Die Wirkung der Edelsteine – welcher steht für was?

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Edelsteine verbindet man meist mit teurem Schmuck, glitzernden Ketten und schimmernden Ringen. Sie sind Zeichen von Macht, Reichtum, manchmal Dankbarkeit und oft auch Liebe. Doch woher kommt unsere Liebe zu schönem Schmuck und warum lässt dieser Trend auch nach Jahrtausenden nicht nach?
Eine besondere Rolle spielen Edelsteine in der Mythologie. In den Mythen aus dem alten Griechenland heißt es zum Beispiel, dass die Freudentränen der Götter sich auf ihrem Weg zur Erde in Smaragde und Saphire verwandelten. Da wundert es kaum, dass die geschliffenen Steine von Bedeutung aufgeladen sind – und dass noch heute an ihre Kraft und Energie geglaubt wird. Heute kann man Edelsteinwasser kaufen oder eine Edelsteinmeditation machen.

Steine werden als Glücksbringer verkauft, denn durch die Berührung mit der Haut soll die heilende Wirkung des Steins auf den Körper übertragen werden – und natürlich als Schmuckstücke. Manch einer mag dies belächeln und auch wenn all diese Wirkungen nicht medizinisch belegbar sind, so kann man nicht abtun, dass Edelsteine eine lange Geschichte haben und ihnen in den verschiedensten Kulturen heilende Kräfte nachgesagt wurden. Auch heute zeigt sich, wie viel Bedeutung wir Edelsteinen eigentlich beimessen, wenn wir den Ehering für die Liebste oder den Liebsten daraus schleifen lassen. Mich jedenfalls bestärkt die Geschichte des Edelsteins – und das Wissen um die jahrhundertelangen Mythen, die sich um die funkelnden Mineralien ranken. Deshalb möchte ich auch hier eine Auswahl an Edelsteinen sowie ihre Bedeutung und Verwendung mit euch teilen.

Entgiftung durch den Amethyst

Bei dem Amethyst handelt es sich um einen violett funkelnden Halbedelstein. Seine Bezeichnung wird von dem griechischen Wort “Amethystos“ abgeleitet, was so viel heißt wie „nicht betrunken“ zu sein. Der Legende nach soll der Stein nämlich eine entgiftende Wirkung haben, die den Träger sogar vor den Auswirkungen des Alkoholkonsums schützen soll. Der Amethyst wurde zuerst in Brasilien und Uruguay entdeckt. Bereits im Mittelalter wurden ihm heilende Kräfte nachgesagt. Hildegard von Bingen, die als erste Vertreterin der deutschen Mystik im Mittelalter galt, schrieb über die heilende Wirkung des Steins gegen Krankheiten, Hautunreinheiten und Schwellungen.


Der Liebesstein: Rosenquarz

Der Edelstein kommt, wie der Name bereits vermuten lässt, in einem zarten Rosa und ist dabei milchig trüb. Die aufgehende Form des Steins erinnert an eine blühende Rose, weshalb Rosenquarz auch gern als ‚Liebesstein‘ bezeichnet wird. Eine weitere Erklärung für das Synonym führt zu den Legenden, die sich um den Rosenquarz gebildet haben. So heißt es unter anderem in der griechischen Mythologie, dass der Gott der Liebe diesen Stein den Menschen gegeben haben soll. Dieser soll für Sensibilität und Romantik stehen. Heute wird der Stein gern verschenkt, um auf neue Lebensabschnitte vorzubereiten oder den Liebeskummer zu lindern. Viele stellen sich kleine Skulpturen oder Vasen aus Rosenquarz auf den Nachtisch oder neben den Laptop, da dem Rosenquarz eine schützende Wirkung nachgesagt wird. Zurzeit sind vor allem Beautyroller aus Rosenquarz beliebt, die ebenfalls auf die heilende Wirkung des Edelsteins setzen.



Der Stein der Leidenschaft: Rubin

Der Rubin (übrigens mein Geburtsstein) wird ebenfalls gelegentlich als ‚Liebesstein‘ bezeichnet. Doch während Rosenquarz die Romantik symbolisiert, strahlt der Rubin Stärke, Selbstbestimmung und Lebenskraft aus. Er gilt somit als Heilstein für Liebe und Sexualität. Sein Name leitet sich von dem lateinischen Begriff “rubeus“ ab, was übersetzt schlicht “rot“ bedeutet. Der Rubin gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Edelsteinen, dem etwas Edles und Königliches anhaftet. Der griechische Gelehrte Aristoteles beschrieb den Rubin folgendermaßen: „Einer ist rot wie reines Blut und heißt Rubin. Dies ist der beste von allen“. Er soll sexuelle Probleme lösen, indem er Hingabe und Entschlossenheit fördert und steht somit als Stein für die Selbstverwirklichung und Erfüllung der Sehnsüchte.

Der Alleskönner: Bergkristall

Bergkristalle haben einen umfassenden Wirkungskreis – sie sollen bei Hautproblemen wie allergischen Reaktionen, Neurodermitis oder Sonnenbrand helfen. Gleichzeitig können sie auch bei einem allgemeinen Unwohlsein und Verspannungen, wie wir es unter anderem bei Menstruationsbeschwerden kennen, eingesetzt werden. Bergkristalle werden aufgrund ihrer reinen und klaren Form gern als Anhänger um den Hals getragen, ihre Wirkung soll sich immer dann entfalten, wenn der Kristall in Berührung mit der Hautoberfläche kommt. Alternativ wird das Quartz auch gern in Wasser getaucht und anschließend getrunken (hatte ich euch hier vorgestellt). Dem Kristall wird nachgesagt, positive Energien verstärken zu können – nicht nur die anderer Heilsteine – das Bergkristall soll auch im Allgemeinen bewusstseinsfördernd sein. So wurde der Kristall unter anderem von Buddhisten genutzt, um während der Meditation eine höhere Verbindung herstellen zu können.

Lebensfreude und Ausstrahlung:
Der Bernstein

In Hafenstädten an der Ostsee wird Bernstein gern auf Märkten oder an Promenaden verkauft. Dort kann man meist Bernsteine als Glücksbringer aber auch in den verschiedensten Schmuckvarianten erstehen. Bernstein zeichnet sich durch die goldbräunlichen Farbtöne ab, die bei Betrachtung und beim Drehen des Steins zu schimmern anfangen. Der Stein besteht aus fossilem Harz und gehört zu den ältesten Edelsteinen der Welt. Früher und vor allem im Mittelalter wurde Bernstein, wie die meisten anderen Edelsteine auch, bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Heute gilt er vor allem als Schutzstein, man konzentriert sich zunehmend auf die seelische Wirkung des Steins. Er soll für Lebensfreude, Kreativität und Offenheit wie auch eine positive Einstellung sorgen. Dem Träger des Bernsteins soll somit eine positive Ausstrahlung verliehen werden. Auch Bernstein lässt sich in Wasser platzieren und schließlich trinken – das sieht nicht nur schön aus, sondern soll Körper und Seele auch noch gut tun.


Ruhe und Gelassenheit: Der Saphir

Der Saphir ist einer der beliebtesten und auch teuersten Schmuckstücke. Er kommt in verschiedenen Farben vor – bekannt ist er vor allem in unterschiedlichen Blautönen. Dem Saphir wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Er soll vor allem denen helfen, die impulsiv sind, unbedacht reagieren und zu heftigen Gefühlsausbrüchen neigen. Die christliche Gelehrte Hildegard von Bingen hielt in ihren Aufzeichnungen fest, dass der Kristall die Kraft hat, Besessene zu heilen. Der funkelnde Saphir steht somit für Erkenntnis und im asiatischen Raum auch für Wahrheit und Freundschaft. Gern wird der Stein auch für Verlobungsringe verwendet und symbolisiert in diesem Kontext das kommende Versprechen der Ehe und steht in besonderem Maße für Treue und Geduld.

Intuitive Kräfte mit dem Mondstein

Je nachdem wie das Licht sich verhält, entfaltet auch der Mondstein seine verschiedensten Facetten. Dies zeigt sich auch in der Wirkung, denn der Edelstein hilft uns dabei, unsere intuitiven Fähigkeiten auszubilden und auf unsere Intuition in den verschiedensten Situationen zu vertrauen. Den Namen trägt der besondere Stein, weil er dem Mond sehr ähnlich ist: Er ist weiß, schimmert und verändert sich je nachdem aus welcher Perspektive man ihn betrachtet – und hinterlässt dabei den Eindruck, als würde er sich stets etwas anders zeigen wollen. Auch dieser Stein wird aufgrund seines weißbläulichen Glanzes hauptsächlich als Schmuck verarbeitet.

Interessiert euch das Thema und wollt ihr mehr dazu wissen und mehr Steine kennenlernen?

April 22, 2020
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7 Kommentare

  1. Hallo Masha!

    Danke für diesen Wundervollen Beitrag! Die Bilder sind wunderschön und besonders gefällt mir dein Bergkristallanhänger!
    Ich stöbere grade im www nach Edelsteinen und bin somit auf deinem Blog gelandet.
    Um deine Frage zu beantworten – ich würde mich sehr freuen wenn du mehr zum Thema Steine schreibst. :-)

  2. Hallo Masha :-)

    Ich finde das Thema auch sehr spannend.
    Meiner Meinung nach muss nicht immer alles bis ins Detail belegt und bewiesen werden.
    PS: Darf ich fragen woher du die schöne Kette hast?

    Danke &
    Liebe Grüße
    Aleyna

  3. Hi Masha, ich liebe deine Outfits und bin grade zufällig wueder auf deinen Blog gestoßen. Ganz konnte ich mir hier aber nicht das Grinsen verkneifen, weil es doch eine gewisse Ironie hat: einen Blogpost darüber schreibst du deine Gedanken zum Corona-Virus und wie Menschen denn nur an solche Verschwörungstheorien gauben können etc. Dann aber liest man diesen Blogpost über die angebliche Wirkung von Edelsteinen, die wissenschaftlich aber komplett haltlos ist. Ohne aber auch nur ein Wort der Kritik o.ä., was mich schon wundert. Immerhin wird damit ordentlich Geld gemacht, mit solchen Steinen und der angeblichen Wirkung. Deswegen wundert es mich, dass du so eine starke Meinung bzgl. Corona hast, aber hier kein Wort der Kritik äußert

    1. Ja, weil dieser Aberglaube natürlich völlig haltlos ist und nicht auf Fakten basiert, was da ja auch steht.
      Ich denke mit diesem Glauben tue ich Niemandem weh, anders verhält es sich natürlich bei einem Virus, insofern finde ich das relativ nachvollziehbar. Ich glaube beispielsweise auch an Astrologie, aber poche natürlich nicht darauf.

  4. Hi Masha,
    Ich beschäftige mich auch schon länger mit Edelsteinen und habe u. a. einige in eine Malakette selbst eingebaut oder nutze sie als Handschmeichler/Glücksbringer – von meinem Jade-Gua Sha – Stein ganz abgesehen!
    Ich finde das Thema jedenfalls superspannend. Gerade in der heutigen Zeit, wo moderne Spiritualität für viele Menschen durchaus einen Platz im Leben hat, können wir dazu noch viel lernen!

    Ganz liebe Grüße!