei bzw. bringen sie sich untereinander bei. Beispiel gefällig? Ich habe Wirtschaft studiert, kann an meinem Blog zwar nichts mit Lagrange anfangen, dafür waren aber die Semester Rechnungswesen, Gründungsmanagement, Marketing und Statistik durchaus anwendbar, wenn auch nur grob. Von einer bekannten Fotografin habe ich mir beibringen lassen wie man eine Kamera manuell bedient und auch einige Grundlagen in Bildbearbeitungsprogrammen, damit ich für jeden Fall gerüstet bin, von einer anderen befreundeten Bloggerin habe ich mir einige Bücherempfehlungen geben lassen, die sie in ihrem Journalismus Studium als hilfreich empfand und vom erfolgreichsten Blogger mit dem ich zu tun habe (und auch der erfolgreichste Deutschlands) habe ich mir regelmäßig gute Tipps in SEO reingeholt. All diese Menschen können mir zwar keine Zertifikate aushändigen, aber das Wissen habe ich dennoch.
 

Die erfolgreichsten Modeblogger, die ich kenne, kommen selbst aus gebildeten Elternhäusern, haben studiert und sind sicherlich vieles, aber nicht dumm. Warum muss ich mich also von einem „Studenten“ oder Büroangestellten degradieren lassen? Wie kommt dieser Stempel überhaupt eigentlich zustande? Warum muss ich mir von anonymen Vollidioten anhören, ich wäre faul und arbeitslos?!
 
Zur Verteidigung dieser Menschen muss man sagen, dass sie selbst nur Opfer ihrer Kurzsichtigkeit sind und bequemlichkeitshalber Menschen in Schubladen stecken, denn so gestaltet sich das Leben leichter und man selbst steht meist besser dar. Das Ego will schliesslich auch gefüttert werden und solange man selbst das Non Plus Ultra ist, muss man nur genug Menschen finden, die unter einem stehen, zB. Modeblogger. Beispiel dieser Logik: Menschen, die studieren sind klug, Menschen, die eine Ausbildung machen dumm. Dass diese Theorie nicht immer ganz aufgeht, sieht man zB. am Berufsbild Friseur oder auch Lehrer. Das Problem an Modebloggern ist nunmal, dass es jeder sein kann und dass man dafür am Anfang nicht viel braucht, aber wenn Jura-Studentin Modebloggerin ist und Cindy, 14 Jahre alt, Sonderschülerin aus Wanne-Eickel mit Sprachfehler auch, dann kann man dennoch davon ausgehen, dass beide auf einem unterschiedlichen Level arbeiten, oder nicht? Stattdessen werden sie in den großen Topf geworfen und umgerührt zu einer klebrigen Masse. Ich will mir jetzt nicht anmaßen, zu sagen, dass alle Modeblogger klug sind – oder eben dumm, aber dazwischen gibt es viele Facetten – und viele Blogs. Vielleicht sollte man also nicht alles und jeden über einen Kamm scheren und in Grauzonen denken, statt in Schwarz-weiss, dann müsste ich nicht mehr das widerliche „Ich bin was besseres“ Lächeln mehr ertragen. Doch so groß der Wunsch nach Anerkennung auch ist, so utopisch ist er leider auch.

 

December 8, 2013
Category - Life, personal
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73 Kommentare

  1. Wenn man in der Öffentlichkeit steht, wie z.B. ein Blogger, dann muß man eben auch mit negativer Kritik umgehen können.
    Bei jeglicher Kritik die nicht deine Meinung unterstützt liebe Masha schreist du sofort “getroffene Hunde bellen” und fehlende Sozialkompetenz” – wie bitte? Aus welchem billigen Rhetorik-Seminar kommt das denn? Deine Art mit Kritik umzugehen ist nicht schön und sagt mehr über dich aus als über deine Kritiker.

    1. ich glaube die Tatsache, dass du dich durch alte Beiträge liest, nur um mich zu “kritisieren” sagt mehr über dich, als über mich aus ;)

      PS: auch wenn du die Namen änderst, ändert sich deine IP Adresse nicht ;) #justsaying

  2. Wie recht du hast… ich seh mich gleichzeitig mit folgendem Gedankenkonstrukt meines Gegenübers konfrontiert: erstens, ich muss ein Grufti sein, so, wie ich mich anziehe. Das heißt zweitens – logischerweise – ich muss was mit Kunst was machen. So wie ich ausschau, und so kritisch und reflektiert, wie ich denke. Drittens: ich muss für alles andere zu doof sein. Kunst studieren ja eh nur die, die sich sonst nix finden und zum Arbeiten zu faul bin.
    Dann die Aufklärung: ich bin forensische Analytikerin. “Woah. Hätt ich nicht gedacht. Was musst du dafür studieren?” – “Ich hab nicht studiert.” – “Wie kriegt man dann SO einen Job ohne Studium [Gesicht sagt gleichzeitig “da hast ja wohl den richtigen gevögelt”]??” – “Ich habe eine analytische Denkweise, das ist die Grundvoraussetzung. Und alle Grundlagen, alle Spezial-Computerprogramme, alles, habe ich mir im Selbststudium angeeignet. Und ich war damit die Beste aller Bewerber, obwohl ich die jüngste war, und die mit der kürzesten Berufserfahrung. So kriegt man SO einen Job.”

    Ende der Geschichte. Dass ich trotz meines gruftigen Aussehens für und im Rechtssystem arbeite, geht halt nicht in alle Köpfe (genau dieses Gespräch hat sich übrigens mit Einzelhandelsverkäuferinnen ebenso zugetragen wie mit div. Studenten, fertigen Rechtsanwälten, Neurobiologen und den amtierenden Weltmeistern im Breakdance – I don’t judge none of them. Vorurteile sind persönlich und universal). Ich bin nicht beleidigt. Wohl wär’s aber mein Gegenüber, wenn ich (Achtung, Vorurteil und Ironie) ihr – unabhängig vo ihrer Ausbildung, Studium oder Berufs(stellung) – an den Kopf schmeißen würde, dass sie mit ihrem Preppy-Look wohl nur darauf aus sein könne, Karriere nur als nötigen Egopush zu benutzen, bis sie endlich einen Mann findet, der höher gestellt ist als sie, sie heiratet, und sie endlich, endlich, endlich Hausfrau mit Kindern, ganz wie in den 50er Jahren, werden kann.

    1. ich würde deren gesichter gern sehen, wenn du ihnen das so verklickerst :DDD

      Aber wer weiss, wie geachtet die Preppy Girls in der Gesellschaft sind…. ;)

  3. Hi Masha,

    ich finde es toll, dass Du Deinen Berufsstand verteidigen möchtest. Sofern Du in Deinem Blog auch längere Texte veröffentlichst, darfst Du mich gerne mal kontaktieren. Dann würde ich Dir gerne einen Feinschliff für Deine Grammatik inkl. Zeichensetzung anbieten ;)

    LG

  4. Gut geschrieben! Man liest sofort deine Verärgerung heraus und dass dich dieses Thema bewegt. Schubladen denken und Neid sind gerade in diesem Bereich ein großes Thema. Ich schreibe auch schon seit 2012 meinen Blog, bin lange nicht so erfolgreich wie du. Aber dafür mache ich auch nicht so viel für meinen Blog wie du, weil ich einfach keine Zeit dazu habe. Aber das ist okay. Manchmal bin ich traurig, dass sich so wenige für meine Themen interessieren und dass ich nur 1 post pro Woche schaffe. Aber es macht mir trotzdem richtig viel Spaß. Ich lese auch gern andere Blogs und zwar Blogs, die mit meinen Themen fast nichts zu tun haben. Bei Modeblogs gibt es starke Unterschiede. Ich mag ehrlich gesagt auch keine Blogs, die tagtäglich zeigen, in welcher Farbe nun die Fingernägel lackiert sind. Aber das ist Geschmackssache und ich werte es nicht. Was ich aber gut einschätzen kann, ist der Aufwand den du und die anderen “Viel-Leser-Blogger” (nennen wir es einfach mal so ;) ) betreiben. Denn der ist gewaltig. Und davor habe ich einen riesen Respekt und ziehe meinen Hut. Fotografie, Bildbearbeitung, Schreibstil, Design und und und …. Weißt du wie lange ich für die blöde Menüleiste in meinem Blog gebraucht habe? Ewig! Das sind alles schwierige Themengebiete. Ich mags auch einfach mal, nach einem langen Tag im Büro und anschließender Uni, Blogs anzuklicken, mich von den schönen Fotos und FMA-Videos tragen zu lassen und mich einfach mal mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Blogs lesen, ist Abschalten, ist Entpannen! :) Und übrigens: Meine Schwester ist Friseurin. Friseur-Meisterin und eine ziemlich erfolgreiche noch dazu. Ich bin sehr stolz auf sie. :) Ich unterscheide stark zwischen Bildung und (natürlicher) Intelligenz. Weiterhin viel Spaß beim Bloggen. Grüße Myriam

    1. Dazu sollte man dann erstmal widerlegen richtig schreiben können… ts!
      Masha, du zeigst doch in deinen Artikeln, dass dich neben der Mode viele andere Dinge bewegen und interessieren und lässt uns an deinen klugen Gedanken teilhaben. Daraus kann man doch ableiten, dass in deinem hübschen Köpfchen nicht nur Schuhe und Konsum existieren ;) ich mache trotz Abitur eine Ausbildung, einfach weil es mein Wunschberuf ist. Und wieso sollten Abiturienten keine Konditoren werden? Aber viel Verständnis bekomme ich dafür auch nicht. Just don’t care, what the people, people say :)

  5. Hallo Masha :)
    Leider muss sich fast jeder sowas anhören, fast egal was man macht, das ist zumindest meine Erfahrung :/ Als Student muss ich mir auch immer anhören, wir wären doch alle faul oder eine Freundin die Lehramt studiert muss sich anhören wie klischeehaft ihre Fächerwahl doch wäre, meine Freunde die eine Ausbildung machen müssen sich wiederum anderen Schwachsinn anhören. Sowas nervt mich auch immer tierisch, weil viele Leute die in da einfach nicht drinstecken total unwissende und dämliche Kommentare machen, sowas macht man doch auch nicht bei ihnen wieso dann umgekehrt? Finde übrigens auch dass ihr Blogger alles andere als dumm rüberkommt, immerhin habt ihr meistens einen sehr tollen Schreibstil, kommt viel in der Welt umher und sowas find ich richtig schön :)

    LG Jule

    1. mach mir noch nicht die muehe hier noch aud typos zu achten! dein english ist komplett falsch. da ist mein deutsch um einiges besser.

  6. Hi Masha,

    bislang fand ich deine Posts wirklich gut und dein Schreibstil gefiel mir auch. Dadurch habe ich auch “Hater-Kommentaren” wenig Aufmerksamkeit geschenkt (auch wenn du sie hier und da erwähnt hattest), aber mit diesem Post hast du das Ganze ja schon an die Öffentlichkeit gezerrt.
    Klar, du bist auch nur ein Mensch und das macht dich normalerweise so sympathisch, aber dieser ganze Post, so augenscheinlich amüsant er geschrieben ist, wirkt auf mich persönlich nur übertrieben feindselig und tatsächlich wetterst du die ganze Zeit über diese Kategorisierung in Modeblogger oder Ausbildungsberufen und Studenten und bedienst dich später selbst dieses Beispiels, was zugegebenermaßen diskreditierend wirkt.
    Natürlich gibt es intelligente Modeblogger, tatsächlich glaube ich, um überhaupt erfolgreich zu sein, muss man selbst ein bisschen Grips haben oder zumindest so jemanden an seiner Seite; gleichzeitig gibt es auch intelligente Studenten. Klar gibt es Assoziationen die mit der Kategorisierung einhergehen, aber da du dich selbst anscheinend dieser bedienst, scheint es wenig fair, andere dafür zu bestrafen.

    Wie gesagt, normalerweise finde ich deine Posts erfrischend, aber in diesem vermisse ich eine freiheitsliebende Masha. Die positive Einstellung scheint wie weggeblasen und statt dessen wird – mit einem Post, der deine Fans versammeln wird – erbost gefochten.

    Klar ist es schwer, aber ich finde, das Ganze wirft auch ein schlechtes Licht auf dich, denn schließlich könntest du auch (nach dem Eindruck, den ich bisher hatte) sagen: “Scheiß drauf, ich mach mein Ding und wem’s nicht passt, kann halt gehen” und nicht weiter drauf eingehen. Ich weiß, das hast du bereits getan und vermutlich ist das Fass irgendwann übergelaufen, aber dann hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass du dir sagst, du kannst es nicht allen Recht machen und es darauf beruhen lassen.

    Die Art und Weise, wie hier damit umgegangen wird, find ich allerdings wenig konstruktiv und es stiftet halt negative Stimmung. Außerdem wirkt es doch eher unreif.

    Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu harsch rüber, aber ja, ich finde, du hättest anders mit der Sachlage umgehen können, anstatt den Leuten auch noch mehr Beachtung zu gönnen.

  7. toller post!
    mit witz geschrieben und sehr unterhaltsam. :)
    aber ich verstehe deinen ärger…
    mittlerweile geht das sogar schon so weit, dass leute, die “nur” einen bachelor haben sich rechtfertigen müssen. das ist echt nicht okay aber so ist die welt :(

  8. Hallo liebe Maria :)

    Niemals würde ich hier sowas wie Katha schreiben, das war nichts als provokant und ich könnte schwören, dass sie das “ich mag deinen Blog/Bilder/Schreibstil” nicht schrieb weil es stimmt, sondern nur, damit du ihren Kommentar erstmal zulässt und nicht ganz so angefressen ignorierst. Das zunächst.

    Aber: Auch ich habe das Gefühl, dass dein Bedürfnis dich zu rechtfertigen enorm zugenommen hat und finde es in gewisser Weise extrem störend, dass “sone Scheiße” das eigentliche Lesevergnügen trüben. Auch diese Rechtfertigungsposts schreibst du enorm gut, wie alles was du verfasst, deswegen die Anführungszeichen bei sone Scheiße ^^ aber es ist einfach nicht von Nöten, denn du weißt was du tust und was dahintersteckt und je mehr du all die Arbeit ausführlich umschreibst damit man doch bitte bitte endlich aufhört zumindest die Haterei in diesem Bereich rauszuposaunen, desto mehr erreichst du das Gegenteil…

    Siehst du das denn nicht? Selbst WENN deine Hater dumm genug sind die Arbeit hinter dem Blog auch vor deinen Erklärungen nicht zu sehen, dann würden sie es spätestens mit so einem Post rein verstandstechnisch raffen. Aber das Problem liegt nicht darin, dass sie dich nicht verstehen. Das tun sie. Aber sie WOLLEN es nicht einsehen, sie WOLLEN dich scheiße finden. Weil sie selber nicht wissen wie sie es schaffen dich zu übertreffen.

    Hör bitte auf mit dieser Rotze, einzig und allein das ist es nämlich, was wirklich kluge Menschen an deinem Blog früher oder später begründet kritisieren könnten – auch wenn es dich umso menschlicher macht, in dem Fall ist es wohl besser den inneren Gefrierschrank anzuschmeißen…

    Halt die Ohren steif, so gut wie es geht – und lass den Kackhaufen weiter kacken, streu einfach Glitzer drauf und freu dich drüber die indirekte Anerkennung, denn nichts anderes ist Haten. Sie zeigen dir ihre Bewunderung einfach auf niederträchtigste Weise ^^

    1. Meine Fresse, habt ihr Probleme ey. Scheiß doch auf die Mode und all das Gedöns. Macht euch mal nackig und: Kommt klar. (Wenn man sonst nix kann…) ich lach mich tot

  9. Ich kann dir da zustimmen. Aber ich würde sagen, das ist völlig egal. Das ist glaube ich eher ein deutsches Ding. Deswegen dauert es noch bis Modeblogs sich hier durchsetzen :)
    (Mir ist gerade aufgefallen, dass man deine Schriftart bei so langen Texten super schwer lesen kann ;D )

    1. Das ist kein “deutsches Ding” – so ein Schwachsinn.
      Ads ist ein subjektives personenbezogenes Ding.
      Gott sei Dank hat sich die fiese oberflächliche amerikanische Heuchlerei, daß einfach alles toll ist und jede Kritik “rude” noch nicht zu 100% bei uns durchgesetzt.
      Wem die deutsche Mentalität bzw- ehrliche Kritik nicht gefällt der kann ja gerne in die USA auswandern.

  10. Ein wirklich guter Beitrag, auch wenn ich der Meinung bin, dass du es, an dem Punkt, wo du jetzt stehst, nicht mehr nötig hast, dich zu rechtfertigen für das, was du machst. Und natürlich bekommen den Beitrag wieder x Leute in den falschen Hals, weil man eben als Mensch immer genau das herauspickt, was einem gerade in den Kram passt.
    Ich habe den Eindruck, du möchtest es gerne allen recht machen… aber das geht nicht. Es wird immer Menschen geben, die einen nicht verstehen, das, was man tut, nicht wertschätzen und immer wieder das Haar in der Suppe des anderen suchen. Ob das nun Neid ist oder aber generelle Unzufriedenheit mit dem, was derjenige selbst erreicht hat, sei mal einfach so dahin gestellt. Negative Stimmen gibt es leider immer und das ist auch gut so, denn wenn es nicht so wäre, dann würden die positiven Stimmen ihren Wert verlieren. Und ich denke, Letztere überwiegen ganz deutlich, wenn es um das geht, was du mit deinem Blog auf die Beine gestellt und bisher erreicht hast. :)

    Ich bin selbst Pharmazie-Studentin, führe nebenbei hobbymäßig einen kleinen Beauty-Blog und stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist, das alles unter einen Hut zu bekommen. So wirklich dumm angeschaut wurde ich wegen meines Blogs bisher noch nie, aber es wäre mir auch egal, solange ich in allen Lebensbereichen genau das erreiche, was ich mir vornehme.
    Und ja… ich kenne sowohl kluge als auch richtig dumme Studenten genauso wie kluge und auch dumme Blogger aus sämtlichen Bereichen. Das hat aber weniger mit dem Status Blogger oder Student zu tun, sondern einfach damit, dass wir alle höchst unterschiedliche Menschen sind und eben nicht mit jedem Menschen Hand in Hand und mit lustigen Hawaii-Kettchen behangen durch’s Leben tanzen. :)

    Liebe Grüße

  11. Als Kunst- und Designstudentin, wird man leider auch zu oft nur belächelt..
    Schade eigentlich, ich finde, dass jeder das machen sollte, was einen glücklich macht!!
    Viele vergessen, dass ein Studium auch nur eine Ausbildung ist. Und man nichts besseres ist, wenn man studiert hat.
    Liebst Anne

  12. Ich bin Studentin und ich lese so gerne Blogs, Mode&Beauty sind meine größte Leidenschaft. Klugscheißer und arrogante Menschen gibt es genug auf dieser Welt, sie können mich (dich) mal.. LG Lucia

  13. Als angehende Neurobiologin muss ich sagen: Die ham doch alle keine Ahnung! :) Mach dein Ding, ich finds super und habe Respekt vor dem, was du oder auch zb Jana sich aufgebaut haben, neben der Uni oder auch nicht :) Und die meisten die sowas sagen sind nur neidisch. Also schei* drauf und weiter machen :) Ich finde es super was ihr alle macht, was sollte ich denn nur lesen, wenn ich mal wieder keinen Bock auf Neurone und Kanäle habe ;) Daumen hoch für eure Arbeit!!! :)

  14. Schade..ich fand dich echt toll..zur Zeit weiß ich nicht mehr ob es mir noch Spaß macht deine Beiträge zu lesen, da die hater dich selber jetzt zu einer haterin gemacht haben und es merklich die Qualität deines blogs beeinträchtigt hat. Bitte sei so stark, wie ich eigentlich dachte, dass du bist und Hass so wie Vorurteile, auch von deiner Seite, gehören nicht in die Öffentlichkeit (zumindest nicht, wenn man ein Beispiel für andere darstellen möchte) Und ich bin mir 100% sicher, dass du es für viele bist. Ganz liebe Grüße

  15. Ich find’ es gut, dass du dich so ehrlich und direkt mit dem Thema auseinandersetzt.
    Ich habe erst seit Kurzem meinen eigenen Blog obwohl ich mich schon seit etlichen Jahren dafür interessiere: das Problem, das ich hatte, war einfach, dass ich keine Lust auf das Gerede und die blöden Kommentare hatte. Es kostet auch jetzt immer noch Überwindung zu sagen: “Ich habe angefangen über Mode zu bloggen.” Das finde ich irgendwie traurig. So wenig Leute verstehen, dass hinter vielen Modeblogs mehr steckt als “heey, seht her wie geil ich in meinen Outfits aussehe”.

    Liebe Grüße
    Anna

  16. Regt euch doch nicht über Menschen auf die sich über andere “erheben” müssen. Das Leben ist zu kurz für solchen Mist!

  17. Dazu muss ich jetzt auch mal was schreiben.
    1. Ich bin Fotografin, ausgebildet und werde ab und zu ziemlich belächelt dafür. Letztens durfte ich mir anhören: “Achso, ich dachte jetzt, du hättest das so richtig studiert” … Oder einige Fotografen Kollegen, die studiert haben und deswegen die Nase hoch tragen. Was keiner sieht, ist dass ich zu der Theorie einfach noch drei Jahre richtige Berufserfahrung habe, mit schlecht gelaunten Kunden und kreischenden Babys. Gerne möchte ich in solchen Situationen den Mittelfinger zücken, aber ich tu es nicht weil:

    2. Du hast es echt nicht nötig, das hier zu schreiben. Ich versteh, dass man manchmal einfach wütend ist, wenn harte Arbeit nicht gewürdigt wird. Aber mit sowas darf man sich wirklich nicht beschäftigen. Du glaubst an Karma… Dass du diese Leute hier beschränkt nennst wirft ein negatives Licht auf dich. Die Leute haben das bekommen, was sie von dir wollten (Aufmerksamkeit).

    Nimm es dir nicht zu Herzen. Ignorieren, Krone richten und weitermachen!

  18. warum zickt ihr euch eigentlich so an? chillt mal. hat doch jeder seine Talente :)
    und jura ist nicht einfach und wenn man echt gut sein will und oder muss dann ist das wie ein full-time-job!

    1. puuh ich habe ein paar Bekannte, die Jura studieren und das ist grade am Ende, wenn man das Staatsexamen machen will richtig schwer habe ich mir sagen lassen. Da habe ich allergrößten Respekt vor, deswegen habe ich mich ja auch für Jura als Beispiel entschieden ;)
      Ausserdem ist mit die erfolgreichste Bloggerin der Welt eigentlich Jurastudentin (Chiara) :)

  19. ach Schätzchen, zieh einfach dein Ding durch und lass die Jurastudenten (und hey wir führen nicht alle Modeblogs ! !) und cindys dieser Welt machen und ärger dich nicht. Am Ende des Tages zählt doch eh nur, dass du mit dir leben kannst

  20. Was hat denn meine Uni mit meinen (nicht vorhandenen^^) Sozialkompetenzen zu tun? Und ich übe Kritik, also habe ich erst gar keine? Interessant^^ Klar ist ein Studium nicht alles, grade in der heutigen Zeit, aber das habe ich doch auch mit keinem Wort erwähnt. Was mich gestört hat an deinem Beitrag war der Sonderschülerin aus Wanne-Eikel/Jura-Studentin-Vergleich, die Neurobiologen und “Student” in Klammern. Das ist in meinen Augen genau das Klischee, das du selbst krisitisiert. Peace, and out.

    1. deine Uni hat überhaupt nichts mit deinen Sozialkompetenzen zu tun, die haben nur etwas mit dir allein zu tun, und deinen herablassenden Kommentar kann ich in keinstem Wort als (konstruktive) Kritik deuten.
      Wenn du an den genannten Dingen (ja was eigentlich genau?) etwas auszusetzen hast, dann wäre es doch sehr nett, wenn du das genauer ausführst, denn zur Zeit tust du deinem Intellekt keinen großen Gefallen.

      Achso und: Warum sollte ich sonst ein schlechtes Gewissen haben, wenn ein Studium nicht alles ist? ;)

      1. Liebe Masha, normalerweise gefällt mir dein Blog. Und ich habe jetzt mehrmals Kathas Kommentare durchgelesen und ich kann leider noch immer nicht nachvollziehen, was du genau als “herablassend” ansiehst. Sie verwendet keine vulgäre Sprache – im Gegensatz zu deinem Post (was natürlich dein Recht ist, da das dein Blog ist).
        Wahrscheinlich wirst du meine Kritik auch nicht als sehr konstruktiv betrachten, aber falls doch: Versuch ein bisschen gelassener zu sein. Personen, die einen Artikel kritisieren, hassen dich nicht – sonst würden sie nicht so viel Zeit auf deinem Blog verbringen. (Es möge natürlich Ausnahmen geben – aber ich hoffe, du weißt was ich meine. )
        In diesem Sinne möchte ich mich Kathas Schlussworten anschließen: Peace, and out :)

  21. Liebe Masha,
    einen Satz kann ich gerade nicht ganz einordnen “Menschen, die studieren sind klug, Menschen, die eine Ausbildung machen dumm. Dass diese Theorie nicht immer ganz aufgeht, sieht man zB. am Berufsbild Friseur oder auch Lehrer.”

    Was genau wolltest du speziell im Fall Lehrer ausdrücken?

    Lg, Tina

    1. ganz einfach:
      Friseure sind ein wundervolles Paradebeispiel für eine angeblich “anspruchslose” Ausbildung, obwohl das nicht den Tatsachen entspricht. Obwohl ich Friseure kennengelernt habe, die dem Klischee entsprechen, habe ich noch mehr kennenlernen dürfen, die wirklich unheimlich klug und gebildet waren, auch wenn sie nicht studiert haben. Genauso bei Lehrern. Vielen Lehrern tat die Verbeamtung nicht gut, sie wurden faul und bewiesen vor allem rückständiges Denken. Genauso gut gibt es hier auch tolle Gegenbeispiele grade von jungen Absolventen, die aus Überzeugung Lehrer werden von ihren älteren Kollegen aber nur belächelt werden. Im Grunde kann man das aber auf viele Berufsbilder anwenden, denn pauschalisiert wird im Grunde überall, ob Lehrer oder Friseur.

      1. Gut, ich wusste nicht genau wie ich das deuten sollte.
        Zum Hintergrund: Ich studiere aus voller Überzeugung Lehramt für Grundschule und werde dafür sehr häufig belächelt. Die Auffassung in der Bevölkerung ist meist, dass wir nur basteln, singen, spätestens um 13 Uhr Feierabend und wahnsinnig viel Urlaub haben. Irgendwann war es dann soweit, dass ich mich tatsächlich dafür geschämt habe “nur” LA zu studieren. Doch wofür überhaupt? Ich schreibe in meinem Hauptfach die gleichen Klausuren wie die BA-Studenten, eigne mir Kompetenzen in vielen verschiedenen Fächern an. Ich werde erziehen, lehren, die Klasse managen, nachmittags korrigieren, Arbeitsmaterial und Lernumgebungen entwerfen, bürokratische Dinge erledigen. Hinzu kommen Elterngespräche, Lehrerkonferenzen, Weiterbildungen, etc.
        Eines meiner Dritteldidaktikfächer hat einen 3x höheren Workload als die üblichen, weil er in einer Testphase steckt, der mir nicht einmal angerechnet wird, weil alles über 210 LP verfällt.

        Fakt ist: Solange die Leute nicht selbst diese Tätigkeiten ausführen, wissen sie nicht wovon sie reden. Sie sehen nur das Produkt, aber nicht den Prozess. Man lässt sich sehr schnell dazu verleiten sich zu verteidigen (wie ich eben auch). Das ist nun mal menschlich, da man gerne respektiert werden möchte für das, was man tut.

        In diesem Sinne: Alles Gute für dich und nicht aufregen ;-)

  22. Liebe Katha,

    richtig, getroffene Hunde bellen, denn anders kann ich mir den herablassenden Kommentar nicht erklären. Schade, dass in deinem Studiengang die Auseinandersetzung gesellschaftskritischer Texte scheinbar kaum eine Rolle spielt, denn von der Uni Münster hätte ich mir mehr erwartet. Student ist in meinen Augen keine Berufsbezeichnung und dass ich mich gerne mal kritisch mit meiner Umwelt auseinandersetze, heisst nicht, dass ich nicht drüber stehen kann und gleich in Tränen ausbreche bei der kleinsten Kritik, aber das kannst du dir ja sicher denken – oder auch nicht. Ein Studium, aber das wirst du noch früh genug merken ist sicherlich von Vorteil, aber längst nicht alles, deswegen hält sich mein schlechtes Gewissen über mein verschobenes, aber nicht geschmissenes Studium angesichts der Chancen die sich ergeben haben stark in Grenzen.

    Ich finde es aber in jedem Fall gut, dass du als positives Beispiel für fehlende Sozialkompetenz vortrittst und beispielhaft zeigst, wer so alles gemeint sein könnte. Danke dafür.

  23. Privet Masha!
    Getroffene Hunde bellen, oder wie erklärst du sonst die Zunahme von Rechtfertigungs-/Verteidungs-/Beschwerposts auf deiner Seite?
    Wieso machst du nicht einen auf Dude und stehst/schwebst über den Dingen? Erfreust dich an deinen autodidaktischen Fähigkeiten und erfreust uns weiterhin damit?;) (Ernstgemeint, ich mag deinen Blog/Bilder/Schreibstil)
    Oder macht sich hier implizit das schlechte Gewissen wegen dem geschmissenen (?) Studium bemerkbar? Die Aussagen bezüglich Studenten (und Lehrern?!) erinnern mich sehr an den Stuss, den man/frau sich von Nicht-Studierern anhören darf. Insofern hast du mit Diesen deinen Beitrag ad absurdum geführt, imho.

    1. wenn ich sehe, wie viele unfähige Lappen hier einen Abschluss hinterher geschmissen bekommen, kann ich nur bestätigen: Auch dumme Menschen studieren.

  24. Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Ich glaube das grundsätzliche Problem ist schon einmal, dass viele Menschen die Gleichung Studieren = intelligent, alles andere = Dumm anwenden, ohne sich da allzu viele Gedanken zu machen. Ausserdem ist leider immer noch in vielen Köpfen verankert, dass ein Blog eine Art Tagebuch ist, in welches man jeweils hineinschreibt, wann man aufgestanden ist, ob man glücklich ist und halt bei einem Modeblog, was man angezogen hat ;-) Die Motivationen dahinter sind den meisten Menschen völlig unklar – wie denn auch, wenn sie so ein falsches Bild von einem Blog haben :-) Lächeln, darüber hinwegsehen und das Thema wechseln war bisher immer eine gute Strategie… Was mich allerdings interessieren würde – welche Bücher waren das denn, die dir geholfen haben?
    Liebe Grüsse
    Ariana

  25. Also, erstma vorab.
    Ich komme aus Wanne Eickel – als was isn das hier fürn Mobbing Masha? Ich bin entsetzt :-P
    (Bin ich jetzt eigentlich auch automatisch dumm? Egal :D )

    So ist “unsere” Welt…
    Egal ob es ein Beruf oder ein gewisser Style ist…
    Menschen neigen dazu,ganz schnell eine Schublade aufzureißen und Dich in diese hineinzustecken!
    Egal ob Blogger, Friseurin,Call Center Agent oder Kosmetikerin…
    Punk,Goth, Gabber…what ever…
    Ich denke jeder von uns hat schonmal das ein oder andere Mal Vorurteile gehabt – Was auch nur dann schlimm ist, wenn ich so davon geleitet werde, dass ich nichtmehr offen dafür bin zu hinterfragen, kennenzulernen und mich eventuell eines besseren/anderen belehren zu lassen!

  26. “,,,aber wenn Jura-Studentin Modebloggerin ist und Cindy, 14 Jahre alt, Sonderschülerin aus Wanne-Eickel mit Sprachfehler auch, dann kann man dennoch davon ausgehen, dass beide auf einem unterschiedlichen Level arbeiten, oder nicht?”

    In diesem Abschnitt machst du doch genau das selbe was du noch in einpaar Sätzen vorher und nachher kritisierst…

  27. Schöner Artikel!
    Aber sieh es doch positiv. Verallgemeinerungen und Schubladendenken gibt es in jeder Branche, in jeder gesellschaftlichen Schicht und in jedem Alter. Du hast die einzigartige Möglichkeit darüber zu schreiben und deine Leser oder Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen.
    Oder eben nicht, weil Umdenken ist ja auch Arbeit.
    Liebste Grüße
    fraumau

  28. Ein wahrer Beitrag und sehr schön geschrieben. Trotzdem finde ich es schade, wie du dich in einem Satz dagegen wehrst, als oberflächlich und “faul” etc. abgestempelt zu werden, dagegen auch wieder andere degradierst. Ich mein…gut, dann kritisiert dich jemand, die Studentin ist. Das heißt doch aber nur, dass diese eine Person kurzsichtig ist, nicht dass ein Studium besser oder schlechter als ein Blog ist. Oder warum fängst du da “hysterisch an zu lachen”? Weil alle Studenten faul sind? Das wäre eine sehr zwiespältige Moral. So hört sich das irgendwie an, sorry, wenn es nicht so gemeint ist.
    Jeder sollte das machen dürfen, was ihm Spaß macht. Ob Studium, Blog, Friseurin, Ingenieur oder sonst was. Dafür muss man sich nicht rechtfertigen.
    Allerdings finde ich es immer schöner zu sehen, wenn Blogger auch noch was “handfestes” (bitte nicht falsch verstehen!) machen, heißt Ausbildung, Studium, sonst was. Denn ich finde, man muss immer bedenken: bloggen wird man wohl nicht ewig. Das dürfte ja wie bei Fußballern und Models sein, irgendwann ist die Zeit vorbei. Dann wird man faltig, es gibt junge, frische Konkurrenz usw. Wenn ich falsch liege, korrigiere mich. Ich kann mir bloß nicht vorstellen, dass eine 60jährige Bloggerin noch von ihrem Bloggen leben kann und damit auch ihre Rente bestreitet. Verstehst du was ich meine?
    Natürlich wird einem auch das angerechnet, was man selbständig macht, z.B. einen Blog. Aber wie du geschrieben hast, es sind nur Grundkenntnisse. Mit Blog-Journalismus- oder Statistik-Kenntnissen wird man wohl nicht direkt beim Spiegel oder McKinsey einsteigen können.
    Achja, und das Beispiel mit dem Friseur und dem Lehrer check ich nicht^^.
    Naja…mach weiter so Masha! Lass dich nicht so von deinen Hatern einnehmen, die negative Stimmung überträgt sich nämlich manchmal auch auf deinen Blog ;) (finde, dass diese “andere kritisieren mich”-Posts ziemlich häufig geworden sind…)
    LG
    Sina

  29. Kleiner Gegenbeitrag:

    Ich selbst bin jemand -ganz offensichtlich- der selbst diesen und noch viele andere Blogs mit regem Interesse verfolgt. Angefangen hat das vor einigen Jahren, als ich im Philosophie-Kurs mit einigen Mädels zusammensaß, die sich verstohlen darüber ausgetauscht haben, dass eine, die mal auf unserer Schule war, nun einen Modeblog oder so etwas hat. Mir wurden über das Smartphone Bilder davon gezeigt, und ich habe das erste mal einen Eindruck davon bekommen, wie so etwas aussieht und der war um es vorsichtig auszudrücken – sehr ernüchternd. Lackierte Fingernägel, die stolz in die Kamera gehalten werden habe ich gesehen und ein Mädchen in Jeans und T Shirt. Ich konnte nicht mal ansatzweise einen Sinn dahinter erkennen und konnte nur den Kopf darüber schütteln. Nicht in erster Linie, weil ich es für dumm hielt. Wir alle machen dumme Dinge jeden Tag, ich nenne das Spaß haben und den hat nun mal jeder anders. Was ich nicht verstanden habe, ist wie man soviel Zeit investieren kann bzw was man für ein Mensch sein muss, dass man aus Selbstdarstellung so eine tiefe Befriedigung zieht, dass man täglich so viele Stunden dafür opfert. Das war es was mir Sorgen machte. Letztlich bin ich durch ihren Blog aber noch auf viele weitere gestoßen und habe einiges entdeckt, was mir gefallen hat. Es gibt viele Blogs von Frauen, die mehr tun, als in Kleidung vor Kameras zu posieren. Ein wirklich guter Blog ist für mich einer, der seine Leser inspiriert und ermutigt, sie selbst zu sein. Ein konkretes Beispiel und für mich der beste Blog der Welt (sry hierfür, aber diesen hier mag ich tatsächlich auch gern) ist der von Kenza Zouiten (-> kenzas.se).
    Sie ermutigt ihre Leserinnen immer wieder, sie selbst zu sein, weil sie auch sie selbst ist ! Sie schrieb unter anderem über ihren Vater, der alkoholkrank war und veröffentlich Beiträge, in denen sie anderen Mädchen helfen will, ebenfalls damit umzugehen. Sie thematisiert auch, dass es hin und wieder extrem schwer ist, man selbst zu sein, weil viele Menschen – und in sofern passt das hier sehr gut zum Thema- einen davon abhalten. Kenza beispielsweise war in früheren Jahren ein Punk und wurde dafür in der Schule gehänselt, einfach weil sie etwas anders aussah ! Aufgrund dessen begann sie damals, ihr Aussehen anzupassen, “normale” Dinge zu tragen. Heute schreibt sie, dass sie nun stark genug ist, sich unabhängig von der Meinung anderer zu machen, und das sie trägt, worauf immer sie Lust hat. Bei ihr springt einem wirklich die Lebenslust entgegen und sie ist so stark und wirklich ein Vorbild, und man merkt, dass sie auch eine Frau ist die über den Tellerrand schaut und noch mehr im Leben sieht, als Röcke und Tops.

    Was ich damit sagen will: es ist okay, eine Leidenschaft zu haben. Der eine malt gerne, der andere legt ein Gemüsebeet im Garten an, jeder soll machen, woran er Spaß hat. Wenn die Frauen einen kleinen Teil ihres Lebens in ihrem Blog zeigen, der, der daraus besteht, dass sie sich hübsch anziehen und sich fotogragieren lassen, sollte man tatsächlich nicht sofort darauf schließen, dass es der einzige Lebensinhalt für sie ist.

    Ich finde es allerdings nach wie vor im Gesamtkontext problematisch, da ich persönlich das Gefühl habe, dass so viele Menschen heutzutage die essentiellen Dinge überhaupt nicht mehr zu schätzen wissen und sich nur noch mit Oberflächlichkeiten beschäftigen und vor allem auch immer nur mit dem Aussehen. Daher liebe ich Beiträge über Reisen oder solche wie diesen hier – ich hätte sehr gerne mehr davon !

  30. Ich denke , du kannst noch erinnern: wir hielten deine Beschäftigung mit Modebloggs am Anfang fuer ein Spielzeug. Nach dem russischen Sprichwort “Чем бы дитя ни тешилось, лишь бы не вешалось”, übersetz “Egal, was das Kind macht, Hauptsache, hängt sich nicht auf”. Habt versucht dich für Maklerarbeit abzuwerben, mit der Touristikbranche zu verlocken. Aussichtslos. Erst Jahren später haben wir gesehen, wie viel Arbeit du dahinter steckst und wie leidenschaftlich du das machst und haben dich in Ruhe gelassen. Mom

  31. Dein Blog, dein Schreibstil und dein Stil überhaupt ist wirklich etwas ganz eigenes und gefällt mir sehr. Nicht so abgehoben und doch nicht zu stumpf oder gewöhnlich.
    Mir gefällts sehr, ich muss einfach noch viel öfter reinklicken

    Liebe Grüße
    Lou

  32. Liebe Masha,
    der Volkssport der Neider und Missgünstigen ist es nun einmal in dem Erfolg anderer das Haar in der Suppe zu suchen und zu versuchen diese Kleinzureden.
    Natürlich gibt es auch in der Bloggerszene schwarze Schafe, aber wo gibt es die nicht. Für mich persönlich stechen Modeblogs wie deiner besonders positiv hervor.
    In Köln gibt es ein schönes Sprichwort “Jeder Jeck is anders” und auch “Leben und leben lassen”. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen 2. Advent
    und vielleicht hast du Lust mal auf meinem Blog vorbei zu schauen (auch wenn es sich nicht um einen Modeblog handelt :-) )
    http://stephaniesternenstaub.wordpress.com/

    Liebste Grüße Stephanie

  33. Oh ja, die meisten unterschätzen das Buisness hinter einem Blog. Egal wie groß oder klein. SEO und Co. gehören zu unserem täglichen Brot und müssen natürlich auch gepflegt und umgesetzt werden.
    Ein toller Artikel und sehr wahr!

  34. Wie wahr , wie wahr !
    Und ich garantiere Euch, dass das Modebloggersystem hier in Italien noch 1000 Mal schlimmer ist ! Wir hatten in den vergangenen 2 Monaten sogar 5 dicke fette #bloggergate mit Anwalt, Anzeigen und offiziellen Stellungnahmen ….
    Das schlimme in Italien ist, dass sich die Blogger gegenseitig anfeinden, denunzieren, beleidigen und heruntermachen und sich GEGENSEITIG als volldoofe bezeichnen .
    Ich selber sehe meinen Blog eher als Lifestyleblog, die Mehrzahl meiner Publikationen handeln aber von Mode. Mode, dokumentiert und erzaehlt, ich poste keine Outfitfotos. Und was soll ich Euch sagen: da ich KEINE Outfitfotos poste laeuft mein Blog ( der ja nun italienisch ist ) in Italien unter “ferner liefen” und die meisten Click kommen heute aus 1. den USA, 2. aus Russland und 3. aus Deutschland !
    Dazu kommt, dass sie Dich in ITALIEN total wegsnobben, wenn Du nicht in der Liste der Les Cahiers der 100 meistgelesensten Blogs bist … die Bibel aller PRs der Modehaeuser !
    So war ich dann ueberrascht, dass ich nach nur 2 Publikationen ueber die Modeschauen von Vivienne Westwood sofort und ohne was zu sagen in die Mailliste ihres Press Office genommen wurde ! Das nennt man wohl “erweiterten Horizont” …..
    Was ich aber das tollste finde: wenn Du “Otto Normalverbraucher” erzaehlst Du bist eine Bloggerin, dann findet er/sie/es das total toll “Boah, Du schreibst so oeffentlich ? Und Du hast Deinen eigenen Blog ? Und Du schreibst ueber Mode und Beauty und alles so was ? Darf ich dann mal um Rat fragen so wegen Mix’n Match oder Nagellack oder so ? Und bist Du denn auch beruehmt ? Hat Du auch schon mal Giorgio Armani von ganz nah gesehen ?” :-D
    Ach uebrigens: ich bin gelernte Speditionskauffrau mit 22 Jahren Berufserfahrung, bin deutsche Muttersprache, lebe aber seit 24 Jahren in Italien, schreibe und spreche fliessend italienisch, englisch geht so und ab Januar lerne ich russisch, habe es jetzt aufgrund meines Alters nicht soooo mit der Technologie, habe aber einen Blog eroeffnet —> ganz alleine ! Wuerde mich jetzt auch nicht unbegingt als Dummilein bezeichnen ! :-D
    Danke fuer den Artikel Masha , ich LIEBE Solidarietaet unter Bloggern !
    Martina
    BloggHer women’s kaleidoscope

  35. Ein wahrer Beitrag, wirklich. Ich habe auch schon häufig mitbekommen, wie viele berühmte Modeblogger in einen Topf geworfen wurden und man meinte, das sie dies nur täten um an kostenlose und hochwertige Klamotten zu kommen und um nicht arbeiten gehen zu müssen. So etwas dummes. Ich bewundere wirklich jeden Modeblogger der es zu etwas gebracht hat, denn nicht umsonst hat diese Person so viele Leser. Ich meine, wäre dieser Blogger dumm, dann hätte er sicher nicht so viele Leute die hinter dieser Person stehen. Abgesehen davon ist es auch wirklich anstrengend so ein Leben wie z.B. Du oder Jana zu führen denn wenn ich sehe, wie häufig ihr postet, wie ihr euch Mühe gebt, das die Sachen die ihr macht, bei euren Lesern gut ankommt muss ich echt sagen: Respekt!

  36. großartig geschrieben! stereotypisierungen gibt es leider überall – zum glück sind sich manche aber dessen bewusst und reproduzieren diese anmaßungen nicht einfach, sondern wehren sich dagegen. toll, dass du immer wieder solche themen aufgreifst!

    xo j.

  37. AMEN! Ich wirke zwar an keinem Blog mit, bin aber trotzdem sehr interessiert an Mode, Make-Up und allem drum herum. In meinem Studiengang gibt es häufig Gender-Diskussionen, bei denen Mädchen “à la Carrie Bradshaw” (Zitat; damit sind wohl modeinteressierte junge Frauen gemeint) von anderen Kursteilnehmerinnen zu “willenlosen Objekten der Männerwelt” degradiert werden, die sich ja nur so schick machen, weil sie für Männer leben. Hallo? Muss ich mir wirklich so etwas anhören, nur weil ich mich gerne schön fühle? Bin ich deswegen eine dumme Tussi, die keine eigene Meinung hat? Diese Art von Stereotypisierung macht mich rasend!
    Ich finde es unglaublich respektlos, dass sich Menschen, die nicht in Mode interessiert sind, anmaßen dürfen, über Extravaganz oder gut gekleidete Menschen fiese Kommentare abzugeben. Ich sage ja schließlich auch nicht, dass Menschen ohne modisches Interesse generell dumm, schäbig oder sonst was sind.
    Dein Artikel trifft’s also auf den Punkt ;) Liebe Grüße!

  38. Masha, das ist wirklich wahr. Zurzeit kann jeder Modebloggerin werden, aber Disziplin und Kontinuität sind auch wichtige Dinge, die mitspielen. Um viele Leser zu haben, muss man auch einiges tun. Auch mal in die Rolle des Lesers schlüpfen und gucken, ob der Artikel denn lesenswert ist. Ich habe auch vor kurzem einen Blog angefangen, zwar in Englisch aber ich mags. Ich interessiere mich auch sehr für Mode, Journalismus und und und , wie viele andere auch.
    Welche Bücher wurde dir denn empfohlen? Also ich möchte auch nicht 0815 Blog haben, ich möchte es auch ausweiten und mich immer verbessern.
    Vielleicht hast du auch einige Tipps?
    Vielleicht auch bei Fotos schießen, welche Kamera am besten ist?
    Lina macht sehr gute Fotos, nur wenn man die Fotos alleine macht bzw auch nicht so eine gute Kamera hat, dann wird es schwierig.

    Liebe Grüße,
    Clover

  39. Du sprichst mir aus der Seele. Diese typischen Gespräche mit Leuten, die keine Ahnung haben was man selber eigentlich den ganzen Tag treibt sind echt immer die Highlights. Ich gehe von 7-16.30 Uhr normal arbeiten und meine Arbeitskolleginnen fragen ab und zu mal nach wie es mit dem Blog so läuft. Wenn ich dann sage, ganz gut, hab gestern wieder einen neuen Outfitpost hochgeladen, dann wird der in der Mittagpause begutachtet. Und wenn dann drunter steht “thanks to.. whoever” wird erstmal gefragt ‘Hast du das etwa umsonst bekommen!?’ Ich entgegne : ‘Ich musste zumindest nicht mit Geld bezahlen. Aber mit Zeit’. Daraufhin kam einmal tatsächlich zurück ‘Für das bisschen Arbeit?’. BISSCHEN ARBEIT !? Ich verbringe quasi meine komplette nicht mehr vorhandene Freizeit nur mit dem Blog. Also ja.. ich verstehe dich nur zu gut.
    Und dumm sind wir ja sowieso. Und Barbies.

  40. Es sind ja nicht nur die modeblogs, wenn ich Leuten sage das ich mich für mode und makeup interessiere bin ich direkt als oberflächlich und dumm abgestuft. Bäm hab ich den Stempel auf, mittlerweile bin ich es leid den Menschen zu zeigen das in mir mehr steckt, warum soll ich mich rechtfertigen? Sie sind doch die beschränkten oberflächlichen Menschen. Der größte witz ist eigentlich das es meistens solche menschen denken sie wären super weltoffen.

  41. Verdammt. Ich bin Neurobiologin. Mache ich mich jetzt verdächtig eine hohle Frucht zu sein, weil ich regelmäßig deinen Blog und große Güte, auch noch andere Modeblogs lese? Schuldig im Sinne der Vorurteilsschleuder.

  42. Super Artikel! Ich kenne das nur zu gut, ich bin in meinem winzigen Fachbereich (Japanologie) eine der besten StudentInnen und scheinbar geht das dann mit einem Mode/Beautiartigem Blog ja gar nicht zusammen. Die Leute denken ich sitz nur zu Hause und beschaeftige mich mit mittelaltem Japanisch. Stereotyopen gibts leider ueberall, hab den Post sehr genossen! Liebe Grueße :)