Unwort des Jahres: ReichweiteLet’s talk about reach

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Die Fashion Week ist vorbei und wie jedes Mal bin ich überwältigt von den Eindrücken, die ich gesammelt habe. Und wie jedes Jahr, sind es immer wieder bestimmte neue Themen, die mich beschäftigen, die aus Gesprächen und Situationen heraus entstehen. Eins dieser Gespräche habe ich neulich mit einem Youtuber geführt.
Es ging um das Thema Reichweite.
So wie es in letzter Zeit immer nur um Reichweite geht – um Reichweite und um Follower, also Menschen, die Blogs lesen und Youtube Videos schauen und einem auf Social Media Kanälen folgen.
Das Problem neuerdings ist nur, dass Follower leider nicht mehr als Individuen wahrgenommen werden, sondern als Zahl. Als eine Zahl von vielen um genau zu sein.
Der Mensch als Zahl – und immer wieder dieselbe Frage:
Wie viele Follower hast du?
Was für eine Reichweite hast du?

 
Nun möchte ich, allein schon aus Stolz, hinzufügen, dass ich eine gute Reichweite habe und mich da sicherlich nicht verstecken muss, aber es ist eben keine Reichweite wie die von Youtubern, die Millionen von Klicks auf ein Foto oder Video bekommen.
Jetzt hatte ich also letztens besagtes Gespräch mit einem Youtuber, ein nettes Gespräch, zumindest so lange, bis wir auf das Thema Reichweite zu sprechen kamen. Ich nannte ihm eine Zahl – und wurde damit auf einen Schlag uninteressant. Ich weiss nicht, was die Grenze ist, die Jemanden scheinbar interessant macht für einen Youtuber, aber scheinbar fiel ich in die Kategorie “zu reichweitenschwach um sich zu unterhalten”, denn das Gespräch war anschließend schneller abgewürgt, als ich gucken konnte.
Das wirklich Traurige daran war allerdings, dass das keine Situation war, die mich gewundert hätte, denn Gespräche dieser Art führe ich in letzter Zeit öfter. Gespräche zum Thema Reichweite.
Denn spätestens nachdem auch die letzte Marke und/oder Presse Agentur aus Buxtehude (nichts gegen Buxtehude, es könnte auch ein beliebiger Ort X sein) was von dem Begriff “Reichweite” gehört hat und mitbekommen hat, dass man damit vielleicht seinen Scheiss doch an den Mann zu bringen könnte, dreht sich alles nur noch um Reichweite, sprich: um eine beliebige Zahl x um genau zu sein. Ganz nach dem Motto: hauptsache Reichweite.
 
Aber wisst ihr was?
Reichweite ist nicht gleich Reichweite.
Nehmen wir doch als bestes Beispiel die deutsche Vogue. Die hat nämlich grade mal eine Auflage von 130.000, eine Brigitte dagegen über 500.000! Würde ich mich trotzdem um ein Feature in der Vogue mehr freuen, als in der Brigitte? Garantiert!
Die Vogue ist vielleicht nicht kommerziell, aber sie ist ein Meinungsmacher. Sie hat eine genau definierte Zielgruppe, die für die Modewelt interessant ist, weil sie Trends vorgibt, statt sie einfach nachzumachen. Wer sich also die Vogue kauft interessiert sich für (High-End) Mode und nicht dafür, was am besten gegen Regelschmerzen hilft. Das Konzept geht auf und die Vogue steht für Exklusivität – und dafür braucht sie keine hohe Auflage.
Das ist bei Blogs und Youtube Kanälen nicht anders. Klar hat man vermutlich eine größere Reichweite, wenn man eine jüngere Zielgruppe anspricht, die viel intensiver social media konsumiert, als eine Zielgruppe, die eben etwas älter ist und einfach weniger Zeit hat, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, vielleicht weil die Prioritäten anders liegen. Ähnlich verhält es sich mit Marken. Es ist natürlich einfacher eine größere Reichweite aufzubauen, wenn man H&M und Primark vorstellt, als wenn man auf Prada und Chanel geht. Aber würde Gucci eher mit einem Blogger arbeiten, der eine hohe Reichweite hat und Primark trägt, oder einer, der Dior trägt, aber nur einen Bruchteil der Reichweite hat? Guess what.
Je nach Zielgruppe ändert sich eben entsprechend die Reichweite, weil das Publikum ein anderes ist und viele verlieren diese Tatsache aus den Augen.
 
Was ich damit sagen will ist im Grunde: definiert Niemanden über seine Reichweite.
Und liebe PR-Menschen: wählt Blogs und Kanäle nicht danach aus, was für eine Reichweite sie haben, sondern danach, ob sie zu euch (bzw. eurem Brand) passen.
Ich will damit nicht sagen, dass die eine Reichweite schlechter ist als die andere (außer wenn sie gekauft ist, wie zahlreiche Beispiele vormachen, deswegen auch immer auf die Likes etc. achten! Das ist nämlich Schummeln!), nur, dass für die einen viel ist, was für die einen wenig ist, weil eine Zielgruppe eine andere ist.
 
Doch nicht nur PR-Menschen geht es oft einfach nur um die Reichweite als Zahl, auch vielen Bloggern und Youtubern geht es meistens schlichtweg um möglichst viele Follower und um den “Fame”, der damit einhergeht. Sie wollen von möglichst vielen Menschen angehimmelt werden und “berühmt sein”. Was früher der Traumjob Model oder Schauspieler war, ist heute Blogger bzw. Youtube-Star.
Was mich angeht, geht es mir in erster Linie darum etwas zu kreieren, das mir gefällt.
Ein Blog zu führen und eine Entwicklung zu dokumentieren, die mich persönlich mit Stolz erfüllt.
Dabei spielt die Reichweite eher eine Nebenrolle, denn mir ist es lieber eine Zielgruppe zu haben, die mir ähnlich ist, als einfach nur eine beliebige Masse x zu erreichen und mich über die Zahl selbst und nicht die Menschen dahinter zu definieren. Ich persönlich bin stolz auf jeden einzelnen Leser, von denen die meisten junge, intelligente, modebewusste und kritische Frauen sind, die selbst eine Meinung haben und lieber hinterfragen, statt einfach blind zu folgen.
 
Denn Reichweite ist eben nicht immer gleich Reichweite.

Fashion Week is over, and I’m still overwhelmed by all the experiences and impressions.
Like every year, certain subjects kept cropping up in the various conversations during the event, and stayed on my mind since. I had one such conversation with a Youtuber, and we were talking about reach. Everything seems to revolve around reach these days, and followers – the people that read your blogs and watch your videos.
Increasingly, followers are no longer perceived as individuals, but merely as a number.
That’s a problem.
Everyone’s reduced to being a number, and the question is always the same:
How many followers do you have? What’s your reach?
 
Well, since you ask, my reach is pretty good, actually, and I’m proud of it. But I don’t compete with some of the top youtubers, that generate millions of clicks on a photo or video. So, my conversation with this youtuber was pleasant and interesting, until we hit on the subject of reach. When he asked, I told him about the numbers that interested him… and he lost all interest in me straight away. I’m not sure how many followers you need to be an interesting conversation partner for a youtuber, but it seems I didn’t pass the mark. Our chat fizzled out immediately. But you know what’s really sad? It didn’t surprise me one bit. I had too many conversations like that recently. ‘Reach’ has become an inescapable buzzword, a concept chased by seemingly every last marketing or PR agency in the universe. Whatever it is you’re trying to sell, reach is the key. At least that’s what everyone believes. It’s all about reach, reach, reach.
 
But here’s the thing. Reach can mean a lot of things. Let’s look at the German Vogue, for example. The magazine has a monthly circulation of 130 000. German womans magazine Brigitte, on the other hand, has a circulation of 500 000 per month. No question that I’d be much happier with a feature in Vogue. Vogue may be less broadly distributed than Brigitte or many other magazines, but it’s a tastemaker with a clearly defined target group. The magazine is interesting because it sets trends instead of just swimming with the current. If you buy Vogue, chances are you’re more interested in (high-end) fashion than in miracle cures for period pain. The concept works, and Vogue is associated with exclusivity, which in turn does not require an exorbitant circulation. The basic principle also be applies to blogs and youtube channels. Sure, you’ll have a wide reach if you target a younger audience that engages much more with social media in general than if you target older groups with less free time at their hands and different priorities. It’s the same with brands as well. Your reach is exponentially larger when you present brands like H&M and Primark than with, say, Prada or Chanel. But what do you think who would Gucci prefer to work with? A blogger that has enormous reach and presents Primark or one who wears Dior and talks to a much smaller but highly relevant segment? It’s a no-brainer. Still, this perspective is often overlooked.
 
I guess what I want to say is this: don’t place too much stock in someone’s reach alone. And if I can send a message to the PR people out there, don’s choose your channels and blogs based on reach alone, think about what (and who) really fits your brand. To be clear, reach is a good thing, when it’s real and relevant (often the numbers are simply bought, the clues is usually in the number of likes in those cases… and that’s cheating!). Not everything is always what it seems, when it comes to reach. And that’s my point.
 
Many youtubers and PR people have developed an obsession with followers and the ‚fame‘ they supposedly bring. The desire to be admired by as many people as possible is huge. It’s the new dream profession: blogger or youtube-star instead of model or actor.
And as for me? My main goal is to create something that I love. To write a blog and to document a development. Reach is not the main factor for me. I prefer to talk to people I feel I can identify with, an audience that shares some of my opinions and perspectives, and vice versa. I’m genuinely proud of every single reader, and am really happy with the fact that so many of you are not only interested in fashion but tend to be critically minded and in possession of opinions of your own. That is so valuable.
As I said, there are many different kinds of reach.

 
 

Juli 12, 2015
Category - Life, personal
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70 Kommentare

  1. Liebe Masha,
    weil ich gerade beim Lesen eines aktuellen Onlinebeitrags der WUV dauernd an deine Worte hier denken musste, wollte ich ihn dir nicht vorenthalten: http://www.wuv.de/digital/das_sind_deutschlands_einflussreichste_mode_blogs

    Wieder ein Beweis wie wenig sich mit der Qualität statt der Quantität in Sachen Blogger Business auseinandergesetzt wird. Geschweige denn keine Differenzierung zwischen Bloggern, Youtubern und Influencern gegeben ist – obwohl sich diese 3 Arten natürlich auch oft überschneiden.

    Wollte dir auch noch danke sagen, dass du mir/uns jeden Sonntag so interessante Beiträge lieferst, die zum Nachdenken anregen! :)

    Liebe Grüße,
    Sabrina

  2. Liebste Masha,

    zuerstmal muss ich loswerden, dass ich mir bei deinem Anblick auf der Fashionweek mit meinen 30 Jahren echt wie ein Teenager vorgekommen bin :-D Ich dacht irgendwie immer so „Diana, Blogger sind auch nur Menschen“ aber das war schon ein kleiner Fanmoment! Und ich mein ich hatte Doutzen vorher gesehen und fand das echt toll, aber du warst irgendwie ne andre Nummer. Verrückt dass man sich dann nicht traut dich anzusprechen. Aber ja was soll man auch sagen. Du wirst ja jedes Mal das gleiche hören. Wie auch immer, es war für mich wirklich ein besonderer Moment dich mal in echt zu sehen :-)

    Jetzt mal zur Reichweite … da gehör ich sicher zu den unteren Rängen, aber ich häng mich daran auch nicht so auf. Sicher bin ich ehrgeizig, aber ich habe eben auch nen Vollzeitjob und kann das daher einfach gar nicht leisten mit meinem Blog. Es macht mir Spaß und ich hatte auch eine wundervolle Zeit in Berlin, distanziere mich aber auch immer sehr von dieser Oberflächlichkeit! Mir ist die Reichweite von anderen vollkommen egal, weil für mich immer noch die Person im Vordergrund steht. Allerdings wurde ich von einer Ausstellerin auf der Show & Order auch einfach mal wortlos stehen gelassen nachdem ich ihr meine Instagram-Followerzahl genannt hatte. Ich dacht echt ich steh vorm Berg! Ich bin nämlich wirklich stolz auf das was ich seit Jahren neben meinem Hauptjob leiste und finde es einfach unfassbar respektlos. Aber gut, ich bezweifle wirklich stark, dass das noch besser werden wird in den nächsten Jahren. Trotzdem immer wieder gut, wenn es ausgesprochen wird! Der ein oder andre denkt vielleicht dann auch wirklich mak drüber nach.

  3. Liebe Masha,

    ich verfolge deinen Blog ja schon sehr lange und muss zugeben, deine Sonntagsposts über deine privaten Ansichten gehören zu meinen liebsten Beiträgen.

    Gerade dieses Thema hat mich auch vor einiger Zeit beschäftigt. Auch das Erlebnis mit dem Youtuber, welches du geschildert hast, finde ich extrem traurig… Ich führe 100x lieber eine Unterhaltung die interessant und spannend ist (egal wer mein ggü ist), als eine langweilige 0815 Unterhaltung mit irgendeinem großen Blogger / Youtuber / „Was auch immer“ mit hoher Reichweite. Sehr schade, dass für manche Menschen die „Reichweite“ des Gegenübers Grund genug ist, ein Gespräch zu beenden.

    Du hast das Thema schön zusammengefasst – auch das mit den gekauften Followern (die man dann ohnehin gut an den Likes erkennen kann). Wie du sagst – Reichweite ist nicht alles. Aber trotz allem kannst du auf deine „Reichweite“ stolz sein.

    Alles Liebe,
    Annika

    http://www.herpistolgo.com

  4. Super Beitrag Masha, ich bin auf den Post gekommen, weil ich eben bei Valerie einen ähnlichen Beitrag zu dem Thema gelesen habe. Ich finde es auch total schade, dass man als Blogger nur an diesem Unwort Reichweite gemessen wird. Ist es nicht wichtiger, dass man reale Follower hat, als Tausende Fakes? Ist es nicht wichtiger, authentisch zu sein und bei sich selbst zu bleiben, als eine riesen Masse mit Einheitsbrei zu bedienen? Mein Blog ist erst ein Jahr alt und es geht schnell, dass man sich über die ganzen Zahlen unter Druck setzt. Klar möchte auch ich meinen Blog bekannter machen, aber ehrlich und mit dem, was ich nunmal bin. Umso schöner finde ich es, dass das mal angesprochen wird! Und auch das FBC letzten Freitag hat mich richtig beruhigt, es gibt nämlich ganz viele liebe Blogger, denen Reichweiten egal sind, die trotzdem mit einem sprechen, auch wenn man noch kleiner ist. Liebe Grüße, Julie

  5. Ich bin zwar erst 15 aber lese deinen Blog zu gerne. Er inspiriert mich und regt mich zum nachdenken an. Vor allem über dieses Thema hab ich mir schon öfters Gedanken gemacht und wie es überhaupt zu Stande kam das so ein riesiger YouTube Hype entsteht. Bis heute verstehe ich nicht wie man solche Leute unterstützten kann, die nur auf eine bestimmte Zahl hinarbeite und sich nur dafür interessieren und nicht für die Leute dahinter.
    Mach so weiter mit deinem Blog und bleib so bodenständig wie du bist

  6. Hi Masha! Ich finde Deinen Post sehr interessant, weil Du ein sehr aktuelles Thema aufgreifst. Ich beschäftige mich erst seit etwas über einem Jahr mit der ganzen Thematik und finde es erstaunlich, wie rasant sich alles allein in dieser kurzen Zeit verändert hat. Fashionblogs sind im Mainstream angekommen und Follower sind eine harte Währung, wenn es darum geht seinen Blog zu monetarisieren. Grundsätzlich finde ich das ok, nur ebenfalls schade, wenn es nur noch darum geht. Ich habe meine Freundin, die auch Bloggerin ist, bereits zum 2. Mal zu einer Fashion Week begleitet. Es ist schon interessant und schade zu beobachten, wie sich die viele nur noch über ihre Reichweite (selbst wenn diese offensichtlich, wenigstens teilweise) definieren und entsprechend nur den Kontakt mit Reichweitestarken Bloggern suchen. Wenn man das ganze Treiben von außen betrachtet, muss man schonmal schmunzeln, wie sich einige so geben. Wir haben uns das ganze angeschaut und uns mit Menschen umgeben, die wirklich nett sind, egal ob viele Follower oder nicht. So war die Woche gut auszuhalten. Ich bin gespannt, was sich bis nächstes Jahr so alles verändert hat. Man darf gespannt sein :) Liebe Grüße, Bene

  7. So true!!! Momentan habe ich das Gefühl, das irgendwie alle auf den „Youtube Zug“ aufspringen wollen, weil sie glauben, sie bekommen dadurch mehr „Follower“, was ja sogar stimmen mag! Für mich gibt es aber einen himmelweiten Unterschied zwischen einer Daggi B und dir oder beispielsweise auch den Mädels von This Is Jane Wayne – und das sind nicht die Zahlen, sonder in erster Linie Stil und ein Verständnis für Mode! Als das Thema letztens aufkam habe ich einer Freundin die Frage gestellt, wen Karl Lagerfeld denn wohl eher zu seiner Show einladen würde…. Ich glaube die Frage kann sich jeder beantworten und dennoch meinen alle, dass sie mit 1 Mio Follower vielleicht auch mal bei Chanel eingeladen werden. Ich glaube das ja kaum…

    Hab einen wundervollen Tag!

    Die Steffi

    http://veja-du.de/

  8. Der erste Post, den ich hier gelesen habe und muss sagen: Hut ab! Tolles Thema, toll geschrieben und und und! Ich werde öfter hier vorbeischauen! Ganz liebe Grüße Steph

  9. Liebe Masha,

    die Printausgabe der Vogue hat laut den offiziellen Mediadaten eine Auflage von 1.505.000 Lesern. Die Brigitte hat eine Print-Auflage von 541.279 Lesern.

    Vielleicht vorab zweimal checken ;)

  10. Das hast du gut gesagt und beschrieben. Ich stimme dir in jedem Punkt zu. Mittlerweile scheint die Reichweite in der Bloggerwelt tatsächlich das allerwichtigste zu sein. Dabei gibt es doch so viel wichtigere Dinge.

    Ines | twashioncom

  11. Liebe Masha,
    da hast du vollkommen Recht. Das ewige Gehetze um die größte Reichweite ist bei weitem nicht alles. es geht um so viel mehr, als das. Aber das sehen viele nicht mehr.

  12. Liebe Masha,

    da muss ich dir mal wieder vollkommen zustimmen. Toller Blogpost. Ich freue mich jeden Sonntag aufs neue deinen Sonntagspost zu lesen. :)

    Liebste Grüße
    xoxo

  13. Liebe Masha,
    wie schaffst du es nur jede Woche aufs Neue so tiefgreifende und vor allem wichtige Texte zu verfassen?
    Du triffst mit deinen Worten immer den Nagel auf den Kopf.
    Wenn man genau darüber nachdenkt ist die Sache mit der Reichweite wirklich ziemlich, ziemlich traurig. Es gibt so viele tolle Blogs und Brands, die super Arbeit leisten, aber keiner sie kennt, da sie auf grund von „zu wenig Reichweite“ schwer an Kooperationen kommen. Diese Branche ist in den letzten Monaten so oberflächlich geworden, dass man es kaum glauben mag. Ich stimme dir voll und ganz zu, mit allem was du oben schreibst!
    Youtube-Star hin oder her, Millionen von Followern schön und gut, aber was wirklich zählt ist das was von den Followern auch zurück kommt. Nichts ist besser als ein ehrlicher Leser der einem auch konstruktives Feedback gibt.
    Und du kannst wirklich stolz auf dich sein, dass du nicht zu diesen oberflächlichen Social Media Sternchen gehörst, die ihren „Fame“ nur an Zahlen festmachen. Das zeigt erneut dass du trotz allem sehr bodenständig bist und Sachen auch hinterfragst und das macht dich wirklich sympathisch. Weiter so!
    Viele Grüße aus Nürnberg

  14. Wahre Worte. Hatte genau dieses Reichweiten Beispiel (Vogue / Brigitte) in meiner letzten Marketing Vorlesung an der Uni. Das geht leider immernoch nicht in die Köpßfe rein, dass auch die Reichweite zum Produkt passen muss und diese lieber auserwählt und qualitativ ist als … naja, die 13 Jährigen Vollzeit Schülerinnen die sich mit ihren 20€ Taschengeld die vorgestellten Produkte ja doch nicht leisten können.

    Liebe Grüße,
    Leonie

    http://www.allispretty.net

  15. Hach Masha…

    wie immer ein gelungener Sonntagspost.

    Mich würde ja by the way interessieren, welcher dieser Youtubesters das war.xD Eine Vermutung habe ich ja…:P
    Scheinbar ist da jemand mit dem Napolionkomplex bestückt…^^
    Ich finde es schon extrem überheblich und total krass, mit welchen „Maßstäben“ man behandelt wird…0.o

    Ich finde es übrigens schön, dass du deine treuen LeserInnen in deinem Beitrag erwähnst bzw. was du darüber schreibst. Was dich wiederum – wie ich und viele andere mehrfach betont haben – dich von anderen abhebt und authentisch macht! :*
    Wie du selbst schreibst, i-wie scheinen du und deine Leserschaft auf einer Welle zu schwimmen. Wenn man das so ausdrücken kann, weil man sich ja nicht wirklich kennt.xD Das ist wesentlich mehr Wert, als eine breitere Masse an Followern… Dieses Fame gebitche geht mir so was von auf den Zeiger – ich kann das gar nicht mehr höhren, und nachvollziehen kann ich solche Nasen ohnehin nicht! Nä!

    Du machst es genau richtig.
    Folge einfach weiter deiner Masha-Linie. Ich denke damit fährst du weiterhin gut.
    Und – es kommt auch immer auf die Perspektive, den Blickwinkel an, wie man den „Erfolg“, bzw. die Reichweite misst. Ich schätze Qualität und Authenzität und Individualität. Und das trägst du alles in dir.

    Es gibt eben zwei verschiedene Arten von Erfolg, wenn man so will, oder wie ich das jetzt spontan nennen würde. Der eine ist quantitativ und sagt m.E. nicht unbedingt etwas über Wertigkeit von etwas aus – der andere ist viel besser, weil es qualitativ ist und eben bei weniger Erfolg nichts über die Wertigkeit aussagt. I-wie klingt der Satz komisch.xD Egal…
    Ich schätze letzteres.

    Vouge ist bei uns an der Uni und bei mir persönlich nicht unbedingt designtechnisch erstrebenswert,- was aber an dieser Stelle unerheblich ist! Worauf es ankommt ist, dass es sich, wie du selbst schreibst, um ein High-End Produkt handelt, welches maßgeblich die Trends VORgibt und nicht das Copy Kätzchen gibt.
    Und ich würde auch sagen, dass du in diese Kategorie gehörst.;)

    Reg dich über solche Kontentgeilen Leute nicht auf, das gibt nur Falten.:P

    Schönen Abend wünsch ich,
    Ela

  16. Liebe Masha, du hast es wieder voll auf den Punkt gebracht!

    Ich kann mit meinem (noch :-) recht kleinen Schmucklabel COR:TT auch aus der anderen Perspektive sprechen. Zum einen stelle ich fest, wie schwer es ist, in dem ganzen Social Media Sumpf anzukommen, Follower zu bekommen und mein Label zu etablieren. Und zum anderen bin ich immer wieder erstaunt und teilweise auch echt leicht angep*** , wenn ich Kooperationsanfragen bekomme, bei denen es nur darum geht, „irgendwas abzugreifen“. Da schreiben Mädels mit einem Account mit 20k, der 5 Bilder online hat, ohne aber irgendwelche Interaktion mit den Followern zu haben und fragen nach einer Kooperation: Sie möchten ihren „Fans“ gerne meine Schmuckstücke präsentieren. Haha! Noch besser als diese Tatsache an sich ist dann allerdings, dass solche Anfragen meist mit „Hallo Team“ oder einem völlig anderen Namen als meinem beginnen… Manchmal frage ich mich, ob solche Leute denken, wir seien doof!

    Ergo: so schwer es auch ist als Label, Follower zu bekommen, umso mehr freue ich mich aber über die echten, die das, was ich mache mit Freude verfolgen und kommentieren. Umgekehrt suche ich mir meine Kooperationspartner auch nicht unbedingt nach der Reichweite aus; es muss zu meiner Marke passen, die Chemie muss stimmen und eben auch zu meiner Zielgruppe passen. Ob das nun jemand mit 50k oder 2k ist. Piepsegal!

    In diesem Sinne… Mach weiter so mit deiner authentischen Art, wie eine meiner Vorrednerinnen geschrieben hat, du bist eben „vogue“ und nicht „Brigitte“ :-)

    Alles Liebe,
    Melanie

    http://www.cor-tt.com

  17. Dankeschön, ein toller Artikel! Ich habe ja auch vor kurzem darüber geschrieben, weil es mir einfach auf die Nerven ging: http://thelimitsofcontrol-laura.com/2015/05/der-druck-als-blogger-qualitaet-ist-nicht-immer-gleich-erfolg/

    Man wird einfach abgestempelt und die Qualität ist unwichtig. Achja, letztens habe ich mit PR-Leuten und ein paar anderen Bloggern über gekaufte Follower gesprochen und alle am Tisch wollten mich davon überzeugen, dass gekaufte Follower immer direkt gelöscht werden. Ich versuchte sie zu überzeugen, dass dies nicht immer so ist, aber es brachte nichts. Schade, dass man so auf Reichweite abgestempelt wird – eine Zahl, die man leicht manipulieren kann!

  18. Vielen Dank für diesen Post, liebe Masha!
    Ich hoffe, dass ihn ganz viele Menschen in Agenturen und Firmen lesen, und noch mehr Blogger und solche, die hin und wieder im Rahmen von Fashion Weeks Blogger-Events organisieren.
    Leider wurden wir letzte Woche in Berlin auf einem Event komplett ignoriert, weil wir offenbar nicht genug Reichweite haben für ein simples „Hallo“.
    Dort habe ich dich übrigens auch kurz gesehen, warst aber zu schnell wieder weg, um Hallo zu sagen ;)
    Ich nehme das nicht persönlich, aber es hat mir wieder einmal gezeigt, worauf es in dieser Szene wirklich ankommt, und das sind eben Zahlen.

  19. Ja kann nur nicken und zustimmen. Mein Unwort des Jahres ist auch Influencer, denn jeder der plötzlich Likes hat, darf sich auch automatisch Influencer nennen… Daran kann ich mich irgendwie nur schwer gewöhnen…

  20. Oh mein Gott Masha – DANKE für diesen Post! DANKE DANKE DANKE!!
    Ich sehe das ganze genau wie du! Viel zu viele YouTuber oder Blogger machen bestimmte Sachen oder verhalten sich auch eine komische Art und Weise nur weil sie die größtmögliche Reichweite erreichen wollen und ich frage mich dann immer: Merken die Leute denn nicht, dass sie einem die ganze Zeit nur etwas vor machen? Es sind sicherlich nicht alle so aber ich habe in der Vergangenheit schon so oft erlebt dass ich einen Kanal entdeckt habe und mir wirklich alles von der Person sehr gern angeschaut habe und immer auf das nächste Video oder auch den nächsten Post gewartet habe. Jedoch hat das Konzept einfach nicht genug Leute für die Personen angesprochen und es wurden plötzlich nur noch oberflächliche Sachen veröffentlicht wo ich mich dann gefragt habe: „Was soll das? Warum eine echte und ehrliche Community vor den Kopf stoßen nur weil sie einem nicht groß genug ist? Warum sie gegen eine eintauschen die gar nicht weiß, wie man wirklich tickt?“ Ich verstehe natürlich, dass man als Blogger bzw. Vlogger auch viele Follower haben möchte und natürlich will dass alles gut ankommt was man macht aber sich so zu verstellen nur damit man „Fame“ wird? Was hat das Bloggen/Vloggen dann überhaupt noch für einen Sinn wenn sich die Meisten nur noch am Kommerz orientieren und niemand mehr wirklich was zu sagen hat, denn man könnte ja schlecht ankommen?
    Deshalb liebe ich deinen Blog, Masha, denn du bleibst dir treu und für mich als Leser ist das mittlerweile das Wichtigste geworden!
    Liebste Grüße,
    Magdalena

  21. Hey =)
    Was für ein schöner Post! Und du sprichst dabei nur die Wahrheit! Und noch ein Punkt den man anbringen muss: Bei YouTube ist die Followeranzahl ganz anders anzusehen als bei Bloggern! Wenn man bei Blogger 500 oder 1000 Follower hat ist man einer von den „größeren“ Bloggern. Bei YouTube stattdessen ist man gerade einmal angekommen… dort muss man ja schon ein paar Nullen ranhängen bevor man einen überhaupt kennen. Vlogs sind einfach schneller als Blogs und auch schneller zu konsumieren. Meiner Meinung nach sind Blogs dabei aber ernsthafter… Selten gibt es da solche Sonntagspost wie du sie machst! Und Outfits sieht man auch lieber fest auf Bildern, als in einem schnellen Video. Ich finde es blöd, dass man solche Sachen so miteinander vergleicht!
    LG Cörnchen

  22. I agree with you – it’s all about engagement and individuality rather than just reach. Plus, with the amount of people buying followers on Instagram it really is just a number rather than „proof“ of your success (rate).

    Unfortunately I also have experience with people treating me differently if I happen to have a lower number. It’s very sad and so shallow.

    For example: Fashion Week wasn’t all about fashion and business networking for me this time around. I recently moved to Berlin, practically don’t know anyone, so I was hoping to make some connections with like-minded people. Maybe grab a coffee or something. But here I also felt like my following (or „status“) played a role. Some people I met were very friendly and open to meeting new people (ie. me) as well. Others looked at me like an intruder (or „fan girl“ ha) and wondered what my agenda was.

    When I lived in Canada the community was much more open. It wasn’t about numbers, but about having things in common and having a genuine interest in meeting new people. It was a bit of a disappointment here & there last week where I reached out to some bloggers and felt denied because -apparently- they thought I wasn’t good enough to have a polite conversation with.

    Anyway, long story short, like you I am just focusing on what I enjoy and what I want to share online. In the end it’s better NOT to connect with people or work with brands/agencies who don’t share the same opinion (individuality above numbers). It’s a waste of time.

  23. Wer aus so einer Branche kommt wie du und die feinen Unterschiede (die du uns so schön erklärt hast) zum eigenen Marktwert nicht kennt und sich nur auf eine ohnehin manipulierbare Zahl konzentriert, den kannst du innerlich getrost als unwissenden Narr abstempeln.
    Btw, da du kurz die Debatte um gekaufte Follower angesprochen hast: Kann es sein, dass Anni (fashionhippieloves) ihre auf Instagram gekauft hat? Bei 900.000 Followern bin ich immer wieder über die verhältnismäßig mageren 5000 bis 7000 Likes überrascht. Lina hat nicht mal 100.000 und erreicht immerhin durchschnittlich 5000 Likes. Sehr kurios…

    1. Hey Betsy,
      ich bin mir sehr sicher, dass Anni nichts gekauft hat. Wenn du auch weiter runterscrollst, dann sieht man ja auch, dass sie früher 20.000 und mehr auf jedes Bild bekommen hat. Das ist wahrscheinlich einfach so, wenn man mehr follower hat, dass die leute weniger liken. Da muss man glaube ich auf vergleichbare Seiten gehen mit ähnlicher Reichweite und schauen wie es da so ist. Zum Beispiel hat Chiara Ferragni auch grade mal so viele Likes pro bild wie manche Leute mit ein paar hunderttausend followern..

  24. Ein wirklich, wirklich guter Beitrag Masha!

    Langsam geht mir diese ganze Reichweiten-Geilheit auf den Keks. Ich meine natürlich, Reichweite ist wichtig, wenn man einen erfolgreichen Blog führen möchte, aber doch nicht zu jedem Preis?!? Wenn ich mich auf Instagram umsehe, dann habe ich langsam das Gefühl, als würde sich alles ausschließlich um Reichweite drehen, schließlich möchte man ja Geschenke von Firmen bekommen. Dabei ist es einem dann oft egal, wer einem da gerade gefolgt ist oder was kommentiert wird. Ich finde das mega schade. Es gibt so tolle Menschen, die einen ganz kleinen Blog haben und die ich wahnsinnig gerne lese, einfach, weil sie tolle Charaktere sind. Das finde ich persönlich viel wichtiger als Reichweite.
    Und du bist ein Charakter und ich würde deinen Blog auf lesen, wenn er 2 Klicks im Monat hätte.

    Liebe Grüße,
    Julia

  25. Endlich spricht das jemand mal an wirklich! Finde das wird immer schlimmer über all auf Facebook und youtube mit Reichweite und Follower etc… Und diese ganze Produktplatzierung und meist auch die verarsche die damit einher geht da die Leute nur dafür werben weil sie Geld kriege wird immer schlimmer. Toller Beitrag hast es einfach auf den Punkt gebracht. Lieber wenige gute Follower als 1miölionen kleine 13 jährige (gut um Geld zu verdienen ist das natürlich besser… Denen dann alle Produkte anzudrehen) also noch einmal toller Post gut geschrieben und bleib weiter so und kritisiere und spreche Dinge an! Das finde ich mittlerweile viel interessanter Leute die Dinge kritisieren und hinterfragen so das die Leute auch mal realisieren was eigentlich gerade so abläuft und wie oft man eig beeinflusst wird. Liebe Grüße :)

  26. Trotz deiner Ankündigung auf Snapchat fand ich deinen Beitrag sehr diplomatisch. :) Mit dem was du sagst, hast du natürlich vollkommen Recht. Ich kann kein Stück verstehen, warum bestimmte Youtuber aka The New Kardashians so gehypt und als wertvoll werden? In meinen Augen ist ihr Content unique, noch sollte ihre Reichweite relevant sein. Was bringt es dir, wenn der Großteil deiner Leser 9-13 Jahr alt ist. Gut, sie mögen zu Primark oder H&M rennen, aber für High Fashion Labels geht es da wohl eher um Prestige. Oder um ein paar Follower mehr, die man durch ein Sharing auf Instagram ergattern könnte. Mich kotzt das Blabla um Reach auch noch aus einem anderen Grund an. Als Blogger zählst du als Influencer, besonders was Instagram oder andere soziale Kanäle angeht. Dein Content – ob du was in der Birne hast und gut schreiben kannst – das überlasse mal lieber der richtigen Presse.

    Viele Grüße an dich!

  27. Liebe Masha,

    ich kann dir da nur total zustimmen. Ich schreibe hier von der quasi anderen Seite: nämlich der PR Seite (ich bin gerade im Praktikum), und was mir da einfach auch aufgefallen ist, ist genau das. Man sollte sich eben nicht nur auf die Reichweite konzentrieren, sondern erst ein mal gucken wie der Blog etc.zur Marke oder zum Produkt passen und wenn es dann noch eine große Reichweite gibt umso besser. Ich bin auch froh, dass das auch so in meiner Agentur praktiziert wird, auch wenn viele Kunden natürlich leider immer eine große Reichweite für wichtiger halten als alles andere. Ich finde es gut, dass du auch so kritische Themen auf deinem Blog ansprichst und deinen Lesern nicht eine perfekte Modewelt, in der es keine Probleme gibt vorgauckelst.
    Mach bitte weiter so und scheu dich nicht davor deine Meinung hier auszudrücken :)

    Ganz liebe Grüße,

    Bianca

  28. Liebe Masha,

    toller Beitrag! Ich lese Deinen Blog noch nicht so lange, aber ich bin begeistert, dass du so oft Dinge hinterfragst. Ich hatte letztens wegen meinem Blog eine Diskussion mit einem Firmenvertreter, der eine ziemlich fiese Mail geschrieben hat, dass er nicht mit Leuten kommuniziert, die keinen PageRank haben^^ dabei wird dieser ja seit 2 Jahren gar nicht mehr vergeben. Jüngere Seiten können also gar keinen haben. Aber trotzdem war dieser jemand überzeugt davon, dass das das einzige Kriterium mit Aussagekraft ist.
    Naja, die Menschen werden sich wohl leider immer ein bisschen über Zahlen definieren, weil diese leicht messbar sind.

    Liebe Grüße
    Michelle

  29. Hey liebe Masha, genau über sowas muss ich auch sehr oft im Moment nachdenken. Finde es sogar fürchterlich.. Da sich alles nur noch um wie viele Follower oder wie hoch ist die Reichweite ist dreht. Dabei vernachlässigen alle ( aber wirklich alle) Qualität gegen Quantität! Wie du schon sagtest, wenn Jemand nur über Primark spricht genauso wie die anderen 20 „Blogger“ was ist dann dieser Post an sich wert im Gegensatz zu Jemandem der zum Beispiel seinen eigenen Sachen oder Sachen präsentiert von neuen, unbekannten Labels. Wenn ich ein Label wäre was Qualitativ hochwertig ist möcht ich nicht in einem Satz mit Primark fallen.. Ich finde es unheimlich wichtig das man sich NICHT an seinen ‚Zahlen‘ misst, das tut sowieso nicht gut! Finde es viel wichtiger das man wirklich dahinter steht was man präsentiert und auch mal Sachen von Labels die eben nicht passen ablehnt umd nicht nur für ein Feature alles macht!

    Liebe Grüße
    Bejonson

  30. I totally get it!!!
    Mich beunruhigt es auch immer, wenn ich merke, dass man lediglich auf ein Aspekt seiner Arbeit herunter gebrochen wird…

    Es ist nur eine Zahl… aber so zu tun, als ob diese Zahl aller Ursprung von einem war und man immer alles für diese Zahl gemacht hat ist QUATSCH… und alle anderen Aspekte einer Person/Business auszublenden, gibt einem irgendwie das Gefühl unter Blinden zu leben… hächel, hächel, hächel… ja… du hast da bei mir ’n Nerv getroffen. XD
    Ich denke da hilft nur sich einen richtig dicken Pulli anziehen… und JA wir wollen alle Geld pumpen… aber zu welchen „Preis“?!

  31. Liebe Masha, ich freue mich jeden Sonntag auf deinen Post zu einer schönen Tasse Kaffee.

    Auch dieser Text war wieder gut geschrieben. Und genau diese Art von Posts liebe ich an deinem Blog. Du bist anders. Das mag ich. ❤️

  32. Guten Morgen, ich bin einer deiner neuen Fans. Seit ungefähr 1 Woche folge ich deiner Seite auf Instagram und Deinem Blog. Mich Hast du erreicht weil Du mich mit deinen Bildern überzeugt hast . Ich finde sie toll ! Auch Deinen Blog finde ich sehr ansprechend . Sogar meine Töchter die sonst auf auf Youtub irgendwelche Kanäle von jungen blonden Mädchen ansehen finden Deinen Blog schön und folgen Dir . Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag .

  33. Hi Masha, du findest genau die richtigen Worte. Wir machen seit sieben Jahren mit viel Engagement ein privates Online-Magazin über Berlin. Vor einigen Tagen wollten wir etwas über ein veganes Restaurant machen. Da uns das angebotene Pressematerial nicht wirklich gefallen hat, haben wir angefragt, ob wir selber Fotos machen könnten. Zur Antwort kam, man würde gerne erst einmal unsere Mediadaten sehen, damit man abschätzen könne, ob sich der Aufwand für sie lohne. Ja, so ist das.

    Ich möchte mich bei der Gelegenheit nochmals bei all den tollen Menschen, ob prominent oder nicht, bedanken, die in den letzten Jahren für uns Zeit hatten, obwohl wir nicht die größte „Reichweite“ haben.

  34. Liebe ­Masha, ein toller Artikel, der mir auch aus der Seele spricht.
    Ich bin Modedesignerin und noch am Anfang – somit auch für ­mein ­Socialmedia Auftritt selber zuständig. Ich merke wie schwer er ist ­Follower und ­Likes zu bekomme, weiß aber auch das so was für mein Label wichtig ist, um meine Kollektion zu bewerben. Doch mein Interesse liegt auch darauf Frauen zu erreichen, die sich für meine Sache interessieren, da dort potenzielle Kundinnen sein könnten. Daher freue ich mich über jeden ­Follower der auch Fragen hat oder Kontakt aufnimmt. Ich beschäftige mich gerne mit Menschen die Persönlichkeit haben. Und finde die Diskriminierung andere Inststagrammern oder ­Facebookern traurig, wenn es um das Thema Reichweite geht. In meine Augen zählt die Qualität nicht die Quantität. Einen schönen Sonntag noch ^^

  35. It was a pleasure meeting you at the blogger bazaar loft and your words are so true! thanks for saying it out loud. keep on going with your amazing work, you´re a really individual and interesting person and blogger xx

  36. Sehr interessanter Artikel! Ich finde, du hast vollkommen recht! Wenn ich durch Insta scrolle und manche Leute mit echt immer den gleichen, langweiligen Fotos Millionen von Followern haben, frage ich mich warum :D

    Es kommt eben wirklich auf die Besonderheit an, für mich jedenfalls.

    …Darf ich fragen, wo das Foto gemacht wurde? :)
    Das links neben dir ist doch die Schauspielerin von GZSZ oder bin ich jetzt verwirrt? :D

    LG,
    Fashion Blog
    Christina Key

    http://www.christinakey.com

  37. Hallo Masha,

    Ein toller Beitrag, der so vieles aufgreift, was mir in dieser Woche passiert ist. Meine erste Fashion Week und wenn man sich mit neuen Leuten unterhält wurde fast immer als erstes nach der Reichweite und den Klicks gefragt. Das finde ich wirklich sehr schade wenn man so reduziert und beschränkt wird..

    Liebst,
    Franzi von http://flashlightjourney.com

  38. Ein genialer Beitrag dem ich voll und ganz zustimme. Denn es werden nicht nur Blogs nach „Zahlen“ beurteilt sondern oftmals wird auch das Können und Umsetzten von Qualifikationen in Zahlen beschrieben. Man schaue sich mal den EinzelHandel an. Hat deine Abteilung einen starken Umsatz in der vergangenen Woche erzielt so stehst du automatisch als ein guter Abteilungsleiter da. Aber dass für den Umsatz einige der Mitarbeiter, bei einer Unterbesetzung, für 4 Arbeitskräfte gearbeitet haben interessiert niemanden. Menschliches wird durch Zahlen ersetzt. Und das war ein kleines Beispiel von leider sehr vielen solcher Vorfälle.

  39. Liebe Masha, toller Post und schön, dass du dir Gedanken machst. Ich beschäftige mich auch viel mit dem Thema Bloggen, Youtube und allem was drum herum passiert, finde es wahnsinnig was die junge Zielgruppe von 12- 16 so treibt und frage mich dann „Warum bespielt eine 22 jährige Frau in jedem ihrer Beiträge Themen von vorpubertären Kindern…wie authentisch ist das? Ich bin zum Schluss gekommen dass (gute) Schauspieler in Film und Fernsehen eben auch jüngere Rollen haben..
    Aber genau da stellt sich die Frage: will ich das? Will ich bloggen um Fame von kreischenden 13-jährigen zu bekommen..will man sich mit diesen Followern ausstauschen? Oder einfach nur gebauchpinselt werden und nach der Kotzerei der vorangegangen „crazy asia food challenge“ sich online nen neues iphone zu bestellen? Warum Online? Weil man sich allein nicht mehr auf die Strasse trauen kann..
    Mit diesen Gedanken gehe ich in Gespräche mit Fachmenschen aus der Social Media Ecke..hier hört man von rechts und links „bespiel die Zielgruppe, da steckt Kaufkraft, da steckt viel Freizeit dahinter…“

    WOW..Hallo authentische, „reale“ Welt des Bloggens.

        1. die kiddies in dem alter verdienen vllt selber kein großes geld. aber sie haben geburtstag, bekommen riessige taschengelder haben riessige augen, welche die elternherzen zum schmelzen bringen.
          zudem differenzieren sie nicht in qualität oder sonstigen merkmalen. der focus ist auf den „Held“, auf das vorbild gerichtet.
          was dieser zeigt wird gekauft. scheiß egal was. man will unterstützen, gefallen, anerkennung, dazugehörigkeit. man ist in einer jungen phase der selbstfindung.
          diese jungen menschen zu gewinnen ist nicht schwer. ganz im gegensatz zur älteren zielgruppe, die wert auf content, qualität legt, mehr zeit mit realen freunden verbringt und womöglich noch vergleicht und selektiert.

          wie auch immer. schöner post

  40. Danke für diesen Beitrag!
    Ich finde es schlimm, dass es vielfach nur noch nach Zahlen geht und der Inhalt verloren geht bzw. Standard wird. Viele youtuber mit vielen followern machen genau das gleiche wie die anderen. Individuelle videos gibt es zwar noch aber die klickzahlen sind viel niedriger… ich frage mich wirklich warum alle diesen Müll ( sorry aber anders kann ich diesen standardkram leider nicht betiteln) sehen wollen und warum dann auch noch auf gefühlt 20000 Kanälen?!

  41. Liebe Masha, du hast geschrieben „Die Millionen von Klicks auf ein Foto oder Video generieren“
    Aber generieren bedeutet nicht bekommen, sondern erzeugen, herstellen, kreiren. Also ergibt das ja dann keinen Sinn :D
    Lg

  42. Liebe Masha in letzter Zeit überraschst du mich immer mehr.
    Ein ganz toller Artikel, der auch deinen Erfolg erklärt. Letztlich sollte es einem Blogger oder Youtuber doch darum gehen sich mit seinem Projekt selbst zu verwirklich und ihm baten Fall Leser/Viewer zu finden, die seine Meinung teilen und seine Sachen gerne sehen. Jetzt wo Blogger und YouTuber bei viel zu Berufen geworden sind und die Klicks und Liks entscheiden, ob man über die Runden kommt, verändern sich die Beweggründe leider. Ich hoffe, dass das bei dir nicht passieren wird – weiter so!

    1. Ich bin immer wieder über die hohe Qualtität der Kommentare auf deinem Blog erstaunt. Sicherlich evozieren deine Beiträge und dein Image eben solche und das spricht wiederum für die Qualität deiner „Zielgruppe“.
      Ich befürchte die Branche befindet sich im Umbruch, wie das nun mal in jeder Branche irgendwann der Fall ist. Am Anfang stehen die Pioniere, zu denen du ganz gewiss gehörst.
      Vom anfänglichen Umstellungsprozess seitens der Modewelt Blogger nicht nur als Konkurrenz zu begreifen sondern sie aktiv zu integrieren (um auch nicht den Anschluss zu verlieren), folgt nun die Phase der Gewinnbringung.
      PR befindet sich immer in einem Dilemma. PR muss einen Nachweis darüber bringen, dass sich die Kommunikationsaktivitäten gelohnt haben – sozusagen die Daseinsberechtigung.
      Viele setzen dafür Kommunikationscontrolling ein um mit Zahlen diese Basis zu schaffen. Reichweite ist einfach, sie ist der Grund weshalb Social Media ein so dankbares Kommunikationsinstrument war; vielleicht auch noch ist. Kostet nichts und bildet die charakterlosen Zahlen, wie Reichweite, wundervoll ab.

      Dein Beitrag bringt einen wesentlichen Punkt der Existenzkrise der Kommunikation im Social Media Umfeld auf den Punkt:
      Wie lassen sich Werte, Bindungen und menschliches Feingefühl fassen und darstellen?
      Ich glaube es braucht auch hier Pioniere die standhaft bleiben und an der Qualität festhalten anstatt auf Quantität zu setzen.
      Das gilt nicht nur für Blogger, sondern insbesondere für PR-Leute und Leser.

      Behalte dir dein Charisma!